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SAP AC040 (Management Accounting) (Fach) / Lektion 5.2. Planung in der Prozesskostenrechnung (Lektion)

S. 181ff

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  • Wie ist die grundsätzliche Funktionsweise der Prozesskostenrechnung? S. 181ff Alle Kosten der Kostenstelle werden auf Leistungsarten bezogen (daher auch die Bezeichnung "Bezugsgrößen") und daraus der Tarif pro Leistungsart ermittelt. Geschäftsprozesse können diese Leistungsarten in Anspruch nehmen. Es erfolgt dann eine verursachungsgerechte Entlastung der Kostenstelle und eine entsprechende Belastung des Geschäftsprozesses.
  • Was versteht man unter dem PUSH Ansatz im Rahmen der intergrierten Planung der Prozesskosten? S. 183 ff PUSH Ansatz = Methode der reinen Kostenverteilung; es werden keine Mengenflüsse erfasst. Die Gemeinkosten einer Kostenstelle werden anhand einer statistischen Größe auf den Geschäftsprozess umgelegt; beispielsweise könnten die OVH-Kosten der Einkaufskostenstelle (KSTEK) auf den Geschäftsprozeßa (GPa) "Bestellanforderung bearbeiten" umgelegt werden wie folgt: GK_GPi= (1/Anzahl_LAi)* OVHKSTEK * (1/Summe_GPa) OVHKSTEK= 1000 pro Planungsperiode Anzahl der Leistungsarten, die die KST bietet = Anzahl_LAi = 4 (1/Anzahl_LAi)* OVHKSTEK= Gemeinkostenanateil der auf eine Leistungsart entfällt = 1000 * (1/4) = 250 Anzahl der Geschäftsprozesse a pro Periode = Summe_GPa= 1000 Kostenanteil an den Gemeinkosten je Geschäftsprozeß = (1/1000) * 250 =0,25 Nachteil: Die Umlage anhand der tatsächlichen Menge (IST-Größe) lässt ausser Acht, dass Gemeinkosten für für die bereitgestellte Kapazität dimensioniert sind bzw. anfallen. Leerkapazitäten werden nicht berücksichtigt! Beispiel: Bricht ein Auftrag weg, und wird damit ein bestimmter Prozeßa weniger in Anspruch genommen, so wird der Gemeinkostenanteil der restlichen Geschäftsprozessea höher ausfallen. Das ist nicht verursachungsgerecht.  
  • Was versteht man unter dem PULL Ansatz im Rahmen der Prozesskostenplanung? S.183ff Anders als beim Push-Ansatz werden die Kosten nicht umgelegt, sondern zunächst der Verbrauch an Leistungsmengen bzw. Geschäftsprozessmengen je Geschäftsprozeß ermittelt. Diese werden in einem zweiten Schritt mir dem Leistungstarif bewertet. Die Kalkulation je Tarif erfolgt damit kapazitätsbasiert. Die Leerkosten verbleiben auf der KST (Vorteil!) Eine Kalkulationsform des Pull-Ansatzes ist das Templateverfahren.