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Versuchsplanung und Datenerhebung (Fach) / LZUW_SS2014 (Lektion)

Prüfungsvorbereitung

Diese Lektion wurde von Lilli71 erstellt.

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  • Welche Ziele verfolgt der Mensch als "naiver" Alltagspsychologe? Das Verhalten von Personen und Gruppen erklären Das Erleben in einer zukünftigen Situation vorhersagen
  • Was ist eine Ad-hoc Erklärung? Eine Ad-hoc Erklärung wird der jeweiligen Situation angepasst, um diese möglichst plausibel zu machen.
  • Wie definiert man Post-hoc Erklärungen? Sie scheinen im Nachhinein eine umfassende Theorie zu bilden, die alles erklärt.
  • Was macht Ad-hoc und Post-hoc Erklärungen aus? Mit Ad-hoc und Pos-hoc Erklärungen sind weder eindeutige Erklärungen möglich noch Vorhersagen über zukünftiges Verhalten.
  • Wovon wird Wahrnehmung beeinflusst? von Vorwissen und Erwartung
  • Was bewirkt die Top-down Verarbeitung? vereinfacht die Wahrnehmung der Welt und ist somit sehr nützlich kann jedoch zu fehlerhafter Wahrnehmung führen
  • Was untersucht die Studie von Kelly (1950) - (Zusammenfassung) Ein Gastdozent wurde von Studierenden vorab auf unterschiedliche Weise beschrieben:   Menschen in seinem Bekanntenkreis beschreiben ihn als warme Persönlichkeit, als fleißig, kritisch und pragmatisch. Menschen in seinem Bekanntenkreis beschreiben ihn als kühle Persönlichkeit, als fleißig, kritisch und pragmatisch. → Beurteilung war abhängig von Vorinformation.
  • Zusammenfassung der Studie von Jong und Merckelbach (2000) zu phobierelevanten illusorischen Korrelationen. Studie: Frauen wurden mit Spinnen, Waffen und Blumen zufällig in Verbindung mit einem Stromschlag, einer Sirene oder "Nichts" konfrontiert und anschließend um eine Einschätzung oder Zusammenhänge gebeten.   → Sie überschätzten den Zusammenhang zwischen Stromschlag und Spinnen dauerhaft dann, wenn vorher Angst bestand.
  • Was sind illusorische Korrelationen? Erwartungen, dass zwei Gegebenheiten miteinander in Beziehung stehen, auch wenn dies nicht der Fall ist (selektive Wahrnehmung).
  • Warum unterliegt Gedächtnisleistung systematischen Verzerrungen? Weil Begebenheiten nicht "abfotografiert" werden, sondern interpretiert Eintreten des Ereignisses beeinflusst die Erinnerung an die vorher eingeschätzte Wahrscheinlichkeit
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  • Was sind die allgemeinen Ziele der Wissenschaft? (1) Beschreiben (2) Erklären (3) Vorhersagen Anwendung und Nutzbarmachung von Erkenntnissen.
  • Was ist präzise Deskription (Beschreibung)? Sammlung und Ordnung von Tatsachen Normierung von Tests Dokumentation "typischer" Verläufe motorischer und kognitiver Entwicklung Mitarbeiterbefragung Dient der Beurteilung (z. B. Zufriedenheit von Mitarbeitern in einem Unternehmen) und der Hypothesenbildung.
  • Was versteht man unter (wissenschaftlichem) Erklären? Auffinden von Ursachen oder Identifizierung von allgemeinen Gesetzmäßigkeiten, die verallgemeinbar sind. Welche Merkmale bedingen, dass eine Person als attraktiv wahrgenommen wird? Was verursacht Hilfeverhalten? Welcher Führungsstil beeinflusst die Mitarbeiterzufriedenheit positiv?  
  • Was versteht man unter (wissenschaftlichem) Vorhersagen? Phänomene vorhersagen: Gesetzmäßigkeiten werden genutzt, um aus diesen, oder den Randbedingen, Ereignisse voherzusagen Wirkung eines therapeutischen Verfahrens Eignung von Bewerbern für eine Tätigkeit
  • Was ist Wissenschaftstheorie? Wissenschaftstheorie bietet als Teilgebiet der Philosophie einen Rahmen für Forschung und beeinflusst Planung, Durchführung, Auswertung und Interpretation (Methodologie).
  • Welche zwei zentralen Fragen der Philosophie versucht Wissenschaftstheorie zu klären? Was ist Wirklichkeit (Ontologie, Seinslehre)?   Wie können Erkenntnisse über die Wirklichkeit gewonnen werden (Epistemologie, Erkenntnistheorie)?
  • Was sind zwei Vorgehensweisen bei der Erkenntnis? Induktion und Deduktion
  • Was sind wissenschaftstheoretische Grundpositionen? logischer Empirismus kritischer Rationalismus Falsifikationismus
  • Wie kann induktives Vorgehen beschrieben werden? Beginnt aus Beobachtungen, aus denen Theorien begründet werden Wird auch als bottom-up-Vorgehen bezeichnet Beispiel für einen induktiven Schluss: Phillip mag Fußball und trinkt gerne Bier Marc mag Fußball und trinkt gerne Bier Alle Männer, die gerne Fußball mögen, trinken auch gerne Bier.   Beobachtung →Muster→vorläufige Hypothese→Theorie
  • Wie erklärt man deduktives Vorgehen? Beginnt mit aus Theorie abgeleiteten Hypothesen, die geprüft werden Wird auch als Top-down Vorgehen bezeichnet Beispiel eines deduktiven Schlusses Psychologen analysieren ihre Mitmenschen Maria ist Psychologin Maria analysiert Tom   Theorie → Hypothese→Beobachtung→Bestätigung  
  • Was ist logischer Empirismus? Logischer Empirismus (auch logischer Positivismus) basiert auf der induktiven Denkweise (Induktivismus) Bedingungen, die für eine zulässige Verallgemeinerung erfüllt sein müssen: Verallgmeinerungen müssen auf einer großen Vielfalt an Beobachtungen beruhen. Die Beobachtungen müssen unter einer großen Vielfalt an Bedingungen wiederholt worden sein. Keine Beobachtung darf im Widerspruch zu dem entsprechend allgemeinen Gesetz stehen.
  • Von wem wurde Kritik am logischen Empirismus formuliert? Kritik am logischen Empirismus wurde von Karl E. Popper formuliert.   Theorien sind mehr als die Zusammenfassung von Befunden; Theorien sollen empirische Befunde erklären.   Ein induktiver Schluss vom Besonderen auf das Allgemeine kann nicht logisch gerechtfertigt werden; es besteht immer die Gefahr, dass die nächste Beobachtung der Gesetzmäßigkeit widerspricht.  
  • Was verteht man unter kritischem Rationalismus? Karl E. Popper war Begründer des Kritischen Rationalismus. Anstatt Theorien mit Beobachtungen verifizieren zu wollen, sollte man Theorien falsifizieren.   Man kann niemals logisch sicher von dem Einzelfall auf eine allgemeine Theorie schließen (verifizieren)   Man kann jedoch logisch sicher aus einer Theorie eine Hypothese ableiten (Deduktion) und diese überprüfen.   Je mehr wir versuchen, eine Hypothese zu widerlegen, und je länger sich diese dennoch bewährt, desto eher können wir sie beibehalten.    
  • Was ist die logische Grundlage der Falsifizierbarkeit von Aussagen? Modus Tollens: H → B  ¬ B ¬ H   Wenn eine Hypothese besagt, dass ein Ereignis beobachtet wird, dann lässt sich bei Nichteintreten schlussfolgern, dass die Hypothese nicht stimmt.
  • Wie wirken Induktion und Deduktion im Forschungsprozess? Beide Vorgehensweisen sind Bestandteil des Forschungsprozesses Gerade zu Beginn der Erforschung (Entdeckungzusammenhang) kann die explorative Datensammlung sehr hilfreich sein, um Ideen für Hypothesen und Theorien zu generieren Wenn diese aufgestellt sind, bedarf es einer genauen Prüfung der Hypothesen (Begründungszusammenhang)
  • Was ist Methodologie? Methodologische Regeln sind Heurismen, die auf wissenschaftstheoretische Grundlagen und Ziele der Wissenschaft bezogen sind und im Forschungsprozess eine Orientierung geben.    
  • Ideale der Wissenschaft Objektivität Transparenz Replizierbarkeit
  • Ziel der Forschung ist welche Theorien zu konstruieren? die nomologisch sind - auf Gesetzmäßigkeiten ausgerichtet die realistisch sind - auf tatsächliche Vorgänge bezogen, die wahr oder falsch sein können  
  • Was sind Theorien? System von Gesetzeshypothesen, das Erklärungskraft besitzt und mit tatsächlichen Zusammenhängen übereinstimmt   Gruppe von abstrakten Begriffen (Konstrukten) und Aussagen darüber, wie diese miteinander zusammenhängen.
  • Wie soll eine ideale Theorie aussehen? Erklärung durch tieferliegende Sachverhalte soll hohen Informationsgehalt besitzen soll möglichst einfach sein (Prinzip der Parsimonität) auf wenigen Grundannahmen basierend, mit denen möglichst viel erklärt werden kann. zutreffende Darstellung von Tatsachen
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  • Was ist eine Theorie? Eine Theorie ist ein System von Gesetzeshypothesen, das Erklärungskraft besitzt und mit tatsächlichen Zusammenhängen übereinstimmt   Eine Gruppe von abstrakten Begriffen (Konstrukten) und Aussagen , wie diese miteinander zusammenhängen.
  • Was sind Hinweise zur empirischen Prüfbarkeit (Falsifikation) von Theorien? Menge der Falsifikationmöglichkeit erhöht empirischen Gehalt   Eindeutigkeit: Vage Formulierungen führen dazu, dass jeder Ausgang möglich wird; Bsp. Begriffe wie "manchmal", "unter Umständen"   Präzision: Je genauer formuliert desto eher falsifizierbar.
  • Was sind Konstrukte? abstrakte und theoretische Begriffe "geistige" Gebilde des Forschenden, die häufig Bestandteile von Theorien sind,  wie z. B. Aggression, Angst, Selbstwert, Intelligenz. Umfassen meist eine Reihe von Komponenten (Bsp. Angst, Kognitionen, physiologische Reaktionen etc.)
  • Sind Theorien und Konstrukte direkt beobachtbar? Nein.
  • Was versuchen Theorien? Reale Begebenheiten abzubilden, d.h. hinter jeder Theorie steht die Annahme, dass deren Bestandteile (Konstrukte) existieren.    
  • Was sind Operationalisierungen? Hypothesen, darüber, wie sich der theoretische Sachverhalt in einen beobachteten Sachverhalt überführen lässt.  
  • Wie wird beurteilt, ob die Operationalisierung passend für das theoretische Konstrukt ist? Anhand der Güte der Operationalisierung
  • Wie werden Konstrukte operationalisiert? Abstarkte Begriffe der Theorie werden zu Sachverhalten in Beziehung gestellt.   Überführung des Konstrukts in eine messbare Variable - sogenannte Indikatoren
  • Was beinhaltet die Operationalisierung von Theorien?  dass deren abstrakte Begriffe (Konstrukte) messbar gemacht werden.   die Herstellung von Bedingungen, von denen angenommen wird, dass sie bestimmte Ereignisse zur Folge haben (sogenannte experimentelle Manipulation).
  • Wie wirkt sich die Aussage: "Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst" (Edwin Boning, 1923) auf den Wert einer Theorie aus? Eine solche Definition vermindert den Wert einer Theorie, weil Vorhersagen, z. B. der Intelligenz sich nur auf die Intelligenz mit einem bestimmten Verfahren gemessen bezieht.
  • Was ist bei Operationalisierungen problematisch? Das gleiche Konstrukt kann auf verschiedene Art und Weise operationalisiert werden Die Operationalisierung deckt in der Regel nicht das komplette Konstrukt ab Gleiche Operationalisierung kann u. U. als Indikator für mehrere Konstrukte herangezogen werden Herausforderung: Operationalisierung ist z. T. ein kreativer Prozess.
  • Welches Beispiel für eine Operationalisierung zeigt das Experiment zur kognitiven Disonanz von Festinger & Carlsmith (1959) - wie wurde kognitive Disonanz manipuliert? VPN müssen 1 Std. lang eine langweilige Tätigkeit ausüben und wurden anschließend gegenüber Dritten gebeten, zu behaupten, das sei ein interessantes Experiment - Spannungszustand, dissonanter Zustand.
  • Was wird bei der Operationalisierung von Bedingungen häufig hinzu genommen? Häufig werden Hilfsmaßnahmen hinzugenommen
  • Was ist ein nomologisches Netzwerk? Jedes Konstrukt ist in ein Netzwerk von Konstrukten verwoben Im Netzwerk hängen die Konstrukte über Gesetzesaussagen zusammen Über Operationalisierungen lassen sich die auf theoretischer Ebene angenommenen Beziehungen prüfen.
  • Was sind Hypothesen? Hypothesen sind (im Idealfall) Bestandteil von Theorien   a) Grundannahmen der Theorie b) Ableitungen aus den Grundannahmen Beinhalten Zusammenhänge zwischen Ereignissen oder Zuständen Bsp: Frustration führt zur Aggression Höherer Selbstwert führt zu akademischen Erfolg
  • Was sind universelle Hypothesen? sind für alle Fälle eines bestimmten Bereiches definiert müssen sich nicht unbedingt auf alle Individuen beziehen sondern auf einen klar definierten (besser breiten) Geltungsbereich Bsp.: "Menschen haben ein deklariertes und ein prozedurales Gedächtnis"
  • Was behaupten existentielle Hypothesen? einen Sachverhalt für mindestens einen Fall sind verifizierbar, in der Psychologie selten   Bsp. Es gibt Menschen, die ein deklariertes und ein prozedurales Gedächtnis haben.  
  • Was kann bei Hypothesen und Theorien bzgl. der Vollständigkeit auftreten? Sie können oftmals unvollständig sein
  • Was ist eine Variable? Die messbare Repräsentation eines Konstrukts
  • Wie werden Störvariablen auch genannt? Konfundierungen