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Psychologische Diagnostik - Testen & Entscheiden (1) (Fach) / DIN 33430 und TBS-TK (Lektion)

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Diese Lektion wurde von FelixOskarGRI erstellt.

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  • Berufsbezogene Eignungsdiagnostik - Ziel Treffen einer Wahrscheinlichkeitsaussage, ob ein Bewerber für eine Stelle geeignet ist und mit der Position zufrieden sein wird zentral: optimale Stellenbesetzung & Zufriedenheit mit der Stelle
  • Inhalt der DIN Qualitätsstandards zum Inhalt und Ablauf von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen und zur Qualität der Auftraggeber Jede DIN-Norm wird alle 5 Jahre auf Aktualität überprüft!  
  • Rechtliche Verbindlichkeit Die DIN ist nicht rechtsverbindlich, d.h. es gibt keine Anwendungspflicht und ein Bewerber kann die Anwendung nicht einfordern. In einem Betrieb mit mehr als 500 MA kann der Betriebsrat die Aufstellung von Auswahlkriterien einfordern. Diese können der DIN entsprechen
  • Ethische Aspekte der DIN Eignungsbeurteilungen mit qualifizierten Verfahren durchführen um Auftraggeber / Auftragnehmer nicht zu täuschen Fachliche Kompetenz zur Durchführung von Eignungsbeurteilung Faire Untersuchungsbedingungen Daten verantwortlich handhaben Sachgerechter Umgang mit Ergebnissen  
  • DIN Qualitätskriterien und -standards für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen Qualitätsanforderungen an die beteiligten Personen Norm nur für Eignungsbeurteilungen, nicht für Personalentscheidungen
  • DIN - Anwendungsbereich Planung von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen Auswahl, Zusammenstellung, Durchführung und Auswertung von Verfahren Interpretation der Verfahrensergebnisse und Urteilsbildung Anforderungen an die Qualifikation der an der Eignungsbeurteilung beteiligten Personen  
  • Qualitätskriterien - & Qualitätsstandards Auswahl & Zusammenstellung der Verfahren Verfahrenshinweise zur kritischen Bewertung & ordnungsgemäßen Anwendung Hauptgütekriterien Normwerte, Referenzkennwerte (Frage der Übereinstimmung von Norm & Vorgabeart, z. B. Bleistift-Papier vs. PC)
  • Qualitätskriterien - & Qualitätsstandards Planung der Untersuchungssituation – sorgfältige Planung! – Festlegung der Durchführung und Auswertung – keine Vor- und Nachteile für einzelne Kandidaten – Regeln zum Ungang mit vorhersehbaren Nachfragen – Beispiele zu den Kategorien – Umgang mit nicht beantworteten Items – Art und Weise der Ergebnismitteilung
  • Qualitätskriterien und -standards Durchführung – Gewährleistung der Objektivität! – Verwendung der Originalmaterialen – Einhaltung der technischen Vorgaben – verständliche, eindeutige, möglichst standardisierte Anweisungen bzw. Erläuterungen – Verfahrensergebnisse vor Betrug und/oder Täuschung schützen – bei Abweichungen: Dokumentation und Berücksichtigung bei der Interpretation
  • Qualitätskriterien und -standards Dokumentation für Auftraggeber nachvollziehbare Darstellung von Auswahl und Zusammenstellung der Verfahren und dem Vorgehen Instruktion, Verfahrenselemente, Einstufungshilfen bzw. Regeln für die Ableitung der Eignungsbeurteilung
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  • Qualitätskriterien und -standards Auswertung, Interpretation & Urteilsbildung Auswertung:• nach den Vorschriften• Abweichungen vom Verfahren oder der Durchführung?• nur anforderungsrelevante Informationen auswerten• Gesamtergebnis und Streubreite Interpretation:• vom Auftraggeber festgelegte Regeln zur Interpretation• Ausprägung der Merkmale zur Referenzgruppe bewerten• Objektivität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit in Bezug auf die Kandidaten Urteilsbildung:• "Die Eignungsbeurteilung muss Antwort auf die in derAuftragserteilung gestellten Frage geben."• auch sachdienliche Informationen aus anderen Quellen• Alle Aussagen müssen belegt werden!
  • Qualitätskriterien und -standards Verantwortlichkeiten Hauptverantwortung bei Auftragnehmer für:– Planung und Durchführung der Eignungsbeurteilung– Auswertung– Interpretation– Bericht an Auftraggeber Teilverantwortung an Mitwirkende bei Durchführung übertragbar (Fachaufsicht übernehmen!!) nicht delegierbar:– Auswahl und Zusammenstellung von Verfahren zur Eignungsbeurteilung– Planung der Untersuchungssituation– Festlegung der Beurteilungsregeln– Festlegung der Interpretationsregeln
  • Qualitätskriterien und -standards Qualitätsanforderungen an den Auftragnehmer Kenntnisse über ...... Eignungsbeurteilungen... angeleitete Praxis in Entwicklung, Planung, Gestaltung, kontrollierter Durchführung, Evaluation... die notwendigen Verfahren und Prozesse, deren Qualität undEinsatzvoraussetzungen... die jeweiligen Konstrukte Einhalten der Qualitatsstandards und qualitatssichernden Maßnahmen Berücksichtigen der rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Qualitätskriterien und -standards Leitsätze Untersuchungssituation – Hinweise zum Ablauf und zur Freiwilligkeit bereits bei der Einladung geben– zu Beginn Aufklärung über: Ziele, Ablauf, Dauer und Funktion der Untersuchung mitwirkende Personen, deren Berufsausbildung und Qualifikation sowie deren Funktion im Verfahren mögliche Foigen mangelnder Kooperation Art, Verwendung, Aufbewahrung der zu erhebenden Daten Personen, die von den Ergebnissen Kenntnis erhalten
  • Qualitätskriterien und -standards Leitsätze Untersuchungssituation – Möglichkeiten zum Austausch über die Untersuchung geben – Beanspruchung so lang wie nötig und so kurz wie möglich! – dem Kandidaten ermöglichen, sein anforderungsbezogenes Potenzial zu zeigen, aber dabei Betrug/ Täuschung verhindern – angemessene räumliche und sachliche Ausstattung derUntersuchungsumgebung
  • 6 Prozessteile der Eignungsbeurteilung 1.Anforderungen an Verfahrenshinweise 2.Planung von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen 3.Auswahl und Zusammenstellung von Verfahren 4.Durchführung, Auswertung und Interpretation der Verfahrensergebnisse sowie Urteilsbildung 5.Dokumentation 6.Anforderungen an die Qualifikation der an der Eignungsbeurteilung beteiligten Personen
  • TBS-TK - Aufgaben • Qualitätssicherung und Qualitätsoptimierung des diagnostischen Prozesses in Forschung und Anwendung • Qualitätssicherung diagnostischer Verfahren (TBS-TK) • Entwicklung, Implementierung und Sicherung der Einhaltung vondiagnostischen Leitlinien • Steuerung und Supervision der Lizensierung nach DIN 33430entsprechend der Fortbildungs- und Prüfungsordnung • Akkreditierung von Anbietern zur diagnostischen Fort- undWeiterbildung • Aufklärung der Öffentlichkeit über Möglichkeiten und Grenzenpsychologischer Diagnostik
  • TBS-TK - Ziel & Geltungsbereich • Ziel: Qualitätssicherung und Optimierung von Tests(als Hilfe für Testautoren, Verlage, Anbieter & Rezensenten) • Gilt für alle psychologisch-diagnostischen Verfahren (erweiterteDefinition von „Tests“)
  • TBS-TK Grundprinzipien Testbeurteiler sind ausgewiesene Experten kein alleiniger Verlass auf Klassifikation von Koeffizienten TK wählt Experten aus und bittet sie um Testbeurteilung Subjektivität durch Vorgabe einer Beurteilungsrichtlinie eingeschränkt jede Testbeurteilung wird von zwei (unabhängigen) Experten vorgenommen > Testbeurteilung in 3 Schritten
  • TBS-TK 3 Schritte der Testbeurteilung 1. Überprüfen, in welchem Ausmaß die Anforderungen an den Verfahrenshinweisen (Testmanuale) der DIN 33430 erfüllt sind – Checkliste 1 des Din Screen (Kersting, 2008)– Beurteilung der Prüffähigkeit: Test hat Angaben zu den 140 Anforderungen der DIN 33430 2. Testkategorisierung & Angabe formaler Merkmale für Datenbanken (ZPID-System) 3. Eigentliche Beurteilung des Tests anhand vorgegebener Kategorien & Kriterien > Schritt 1 & 2 kann bereits von Testautor & Verlag durchgeführt werden und erleichtert die Überprüfung durch die Experten
  • Beurteilungskategorien Allgemeine Informationen über den Test durch die Verfahrenshinweise Zugänglichkeit & Gehalt von Informationen Zielstellung & Einschränkungen bei der Probandengruppe Testaufbau Auswertung & Interpretationggf. Entscheidungsregeln Zeitangaben & Durchführungsvoraussetzungen
  • Beurteilungskategorien Theoretische Grundlagen als Ausgangspunkt der Testkonstruktion Hintergrundinformationen über zugrundeliegende Theorien und Konstrukte Fragen: - wird der Mehrwert des vorliegenden Instruments gegenüber bestehenden beschrieben?- wird klar, welche Aspekte dem zu messenden Konstrukt zuzuordnen sind?
  • Beurteilungskategorien Objektivität Durchführungsobjektivität Auswertungsobjektivität Interpretationsobjektivität (Grad der Standardisierung)
  • Beurteilungskategorien Normierung Stehen (falls für die Auswertung & Interpretation notwendig) Normen zur Verfügung? Ist die Eichstichprobe repräsentativ (v.a. für bestimmte Subpopulationen)?
  • Beurteilungskategorien Reliabilität Interne Konsistenz bei verwandten Items Existieren Reliabilitätskennwerte & welcher Art ist die Varianzquelle?
  • Beurteilungskategorien Validität Angaben zu Validitätskoefizienten Validität der Interpretation der Ergebnisse, die mit dem Testverfahren erhoben wurden Art & Qualität des Kriteriums Rahmenbedingungen, unter denen Kriterium gemessen wird
  • Beurteilungskategorien weitere Gütekriterien - Störanfälligkeit Ausmaß der Empfindlichkeit des Tests gegenüber aktuellen Zuständen & situativen Faktoren
  • Beurteilungskategorien weitere Gütekriterien - Verfälschbarkeit Steuerung des Testverhaltens durch die Testperson
  • Beurteilungskategorien weitere Gütekriterien - Skalierung Übereinstimmung von Zahlenrelationen der Testwerte und Relation des beobachtbaren Verhaltens der Testperson
  • Beurteilungskategorien Abschlussbewertung ist nicht gleich Summe aller Einzelbewertungen, sondern eine „abschließende Würdigung der Gesamtheit aller Aspekte“ > Gesamtlänge: max. 9000 Zeichen
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  • Beurteilungskategorien Beurteilungsskala Kategorien können teilweise frei bewertet werden einige Kategorien werden mit einer formalisierten Beurteilungsskala bewertet: vgl. Abb.