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Psychologie (Fach) / Occupational Health Psychology (Lektion)

Arbeits- und Organisationspsychologie

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  • Welche sind die Entstehungsbedingungen von Burnout? Arbeitsüberlastung Zusammenbruch der Gemeinschaft Mangel an Kontrolle Mangel an Belohung Mangel an Fairness Wertekonflikt (Missverhältnis zwischen Arbeitsanforderungen und persönlichen Prinzipien) Verschleiß der Seele
  • Welche Möglichkeiten zur Vorbeugung von Burnout gibt es? - Organisationsmerkmale: Besetzung des Personals Familienfreundliche Arbeitszeiten Entwicklungsmöglichkeiten Abstimmung der Leistungsbereiche - Arbeitsorganisation: Sichern von Anforderungsvielfalt Keine einseitige Fehlbeanspruchung Zeitliche und inhaltliche Tätigkeitsspeilräume Gruppenarbeit - System der Betreuung von Betreuern: Gruppendiskussionen zu Arbeitsproblemen Wahlobligatorische Angebote von trainierenden Gruppenaktivitäten Ärtzliche Betreuung und Physiotherapie
  • Was steht bei beruflichen Gratifikationskrisen im Zentrum? Das Ungleichgewicht zwischen hoher beruflicher Verausgabung und niedriger Belohnung.
  • Welche Bedingungen müssen Probeleistungen erfüllen, um als Indikator für Ermüdung eingesetzt werden zu können? Müssen Leistungscharakter haben Müssen leicht erlernbar sein Müssen mindestens Teilidentität mit den leistungsbestimmenden Anforderungen der untersuchten Tätigkeit haben müssen komplexe kognitive Anforderungen erhalten
  • Welche Schwierigkeiten gibt es bei Probeleistungen? Methodische Mängel: mehrfachbedingtheit kaum kontrollierbar Stichprobencharakter kann reaktive Anspannungssteigerung hervorrufen Motivationszuwachs durch die Änderung
  • Welche Rollenkonflikte gibt es in der Arbeit? Inter-Sender Konflikt (verschied. Mitglieder d. Rollensystems stellen entgegengesetzte Erwartungen an das VH des Rollenträgers) Intra Sender Konflikt (Ein und derselbe Mitarbeiter stellt widersprüchliche Anforderungen an den Rollenträger) Person-Rollen Konflikt (Rollenerwartungen stehen in Konflikt mit den Merkmalen der Person) Inter-Rollen Konflikt (Verschiedene Rollen eines Rollenträgers sind nicht vereinbar)
  • Welche Belastungen ergeben sich aus der Arbeitsaufgabe? zu hohe qualitative/quantitative Anforderungen unvollständige partialisierte Aufgaben Termin-/ Zeitdruck Informationsüberlastung Unklare, widersprüchliche Anweisungen Unerwartete Störungen/ Unterbrechungen
  • Welche Belastungen ergeben sich aus der Arbeitsrolle? Verantwortung Konkurrenzverhalten der Mitarbeiter Fehlende Unterstützung Fehlende Anerkennung (Gratifikationskrisen) Konflikte Mobbing
  • Welche Belastungen in der Arbeit können potentielle Stressoren sein? Belastungen aus der Arbeitsaufgabe Belastungen aus der Arbeitsrolle Belastungen aus der materiellen Umgebung Belastungen aus dem sozialen System Belastungen aus dem "Behavior setting" (Isolation, Dichte) Belastungen aus dem Person-System (Angst vor Aufg./Misserfolg, fehlende Eignung, ineffiziente Handlungsstile)
  • Definition Monotonie Situation wird als eintönig, langweilig, abstumpfend erlebt Gleichgültig-apathische Haltung Nachlassen der Aufmerksamkeit Müdigkeitsgefühl
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  • Merkmal Monotonie Aufgabenerfüllung erlaubt kein vollständiges Lösen von der Tätigkeit & zugleich gewährt sie keine ausreichende Möglichkeiten zur sachbezogenen gedanklichen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit selbst
  • Merkmal Monotonie Aufgabenerfüllung erlaubt kein vollständiges Lösen von der Tätigkeit & zugleich gewährt sie keine ausreichende Möglichkeiten zur sachbezogenen gedanklichen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit selbst   --> Zuwendung mit eingeenem Beachtungsumfang
  • Entstehungsbedingungen für Monotonie (hinsichtlich der Aufgabe und der Situation) Aufgabe: - geringe Anforderungsvielfalt - geringe Freiheitgrade - geringe Entscheidungserfordernisse - hohe psychische Automatisierbarkeit Situativ: - Reizarmut der Gesamtsituation - Eintönig-rhythmische Dauerreize - fehlende Möglichkeit zur körperlichen Bewegung gekoppelt mit Wärme
  • Wie kann man Tätigkeitsstruktur rationalisieren um Ermüdung vorzubeugen? -> Optimierung unspezifischer und spezifischer Aktivierungsvorgänge: - Verrichtungsreduktion - Verichtungsverlagerung - Verrichtungsmodifikation
  • Gesundheit nach der Strategie "Gesundheit 2000" - Abwesenheit von Symptomen, Krankheit oder Behinderung - Positiv bewertete psychische Erfahrung - Gleichgewicht innerhalb des Selbst und mit der Umwelt - Kapazität um persönliche Ziele zu verfolgen sowie Umwelt oder soziale Anforderungen zu bewältigen - Prozess von zielgerichteter Handlung bzw. erflogreicher Bewältigung
  • Prozesscharakter der Gesundheit Gesundheit = dauerhafte Entwicklung von Handlungsfähigkeit mit 3 Merkmalen - Fähigkeit, langfristige Ziele zu setzen - Fähigkeit, das Handeln anzupassen und zu verändern - Verbundenheit des Handelns mit körperlichen Prozessen
  • Was sind zentrale Begriffe der Gesundheitsförderung? - Gesundheit - Wohlbefinden - Nachhaltigkeit/ nachhaltige Entwicklung - Lebensqualität Umwelt und Umweltschutz
  • Was sind die 3 Handlungsstrategien der Ottawa-Charta? 1. Advocacy - Anwaltschaft  (Beeinflussung polit., soz., kult., biolog. etc. Faktoren) 2. Enable - Befähigen und Ermöglichen (Kompetenzförderung/Empowerment) 3. Mediate - Vermitteln und Vernetzen (dauerhafte Kooperation aller Akteure des Gesundheitswesens)
  • Psychosoziale Funktionen der Erwerbsarbeit - Aktivität und Kompetenz - Kooperation und Kommunikation - Zeitstrukturierung - Soziale Anerkennung - Persönlichkeitsentwicklung  
  • Was sind die Ziele der Arbeitsgestaltung und Organisationsentwicklung? - Schutz der Gesundheit - Effektivität - Wirkungs-/ Entwicklungsmöglichkeiten für Fähigkeiten und Einstellungen
  • Was versteht man unter dem langen Arm der Arbeit? Eingeschränkte Arbeitstätigkeiten führen zu: - Störungen im Wohlbefinden/ andauernde psy./ körperl. Beschwerden - Passives Freizeitverhalten - Werteveränderung - Kindererziehung nach Gehorsam und konformen Verhalten - Abbau intellektueller Leistungsfähigkeit
  • Humankriterien der Arbeit 1. Nicht Schädigung psychophysischen Gesundheit 2. Nicht Beeinträchtigung psychosozialen Wohlbefindens 3. Übereinstimmung von Qualifikation und Anforderungen 4. Kollektive und/oder individuelle Einflussnahme auf Arbeitsbedingungen /-systeme 5. Persönlichkeitsentwicklung
  • Definition von Ermüdung - durch eine fortgesetze Tätigkeit - im Verlauf von Stunden bis zu einem Tag entstehende - durch Tätigkeitswechsel, Umwelteinflüsse oder Anregungsmittel vorübergehend und - durch Schlaf vollständig aufhebbare Schutzhemmung der Leistungsbereitschaft
  • Stufen psychischer Ermüdung 1. Einarbeitung / Optimale Leistungsfähigkeit / Volle Kompensation 2. Labile Kompensation 3. Anhaltend verminderte Aktivität 4. Funktionelle Störungen
  • Unterschied von psychischer Ermüdung, Monotonie, psychischer Sättigung und Stress hinsichtlich Auslöser Ermüdung: zeitl. anhaltende Forderungen/ Überforderung der Leistungsvoraussetzung Monotonie: Unterforderung der Leistungsvoraussetzung, Zuwendungsnotwendigkeit Sättigung: Erlebte fehlende SInnhaftigkeit Stress: Überforderung, negative Emotionen, Vereitelte Ziele
  • Leitmerkmale von Ermüdung, Monotonie, Sättigung und Stress Ermüdung: Müdigkeit ohne Langeweile, Erschöpfung Monotonie: Interesselosigkeit, Langeweile mit Müdigkeitsgefühl Sättigung:  Unlustbetonte Gereiztheit, Widerwillen Stress: Erregt-geängstigte Gespanntheit, Unruhe, Sorge
  • Vorbeugungsmaßnahmen zur psychischen Ermüdung Mensch- Maschinen Funktionsteilung Arbeitsgestaltung Training regulativer Leistungsvoraussetzungen Pausengestaltung
  • Vorbeugungsmaßnahmen zur Monotonie Aufgabenbereicherung Senkung von Daueraufmerksamkeitsbindungen  
  • Vorbeugungsmaßnahmen zur psychischen Sättigung Individuelle Sinn- und Zielbildung Tätigkeitswechsel
  • Vorbeugungsmaßnahmen zu Stress Reduktion emotionaler Belastungen durch Erweiterung der Freiheitsgrade
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  • Welchen Herausforderungen gibt es in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts? - Globalisierung und Verbreitung neuer Informationstechnologien - Neue Beschäftigungsverhältnisse - Arbeitslosigkeit - Älter-werdende Belegschaft - Zunehmende Kundenorientierung und Qualitätsmanagement-Anforderungen
  • Wie kann psychische Ermüdung verringert/vermieden werden? - ausreichend ungestörter Schlaf - Erholungsregime und Arbeitszeitgestaltung - Gestaltung von Tätigkeitsstrukturen - Betriebliche Fitnessprogramme
  • Wie kann psychische Ermüdung verringert/vermieden werden? - ausreichend ungestörter Schlaf - Erholungsregime und Arbeitszeitgestaltung - Gestaltung von Tätigkeitsstrukturen - Betriebliche Fitnessprogramme - Training (je niedriger das Übungsniveau, desto höher der individuelle Aufwand9
  • Was wird durch Training einer Tätigkeit bewirkt? Abbau anfänglichen Aktivierungsniveau  Sensibilisierung psychische Automatisierung Verbalisierung Intellektualisierung
  • Welche Kriterien müssen Kurzpausensysteme erfüllen? Mindestdauer muss erfüllt sein Haltung muss verändert werden Pausen sollen bewusst dem Zwecke der Erholung dienen Pause muss entspannt verbracht werden Mehrere kleine Pausen sind effektiver als wenig lange Pausen Systematische Durchführung Kompensation der Arbeitsanforderungen Vorbeugende Wirkung Einsicht der Mitarbeiter gefordert
  • Wirkung von Kurzpausensystemen Erhöhen den Anteil der reinen Arbeitszeit Selbst gelegte Pause = unzweckmäßig verteilt, nicht genug vorbeugend, seltener, länger als günstig optimal organisierte Pausen binden sich am dynamischen Stereotyp
  • Reaktionsstadien bei Stress 1. Alarmreaktion 2. Widerstand & Mobilisierung von Energiereserven 3. Erschöpfung
  • Was versteht man unter der Reaktionszentrierten Stresstheorie? Stress= abhängige Variable -Reaktion des Organismus -unmittelbare körperliche, seelische Anpassungsreaktion -unspezifisch/ unabhängig von der Eigenart einwirkender Faktoren
  • Welche Auffassung vertritt Selye? Reaktionszentrierte Stresstheorie Stress ist die unspezifische Anpassung des Körpers auf äußere Anforderungen Allgemeines Adaptionssyndrom (AAS)
  • Was besagt die Reizorientierte Stresstheorie? Stree = unabhängige Variable wird durch Belastungsfaktoren aus der Situation definiert alle äußeren, vom Individuum wahrgenommenen Anforderungen in Form objektiver Herausforderungen oder Stimuli, die Gefahr, Schaden, Bedrohung signalisieren
  • Was sind kritische Lebensereignisse? - Veränderungen der soz. Lebenssituation, die Anpassungsleistungen durch das Individuum notwendig machen - Gravierende Ereignisse, die soz. Neuorientierung der Betroffenen erfordern
  • Die transaktionale Definition con Stress betrifft 3 wichtige Sachverhalte: 1. Der dynamische kognitive Zustand 2. Die Störung oder Imbalance des normalen Funktionsniveaus 3. Die Lösung des Problem
  • Entstehungsbedingungen von Monotonie - Aufgabenerfüllung erlaubt kein vollständiges Lösen von der Tätigkeit - Gewährt zugleich keine ausreichenden Möglichkeiten zur sachbezogenen gedanklichen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit selbst --> Zuwendung mit eingeengtem Beachtungsumfang
  • Das Konzept Anforderung und Belastung Anforderung fördern positive Aspekte der Gesundheit - Entscheidungen (Spielraum, Zeitbezogen/Strukturbezogen) - Kooperation (Betriebsintern/-extern)   Belastungen beeinflussen Gesundheitsstörungen - Zusatzaufwand (Erschwerungen/ Unterbrechungen) - Monotone Bedingungen (Routinetätigkeiten) - Zeitdruck (Endtermine/kontinuierlich)
  • Das Demand-Control Konzept --> Entscheidungsspielraum: > Qualifikationsanforderungen > Entscheidungsverantwortung   --> Psychische Anforderungen: > Arbeitsplatzunsicherheit > körperliche Anstrengung > Unfallgefahr/ Gefahrstoffe   - Soziale Unterstützung: vermindert negative Wirkung der Belastungen
  • Das Belastungs- Beanspruchungskonzept Belastung: Gesamtheit bestehender Bedingungen in der Arbeit, die auf den Menschen Auswirkungen haben können   Beanspruchung: Gesamtheit der für den arbeitenden Menschen entstehenden Auswirkungen der Arbeit   Mittlere Belastung = optimal
  • Das Konzept der vollständigen Tätigkeit --> sind gesundheitsförderlich 1. Zyklische Vollständigkeit Außer ausführenden, auch vorbereitende, organisierende, kontrollierende Teiltätigkeiten 2. Hierarchische Vollständigkeit Erfordernis der psychische Regulation auf verschiedenen Stufen (automatisierte Prozesse, schöpferische, algorithmische Denkprozesse)
  • Kennzeichen der "vollständigen Tätigkeit" Aktivität Rückmeldung Kooperation/ Kommunikation Selbstständige Zielsetzungen Selbstständige Handlungsvorbereitungen Entscheidung über Mittel und Wege der Handlungsausführung Übertragungsmöglichkeiten von Gelerntem auf andere Bereiche
  • Das Konzept psychischen Stress am Arbeitsplatz höhere Anforderungen sind gesundheitförderlich, weil sie negative Wirkungen der Belastungen mindern
  • Welche Berufsgruppen haben ein besonderes Risiko für Burnout? Humandienstleistende Akkordarbeiter Schichtarbeiter (Nachtschichten) Überstunden und Sonderschichten in größerem Umfang untere Lohngruppen unfreiwilliger Arbeitswechsel/ unsichere Beschäftigungslage