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1 (Fach) / Entwicklungspsychologische Grundlagen (Lektion)

Frühe Kompetenzen

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • motorische Entwicklung Beginn schon vor dem 5. Schwangerschaftsmonat nach der GEburt: 10 Reflexe, systematisch, nicht umkehrbar; heißt auch, dass die Prozesse nicht trainingsabhängig sind mit ca. 1,5 Jahren abgeschlossen Weiterentwicklung des Laufens: Springen, Klettern Entwicklung der Feinmotorik
  • Wahrnehmungsarten Lernprozesse: Abtastbewegung des Augen über das BildFigur- GrundgliederungGrößen- & FormkonstanzTiefenwahrnehmung (teilweise angeboren)Bewegungssehen (wird erst relativ spät beherrscht, viele Verkehrsunfälle bis 9 Jahren)   Angeboren (durch Lernen modifiziert):Größen-Farb- undFormdiskrimination
  • Ist eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung schon im Säuglingsalter erkennbar? - wenn Baby so gehalten wird, dass es das Gesicht der Mutter nicht frontal sehen kann oder es zu weit entfernt vom Gesicht ist - Regulationsstörungen weisen auf ein nicht Gelingen einer Beziehungsaufnahme hin
  • soziale Komponenten der Wahrnehmung im 2./3. Monat Lächeln wenn sich das Gesicht bewegt und frontal gezeigt wird Fremdelreaktion zw. 6./8. Monat; heute als Entwicklungsfortschritt verstanden, Unterscheidung von Fremd-Bekannt
  • Gedächtnisentwicklung ab 6 Mon. Gedächtnisprozesse: Wiedererkennen nach Tagen/ Wochenab 2 J. Wiedererkennen nach mehreren Monaten mit etw. 8-10 Jahren ähnliche Aufmerksamkeitsspanne (7 +/- 2) wie Erwachsene Gedächtnisspanne: unmittelbares Behalten relativ gering (7 +/- 2); für mehr als diese 7 Einheiten ist die Organisation wichtig: Gruppierungen -> je besser und häufiger, desto besser wird die Info behalten Wiedererinnerung keine Kopie, sondern Prozess der Rekontruktione und Hypothesentesten über Richtigkeit der Konstruktion- starke Transformation durch wiederholte Reproduktion des gleichen Gedächtnisinhaltes (s.h. Gerüchte, Zeugenaussagen) emotionale Faktoren spielen große Rolle
  • Körperkonzept (Körperbeschwerden) bei Jungendlichen hohe Komplexität: Fitness, Aussehen, Figur, Körperkontakt, Körperentfremdung (ausschließlich in diesem Alter) Körperbeschwerde: erhöhte Klagsamkeit im Jugenalter (zunehmende mit dem Alter), häufiger bei Mädchen zwischen 4-18 Jahren: Erschöpfungssymptome, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Körperkonzept ab später Kindheit: stabile und integrierte Vorstellung vom Körper als eigenständiges Ganzes (+ Geschlechtszugehörigkeit)
  • Was sind Regulationsstörungen? Schrei-, Schlaf- und Futterstörungen psychosomatische Symptome bei nicht gelingen einer Beziehungsaufnahme Störung während ersten Lebenszeit
  • Def. Bindungsstörungen ICD-10: F94.1, F94.2 (mit Enthemmung) - tief greifende seelische Störung sehr kleine Kinder (7Mon. - 4/5 Jahren) nach Trennung oder Verlust wichtiger Bezugspersonen (Krankenhausaufenthalt, Heimunterbringung) ohne dass ein alternatives Betreuungsangebot vorliegt und/ oder durch Stressoren stark belastet Auftreten nur bei einem geringen Teil
  • Auswirkungen einer mütterlischen Depression auf den Säugling niedrig: Stimulation des Kindes, Ansprechbarkeit, Fähigkeit das Baby in Affektregulation zu unterstützen, positiver Affektaustausch spätere Auswirkungen: kognitive Auffälligkeiten (bes. bei Söhnen) schränkt Lebenserfahrung des Kindes ein und zwingt es zu selbstregulatorischen Verhaltensmustern
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  • Tests zum Bindungsverhalten "Fremde-Situation-Test", FST18Mon.- 3 Jahren; Beobachtungsverfahren "Adult-Attachment-Interview", AAIJugendliche ab 16J., Erwachsene; retrospektiv
  • Welche Bedeutung hat die Bindungsentwicklung für die Psychotherapie? - Diagnostik (z.B. Gedächtnislücken bei unsicher-vermeidend) - Hinweis auf Bindungssystem bei besonderen Trennungssituationen z.B. Beendigung der Therapie - Analyse von Übertragung-Gegenübertragungsprozessen z.B. trozt Feinfühligkeit kein ruhiges Bindnungssystem - Therapie kann unsichere Bindungsmusster verändern
  • Welche Arten des Bindungsverhaltens gibt es? sicher gebunden unsicher-vermeidend unsicher-ambivalent desorientiert/ desorganisiert
  • Merkmale sicherer Bindung Äußerung von Kummer lassen sich nicht von Fremden trösten Freude bei Wiederkehr der Mutter, Belastung verschwunden Mütterlisches Verhalten: feinfühlige Wahrnehmung und Beanwortung
  • Merkmale unsicher-vermeidenden Bindung kein Zeigen von Kummer exploriert Raum keine Beachtung der Mutter bei deren Rückkehr Fokus auf Spielsachen, "gefühllos" starke physiologische Belastung mütterliches Verhalten: Zurückweisung, kein körperlicher Kontakt, Rückzug, wenn Kind traurig
  • Merkmale unsicher-ambivalenter Bindung wütender Protest bei Trennung ambivalente Reaktion bei Rückkehr starke, sichtbare Stressreation Fokus auf Mutter, Kind kann nicht zur Ruhe kommen mütterliches Verhalten: unsensibel, unvorhersehbare Ermutigung/ Unterdrückung der Autonomie, widersprüchliches Verhalten
  • Merkmale der desorientierten/ desorganiesierten Bindung 80% wurden/ werden misshandelt widersprüchliches Verhalten fraktionierte Kommunikation unterbrochene Bewegung abnorme Körperhaltung Mutter als Gefahrenquelle
  • Entwicklungsstufen romatischer Beziehungen 4 Stufen, Brown, 1999 1) initiative phase: ca. 12-14J., Zusammenbringen getrennter Welten 2) status phase: Aufwertung des Status in Peergroup; oberflächlich und kurzzeitig 3) affection phase: Beginn sexuell, emotional erfüllend zu sein, oft idealistisch 4) bondig phase: ab 21-14J., Bindungsphase, Dauer durchschnittlich 21 Monate ab 17-18 Jahren Bedeutung als Unterstützungspartner nimmt zu, während die der Eltern und Freunden sinkt
  • Stufen der Freundschaftsbeziehungen, Selman, 1984 Stufe 0, Kindergarten, enge Freundschaft als momentane physische Interaktion: räuml. NÄhe, physische/ funktionale Ähnlichkeit, kaum Kenntniss psychischer Punkte;- körperliche Auseinandersetzung als Ursache für die Trennung- guter Freund: spielt die Spiele, die man möchte Stufe 1, Grundschule, Freundschaft als einseitige Hilfestellung; erstes Bewusstsein für Motive, Gedanken, Gefühle des anderen, psycholog. Perspektive des Selbst und des anderen noch getrennt und unabhängig voneinander; Konflikte werden als einseitig verursacht erlebt- guter Freund: weiß, was man selber gerne tut und dies mit einem spielt Stufe 2, ab ca. 10J, Freundschaft als Schönwetter-Kooperation: Erkennung Reziproziät, deutliche interpersonale Orientierung- Konflikte deutlich zwischen Beteiligten angesiedelt- Orientierungen an eigenem Vorteil, nicht zum Wohl der Beziehung Stufe 3, Jugendalter, intimer gegenseitiger Austausch: Bez. im Zentrum, dyadische Beziehung (Eifersucht, Ausschließlichkeit, besitzergreifende Perspektive), Versuch Bez. zu schützen; Erkenntnis, dass Konflikte die Bez. stärken Stufe 4, Erwachsenenalter, Autonomie und Interdependenz: Bez. verändern sich, so wie Personen sich verändern- guter Freund: Persönlichkeit mit der eigenen kompatibel; Wünsche beider werden berücksichtigt- Eifersucht aus Distanz betrachtet- Voraussetzung: Einsicht in eigenes Verhalten, um andere zu verstehen
  • Beispiel für soziale Reife Verbergen von negativen Emotionen zum Schutz von Partnern
  • Indikatoren familiären Wandels mehr/ erhöht: Patchworkfamilien, nichteheliche Lebensgemeinschaften, Kosten für die Kinder, Scheidungsquote, Qualifikation und Erwerbstätigkeit der Frauen, erhöhte Mobilität, Armut geringer/ weniger: Geburten Wandel von Lebensprinzipien und Erziehungsziele
  • Familienstresstheorie aus den USA, ein Phasenmodell Verdeutlichung von Anpassungsprozessen Inhalt: Definition von Stressoren, individuelle und familiäre Ressourcen, soziale Unterstützungssysteme
  • adoleszenter Egozentrismus in der Frühadoleszenz = Selbstbezogenheit, erschwert Einfühlung in andere und Einschätzbarkeit ihrer Reaktionen Auflösung mit ca. 16 Jahren
  • Familienentwicklungstheorie Inhalt: Aufgaben, Umstrukturierung der Interaktionen Qualität der Partnerschaft wichtigster Prädiktor für Anpassungsprozesse zum Übergang zur Elternschaft Familien mit kleinen Kindern: eheliche Zufriedenheit sinkt, mehr Streitverhalten; geringe Intimität und eingeschränkte Kommunikation erschweren Verarbeitung der neuen Anforderungen mit Jugendlichen: bes. Herausforderung: schnelle kognitve, soz. und körperliche Entwicklung, einräumen von Autonomie; mehr Streit in frühen und mittleren Adoleszenz;allmähliche Verschiebung der Machtverhältnisse: bes. Belasung für Mütter mit Depression, psychosomatischen Beschwerden mit erwachsenen Kindern: - empty-nest, midlifecrisis- Hauptrisikofaktor: Fixierung auf Mutterrolle, Ungleichgewicht der Interessenlage: Eltern stärker an Bez. zu den Kindern interessiertEntwicklung in den letzten Jahren: "full-nest-syndrom": Kinder verbleiben länger im Haushalt
  • Richter: "Eltern-Kind-Neurose" 1963 Inhalt: familiäre Rollenzuschreibungen als entwicklungshemmende Funktion häufig: Kinder als vorgeschobener Patient
  • Qualität der Partnerschaft über den Lebenslauf subjektive Zufriedenheit schwankend; bei Frauen geringer ausgeprägt - Qualiät determiniert durch Fähigkeit zur Konfliklösung; gestörte Beziehungen zeichnen sich durch niedrige Könfliktlösung, geringe Wertschätzung aus widersprüchliche Befunde:- kontinuierlicher Rückgang der Qualität; mit besonders niedrigem Stand bei Berentung des Mannes - U-förmiger Verlauf: hoch bei Beginn der Ehe - Geburt des Kindes - niedrig bei Auszug des Kindes - größerer Freiraum, gemeinsame Aktivitäten
  • Entwicklungsziele von Fau und Mann in mittleren und höheren Erwachsenenalter unterschiedlich bewegen sich in entgegengesetzter RichtungenFrauen: zunehmedne Kompetenz im BerufMänner: stärkeres Bedürfnis nach Intimität und Nähe beide Auseinandersetzung mit Alterungsprozessen: Umstrukturierung des Körper- und Selbstbildes
  • Gründe für Scheidungen Mangel an Kommunikation, berufliches Engagement nach kurzer Dauer, durchschnittlich 4 Jahre nach langer Ehedauer: durchschnittlich 20 Jahre, Beendigung familiärer Pflichten, Zunahme an Scheidungen
  • Auswirkungen einer Scheidung in ersten 3 Jahren: Vulnerabilität am höchsten, gesundheitliches Wohlbefinden am stärksten eingeschränkt ähnlich Kummereffekt bei Verwitweten:Risiko bei Männern erhöht psychisch und körperlich zu erkranken; erhöhte Mortalitätsrate, besonders ausgeprägt im 1. Jahr nach dem Tod bei Frauen: Vulnerabilität geringer ausgeprägt; hält aber länger an, bis zu 2,5 Jahren
  • Gewalt in der Familie (Art, Ursachen, gegen wen?) zunehmend verbreitet psychische, physische Gewalt, sexueller Missbrau gegen Kinder, Jugendliche, zwischen Paaren, gegen ältere Familienangehörige Ursachenfaktoren: niedriger sozioökonomischer Status;struktureller Stress, niedriges Selbstbild des Misshandelten, unrealistische Erwartungen an Kinder/ Partner,Gewalt in Herkunftsfamilien (in 30% - geringerer Prozentsatz gibt Hinweise, dass es Schutzfaktoren gibt, die die Weitergabe von Gewalt verhindern]