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Psychologische Diagnostik - Testen & Entscheiden (1) (Fach) / Einflüsse & Fehlerquellen (Lektion)
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Diese Lektion wurde von FelixOskarGRI erstellt.
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- Simulationsdiagnostik Probleme der Simulationsdiagnostik in der klinischen Neuropsychologie Besonders anfällig für Täuschungsversuche, da abhängig von Kooperationsbereitschaft und –fähigkeit der Probanden Reduzierte Testleistungen leicht zu simulieren bzw. zu aggravieren Auch Anamnese und Exploration anfällig für Verfälschungstendenzen, da Beschwerden (z.B. Merkfähigkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten) weitgehend bekannt und leicht zu simulieren bzw. zu aggravieren
- Simulationsdiagnostik abzugrenzen von artifizieller Störung (ICD-10) Erzeugen oder Vortäuschen körperlicher oder psychischer Symptome mit dem Ziel, Krankenrolle einzunehmen, ohne äußere Anreize
- Simulationsdiagnostik abzugrenzen von Münchhausen-Syndrom Absichtliches Erzeugen körperlicher Symptome, um sich in medizinische Versorgung begeben zu können, i.d.R. Persönlichkeitsstörung
- Simulationsdiagnostik abzugrenzen von Münchhausen-by-proxy-Syndrom Erfinden bzw. Manipulieren bzw. Erzeugen einer Erkrankung des eigenen Kindes > Persönlichkeitsstörung der Mutter > emotionale Befriedigung durch Aufmerksamkeit des Klinikpersonals
- Simulationsdiagnostik Neuropsychologische Untersuchungsmethoden: Analysen auf Einzeltestebene Vergleich charakteristischer Testergebnisse neurologisch kranker Patienten und belegt simulierende bzw. aggravierende Personen
- Simulationsdiagnostik Neuropsychologische Untersuchungsmethoden: Simulationssensible Tests Vortäuschen einer hohen Aufgabenschwierigkeit, obwohl Test leicht zu bewältigen („verdeckte Leichtigkeit“), z.B. Rey Memory Test, Bremer Auditiver Gedächtnistest
- Simulationsdiagnostik Neuropsychologische Untersuchungsmethoden: Symptom-Validierung „Forced-Choice-Verfahren“, Vergleich der Testleistung mit der Wahrscheinlichkeit durch reines Raten erfolgreich zu sein, Trefferrate > 40% gilt als Beleg für bewusste Antwortsteuerung
- Simulationsdiagnostik Neuropsychologische Untersuchungsmethoden: Psychophysiologische Messungen Über die Ableitung körpereigener Signale soll eine Gegenkontrolle über beobachtbares Testverhalten erzielt werden > Hirnelektronische Aktivität zeigt Verarbeitung des Reizes, obwohl angeblich keine Wahrnehmung des Reizes bzw. keine Antwortreaktion > Hinweis auf Simulation
- Simulationsdiagnostik Umgang mit verdächtigen Untersuchungsergebnissen Dem Patienten mehrere Alternativen als Erklärungsansatz für Testergebnis anbieten Beispielhaft schildern, wie es sich bei anderen Patienten verhalten hat Beschuldigen, „In-die-Enge-treiben“ des Patienten vermeiden Dem Patienten nach einer Latenzzeit eine erneute Untersuchung anbieten und ihm Symptomaufgabe ohne „Gesichtsverlust“ ermöglichen
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