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Medizin (Fach) / Zytologie / Histologie (Lektion)

Aufbau der Zelle, Gewebe

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  • Passiver Transport durch Zellmembran Diffusion -> Nur kleine, lipophile, ungeladene Moleküle z.B. Lipide, CO2, O2 können die Zellmembran ungehindert passieren. Antrieb -> Konzentrationsausgleich   Diffusion durch Poren -> Proteine in der Membran bilden Poren, auch Kanäle genannt, die gezielt geöffnet werden können z.B. Ionenkanäle
  • Aktiver Transport durch Zellmembran benötigt Energie in Form von ATP, kann auch gegen ein Konzentrationsgefälle erfolgen. Es gibt Transportproteine, Carrier, für große und geladene Moleküle. Die Moleküle binden an ein Tunnelprotein verursachen eine Konformationsänderung wodurch das Molekül durch die Membran gelangt wie z.B. Glucose
  • Endozytose Bei sehr großen Molekülen z.B. Proteine oder Teilchen z.B. Bakterien, die die Zellmaembran weder durch Diffusion noch aktiven Transport überwinden können. Zellmembran umfließt das Material und schließt sich zu einem Bläschen - Vesikel. Werden flüssige Stoffe aufgenommen, pricht man von Ponozytose, bei festen Stoffen von Phagozytose
  • Pinozytose Gehört zu Endozytose. Hier werden flüssige Stoffe durch das Zellmembran aufgenommen
  • Phagozytose Gehört zu Endozytose Hier werden feste Stoffe durch die Zellmembran transportiert
  • Exozytose Vesikel aus Golgi-Apparat oder ER verschmelzen mit der Zellmembran und Inhalt wird aus der Zelle entlassen -> Neurotransmitter Freisetzung in Synapse.  
  • Mitochondiren Runde oder längliche Gebilde. Sie bestehen aus innerer und äußerer Membran, wobei die innere Membran zur Vergrößerung der Oberfläche in Falten, Cristae gelegt ist. Hier sind die Enzyme eingebaut. Miochondrien haben eine eigene DNA, die nur von der Mutter vererbt wird, da nur die Eizele aber nicht die Spermie Mitochondrien hat.
  • Welche Aufgabe haben die Mitochondrien? Sie sind die Kraftwerke der Zelle. Je höher der Energiebedarf der Zelle, desto mehr Mitochondrien. Sie bilden ATP, da hier die Atmungskette, Zitratzyklus, Fettsäureabbau ablaufen.  
  • Was sind Ribosome und welche Aufgabe haben sie? Ribosome sind kleine Körnchen aus robosomaler RNA, r-RNA. Sie schwimmen frei im Zytoplasma oder sitzen auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum. Ihre Aufgabe ist die Proteinsynthese - Translation
  • Endoplamatisches Retikulum ER Aufbau - Membranlabyrinth Glattes ER - ohne Ribosomen, Lipid- udn Steroidsynthese, Calciumspeicher der Muskel Raues ER - mit Ribosomen besetzt, Proteinsynthese   Abgetrennt vom Zytoplasma finden in den Hohlräumen viele Stoffwechselprozesse statt. Die Produkte können hier gespeichert, zum Golgi-Apparat oder direkt ann die Zelloberfläche transportiert werden.  
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  • Golgi-Apparat Der Golgi-Apparat ist aus mehreren Stapeln Membransäckchen aufgebaut. Einzelner Stapel -> Dictyosom An den aufgeblähten Rändern der Membranzisternen werden kleine Bläschen, die Golgi Vesikel abgeschnürt. Sie ist das Logistiksystem der Zelle. Auszuscheidende Stoffe vom ER werden chemisch noch endgefertigt, in Vesikel verpackt und aus der Zelle geschleust.
  • Lysosomen udn Peroxisomen Bläschen, die hydrolytische bzw. oxidierende Enzyme enthalten. Sie sind die Putzfrauen der Zelle. Fremdstoffe oder überalterte Zellorganellen werden aufgenommen und abgebaut.
  • Zytoskelett Aufbau -> - Mikrotubuli - starre Röhren aus Tubulin - Protein - Mikrofilamente - feine Fäden aus Aktin - Strukturprotein - sind oft zu Bündel zusammengefasst   Aufgabe -> - Aufrechterhaltung der Zellgestalt - Schienen für intrazellulären Transport - bilden Zentrum in aktiv beweglichen Zellfortsätzen - Zilien, Geißeln - Bilden die Zentriolen und bei der Zellteilung den Spindelapparat - kontraktile Elemente  
  • Nucleus / Zellkern Alle Zellen, außer Erythrozyten und Trombozythen haben einen oder mehrere Kerne Die Kernhülle ist 2 schichtig, innen ist die Kernmembran, außen das endoplasmatisches Retikulum. Sie ist durch Poren durchsetzt, damit RNA passieren kann. Sie besitzt eine Kernplasma, Karyoplasma, die aus eiweißhaltiger Flüssigkeit besteht, in die die Kernkörperchen, Nucleolus, der Bildngsort der ribosomale RNA und das Chromatin bzw. die Chromosomen eingelagert sind
  • Welche Aufgabe hat der Nucleus? Sie ist die Schaltzentrale und Bibliothek der Zelle. Hier laufen alle Befehle zusammen. Hier werden alle wichtigen Entscheidungen gefällt. Er enthält in Form der Chromosomen die gesamte Zellinformation.  
  • Chromatin Der entspiralisierte Chromosomenfaden - in ruhenden Zellen Euchromatin wird gerade abgelesen und Heterochromatin inaktiv
  • Chromosomen Bestehen aus DNA, 2 Meter wobei jedes Chromosom aus einem stark geknäuelten Chromosomenfaden besteht. in ruhenden Zeiten - Faden ist enspiralisiert - Wollkäuel - Chromatin in teilenden Zellen - Faden ist stark verkäuelt. Chromosomen sind sichtbar Chromosomen sind Träger der Erbanlagen. Mensch hat 23 Chromosomenpaare, diploider Chromosomensatz davon 22 Autosomen - homolog und ein Geschlechtschromosom XX oder XY - heterolog. Jedes Paar enthält einen mütterlichen und einen väterlichen Chromosomensatz - haploid
  • heterologer Chromosomenpaar nicht übereinstimmender Chromosomenpaar XX oder XY    
  • homologer Chromosoenpaare übereinstimmende Chromosomenpaare - 22 Paare    
  • Diploider Chromosomensatz Darunter versteht man, dass von einer Chromosomensorte jeweils zwei Exemplare vorhanden sind zB. Chromosom 1, Chromosom 2 und so weiter bis Chromosom 22 in jeweils zwei Exemplaren. Ausnahme ist das Geschlechtchromosom X und Y.  
  • Gonosom Das Geschlechtschromosom X und Y.  
  • haploider Chromosomensatz Keimzellen - Ei- und Samenzellen - enthalten nur einen einfachen Chromosomensatz. Die beiden haploiden Chromosomensätze ergeben bei der Befruchtung einen doppelten Chromosomensatz einer diploiden Zelle.  
  • Proliferation Zellwachstun, Zellteilung und Zellenstehung  
  • Interphase Zeit zwischen zwei Teilungen, ist für die meisten Zellen der Dauerzustand. Sie besteht aus- G1 Phasa - präsynthetische Phase - Kann einige Tage bis mehrere Jahre dauern. Manche Zellen teilen sich nie oder selten hier wird diese Phase als G0 bezeichnet. Die Zelle wächste und arbeitet - Zelle hat 23 Chromosomenpaare. S Phase - Synthesephase - 6 - 8 Stunden, Verdoppelung der DNA - entspricht 46 Chromosomenpaaren G2 Phase - postsynthetische Phase - Mitose wird durch gesteigerte Proteinsynthese vorbereitet    
  • Mitose - Replikationsteilung Prophase - DNA spiralisiert sich zu den Chromosomen - 46 Paare - Kernmembran löst sich auf - Zentriolen wandern zu den Zellpolen und bilden Mitosespindel, die die Bewegung der Chromosomen steuert. Metaphase -Chromosome ordnen sich in der Zellmitte - 46 Paare Anaphase - Chromosome werden getrennt und zu den Polen gezogen - 23 - 23 Paare Telophase - Chromosomen werden von neuen Kernmembranen umgeben - Chromosomen entspiralisieren wieder - DNA Knäuel wird wieder sichtbar - die Zellen teilen sich durch Einschnürung
  • Meiose - Reduktionsteilung Geschieht nur in den Keimzellen - Eizelle und Samenzelle Diploider Chromosomensatz 2 x 23 muss halbiert werden zu haploidem Satz 1 x 23, damit sich Erbgut nicht verdoppelt. 1. Reifeteilung - hier verteilen sich die verdoppelten Chromosomen so, dass jede Tochterzelle 23 enhält. Beim Trennen kann es zum Austausch zwischen Chromosomen kommen - Crossing over - um zu verhindern, dass jeder Eizelle gleich ist 2. Reifeteilung - entspricht der normalen Mitose, aus 2 Tochterzellen mit 23 verdoppelten Chromosomen entstehen 4 mit 23 einfachen Chromosomen  
  • Parenchym Ein Gewebe, dass eine bestimmte Funktion ausübt.  
  • Interstitium Auch Interzellularraum Es dient als Transportweg.  
  • Gewebearten 1. Epithelgewebe 2. Binde- und Stützgewebe 3. Muskelgewebe 4. Nevengewebe  
  • Zellkontakte Die Zellen eines Gewebes sind durch Zellkontakte miteinander verknüpft. Nach Funktion können drei Gruppen unterschieden werden -> 1. Haftkontakte -> Desmosomen - verbinden benachbarte Zellen miteinander, Haftproteine, Herzmuskulatur -> Hemidesmosomen - verbinden die Zellen mit den Substanzen im Interstitium 2. Verschlusskontakte -> verschließen das Interstitium und verhindern den unkontrollierten Fluss von Ionen und Molekülen -> tight junctions - Membranen zweier Zellen werden durch dicht aneinander liegende Haftproteine zusammengenietet. Häufig in Epithelien 3. Kontakte zur Kommunikation -> ermöglichen den freien Durchfluss von chemischen oder elektrischen Signalen zwischen den verbundenen Zelen -> gab junctions - röhrenartige Verbindungen zwischen zwei Zellen zB. Herzmuskulatur zur Weiterleitung elektrischer Impulse - Ionenekanäle Natrium-, Calcium- und Kaliumkanäle  
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  • Epithelgewebe - flächige Zellverbände mit wenig Interzellulärsubstanz, da die Zellen eng nebeneinander liegen - keine eigene Blut- und Lymphgefäße, werden durch Diffusion von tiefer gelegenen Bindegewebe versorgt - zwischen Epithel und dem darunterliegenden Gewebe liegt die Basalmembran, eine Grenzschicht aus glykoproteinreicher Basallamina - hält Epithelzellen fest - und einer Faserschicht - Zellen können an apikalen - der Oberfläche zugewandt - Seite Mikrovilli - Ausstülpungen - zur Oberflächenvergrößerung oder bewegliche Kinozilien - Flimmerhaare haben
  • Welche Fuktion haben Epithelien? Sie bedecken alle inneren und äußeren Körperoberflächen im Organismus. - mechanischer Schutz und Barriere für Krankheitserreger zB Haut - Transport in das darunterliegende Gewebe entweder durch die Zellen durch - transzellulär - oder duchs Interstitium - parazellulär - Träger der spezifischen Organfunktion  
  • Wie werden Epithelien eingeteilt? 1. Oberflächenepithelien - Schutzfunktion zB. Oberhaut, können Stoffe aufnehmen zB. Darmschleimhaut und bilden Barrieren, die das jeweilige Organ von der Umgebung abgrenzen 2. Drüsenepithelien - einzelne Zellen oder Ansammlungen von Epithelzellen, die zur Sekretion befähigt sind. Sekretion - Abgabe von Zellprodukten ins Körperinnere oder nach außen 3. Sinnesepithelien - Hochspezialisierte Epithelzellen, die verschiedene Reise in elektische Impulse umwandeln können zB. Retina, Riechepithel  
  • Oberflächenepithelien Werden eingeteilt nach Zellform und Anzahl der Zelllagen. - Einschichtig - alle Zellen haben Kontakt zur Basallamina -> Plattenepithel - sehr dünn, Austausch möglich zB. Endothel, Alveolen, vor allem Auskleidung innerer Oberflächen -> Kubisch - isoprismatisch - zur Sekretion zB. Gallengänge, Drüsen -> Zylindrisch - hochprismatisch - Barriere- und Transportfunktion zB. Magen-, Darmschleimhaut -Mehrreihig - alle Zellen haben Kontakt zur Basallamina, aber nicht alle erreichen die Oberfläche zB. Atemwege, Samenleiter - Mehrschichtig - nur unterste Reihe hat Kontakt zur Basallamina, viele Zellschichten am häufigsten Plattenepithel zB. Mundhöhle, Speiseröhre, Vagina, Hornhaut des Auges, Epidermis - Übergangsepithel - Urothel - spezielles, je nach Blasenfüllung unterschiedlich dickes Epithel der Harnwege - Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase  
  • Drüse - Glanduale Einteilung in - Exokrine Drüsen - Endokrine Drüsen  
  • Exokrine Drüse sondert ihr Sekret an innere und äußere Oberflächen ab. Einfachste Form ist die Becherzelle, in der Regel aber mehrzellig aus Drüsenendstücken und Ausführungsgängen - je nach Produkt - serös, wässrige Sekrete zB. Tränendrüse und mukös, schleimige Sekrete, zB. Ohrspeicheldrüse - je nach Arte der Sekretabgabe - merokrin, durch Exozytose zB. Schweißdrüsen - schwitzen, apokrin, Zellteil schnürt sich ab zB. Milchdrüse und holokrin, Zelle zerplatzt zB. Talgdrüse  
  • Endokrine Drüsen sind Hormondrüsen geben ihr Sekret nach innen ab, haben daher keine Ausführungsorgane, ihre Sekrete-Hormone wandern zum nächsten Blutgefäß es gibt endokrine Zellgruppen in Organen zB. Hoden-Testosteron, Bauchspeicheldrüse-B-Zellen, Insulin u. AlphaZellen, die Glukagon produzieren und endokrine Drüsen zB. Schilddrüse, Nebenniere Zirbeldrüse, Hypophyse, Schilddrüse und Nebenschilddrüse, Thymusdrüse, Nebenniere, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Hoden    
  • Was ist charakteristisch für Bindegewebe? 1. Bindegewebszellen liegen nicht dicht beisammen, sondern bilden durch lange Fortsätze ein weitmaschiges Netz --> fixe Zellen - können ihre Lage nicht verändern. Bilden und bauen Interzellulärsubstanzen ab - Fibroblasten, aktiv - Fibrozyten, ruhen --> mobile Zellen - beweglich, gehören zum Immunsystem 2. Insterstitium ist vom Extrazellularmatrix erfüllt, die je nach Typ sehr unterschielich ausfällt. Bestimmt die Eigenschaft des Bindegewebes --> Grundsubstanz - kittartige, zähe bis feste Masse aus Proteoglykanen und Glycosaminglykanen, riesige Polysaccharidmoleküle mit Proteinanteil --> Fasern -> Kollagene - Zugfest, nicht dehnbar zB. Sehnen verbinden Knochen u. Muskel, Bänder verbinden Knochen u. Knochen -> Retikuläre - bilden dreidimensionale Netze, biegungselastisch zB. Gefäßwand, Organe-Milz -> Elsastische - hoch dehnbar zB. Bänder, Lunge, Haut  
  • Wie wird das Bindegewebe eingeteilt? - Mesenchym - Gallertiges Bindegewebe - Lockeres Bindegewebe - Straffes Bindegewebe - Retikuläres Bindegewebe  
  • Mesenchym Aufbau: lockeres Netzwerk mit amorpher (formloser) Interzellulärsubstanz. Enthält fast keine Fasern. Funktion: embryonales Bindegewebe, das sich zu anderen Geweben differenzieren kann (Knochen, Knorpel..)  
  • Gallertartiges Bindegewebe Aufbau: lockeres Zellennetz mit feinen kollagenen und retikulären Fasern. Die gellartige Grundsubstanz überwiegt Funktion: Die enthaltende Hyaluronsäure kann große Mengen Wasser an sich binden, wodurch die gallertige Konsistenz zustande kommt. Die starke Einlagerung von Wasser gewährleistet die Hauptaufgabe, nämlich den Schutz der Gefäße in der Nabelschnur vor Abschnürung, ohne dass die Nabelschnur in ihrer Flexibilität eingeschränkt wird.  
  • Lockeres Bindegewebe Aufbau: Viel Grundsubstanz, relativ wenig Fasern, die locker in welligen, ungerichteten Bündel angeordnet sind. Weit auseinander liegende Fibrozyten. Funktion: Das lockere Bindegewebe findet sich als "Füllung" von Freiräumen im Körper und bildet das Stroma, also den bindegewebigen Teil vieler Organe. Außerdem dient es auch als Wasserspeicher und hat große Bedeutung für Abwehr- und Regenerationsvorgänge  
  • Straffes Bindegewebe Aufbau: Das straffe Bindegewebe zeichnet sich durch seinen Reichtum an Kollagenfasern aus, fast der ganze Interzellulärraum ist von diesen ausgefüllt. Im Gegensatz zum lockeren Bindegewebe ist die Menge an Grundsubstanz stark vermindert, außerdem finden sich viel weniger Zellen.Man unterscheidet beim straffen Bindegewebe ein geflechtartiges von einem parallelfasrigen:Straffes geflechtartiges Bindegewebe: Die Kollagenfasern bilden ein Netzwerk aus vielen sich überkreuzenden Bündeln, wodurch die Zugfestigkeit in verschiedene Richtungen erreicht wird. z.B. Lederhaut des Auges und der Haut, Organkapseln, Hirnhaut, Hülle vom HodenStraffes parallelfasriges Bindegewebe: Die Kollagenfasern sind hier parallel in Zugrichtung angeordnet. Es bildet Sehnen und Bänder und setzt Zugkräften großen Widerstand entgegen.Funktion: Schutz, Widerstand gegen Zugbelastung  
  • Retikuläres Bindegewebe Aufbau: Es besteht aus retikulären Fasern, die ein lockeres dreidimensionales Maschennetz bilden und aus Retikulumzellen (Fibroblasten) die keinen Kontakt zum Interzellularraum haben. Dies steht im Gegensatz zu anderen Gewebstypen, bei denen zwar auch retikuläre Fasern vorkommen, die aber von den dortigen Fibrozyten in den Interzellularraum abgegeben werden. Retikuläres Bindegewebe kommt nur in sekundären lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz und Schleimhautassoziiertes lymphatisches Gewebe) und im Knochenmark vor.Funktion: Es stellt freien Zellen, vor allem Zellen des Immunsystems, einen Aufenthaltsraum für Verfügung.  
  • Fettgewebe Fettgewebe ist eine spezielle Form des Bindegewebes. Es besteht aus Fettzellen (Lipozyten), die Lipide speichern können und die einzeln, in kleinen oder größeren Gruppen, in Organen oder im Bindegewebe liegen. Es ist immer gut durchblutet.Das Fettgewebe ist ein Energiereservoir, es bewirkt thermische Regulierung und erfüllt an manchen Stellen des Körpers mechanische Aufgaben (z.B. Fettgewebe um die Nieren, ohne das diese Organe in das Becken hinuntersinken würden).Man unterscheidet weißes und braunes Fettgewebe  
  • Weißes Fett Aufbau: univakuolär (nur ein großer Fetttropfen)Funktion: - Speicher- und Depotfett- Isolierfett: schützt vor Wärmeverlust- Baufett: mechanischer Schutz z.B. unter Fußsohle, GelenkeOrganlager z.B: Niere, Augapfel  
  • Braunes Fett Aufbau: multivakuolär (viele Fetttropfen)Erwachsener hat nur mehr Reste um die großen Arterien, im Mediastinum, an den Nieren und unter den Achseln; wird nicht abgebaut.Funktion: Wärmeregulation ("zitterfreie Wärmebildung") durch Verbrennung der Lipide, daher reich an Mitochondrien (=braun). Wichtig für Säuglinge und winterschlafende Tiere.  
  • Knorpel Knorpelgewebe ist ein festes sowohl druck- als auch biegungselastisches, gefäßloses, also nicht durchblutetes, Stützgewebe, das in der Entwicklung zudem die Anlage des knöchernen Skeletts bildet. Es ist schneidbar und besteht wie die anderen Binde- und Stützgewebsarten aus Zellen und der sie umgebenden Interzellularsubstanz, die aus geformten und ungeformten Komponenten besteht. Knorpel kann nicht nachgebaut werden.Aufbau: feste Grundsubstanz, wenige verstreut liegende Chondrozyten (entwickeln sich aus Chondroblasten), unterschiedlicher Fasernanteil  
  • Hyaliner Knorpel häufigste KnorpelartEr ist bläulich-weißlich und milchig durchscheinend. Erist außerdem druckfest und elastisch, da er viele kollagene Fasern enthält.Vorkommen: Gelenkflächen, Luftröhre, Kehlkopf  
  • Elastischer Knorpel gelbEr enthält einen hohen Anteil an elastischen Fasern und ist dadurch biegsamer und dehnbarer als hyaliner Knorpel.Vorkommen: Ohrmuschel, Kehlkopfdeckel