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Klausuren (Fach) / Fertigungstechnik (Lektion)

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  • Durch die unterschiedlichen Schweißverfahren ... 6b) Die Schweißbar- keit setzt sich zusammen aus: Schweißneigung, Schweißsicherheit und Schweißmöglichkeit. Erläutere, was unter d. 3 Begriffen jeweils verstanden wird.. (WB_TB_FER_080607) b) Schweißbarkeit:• Die Schweißeignung sagt aus, ob ein Werkstoff auf Grund seiner chemischen Zusammensetzung und seinen metallurgischen und physikalischen Eigenschaften mit einem bestimmten Verfahren geschweißt werden kann, ohne dass sich seine Eigenschaften dadurch haltbarkeitsmindernd verändern.• Die Schweißsicherheit besagt, ob die durch Schweißen herzustellende Verbindung den Sicherheitsnachweis zur Nahtberechnung erfüllt.• Die Schweißmöglichkeit drückt aus, unter welchen Fertigungsbedingungen die Ausführung der Schweißung möglich ist.
  • Zu den Beschichtungsverfahren aus der flüssigen Phase gehört das Galvanisieren. 7c) Welche Ziele werden mit galvanischen Beschichtungen verfolgt? Nenne min. 3 Einsatzfelder bzw. Verwendungszwecke c) Einsatzfelder/Ziele des Galvanisierens:• Verbesserung des Korrosionsschutzes• Verbesserung der Verschleißbeständigkeit• Dekorative Zwecke• Erhöhung des Reflektionsvermögens• Ermöglichen/verbessern der elektrischen Leitfähigkeit• Ermöglichen/verbessern der Lötfähigkeit WB_TB_FER_080607
  • Pressmaschinen haben innerhalb der Gruppe der Umformmaschinen eine große Bedeutung ... 8a) Beschreiben Sie das Funktionsprinzip des Hammers und das der Spindelpresse. a) Funktionsprinzip des Hammers und der Spindelpresse:• Das Funktionsprinzip des Hammers beruht darauf, dass das Werkzeug (Bär) mit möglichst großer Masse entweder im freien Fall oder mit zusätzlicher Beschleunigung auf das Werkstück aufschlägt und dabei die potentielle Energie des Bärs in kinetische Energie (Verformungsenergie)umgewandelt wird.• Bei der Spindelpresse wird die für den Umformvorgang erforderliche Energie durch die Bewegung eines Schwungrades erzeugt und über einen Spindeltrieb auf das Werkzeug (Stößel) übertragen. WB_TB_FER_080607
  • Pressmaschinen haben innerhalb der Gruppe der Umformmaschinen eine große Bedeutung ... 8b) Welche Vorteile hat die Kniehebelpresse gegenüber der Spindelpresse? b) Vorteile der Kniehebelpresse gegenüber der Spindelpresse:Die Kniehebelpresse liefert höhere Kräfte bei kürzeren Hubwegen als die Spindelpresse WB_TB_FER_080607
  • Das flexible Fertigungssystem ist ein Produktionstyp, der aus einem System verketteter Einzelmaschinen besteht. Flexible Ferti.gsysteme sind unterteilt in ein-, mehrstufige & kombinierte Systeme 9) Erläutere, wodurch d. Systeme jeweils gekennzeichnet Unterteilung der flexiblen Fertigungssysteme:• Einstufige Fertigungssysteme sind durch Universalmaschinen gekennzeichnet, die alle Bearbeitungsfunktionen ausführen können. Jede Maschine unterhält dabei Transportbeziehungen mit dem Lager. Einstufige Systeme haben den höchsten Flexibilitätsgrad, da sie sich Schwankungen des Produktionsprogrammes weitgehend anpassen. Die Produktivität derMaschine im einstufigen System ist jedoch häufig gering. • Bei den mehrstufigen Systemen ist jede Maschine auf eine bestimmte Bearbeitungsoperation spezialisiert. Transportbeziehungen bestehen nicht nur zwischen den Maschinen und dem Lager, sondern auch zwischen den Maschinen. Die Flexibilität sinkt bei mehrstufigen Systemen, da die Anzahl der aufeinanderfolgenden Maschinen die Fertigungstiefe bestimmt. Die Produktivität ist gegenüber den einstufigen Systemen höher. • Die kombinierten Systeme vereinigen die strukturellen Eigenschaften der einstufigen und mehrstufigen Systeme. Sie bilden einen Kompromiss zwischen Produktivität und Flexibilität. WB_TB_FER_080607
  • Die wichtigste Voraussetzung für die Gestaltung optimaler Fertigungs- prozesse ist die Kenntnis der Fertigungsverfahren. 1a) Beschreiben Sie, was unter der Fertigungshauptgruppe „Urformen“ verstanden wird. a) Fertigungshauptgruppe „Urformen“:Urformen ist das Fertigen eines festen Körpers aus formlosem Stoff durch Schaffen des Stoffzusammenhaltes.Hierbei treten die Stoffeigenschaften bestimmbar in Erscheinung. WB-FER-P11-081129
  • Die wichtigste Voraussetzung für die Gestaltung optimaler Fertigungspro- zesse ist die Kenntnis der Fertigungsverfahren. 1 b) Nenne mind. 3 Materialzustände, aus denen das Urformen erfolgen kann und gib dazu jeweils 1. Bsp. an b) Materialzustände und entsprechende Fertigungsverfahren des Urformens: Urformen aus dem  --> Beispiel: flüssigen Zustand --> Gießenbreiigen Zustand --> Gießen von Betonpulverförmigen Zustand -->  Pressen und Sintern (Pulvermetallurgie)plastischen Zustand --> Spritzgießengasförmigen Zustand --> Abscheiden aus der Dampfphase (Metall- bzw. Aufdampfen)ionisierten Zustand --> elektrolytisches Abscheiden (Galvanoplastik WB-FER-P11-081129
  • Die wichtigste Voraussetzung für die Gestaltung optimaler Fertigungspro- zesse ist die Kenntnis der Fertigungsverfahren. 1c) Zu den Gussverfahren mit verlorenen Formen gehört das Vollformgießen. Nenne 4 Vorteile des Vollformgießens. c) Vorteile des Vollformgießens:• ungeteilte Form,• keine Aushebeschrägen erforderlich,• keine Kerne erforderlich (Hinterscheidungen und Hohlräume sind möglich),• das Modell umfasst bereits Eingusssystem und Steiger,• für große Teile (bis mehrere Tonnen) geeignet,• für kleine Stückzahlen geeignet,• kein Grat,• kein Versatz. WB-FER-P11-081129
  • Die pulvermetallurgische Teilefertigung (Pressen und Sintern) ... 2a) Nenne 3 Vorteile bzw. Anwendungsmöglichkeiten, aus denen die wach- sende Bedeutung der pulvermetallurgischen Teilefertigung zu ersehen ist bzw. die diese begründen a) Vorteile bzw. Anwendungsmöglichkeiten der pulvermetallurgischen Teilefertigung:• Es sind Sonderwerkstoffe aus hochschmelzenden Metallen sowie Hartmetalle und hochfestekeramische Werkstoffe herstellbar.• Es können Werkstoffzusammensetzungen erzielt werden, die schmelzmetallurgisch nichtmöglich sind.• Es lassen sich poröse Werkstoffe herstellen (z. B. für Filter oder Gleitlager).• Materialsparende Fertigung (hohe Materialausnutzung).• Energiesparende Fertigung.• Hohe Genauigkeiten.• Geringer Nachbearbeitungsaufwand bzw. -kosten.• Geringer Fertigungsaufwand.• Hohe Stückzahlen möglich. WB-FER-P11-081129
  • Die pulvermetallurgische Teilefertigung (Pressen und Sintern) ... 2b) Zur Herstellung der Metallpulver für die pulvermetallurgische Teilefertigung stehen verschied. Verfahren bzw. Möglichkeiten zur Verfügung. Nenne 3 dieser Möglichkeiten. b) Konkrete Möglichkeiten zur Metallpulverherstellung:• Zerkleinern (Mahlen) fester Stoffe• Zerstäuben von Schmelze• Verdampfen und Kondensieren• Reduktion von Metallverbindungen• Elektrolytische Abscheidung WB-FER-P11-081129
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  • Walzen ist das wichtigste Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen und Erzeugnissen aus gegossenen Vorformen.3 a) Wozu ist beim Walzen von Rohren ein zusätzliches Innenwerkzeug (Dorn oder Stopfen) erforderlich? a) Aufgabe des Innenwerkzeuges beim Walzen von Rohren:Das Innenwerkzeug (Dorn oder Stopfen) ist erforderlich, um• definierte Innendurchmesser und• definierte Wanddickenzu erzielen. WB-FER-P11-081129
  • Walzen ist das wichtigste Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen und Erzeugnissen aus gegossenen Vorformen.3 b) Benenne & erläutere kurz d. abgebildeten Walzverfahren (WB-FER-P11-081129). Welche Produkte werden mit d. Verfahren gefertigt? (1) Formteilschrägwalzen (Kugelwalzen)Beim Formteilschrägwalzen wird das Werkstück kontinuierlich geformt und am Ende des Walzvorganges auf einen gegen Null gehenden Durchmesser gewalzt und dadurch abgetrennt.Es findet für die Massenfertigung von Kugeln und anderen Wälzkörpern Anwendung und ermöglicht eine 100%-ige Materialausnutzung.(2) Abstreckdrücken (Drückwalzen über zylindrischen Dorn; Fließdrücken)Beim Abstreckdrücken wird von einem vorgeformten Napf (z. B. Tiefziehteil) oder einem Rohrabschnitt ausgegangen, dessen Wanddicke partiell oder über die gesamte Länge vermindert wird. Das verdrängte Material bewirkt eine Verlängerung des Teiles. Hauptanwendungen sind die Fertigung von Elektrogeschirr (z. B. Kochtöpfe), Hydraulikzylindern,Stoßdämpfern und dergleichen. WB-FER-P11-081129
  • Das wichtigste Verfahren des Zerteilens ist das Scherschneiden.4a) Beschreiben Sie kurz den Schneidvorgang beim Scherschneiden a) Schneidvorgang beim Scherschneiden:Scherschneiden ist das Zerteilen von Werkstücken mit zwei sich aneinander vorbeibewegendenSchneiden und damit Trennen durch Schubbeanspruchung. WB-FER-P11-081129
  • Das wichtigste Verfahren des Zerteilens ist das Scherschneiden. 3 b) Geben Sie drei Anwendungsvarianten des Scherschneidens an b) Anwendungsvarianten des Scherschneidens:• Abschneiden• Ausklinken• Ausschneiden• Beschneiden• Einschneiden• Feinschneiden• Knabberschneiden• Lochen• Nachschneiden• Zerschneiden WB-FER-P11-081129
  • Spanende Fertigungsverfahren werden nach DIN 8589 i.d. folg. Gruppen eingeteilt: Verfahren mit geometrisch bestimmten/ unbestimmten Schnei- den 5a) Erläutere, was unter s.Verfahrensgruppen verstanden wird bzw. wodurch s.gekennzeichnet sind. a) Kennzeichen der spanenden Verfahrensgruppen:• Verfahren mit geometrisch bestimmten Schneiden sind dadurch gekennzeichnet, dass Werkzeugeverwendet werden, deren Schneidenanzahl, Schneidengeometrie und Lage der Schneidenzum Werkstück bestimmt (festgelegt) sind.• Bei den Verfahren mit geometrisch unbestimmten Schneiden werden Werkzeuge eingesetzt,deren Schneidenanzahl, Schneidengeometrie und Lage der Schneiden zum Werkstück nichtbestimmt (festgelegt) sind. WB-FER-P11-081129
  • Spanende Fertigungsverfahren werden nach DIN 8589 i.d. folg. Gruppen eingeteilt: Verfahren mit geometrisch bestimmten/ unbestimmten Schnei- den 5b) Nenne zu jeder dieser Verfahrensgruppen mind. 3 konkrete Ferti-gungsverfahren Beispiele für Fertigungsverfahren der spanenden Verfahrensgruppen:Verfahren mit geometrisch bestimmten Schneiden:• Drehen• Bohren / Senken / Reiben• Fräsen• Hobeln / Stoßen• Räumen• Sägen• Feilen• Bürstspanen• Schaben / Meißeln Verfahren mit geometrisch unbestimmten Schneiden:• Schleifen mit rotierendem Werkzeug• Bandschleifen• Hubschleifen• Honen • Läppen• Strahlspanen• Gleitspanen   WB_TB_FER_081129  
  • Unter Schraubdrehen wird das Drehen mit einem Profilwerkzeug zum Erzeugen von Schraubflächen verstanden. 6a) Welche Varianten des Schaubendrehens sind in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt? (WB_TB_FER_081129)   a) Dargestellte Varianten des Schaubendrehens:(1) Gewindedrehen(2) Gewindestrehlen WB_TB_FER_081129
  • Unter Schraubdrehen wird das Drehen mit einem Profilwerkzeug zum Erzeugen von Schraubflächen verstanden. 6b) Erläutere d. Unterschiede zwischen den beiden Varianten. Gehe auch auf die jeweils verwendeten Werkzeuge ein (WB_TB_FER_081129) b) Unterschiede zwischen den Varianten des Schaubendrehens:• Beim Gewindedrehen wird durch einen profilierten einschneidigen Drehmeißel das Gewindein mehreren Werkzeugüberläufen gefertigt.• Dagegen wird beim Gewindestrehlen das Gewinde in einem Überlauf fertig geschnitten undzwar mit einem Werkzeug, das in Vorschubrichtung mehrere mit zunehmender Schnitttiefegestaffelte Schneiden besitzt. (WB_TB_FER_081129)
  • 7a) Welches Widerstandsschweißverfahren ist in der nebenstehenden Abbildung dargestellt? WB_TB_FER_081129 a) Dargestelltes Widerstandsschweißverfahren:Rollennahtschweißen WB_TB_FER_081129
  • 7b) Beschreiben Sie das spezielle Verfahrensprinzip bzw. die Arbeitsweise des dargestellten Schweißverfahrens? WB_TB_FER_081129 b) Verfahrensprinzip des Rollennahtschweißens:Beim Rollennahtschweißen sind die Elektroden rotierende Kupferscheiben, die die Stromzuführung,die Ausübung der Elektrodenkraft F und den Werkstücktransport übernehmen.Die Geschwindigkeit der Scheiben wird so gewählt, dass diese die zu verbindenden Werkstückesolange zusammenpressen, bis die notwendige Widerstandserwärmung und damit Schweißverbindunghergestellt ist. Durch Stromimpulse sind die Abstände der Schweißpunkte bis zu ihrerÜberlappung (Dichtnaht) veränderbar.
  • 7c) Nennen Sie 3 Erzeugnisse der metallverarbeitenden Industrie oder der Massengüterproduktion, die durch das dargestellte Schweißverfahren hergestellt werden. WB_TB_FER_081129 c) Durch Rollennahtschweißen hergestellte Erzeugnisses:• Kfz-Benzintanks• Kleinbehälter (Behälterbau)• Verpackungsdosen• Karosserieteile• HeizungsradiatorenHinweis: Andere richtige Erzeugnisse sind zu bewerten
  • Bohrmaschinen werden vor allem zum Einbringen von zylindrischen Bohrungen eingesetzt. 8a) Welche Grundbauarten von Bohrmaschinen mit senkrechter Spindelachse sind in den nachfolg.Abb. dargestellt? (WB_TB_FER_081129) a) Dargestellte Grundbauarten von Bohrmaschinen mit senkrechter Spindelachse:(1) Ständerbohrmaschine(2) Radialbohrmaschine
  • Bohrmaschinen werden vor allem zum Einbringen von zylindrischen Bohr- ungen eingesetzt. 8b) Beschreibe, für welche unterschiedl. Bohrbearbei-tungen d. dargest. Bohrmaschinen eingesetzt werden & erläute, worin sich d. Bauweisen unterscheiden (WB_TB_FE b) Einsatz und Bauweise von Ständer- und Radialbohrmaschinen:Ständerbohrmaschinen werden für schwere Bohrarbeiten eingesetzt, da sie massiver und robuster als z. B. Säulenbohrmaschinen sind. Der Maschinenkörper (Bohrschlitten) läuft bei Ständerbohrmaschinen auf einem stabilen Kastenständer.Radialbohrmaschinen eignen sich besonders zum Bearbeiten von schwer zu handhabenden Werkstücken. Das Werkstück wird auf der Grundplatte befestigt. Der Bohrschlitten mit Spindel und Werkzeug (Bohrer) läuft auf einem um die Säule schwenkbaren Ausleger. So ist jede Stelle der nach oben zeigenden Fläche des Werkstückes erreichbar.  (WB_TB_FER_081129)
  • Unter dem Organisationstyp der Fertigung wird die Struktur, die räumliche Anordnung der Betriebsmitte etc. 9a) Nenne mind. 3 Organisationstypen der Fertigung in Bezug auf die Anordnung der Arbeitssysteme im Produktionsbereich. a) Organisationstypen nach der Anordnung der Arbeitssysteme im Produktionsbereich:• Werkstattfertigung,• Fließfertigung,• Flexible Fertigungssysteme,• Zentrale Arbeitsverteilung,• Gruppenfertigung  (WB_TB_FER_081129)
  • Unter dem Organisationstyp der Fertigung wird die Struktur, die räumliche Anordnung der Betriebsmittel etc. verstanden. 9b) Welche Hilfsmittel & Techniken z. Planung d. räuml. Struktur stehen in der Fertigungspraxis zur Verfügung? Nenne mind. 3 b) Hilfsmittel und Techniken zur Planung der räumlichen Struktur:• Arbeitsablaufdiagramme,• Entscheidungstabellen (Matrizen),• Datenfluss- und Programmablaufpläne,• Balkendiagramme,• REFA-Methoden (zur Bestimmung der Vorgabezeiten sowie zur Gliederung von Arbeitszeiten und Arbeitsabläufen),• Netzplantechniken und• Rechnerunterstützende Methoden der automatisierten  Produktionsdatenverarbeitung. WB_TB_FER_081129
  • Ordnen Sie d. Ankreuzen die im beiliegendem Arbeitsblatt vorgegebenen Fertigungsverfahren den Fertigungshauptgruppen nach DIN 8580 zu. Je Fert.verfahren ist die Zuordnung nur zu 1 Fertigungshaupt- gruppe möglich. WB-FER-P11-070602 WB-FER-P11-070602 Lösung in Klausur Frage 1
  • Das Urformen aus dem pulverförmigen Zustand – meist kurz als Sintern bezeichnet – gewinnt zunehmend an Bedeutung. Warum ist das so? Führen Sie mindestens drei Gründe an. 2a b) Gründe, die für das Sintern sprechen:• Es sind Sonderwerkstoffe aus hochschmelzenden Metallen, wie Wolfram und Molybdän, sowie Hartmetalle und hochfeste keramische Werkstoffe herstellbar.• Es können Werkstoffzusammensetzungen erzielt werden, die schmelzmetallurgisch nicht möglich sind (nicht legierbare Stoffmischungen), wie Kupfer-Grafit als Kontaktwerkstoff, Kupfer-Zinn-Blei als Gleitlagerwerkstoff oder Eisen mit Grafit u. a. als Reibwerkstoff für Bremsbeläge und ähnliches.• Es können poröse Werkstoffe für feinste Filter oder wartungsfreie Gleitlager (Tränklager)erzeugt werden.• Es ist eine material- und energiesparende Fertigung von Teilen aus Sintereisen und Sinterstahl möglich, wobei gegenüber der Fertigung durch Gießen oder aus Halbzeugen die Materialausnutzung von ca. 50 ... 70 % auf nahezu 100 % gesteigert und der Energiebedarfetwa halbiert werden kann. WB-FER-P11-070602
  • 2c) Nebenstehend sehen Sie einige Maschinenelemente. Würden Sie diese für die Herstellung durch Sintern für geeignet halten und warum? WB-FER-P11-070602 c) Ja; Zahnräder• zeichnen sich durch komplizierte Formgestaltung aus,• sind hohen Belastungen ausgesetzt und• bedürfen einer hohen Genauigkeit in der Herstellungund stellen somit Ansprüche, die durch Sintern bestens zu erfüllen sind. WB-FER-P11-070602
  • Das Walzen ist das wichtigste Verfahren z. Herstellg von Walzwerkserzeug-nissen aus gegossenen Vorformen. Um welche Walzverfahren handelt es sich bei den Abb A und B & f. welche Erzeugnisse werden sie eingesetzt? WB-FER-P11-070602 Auf. 3a a) Walzverfahren und jeweilige Erzeugnisse:Verfahren A:• Flach-Längswalzen• Dieses Verfahren dient insbesondere zur Herstellung von Flachmaterialien, Blechen undBändern aus stranggegossenem Vormaterial.Verfahren B:• Profil-Längswalzen• Mit diesem Verfahren werden Vierkantstähle als Vormaterial für das Walzen und Schmieden,Rund-, Flach-, Sechskant- oder andere Stabstähle, Draht sowie die verschiedenstenProfile (z. B. Winkel- und U-Eisen, T- und Doppel-T-Träger, Schienen) hergestellt.
  • Worauf ist beim Formpressen mit Grat hinsichtlich des Materialeinsatzes zu achten? Was ist bei einem solchen Auftrag bzgl. des Umfanges der Fertigungsstückzahlen zu berücksichtigen? 4a) Materialeinsatz und Fertigungsstückzahlen beim Formpressen:• Um eine sichere Füllung der Gesenkform zu gewährleisten, ist mit Werkstoffüberschuss zu arbeiten. Dieser fließt bei aufschlagenden Gesenken in die sog. Gratrille und muss anschließend entfernt werden.• Da für jedes Werkstück ein spezielles Gesenk mit entsprechen hohen Kosten gefertigt werden muss, lohnt sich dieses Verfahren nur bei hohen Fertigungsstückzahlen, um die anteiligen Kosten/Werkstück gering zu halten. WB-FER-P11-070602
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  • Erklären Sie anhand des dargestellten Kraft-Weg-Verlaufes den Unter- schied zw. Schmieden auf der Presse und Schmieden auf dem Hammer. Beurteilen Sie den Vorgang auch unter dem Blickwinkel der Größen F und W. (WB-FER-P11-070602) 4b) Gesenkschmieden auf der Presse und auf dem Hammer:• Beim Schmieden auf der Presse erfolgt der Umformvorgang in einem Hub, so dass die am Ende des Vorganges auftretende Maximalkraft Fmax die notwendige Nennpresskraft der Presse bestimmt. Dabei muss auch das Arbeitsvermögen der Presse größer als die Umformarbeit W sein.• Das Schmieden auf dem Hammer erfolgt durch mehrere aufeinanderfolgende Schläge mit dem gleichen Gesenk, so dass die Gravurausfüllung schrittweise erfolgt. Bei der hier dargestellten Anwendung von vier Schlägen genügt demzufolge ein Schmiedehammer mit einem Arbeitsvermögen, das 1/4 der Umformarbeit W entspricht. WB-FER-P11-070602
  • In der Abb. ist die Spanbildung eines Drehvorganges zu sehen. (1) Um welche Spanform handelt es sich hierbei? WB-FER-P11-070602 5a) Spanform beim Drehen:(1) Bandspan (oder auch Wirrspan) WB-FER-P11-070602
  • In der Abb. ist die Spanbildung eines Drehvorganges zu sehen. (3) Durch welche Maßnahme am Drehwerkzeug lassen sich günstigere Spanformen erreichen? WB-FER-P11-070602 (Aufg. 5) (3) Verwendung von aufgesetzten, eingeschliffenen oder eingeformten Spanleitstufen mit einerGeometrie, die den abfließenden Span in eine Krümmung zwingt, welche brauchbare bzw.gute Späne ergibt.
  • In der Abb. ist die Spanbildung eines Drehvorganges zu sehen. (4) Nennen Sie zwei als besonders günstig einzuschätzende Spanformen? WB-FER-P11-070602 (Aufg. 5) (4) Schraubenbruch; Spiralbruch; Spiralspanstücke.
  • Beim Fräsen wird zw dem Gleichl- & Gegenlauffräsen unterschieden, die nachstehend ohne Verfahrensbezeichnung abgebildet sind. Kreuzen Sie auf beiliegendem Arbeitsblatt .. (WB-FER-P11-070602 Aufg 5b) Lösung in Klausur (WB-FER-P11-070602 Aufg 5b)
  • Im Bild ist eine Galvanisierungsanlage, eine sog. Gestellanlage, zu sehen. Beschreiben Sie den Galvanisierungsvorgang, wenn in diesem Fall die zu beschichtenden Teile in eine CuSO4-Lösung getaucht werden WB-FER-P11-070602 Aufg 6 a) Galvanisieren:Beim Galvanisieren werden die Werkstücke in wässrige Lösungen von Salzen desjenigen Metallsgetaucht, mit dem die Werkstücke beschichtet werden sollen. Diese Lösung wird als Elektrolyt(hier CuSO4) bezeichnet.Die Werkstücke werden an die Katode einer Gleichstromquelle angeschlossen. Als Gegenpolsetzt man Anoden ein.Nach Anlegen der Gleichspannung trennen sich unter dem Einfluss des elektrischen Feldes dieSalzmoleküle in positive Metallionen (Cu++), die zur Katode, sprich zum Werkstück, wandernund sich dort als Metallüberzug abscheiden, und in negative Säurerestionen (SO4--), die ihreLadung an der Anode abgeben. WB-FER-P11-070602
  • Wozu dienen galvanische Beschichtungen? 6b) Einsatzfelder galvanischer Beschichtungen:Galvanische Beschichtungen dienen• meist dem verbesserten Korrosionsschutz des Substrats durch Nickel-, Zink- und Zinnschichten und• für dekorative Zwecke bei Anwendung von Chrom-, Silber- und Goldbeschichtungen. WB-FER-P11-070602
  • Das Bild zeigt eine Biegeprobe zur Überprüfung der Haftfestigkeit einer sprengplattierten Beschichtung. Ergänzen Sie zu dieser Thematik die im beigelegten Arbeitsblatt ... WB-FER-P11-070602 AUfg. 6c Lösung WB-FER-P11-070602  AUfg. 6c
  • a) Beschreiben Sie den Vorgang des hier abgebildeten Buckelschweißens. (WB-FER-P11-070602 Aufg. 7) a) Prinzip des Buckelschweißens:In der Regel wird eines der Fügeteile mit einem oder mehreren Schweißbuckeln versehen. DerStrom wird über großflächige Kupferelektroden zugeführt und fließt über die Buckel zur gegenüberliegendenElektrode. Durch die entstehende Widerstandsschweißwärme und die aufgebrachteElektrodenkraft F werden die Buckel zu punktschweißähnlichen Verbindungen zusammengedrückt,deren Größe vom Buckel bestimmt wird. WB-FER-P11-070602
  • Benennen und skizzieren Sie mindestens zwei verschiedene Buckelformen im Querschnitt und in der Draufsicht (WB-FER-P11-070602 Aufg. 7b) Rundbuckel Langbuckel Spitzbuckel Ringbuckel
  • Von welcher Größe ist die Form der Buckel vor allem abhängig und in welchem Blech werden sie eingebracht, wenn die Bleche eine unterschiedliche Dicke aufweisen? (WB-FER-P11-070602 Aufg. 7b) c) Die Form der Buckel ist insbesondere von der Blechdicke abhängig.Bei unterschiedlichen Blechdicken wird der Buckel im dickeren Blech angeordnet.
  • Wo kommt das Buckelschweißen vorzugsweise zu Anwendung? (WB-FER-P11-070602 Aufg. 7d) d) Anwendungsfälle des Buckelschweißens:• Das Buckelschweißen kommt vorzugsweise dann zur Anwendung, wenn Werkstücke umformend gefertigt werden, da dabei gleichzeitig die Buckel in das Blech eingedrückt werden können.• Das Verfahren bewährt sich zudem auch dort, wo mehrere Schweißpunkte erforderlich sind. Dies ist in der Massenproduktion von Blechteilen aus Stahl oder Nichteisenmetallen der Fall.• Ebenso sind metallbeschichtete Werkstoffe buckelschweißbar.
  • Welche der im Arbeitsblatt angegebenen Merkmale sind für die Gruppen- und welche für die Werkstattfertigung zutreffenden? Je Merkmal ist die Zuordnung zu nur einem Fertigungsablauf möglich. (WB-FER-P11-070602 , Auf. 8) Merkmale der Gruppen- und der Werkstattfertigung: Erlaubt kurze Durchlaufzeiten --> Gruppenfertigung Einzel- und Serienfertigung möglich --> WerkstattfertigungGestattet kurze Transportwege --> Gruppenfertigung Gestattet variable Maschinenanordnung --> Gruppenfertigung Kann Auftragsspitzen problemlos abfangen --> WerkstattfertigungErlaubt leichte Abteilungsbildung --> WerkstattfertigungRedundanz bei Störungen --> Werkstattfertigung WB-FER-P11-070602