13
1 Grundlagen der Psychotherapie (Fach) / 1.1.6 Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen (Lektion)
Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen
Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Merkmale und Funktionen von Interaktion und Kommunikation! Interaktion: wechselseitiges Sozialverhalten Kommunikation: sozialer Zeichengebrauch/ wechselseitiger Austausch von InformationenDatenfluss vom Sender und vom Empfänger bestimmt Watzlawick: man kann nicht nicht kommunizieren, weil jedes Verhalten Mitteilungsverhalten hatLaswell-Formel Unterscheidung Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellaspekt hauptsächliche Funktion: Kontrolle der Beziehung zum anderen - Reziprozität- Appellation
- Reziprozität gegenseitige Wechselwirkung in der Kommunikation
- Appellation Ausdruck dessen, was von anderen erwartet wird
- Laswell-Formel, 1948 Kommunikation besteht aus den Komponenten: Wer sagt was, zu wem, womit, durch welches Medium, mit welcher Absicht und mit welchem Effekt?
- Definition Kommunikationsstörung Beeinträchtigung oder Unfähigkeit mit anderen in Kontakt zu treten z.B. paradoxe Mitteilung: verbaler und nonverbaler Inhalt stimmen nicht überein chronische paradoxe Kommunikation kann zu Doppelbindungen (double bind) führen
- Soziale Wahrnehmung Fähigkeit, sich mit sich selbst und anderen Personen in Bezug auf soziale Rollen, Positionen und Interaktionen auseinander zu setzen (z.B. Status-Einschätzung des Gegenübers)
- soziale Urteilsbildung beschreibt, wie Meinungen und Bewertungen durch soziale Faktoren beeinflusst werden (z.B. Wirkung von Ähnlichkeiten bzw. Unähnlichkeiten zwischen Menschen)
- Labeling- oder Etikettierungsansatz bei diesem Ansatz wird untersucht, wie eine psychiatrische Diagnose (= Label oder Etikett) das soziale Verhalten eines Patienten beeinflussen kann, weil er in eine bestimmte Rolle gedrängt wird Zuschreibung der Person als psychisch krank kann auf den Verlauf der Störung Einfluss nehmen.
- Def. Gesundheitsverhalten umfasst die Einstellung und das Verhalten gegenüber Gesundheit und Gesundheitsrisiken abhängig von den Werten in der Familie und der Gesellschaft sowie der gesundheitlichen Aufklälrung der Bevölkerung
- Def. Krankheitsverhalten umfasst die Verhaltensweisen, die eine Person zeigt, wenn sie subj eine Gesundheitsstörung erlebt (z.B. Leugnung der Störung, Selbstmedikation) abhängig von der Art und dem Schweregrad der Erkrankung, von der persönlichen Einstellung, von den Rollenerwartungen an Arzt und Patient sowie den Normen für die Krankheitsbewältigung
- Anzeige
- Wie werden Einstellung über Gesundheit/ Krankheit erworben? werden in der primären Sozialisation erworben und durch gruppendynamische Prozesse beeinflusst auch Werbung und die Verfügbarkeit von Genussmitteln spielen eine Rolle
- Risikofaktoren für gesundheitlich riskantes Verhalten jünger Männer mit eher geringer Bildung Finanzieller Druck und schlechte Wohnverhältnisse Menschen aus unteren Schichten oft eine instrumentale Körperbeziehung: wenig Beachtung für den Körper, wenn er versagt obere Gesellschaftsschichten: Körper wird häufiger kontinuierlich beobachtet (reflexive Körperbeziehung), Risikobewusstsein höher, Lebensstil gesundheitsbewusster
- Definition und Arten der Soziogenese Erkrankungen werden soziogentisch (durch den Einfluss sozialer Bedingungen) erklärt primäre Soziogenese: Ursache der Erkrankung liegt direkt in den sozialen Bedingungen (z.B. bei Berufskrankheiten) sekundäre: z.B. Aids, Bronchialkarzinom) drückt aus, dass soziale Bedingungen neben anderen pathogenetischen Faktoren wirken tertiäre: bezieht sich auf vergleichsweise geringeren Einfluss sozialer Faktoren z.B. auf den Genesungsverlauf nach einem Herzinfarkt