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Endokrinologie - Innere Medizin (Fach) / KT - Pankreatitis beim Hund (Lektion)

1 Skript, Ariane Schweighauser

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  • Signalement und Anamnese Risikofaktoren mögliche Symptome Signalement und Anamnese: jede Rasse/Alter/Gewicht möglich, oft aber mittelalte oder ältere Hunde, oft übergewichtig Rassenprädisposition bei Zwergschnauzer Risikofaktoren: Endokrionpathien (DM, Cushing = Hyperadrenokortizismus), Obesitas/Hyperlipidämie, fragliche Ätiologie fetthaltige Mahlzeit, Abdominaltrauma/-chirurgie, Ischämie durch Hypotension, Medis mögliche Symptome: akutes Abdomen, Abdominalschmerzen (Gebetsstellung), Erbrechen, Schwäche, DF, in schweren Fällen Schock/Kollaps, Dehydratation, Fieber Ikterus, milder Aszites, Dyspnoe, Gerinnungsstörung, Herzarrhytmien,...
  • Diagnose Klinik Labor Amylase/Lipase cPLI Klinik: Status/Differentialblutbild, Chemieprofil, Amylase/Lipase, cPLI, Urinanalyse, Rx Abdomen, US Abdomen, evtl. FNA/Biopsie Labor: Hämatologie → Leukozytose, Neutrophilie mit Linksverschiebung, Hämokonzentration u/o Anämie Chemieprofil → Azotämie (Dehydratation oder akutes Nierenversagen), erhöhte Leberenzyme, Bilirubinämie, Hyperglykämie, Hypokalzämie, Hypercholesterinämie/-triglyceridämie Amylase/Lipase: oft erhöht bei Pankreatitis, cave falsch positive → beide ebenfalls erhöht bei Enteritis und Nierenproblem, Lipase erhöht durch Glukokortikoide cPLI: canine pancreatic lipase immunoreactivity, Test mit höchster Sensitivität  (82%) und Spezifität auf Markt, weniger Einfluss durch Enteritis, Nierenprobleme oder Glukokortikoide
  • Diagnose Rx Abdomen US Abdomen FNA/Biopsie Rx Abdomen: im rechten kranialen Quadranten des Abdomens erhöhte Dichte, herabgesetzter Kontrast, Magen nach links verlagert, gasige Dilatation des proximalen Duodenums (mit Paralyse), Duodenum descendes nach rechts verlagert und gestreckt US Abdomen: sensitiver → Organ vergrössert, lokalisierter Peritonealerguss, veränderte Echogenität, hyperechogene Region um Pankreas FNA/Biopsie: Biopsie eigendlich Goldstandart, aber nur post mortem oder wenn sich Lage schon beruhigt hat, sonst zu invasiv
  • Therapie Prinzip Diät mögliche Kompliaktionen Prinzip: Pankreas soll nicht aktiviert werden (Schonung) → NPO (nichts per os) bis 6-8h lang kein Erbrechen mehr und stabil Infusion, wichtig Mikrozirkulation (→ evtl. Kolloide geben), Schmerzmittel (Butorphanol, Fentanyl), symptomatisch (Antiemetika, Magenschutz), AB (Breitspektrum), Plasmatransfusion (für α-Makroglobuline) Diät: hoher KH-Gehalt (Reis, Pasta, Kartoffeln) weil Protein und Fett stimulieren Pankreasenzymsekretion → langsam auf low fat umstellen wenn Verbesserung anhält, evtl. Zusatz von Pankreasenzymen mögliche Komplikationen: Abszess-Bildung, Peritonitis mit Septikämie, Schock, DIC, MODS (Multiorganversagen), Gallestau, Nierenversagen, Aspirationspneumonie, ARDS (akutes Respirationssyndrom), PTE (Pneumothoraxemolie), Herzarrythmien, Pankreasfibrose, evtl. DM
  • Prognose andere Pankreaserkrankungen Prognose: von sehr gut bis infaust, je nach Schweregrad der Erkrankung und Verlauf, kann auch chr. subklinsch bleiben andere Pankreaserkrankungen: pankreatische Pseudozysten, Pankreasabszesse, Pankreasneoplasien (exokrin → Adenom, Adenokarzinom), noduläre Hyperplasien
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