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Therapiearten (Fach) / Psychoanalyse (Lektion)

Abwehrmechanismen

Diese Lektion wurde von AnjaTemplin1 erstellt.

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  • maligne Regression (Balint) Das Zurückschreiten auf eine frühere Bewältigungsstufe (niedrigeres, strukturelles Niveau) kann kreativ im Sinne des therapeutischen Fortschritts sein und eine in Zukunft reifere Funktionsweise ermöglichen (gute Regression). Führt das Zurückschreiten jedoch zu einer starken Verschlechterung des Zustands innerhalb und außerhalb der Therapie, wird die niedriger strukturierte Verarbeitungsform als maligne Regression bezeichnet.
  • Triebtheorie, Konfliktentstehung Gegensätzliches Wirken von Trieb und Realität = Konflikt.   Triebenergie: Libido Der Mensch wird von angeborenen, lebenserhaltenden Trieben u. Grundbedürfnissen gesteuert.   Lustprinzip: Gesetzmäßigkeit des Triebablaufs Primärtriebe: Nahrung... Sekundärtriebe: Anerkennung...   Triebkonflikte in der psychosexuellen Reifung als krankheitsverursachend.
  • Ich-Psychologie Ich als Mittler zwischen Trieb und Realität. Symptome entstehen, wenn die Kompromissbildung zw. Triebanforderung und Abwehr des Triebes misslingt.   Basale Ich-Funktionen (Bellak) Affektsteuerung Impulssteuerung Realitätsprüfung desweiteren: Urteilen, Objektbeziehungen, Denken, adaptive Regression, Abwehr, Autonomie, Bewältigungskompetenz, Stimulusschranke, synth. Funktionen   Zentrale Steuerungs- u. Vermittlungsfunktionen können durch Unreife, geringe Verfügbarkeit für strukturelle Vulnerabilität sorgen, aus der sich psychische Störungen ergeben.
  • Topisches Modell Die Psyche eingeteilt in Bewusst, vorbewusst, unbewusst
  • Strukturmodell ES/Ich /Überich
  • Selbstpsychologie Kohut Organisation u. Aufrecherhaltung des Selbst in Abhängigkeit zu den Objekten der  Umwelt. Das Selbst schließt Über-Ich, Es, Ich und Objekte mit ein. Funktion: Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Kommunikation, Bindung. Nur das Ich ist in Unterscheidung reflexionsfähig. Hauptfunktion des Ich: Ausbildung eines kritischen Selbst
  • Objektbeziehungstheorie Verschiedene Ansätze zusammengefasst. Die Mutter-Kind-Bindung ist hier zentral.Die Vorstellung des Kindes über sich und seine Bezugsperson ist für die spätere Beziehungsgestaltung und Persönlichkeit wichtig. Übertragung u. Gegenübertragung wichtige Ansätze in der Therapie. Objektbeziehung: Beziehung des Subjektes zu seiner Welt.
  • Primärprozess Sekundärprozess Primärprozess: Vorgänge des Unbewussten, die nach dem Lust-Prinzip laufen. Frühe Kindheit, später in Träumen u. Phantasie.   Sekundärprozess: Beziehung zw. Vorbewusstem u. Bewusstem. Zensuren wirken sich i.S. des Realitätsprinzips in Form von Abwehrvorgängen aus.
  • Charaktertypen in der Psychoanalyse 0-1 Jahr: Orale Phase (Orales Verhalten: Rauchen, Fressen, Passivität, Leichtgläubigkeit). Entwi.aufgabe: Entwöhnung/Urvertrauen 2-3 Jahre: Anale Phase (Anales Verhalen: Stur, Gründlich od. Gegenteil) Entwicklungsaufgabe: Sauberkeitserziehung Autonomie/Selbstsicherheit. 4-5 Jahre: Phallische Phase (Verhalten: Eitel, Rücksichtslos od. Gegenteil) Entwicklu.aufgabe: Ödipuskomplex/Männerrolle Frauenrolle 6-12 Jahre: Latenz 13-18 Jahre: Genitale Phase. Erwachsene die frühe Phasen erfolgreich integriert haben.
  • Agieren unbewusste Handlung, deren Zweck es ist unbewusste psychische Konflikte handelnd zu inszenieren. Agieren u. Widerstand stehen in enger Verbindung. Je größer der Widerstand desto ausgiebiger das Agieren.
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  • Psychoanalytisches Erstinterview Dient der Generierung von Störungshypothesen über unbewusste Konflikte. Es werden szenische Infos genutzt. Die Erfassung erfolgt mit Hilfe der Wahrnehmung eigener affektiver Reaktionen auf das unbewusste Beziehungsangebot des Menschen. Szenisches Verstehen.
  • Konversion Umwandlung seelischer Energie in somatische Beschwerden, welche einen Symbolgehalt für die zugrunde liegenden Konflikta aufweisen.
  • Psychoanalytisches Erstinterview Im Erstinterview finden bereits psychotherapeutisches Prozesse statt. Es ist falsch, dass Übertragung und Gegenübertragung nicht beachtet werden sollen. Das Erstinterview in einer Psychotherapie wird je nach Therapieschule und Hintergrund des Therapeuten oder der Therapeutin unterschiedlich gestaltet. Eine psychoanalytische Form ist das "Erstinterview der Psychotherapie" nach Hermann Argelander, in welcher die Indikation für eine Psychotherapie gestellt, die Wahl einer spezifischen Behandlungsmethode getroffen und die Prognose abgeschätzt wird. Vorbedingungen Für das Erstinterview müssen zeitlich und räumlich geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört ein ausreichendes Zeitfenster; genügend Ruhe; Ruhe und Behaglichkeit ausstrahlender Raum mit der Individualität des Interviewers. Vor Beginn des Erstinterviews ist immer ein Vorinterview möglich. In dem kurzen Sondierungsgespräch wird geprüft, ob der Patient richtig „adressiert“ ist. Die an dem Gespräch beteiligten Personen sind in ihren Rollen eindeutig festgelegt. Auf der einen Seite sehen wir den psychotherapeutischen Fachmann, auf der anderen Seite den Patienten. Für beide Seiten besteht die Freiheit in der Wahl des Interviewers/ des Patienten und Schutz davor über die innersten Verhältnisse hinauszugehen. Datensammlung Im Erstinterview werden drei Formen von Daten (Informationen) erhoben. Zuerst die eher geläufigen persönlichen Daten. Dabei werden persönliche Angaben und biografische Fakten gesammelt und bestimmte Verhaltensweisen oder Persönlichkeitseigenschaften beobachtet. Diese Daten sind jederzeit nachprüfbar. Aus diesen Daten kann man Informationen ziehen, ohne dass man bei dem Gespräch anwesend gewesen sein muss. Sie sind vieldeutig und die Deutung erfordert Fachwissen. Zweitens sind die subjektiven Daten einzubeziehen. Diese sind weniger verlässlich. Entscheidend ist hierbei die Bedeutung, die der Patient ihnen gibt. Die Daten sind meist eindeutig, aber schwer nachprüfbar. Erkennbar sind die Daten nur durch den gekonnten Umgang mit dem Patienten wahrnehmbar. Es entsteht ein lebendiges Bild vom Patienten, welches an die aktuelle Situation gebunden ist und nur schwer mit anderen Persönlichkeiten vergleichbar ist. Letztlich müssen auch die szenischen Daten berücksichtigt werden. Hier werden das Erleben von Gefühlsregungen und Vorstellungsabläufen, auch wenn der Patient schweigt, berücksichtigt. Die Informationen sind nicht durch Wiederholung der Situation nachprüfbar. Die Wahrnehmung der Daten hängt von den Fähigkeiten des Interviewers ab und dessen Beziehungsfeldes zum Patienten. Alle drei Datenebenen werden in die Beurteilung des Patienten zusammen einbezogen. So entwickelt sich eine eigene Informationsgestalt. Der erste Eindruck eines Patienten entsteht aber schon vor dem Erstgespräch Durch so genannte „Vorfeld-Phänomene“, Wie der Patient sich bei der Anmeldung gibt; ob er den Termin einhält usw. Motivation Um eine weitere psychotherapeutische Behandlung für sinnvoll zu erachten, muss bei dem Patienten ein gewisser Grad an Motivation entdeckt werden. Vier unterschiedliche Typen von Patienten können nach Hermann Argelander auf den Interviewer treffen: Der „vorgeschobene Patient“ wird oft von Freunden oder Familienmitgliedern vorgeschickt und hat oft eine geringe Motivation. Dieser Patient muss aus seiner passiven Rolle herausgelöst werden und er muss seinen eigenen Anteil an der Krankheit akzeptieren. Der „anspruchsvolle Patient“ hat hohe Ansprüche aber geringen persönlichen Einsatz. Erweckt oft Mitleidsreaktionen, welche die Einschätzungen trüben. Diese Patienten verfügen nicht über die nötige Krankheitseinsicht. Sie kokettieren mit Wissen und besitzen ein gestörtes Taktgefühl. Die Motivation bildet sich aus dem Verlangen nach Vervollkommnung des Wissens. Der unergiebige Patient kann den Interviewer nicht fesseln. Er ist im Ausdruck gehemmt und emotional starr. Der Psychoanalytiker muss sich im Interview auf Widerstand einstellen. Der aufgeklärte Patient besitzt großes Vorwissen über die Behandlungsmethode. Er strebt nach Vervollkommnung. Der häufig sehr differenzierten Intellektualität steht oft ein verkümmertes und schwer zugängliches Gefühlsleben gegenüber. Ziel Ziel des Erstinterviews ist es, dass sich der Patient nicht nur mitteilt sondern auch Persönlichkeitsstörungen preisgibt. Dies wird für die Urteilsfindung benötigt. Im Interview wirken sich persönliche Vorstellungen und Erwartungen des Patienten aus. Dies gibt dem Interviewer die Möglichkeit der Einflussnahme. Diese Möglichkeit wird im Untersuchungsplan (der während des Erstinterviews aufgestellt wird) mit einbezogen. Interviewer Der Interviewer sollte stets eine ruhige abwartende Haltung einnehmen und gleich bleibende Aufmerksamkeit und Interesse zeigen. Während des Gespräches sollten die Grenzen klargemacht werden und auf ihre Einhaltung geachtet werden. Der Interviewer darf niemals ins Agieren geraten (unbewusstes Handeln nach den Wünschen des Patienten). Keine Kritik oder Urteile werden eingebracht, sondern es wird lediglich je nach Situation nach dem Sinn gefragt. Widerstände während des Gespräches sollten umgangen werden, das stört die wichtige Datensammlung. Für Interpretationen muss die erforderliche, unbewusste Bestätigung vom Patienten eingeholt werden als Reflexion. Es ist festzuhalten, dass der Interviewer immer mehr weiß, als er zu Protokoll geben kann. Nur mit Wissen und Erfahrung lassen sich Zusammenhänge erkennen und richtig deuten.
  • Psychoanalytisches Konfliktmodell zur Entwicklung eines psychischen Symptoms auslösende Situation Angst reaktualisierter Konflikt Abwehr Im Konfliktmodell führt eine auslösende Situation zu einem inneren Konflikt, der Angst erzeugt. Infolgedessen wird ein infantiler Konflikt reaktualisiert, der die Angst erhöht. Die Abwehr misslingt, und es kommt zu einer Kompromissbildung zwischen den Konfliktteilen, der Symptombildung   Dieses Modell setzt ein intaktes Ich voraus, das über alle wesentlichen Ich-Funktionen verfügt, konfliktbedingt in bestimmten Bereichen eingeschränkt ist und nach Lösung des Konflikts wieder zur Verfügung stehen.Ausgangspunkt des Konfliktmodells:    Die auslösende Situation :    Versuchungs- oder Versagungssituation    Der Betreffende gerät in einen aktuellen inneren    Konflikt, der Angst auslöst. Lösungsversuche: Zurückgreifen auf zur Verfügung stehende BewältigungsmöglichkeitenAnknüpfen des aktuellen Konflikts an einen früheren infantilen Konflikt möglich.=>Die Patienten betrachten die Situation mit dem Verstand eines Erwachsenen, aber fühlen mit der Seele eines Kindes. Dies löst massive Angst aus, die erneut so bewältigt werden soll, wie es auch dem Kind gelang, durch Abwehrmechanismen.Symptom als Folge eines unzureichenden Kompromisses (Wünsche vs. Normen) Suboptimale Lösung, aber aus der Sicht des Patienten die zur Zeit beste Lösungsmöglichkeit.Kompromiss macht die Spannung erträglich.Abwehrleistungen haben den Wunsch modifiziert, so dass er dem Bewusstsein zugänglich wird. Die Angst wird durch die Abwehr vermindert z.B. auf Objekte verschoben, die dann gemieden werde