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BWP (Fach) / 2. Semester (Lektion)
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- In welche zwei Hauptbereiche kann Rechnungswesen gegliedert werden? Finanz- und Betriebsbuchhaltung
- Wofür ist Finanzbuchhaltung zuständig? Unternehmungsführung und externe Anspruchsgruppen dokumentiert, die Vermögens-, Schulden-, Erfolgs- und Liquiditätslage
- Wofür dient Betriebsbuchhaltung? dient der internen Planung und Kontrolle der Mengen- und Wertebewegung innerhalb des Unternehmens
- Welche drei Oberbegriffe werden der Finanzbuchhaltung untergeordnet? Bilanz Erfolgsrechnung Geldflussrechnung
- Welche drei Begriffe werden Der Betriebsbuchhaltung untergeordnet? Vollkostenrechnung Teilkostenrechnung Kalkulation
- Was ist eine Bilanz? Gegenüberstellung aller Aktiven (Vermögen) und Passiven (Schulden) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt
- Welche drei Funktionen erfüllt die Bilanz? Dokumentationstellt eine Bestandesaufnahme der im Unternehmen vorhandenen Vermögen und Schulden an einem Stichtag dar. GewinnermittlungIn der Bilanz wird der Gewinn bzw. der Verlust einer bestimmten Periode ersichtlich InformationDie Bilanz informiert intern (als Steuerungsinstrument für das Unternehmen) sowie extern (z.B. Kapitalgeber, Staat usw.) über die finanzielle Lage des Unternehmens.
- Was zeigt die Aktivseite einer Bilanz? auf welche Weise ein Unternehmen die verfügbaren Mittel eingesetzt hat (z.B. in Form von Maschinen)
- Was zeigt die Passivseite einer Bilanz? zeigt, wie das Unternehmen seine Vermögenswerte finanziert hat (z.B. wurden mithilfe eines Darlehens Maschinen angeschafft)
- Erklärung zum Umlaufvermögen Dient der Abwicklung des operativen Geschäfts und ist innerhalb eines Jahres liquidierbar flüssige Mittel (Kasse, Post- und Bankguthaben) Debitoren Vorräte
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- Erklärung zum Anlagevermögen Dient dem Unternehmen auf Dauer und ist nicht zur kurzfristigen Veräusserung bestimmt Finanzanlagen (Aktien, Obligationen, etc.) Mobile Sachanlagen (Maschinen, Einrichtungen, Fahrzeuge) Immobile Sachanlagen (Immobilien) Immaterielle Anlagen (Patente, Marken, Goodwill)
- Erklärung zum Fremdkapital Ist befristet bzw. kündbar. Der Fremdkapitalgeber ist nicht am Unternehmen beteiligt, hat kein Mitspracherecht und haftet nicht. Es wird unterschieden zwischen: kurzfristiges Fremdkapital (bis 1 Jahr) z.B. Kreditoren lanfristiges Fremdkapital (>1 Jahr) z.B. Darlehen, Hypothek, Rückstellungen
- Erklärung zum Eigenkapital Das Eigenkapital entspricht der Schuld des Unternehmens gegenüber seinen Eigentümern. Kapital (Eigenkapital, Aktienkapital) Reserven Gewinn (Gewinnvortrag, Jahresgewinn)
- Was ist Inventur und Inventar? Inventur: Schulden- und Vermögensbestände müssen für die Bilanzerstellung ermittelt werden Inventar: Bestandesverzeichnis aus der Inventur. Umfasst alle im Rahmen einer Inventur mengenmässig erfassten Vermögens- und Schuldenwerte eines Unternehmens
- Was ist eine Erfolgsrechnung? Eine Gegenüberstellung aller Erträge und Aufwände über einen bestimmten Zeitraum (meistens über eine Einjahresperiode)
- Erklärung zu Aufwänden Die Aufwände zeigen auf, wofür ein Unternehmen wie viel Geld ausgegeben hat und wie stark Vermögenswerte verbraucht wurden.
- Erklärung zu Erträgen Die Erträge geben an, wofür ein Unternehmen wie viel Geld eingenommen hat und wie stark Vermögenswerte gewachsen sind.
- Wodurch unterscheiden sich interne und externe Bilanz? Die interne Bilanz kann nur von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat eingesehen werden. Die externe Bilanz ist für externe Adressaten (Aktionäre, Gläubiger usw.) und ist öffentlich zugänglich. Im Gegensatz zur bereinigten internen Bilanz enthält die externe Bilanz stille Reserven.
- Stille Reserven und drei Entstehungen von stillen Reserven Stille Reserven entstehen durch Unterbewertung oder durch Weglassen von Aktiven oder Überbewertung von Passiven Unterbewertung von Aktivenz.B. Fahrzeug wird übermässig abgeschrieben Weglassen von Aktivengeschenkte Maschine wird nicht verbucht Überbewertung von PassivenEs werden mehr Rückstellungen als nötig bilanziert
- Was passiert mit dem Gewinn durch Bildung- Auflösung von stillen Reserven? durch Bildung wird zu kleiner Gewinn durch Auflösung zu hoher Gewinn ausgewiesen
- Was ist eine Geldflussrechnung? Die Geldflussrechnung gibt Auskunft über die Gründe für Veränderungen der Geldbestände eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum.
- In welche drei Geldflussbereiche wird Geldflussrechnung aufgeteilt? Geschäftsbereichumfasst alle liquiditätswirksamen Einnahmen und Ausgaben, die durch Geschäftstätigkeit entstanden sind.Cashflow bei Geldzufluss und Cashdrain/Cashloss bei Geldabfluss Investitionsbereichbeinhaltet alle Veränderungen der Geldbestände, welche als Folge von Investitionen entstanden sind Finanzierungsbereichdurch Aufnahme von langfristigem Fremd- oder Eigenkapital erhöht ein Unternehmen sein Geldbestände. Bei Rückzahlung von Fremd- oder Eigenkapital sinken liquide Mittel (Bezeichnung: Definanzierung.
- Wofür dient Betriebsbuchhaltung (=Kostenrechnung) erfasst alle in einem Unternehmen anfallenden Kosten und ordnet diese einzelnen Produkten und Dienstleistungen bzw. Projekten zu.
- Welche zwei Arten von Kostenrechnung existieren in der Betriebsbuchhaltung? Voll- und Teilkostenrechnung
- welche drei Fragen beantwortet die Vollkostenrechnung? KostenartenWelche Kosten fallen an? (Mehl, Hefe, Mietkosten, etc.) KostenstellenWo fallen Kosten an? (Backstube, Lagerraum, Verkaufsladen, etc.) KostenträgerWofür fallen Kosten an? (Vollkornbrote, Apfelkrapen, etc.)
- Zwei Unterbegriffe zu Kostenartenrechnung Einzelkosten (=direkte Kosten)alle Kosten, welche sich direkt einem Produkt zuordnen lassen Gemeinkosten (=indirekte Kosten)lassen sich nicht direkt einem Produkt zuordnen, es ist nur bekannt in welchem Bereich Kosten angefallen sind.
- Erklärung zu Kostenstellenrechnung Gemeinkosten lassen sich nicht direkt einem Kostenträger zuordnen, daher rechnerischer Umweg über Kostenstelle. Kostenstelle ist ein definierter Bereich im Unternehmen, in dem Kosten anfallen. Ein Verteilschlüssel legt fest, wie Gemeinkosten verursachergerecht auf die Kostenstellen verteilt werden. Ein Umlageschlüssel legt fest, wie die Kosten verursachergerecht von den Kostenstellen auf die Kostenträger umgelegt werden.
- Erklärung zu Kostenträgerrechnung Die hergestellten Güter und die erbrachten Dienstleistungen werden als Kostenträger bezeichnet. Diese Kostenträger haben die von ihnen verursachten Kosten zu tragen.
- Erklärung zu Teilkostenrechnung Die Teilkostenrechnung umfasst alle Kostenrechnungssysteme, welche sich auf die Betrachtung der direkt einem Kostenobjekt zurechenbaren Kosten (=Einzelkosten) beschränken.
- Vier Begriffe zur Teilkostenrechnung FixkostenDiese Kosten fallen in konstanter Höhe an, unabhängig von der produzierten Menge eines Produkts Variable KostenDiese Kosten hängen von der produzierten Menge eines Produkts ab, z.B. Materialeinzelkosten DeckungsbeitragDieser entsteht, wenn der Verkaufspreis grösser als die variablen Kosten pro Stück ist. Ist für Deckung der Fixkosten Break-Even-AbsatzmengeBei dieser Verkaufsmenge wird die Gewinnschwelle erreicht
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- Berechnung für Deckungsbeitrag pro Stück Nettoerlös/Stk.-variable Kosten/Stk. --> Verkaufspreis pro Stück minus variable Kosten pro Stück
- Was ist mit Nettoerlös, variablen Kosten und Fixkosten beim Break-Even? Deckungsbeitrag=Fixkosten=Nettoerlös(Umsatz)-variable Kosten
- Was ist die Deckungsbeitragsrechnung? ein Kalkulationsinstrument, dessen Informationen in der Preisgestaltung und Kostenüberwachung verwendet werden.
- Berechnung der Break-Even-Absatzmenge (Stückmässig) Fixkosten/(Preis/Stk - variable Kosten/Stk.) oder Fixkosten/(Deckungsbeitrag/Stk)
- KENNZAHLEN Anlageintensität Anlagevermögen * 100%____________________ Gesamtvermögen Anlageintensität sollte branchenüblichen Wert nicht übersteigen. Höheres Anlagevermögen verursacht grössere Fixkosten wie Abschreibungen und Zinsen.
- KENNZAHLEN Fremdkapitalquote Fremdkapital * 100%____________________ Gesamtkapital Sicherung einer gesunden Finanzierung (Liquidität, Bonität) bei angemessener Rendite. Eigenkapitalquoten zwischen 30% und 60% sind üblich.
- KENNZAHLEN Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapitalquote) Eigenkapital * 100%____________________ Gesamtvermögen Sicherung einer gesunden Finanzierung (Liquidität, Bonität) bei angemessener Rendite. Eigenkapitalquoten zwischen 30% und 60% sind üblich.
- KENNZAHLEN Liquiditätsgrad 2 (Flüssige Mittel + Forderungen) * 100%____________________ kurzfristiges Fremdkapital Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft.Faustregel: Ein Liquiditätsgrad von 100% oder mehr gilt als sicher.
- KENNZAHLEN Anlagedeckungsgrad 2 (Eigenkapital + langfr. Fremdkapital) * 100%____________________ Anlagevermögen Langfristig investiertes Vermögen muss langfristig finanziert sein. Die goldene Bilanzregel verlangt mindestens 100%.
- KENNZAHLEN Rentabilität des Gesamtkapitals (Gesamtkapitalrendite) (Gewinn+Zinsen) * 100%____________________ Gesamtvermögen Einge genögende Gesamtkapitalrendite ist für den Fortbestand der Unternehmung wichtig. Faustregel: 6% bis 10% gelten als gut, sofern keine besonderen Risiken vorliegen.
- KENNZAHLEN Rentabilität des Eigenkapitals (Eigenkapitalrendite) Gewinn * 100%____________________ Eigenkapital Die Eigenkapitalrendite muss höher sein als Gesamtkapitalrendite, weil das Risiko für die Eigentümer am grössten ist. Faustregel: 8% bis 12% gelten als gut.
- Was sind kalkulatorische Zinsen Kalkulatorische Zinsen sind Zinsen auf das durchschnittlich in der Investition gebundene Kapital. Also die entgangenen Zinsen, die man ohne Investition erhalten hätte. kalkulatorische Zinsen stellen Opportunitätskosten dar