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Aufbau und Ethik des medizinischen Berufes (Fach) / Die technisch assistierte Reporduktionsmedizin (Lektion)
Die technisch assistierte Reproduktionsmedizin
Diese Lektion wurde von joga erstellt.
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- Was bezeichnet der Begriff, technisch assistierte Reproduktionsmedizin? Verschiedene technische Methoden zur Hilfe bei der Fortpflanzung. Dadurch können gewisse Fertilitätsstörungen bei der Frau oder beim Mann überbrückt werden.
- Welche sind die Ursachen einer Fertilität beim Mann? - Fehlen von Spermatozoen (Azoospermie) - reduzierte Anzahl von Spermatozoen (Oligospermie) - schlechte Beweglichkeit der Spermatozoen (Asthenospermie) - anomale Morphologie der Spermatozoen (Terathospermie)
- Was ist die Voraussetzung für eine natürliche Befruchtung ? (beim Mann) eine normale Ejakulation und Erektionsfähigkeit
- Was kann verantworlich sein für eine Fertlität beim Mann? Eine Infektion oder Anomalie der Hodenvenen. Häufig wird auch keine Ursache gefunden.
- Welche zwei Gründe sind für das Fehlen von Spermatozoen in der Samenflüssigkeit verantwortlich? - Hoden produzieren wegen einer Schädigung des Keimepithels keine Samenzellen - Samenzellen können wegen Obstruktion der Samenwege nicht ausgestossen werden.
- Welche sind die Ursachen der weiblichen Sterilität? - Produktionsstörung der Eizellen im Eierstock - Migrationsstörung vom Eierstock zur Gebärmutter - Migrationsstörung der Spermatozoen durch Veränderung des Zervikalsekretes - Obstruktion der Eileiter, verhindert die Befruchtung - Probleme beim einnisten (Nidation) der befruchteten Eizelle
- Wo werden die Methoden der technisch assistierten Reproduktionsmedzin in der Schweiz gesetzlich festgehalten? Durch das eidgenössische Gesetz und durch die Anwendungsverordnung
- Welches sind die Bedingungen für eine technisch assistierte Reproduktionsmedizin? Das Wohl des Kindes steht an wichtigster Stelle - nur Ehepaaren in einer engen Beziehung - zukünftige Eltern müssen in der Lage sein, das Kind bis zu seine Volljährigkeit zu erziehen. Dies bedeutet eine Altersgrenze und eine Begutachtung der sozialen und wirtschaftlichen Lage des Paares - Spermienspende kommt nur bei einem verheirateten Paar in Frage
- Erkläre die in vivo Befruchtung Die Vereinigung eines Spermatozoon mit einer Eizelle (Befruchtung) auf natürliche Weise.
- Erkläre die in vitro Befruchtung Die Vereinigung des Spermatozoon mit der Eizelle findet ausserhalb des Körpers der Frau statt ( extrakorporelle Befruchtung) meistens in einem Reagenzglas Ist das Ei befruchtet wird es wieder in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt
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- Erkläre die Zygote Die Zygote ist eine befruchtet Eizelle. Vorgänger des Embryos
- Erkläre das Embryo Der Embryo ist die Zellanlage beider Elternteile
- Wie nennt man die Befruchtung einer Frau mit einem Samen eines anonymen Spenders? Insemination
- Welche zwei verschiedenen Methoden werden bei der in vitro Befruchtung verwendet? - IVF= in vitro Fertilisation, in einem Reagenzglas bringt man Spermatozoen und Eizellen in Berührung. Spermatozoen gelangen jedoch ohne weitere Hilfe in die Eizelle - Bei der Mikroinjektion von Spermatozoen in den Perivitellinspalt werden Spermatozoen in die Eizelle eingebracht ( bei Beweglichkeitsprobleme der Spermatozoen)
- Was ist in der Schweiz erlaubt? - Verwendung von Samen eines Spenders - Anwendung der technisch assistierten Reproduktionsmedizin
- Was ist in der Schweiz verboten? - Verwendung von gespendeten Eizellen - Einfrieren von Embryonen - Leihmütter
- Aus welchen Spezialisten existiert das Team der technisch assistierten Reproduktionsmedizin? - Gynäkologe - Geburtshelfer - Urologe - Biologe (der im Bereich der Reproduktion tätig ist) - Chemiker - Laborant - Psychologe - Genetiker - Radiologe
- Was bestimmt die Verodnung der technisch assistierten Reproduktionsmedizin? - wer das Recht hat solche Reproduktionsmedizin-Zentren zu eröffnen - wie diese funktionieren müssen und welche Kontrollen durchzuführen sind - die Bewilligung kann wieder zurückgenommen werden wenn gegen die Verordnung verstossen wird. Das Gesetz legt die Strafe bei Verstoss fest
- Wie ist das Aufbewahren von Spermatozoen, Eizellen, Zygoten und Embryonen laut Gesetz erlaubt? - Spermatozoen: können 5 Jahre aufbwahrt werden - Eizellen: Aufbewahrung ist verboten - Zygoten: können 5 Jahren aufbewahrt werden - Embryonen: Aufbewahrung ist verboten Aufbewahrung von Spermatozoen und Zygoten von verstorbenen Personen ist verboten.
- Was wird bei der Wahl des Samenspenders berücksichtigt? Die Blutgruppe und das körperliche Aussehen wird berücksichtigt und möglichst auf den Partner der Frau abgestimmt
- Was versteht man unter präimplantatorische Diagnostik? Ist eine genetische Früherkennung die an einem oder mehreren Embryos durchgeführt wird, bevor es wieder in die Gebärmutter der Mutter eingepflanzt wird Wenn sie Träger von genetischen Krankheiten sind, werden sie entfernt. Dies ist in der Schweiz noch verboten.
- Was versteht man unter pränataler Diagnostik? Sie dient der Diagnose von fetalen Erkrankungen im Mutterleib Es gibt: - invasive Methoden (Fruchtwassuntersuchung, Chorionzottenbiopsie, Nabelschnurpunktion) - nichtinvasive Methoden (Ultraschall, serologische US aus mütterlichem Blut)
- Wie funktioniert die invasive Methode der pränatalen Diagnostik und welches sind die Vor- und Nachteile? Mit einer Punktionsnadel wird Gewebe oder Flüssigkeit aus der Nabelschnur, der Fruchthöhle oder dem Mutterkuchen entnommen und untersucht. Vorteile: Beufunde sind höchst zuverlässig für die Erkennung von genetischen Erkrankungen (Down-Syndrom) oder serologische Erkrankungen des Feten Nachteile: Risiko des Eingriffs dass ein Kind durch den Eingriff verloren geht. Vorallem durch Fehlgeburten durch Blasensprung oder Infektionen und weniger durch Verletzungen des Kindes.