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Ernährung in besonderen Lebenssituationen (Fach) / 4. Ayurveda, TCM (Lektion)
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- Ayurveda Altindische Wissenschaft vom Leben, aus dem Sanskrit von ‚Ayus‘ (Leben) und ‚Veda‘ (Wissen) Ursprung in der vedischen Hochkultur ca. 3000 v. Chr. Basiert auf intuitiver Wahrnehmung geistiger Gelehrter Betrachtung des Organismus als untrennbare Einheit aus Körper, Geist und Seele
- Ayurveda: Grundsätze Elemente: Alles Existierende manifestiert sich in den 5 Elementen und ihren Zustandsformen Doshas: – Elemente verbinden sich zu 3 feinstofflichen Kräften: Vata, Pitta, Kapha– Körperkonstitution (Prakriti): Doshas sind individuell in einem bestimmten Verhältnis angelegt und steuern alle Abläufe im Körper– Ungleichgewicht der Doshas (Vikriti) führt zur Ansammlung von Giftstoffen und Krankheit Schwerpunkt des Behandlungskonzepts: Gesunderhaltung und Prävention mit individueller Betrachtung
- Ungleichgewicht der Doshas (Vikriti) Das konstitutionelle Gleichgewicht der Doshas wird beeinflusst durch :• Lebensalter• Jahreszeit• Tageszeit• Nahrung• Medikamente• Gewohnheiten• Lebensumstände• Umwelteinflüsse Kurzfristig:Ungleichgewicht der Doshas Langfristig:Manifestation des Ungleichgewichts als Krankheit
- Ernährung im Ayurveda Die Ernährung im Ayurveda wird angepasst an die jeweilige Konstitution:• Ausgleich übermäßiger Dosha-Anteile durch Beachtung der Geschmacksrichtungen (Rasa)• Zudem Beachtung von– Eigenschaften der Lebensmittel (Guna)– Jahres- und Tageszeit– Lebensalter
- Verdauungsfeuer (Agni) Wandelt alles, was zugeführt wird in Lebensenergie (Ojas) um – Nahrungsmittel, Getränke– akustische & emotionale Eindrücke, Informationen Beeinflusst dadurch – Regulation des Stoffwechsels– Aufbau der Körpergewebe– Stärkung des Immunsystems– Ausscheidung von Pathogenen und ‚Schlacken‘ Bei unvollständiger Verdauung entstehen toxische Abfallstoffe (Ama), die Dosha-Störungen begünstigen oder verstärken
- Allgemeine Empfehlungen zur Lebensmittel-Auswahl (Ayurveda) Bevorzugung sattvischer, Vermeidung rajasicher und tamasicher Nahrung:+ Frische, gegarte Nahrungsmittel+ Regionale & saisonale Produkte– Fleisch, Fisch, Ei (-produkten)– Alkohol, Kaffee– verarbeitete Lebensmittel• Ausgewogenheit der 6 Geschmacksrichtungen• Individuelle Anpassung an Agni
- Allgemeine Empfehlungen zur Nahrungsaufnahme (Ayurveda) Angenehme, ruhige Atmosphäre Regelmäßigkeit bei der Nahrungsaufnahme Hauptmahlzeit sollte mittags eingenommen werden, Abendmahlzeit am frühen Abend Nur bei Hunger essen, 3 – 6 h Pause zwischen den Mahlzeiten Vermeiden von ‚Überessen‘: Magen nur zu ¾ füllen
- Ayurveda: ernährungsphysiologische Bewertung vollwertig, überwiegend lakto-vegetabil Theorie wissenschaftlich nicht belegbar - teilweise geringer Anteil unerhitzter Nahrung (hitzelabile Vitamine, sek. Pflanzenstoffe) + schonende Zubereitungsverfahren + geringer Verarbeitungsgrad + Bevorzugung ökologisch erzeugter LM --> Deckung des Nährstoffbedarfs gegeben & als Dauerkost geeignet
- Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) TCM ist ein für den Westen adaptiertes Heilsystem des klassischen chinesischen Heilsystems 1980er Jahre: Einzug der TCM in Europa als Ergänzung der Schulmedizin 5 Säulen der TCM: Akupunktur, Heilkräutertherapie, Tuina (Massage), Qi-Gong und Diätetik
- TCM: Grundsätze Dao besteht aus zwei gegenläufigen, voneinander abhängigen, sich ergänzenden Kräften: Yin und Yang Aus Yin und Yang gehen 5 Elemente/Wandlungsphasen (Wu Xing) und die zentrale Lebensenergie Qi hervor Diese finden sich in Naturphänomenen, Denken, Fühlen und Handlungen
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- Ernährung in der TCM Körpereigene Ursprungskraft (Yuan-Qi) wird durch Nahrungskraft (Ying-Qi) gestärkt Ernährung macht ca. 2/3 der Qi-Gewinnung aus → hoher Stellenwert der Ernährung in Prävention und Therapie Qi-Abhängigkeit der Verdauungs- und Stoffwechselprozesse → Anpassung der Ernährung an den Rhythmus von Qi Einfluss von Lebensmitteln und deren Zubereitungsformenauf• Verteilung und Menge von Qi• Harmonisierung der Zang-Fu Organe
- Allgemeine Empfehlungen zur Nahrungsaufnahme (TCM) Angenehme, ruhige Atmosphäre Regelmäßigkeit bei der Nahrungsaufnahme Hauptmahlzeit sollte mittags eingenommen werden, Abendmahlzeit am frühen Abend Hunger- und Sättigungsgefühl beachten Jede Mahlzeit sollte alle Geschmacksrichtungen beinhalten
- Allgemeine Empfehlungen zur LM-Auswahl (TCM) Grundlage: Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter, Gewürze Ggf. ergänzen durch Milch, MP, Fisch, Fleisch, Eier Frisch zubereitete, gegarte, warme LM bevorzugen Jahreszeit und Witterung beachten Meiden von – konservierten,– tiefgekühlten, industriell verarbeiteten– Mikrowellen-erhitzten LM
- TCM: ernährungsphysiologische Bewertung vollwertig, überwiegend lakto-vegetabil Theorie wissenschaftlich nicht belegbar - teilweise geringer Anteil unerhitzter Nahrung (hitzelabile Vit., sek. Pflanzenstoffe) + schonende Zubereitungsverfahren + geringer Verarbeitungsgrad --> Deckung des Nährstoffbedarfs gegeben & als Dauerkost geeignet