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Klausur Kiper (Fach) / Schule-Informationstechnologie (Lektion)
informationtechnologie
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- • Was ist Wissensarbeit? Wissensarbeit meint „Tätigkeiten (Kommunikationen, Transaktionen, Interaktionen), die dadurch gekennzeichnet sind, dass das erforderliche Wissen nicht einmal im Leben durch Erfahrung, Initiation, Lehre, Fachausbildung oder Professionalisierung erworben und dann angewendet wird“, sondern „dass das relevante Wissen (1) kontinuierlich revidiert, (2) permanent als verbesserungsfähig angesehen, (3) prinzipiell nicht als Wahrheit, sondern als Ressource betrachtet wird und (4) untrennbar mit Nichtwissen gekoppelt ist, (…).“ (Willke 2001, 4). Neben Land, Arbeit, Kapital wird Wissen zu einer Produktivkraft.
- • Welche Merkmale kennzeichnen die Wissensgesellschaft? Keine hierarchische, sondern >heterarchische< Gliederung, d.h. alle gesellschaftlichen Teilsysteme operieren autonom und gleichberechtigt nebeneinander, · Entstehung von lernenden, intelligenten Organisationen, die anpassungs- und restrukturierungsfähig sind, · Strukturwandel von tayloristisch geprägter Industriearbeit zu organisationaler Wissensarbeit, · Allgegenwärtiges Vorhandensein (Ubiquität) anspruchsvoller und intelligenter Produkte bzw. Dienstleistungen, deren Wert in dem eingebauten Wissen, der eingebauten Expertise liegt, · Steigender Bedarf an professioneller Expertise · Dreiteilung des Arbeitsmarktes (20% hochprofessionelle Wissensarbeiter, großes, heterogenes Mittelsegment von bis zu 60% arbeitsfähigen Personen mit permanentem Druck zu Fort- und Weiterbildung und hohen Fluktuationen nach oben und unten; 20% von der Wissensgesellschaft überforderte Personen) · Infrastrukturen erster Ordnung (Straßen-, Schienen-, Telefonnetze) und neue, wissensbasierte Infrastruktur zweiter Ordnung (Datensuperhighways, intelligente Energiesysteme) · Systemspezifischer Aufbau von organisationaler Intelligenz (Datenbanken, Expertensysteme) · Zwingende Notwendigkeit des permanenten Lernens neuer Wissenssysteme, um den Wissensanforderungen in allen Lebensbereichen gerecht werden zu können · Anstieg der Kopf- und Wissensarbeit an der Erwerbsarbeit
- • Woran kann man erkennen, ob es sich bei einer Gesellschaft um eine Wissensgesellschaft handelt? Wissensbasierte Ökonomie mit Wissensarbeit als dominanter Form beruflicher Arbeit · Wachsende Bedeutung lernender Organisationen (Expertenorganisationen) · Herstellung intelligenter Güter, deren Wert vor allem vom darin investierten Wissen abhängt · Wissensbasierung der Politik
- • Welche Anforderungen werden an die Individuen in der Wissensgesellschaft gestellt? Welche Kompetenzen benötigen sie? ie Reform von Organisationen voran treiben · Fähig und bereit sein, Autorität anzunehmen, unterschiedliche Funktionen und Rollen in Gruppen und größeren Zusammenhängen einer Organisation zu übernehmen · Fähig und interessiert sein, Leitungsrollen auf unterschiedlichen Ebenen einer Organisation wahrzunehmen (…) · Ein ausgeprägtes Wertebewusstsein zu besitzen, um an der Kulturgestaltung von O die Reform von Organisationen voran treiben · sich in komplexen Organisationen zurecht finden · Verständnis für die Entwicklungsbedingungen von sozialen Systemen erwerben · an der Gestaltung von Arbeits- und Entscheidungsprozessen in Organisationen teilnehmen (Organisationskompetenz) · Kompetenz für die Beobachtung und Diagnose von sozialen Situationen in Organisationen erwerben · Fähigkeit zur Strukturierung von komplexeren Arbeitsprozessen · Über entwickelte Teamfähigkeit verfügen · Fähigkeit zum erfolgreichen Lern-Handeln (Lernkompetenz, Selbststeuerungskompetenz, Kooperationskompetenz, Medienkompetenz) · Verbindlichkeit des Lernens
- • Welche Bedeutung kommt dem lebenslangen (lebensbegleitenden) Lernen zu? Lebenslanges Lernen als Weg zur persönlichen Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung · Nutzung und Gewinnung von Bildungs-und Lebenschancen durch lebenslange Lernprozesse mit dem Ziel der Gestaltung gesellschaftlicher Gleichheit · Lebenslanges Lernen als Ausdruck des zeitgemäßen Lernsystems · Lebenslanges Lernen als Antwort auf die Herausforderung zur Erneuerung beruflicher Qualifikationen und als Anpassung an veränderte Technologien in der Gesellschaft.
- • Resultiert aus der Ausstattung der Schulen resp. Schulklassen mit Computern eine Verbesserung der Lernleistungen der Schüler/innen? Kein Niederschlag der technologischen Investitionen in besseren Schulleistungsergebnissen. · Negatives Potential häuslicher Computer auf die Schulleistungsergebnisse (Wößmann 2007)
- • Welche neuen Fähigkeiten gehen mit einer verstärkten Computernutzung einher? Welche Fähigkeiten werden weniger trainiert? Neue Fähigkeiten: · Medien-Lesekompetenz · Metakommunikation · Erhöhung der Anforderungen durch Lernen am Computer (Bedienkompetenz, Selbststeuerungsfähigkeit; Arbeit an Inhalten) · Etikette im Netz · Unterschied zwischen geistiger Arbeit (Textproduktion) und Remixes · Arten der Wissensrepräsentation · Modi des Wahrnehmens · Medienswitching als Kompetenz
- • Was bedeutet >Medien-Lesekompetenz Elemente der Lesekompetenz: · Schriftzeichen, Wörter und Sätze verknüpfen · den Textteilen Sinn zuordnen · Textteile in einer sach- und textologischen Folge erkennen · Informationen aus dem Text mit eigenen Erfahrungen zusammenbringen · das zunächst Verständliche in den Texten zu erkennen, in einen Sinnzusammenhang bringen und von da an die Lücken schließen, die sich in den Textteilen aufgetan haben · Texte, die nicht linear aufgebaut sin, sondern Grafiken bzw. Tabellen enthalten, sinnvoll aufeinander beziehen · entscheiden, ob das Gelesene als falsch oder richtig zu beurteilen ist (reflektierend lesen) · das eben Gelesene in Erinnerung behalten, es vergleichen können mit anderen Texten, deren Lektüre weiter zurückliegt In diesem Zusammenhang trägt medienpädagogisches Handeln dazu bei, dass Kinder neue und fördernde (Medien-) Erfahrungen machen können. Exemplarisch wird dies bei der Nutzung des (neuen) Mediums Computer erkennbar, wenn Kinder sich mit Hilfe der Computertastatur der Schriftzeichen bemächtigen, eigene Schreibziele verfolgen und die geschriebene Sprache als ein Mittel entdecken, sowohl um sich selbst auszudrücken, als auch anderen etwas über "die Sachen dieser Welt" mitzuteilen. Werden dabei zum Beispiel eigene Zeichnungen, Bilder oder schematische Darstellungen in die schriftsprachlichenTexte eingebunden, - können Kinder - ganz im Sinne der PISA-Autoren - nicht-kontinuierliche Texte mit Hilfe des Computers produzieren und - können Kinder erfahrungsnah "entdecken", welche besonderen und innovativen Möglichkeiten des Schreibens, Lesens, Gestaltens und Veröffentlichens dieses Medium in sich trägt.
- • Welche Kompetenzen müssen Lehrkräfte entwickeln, um den Computer als Lernwerkzeug einzusetzen? Befähigung zur Informationsverarbeitung, zur systematischen Transformation von Informationen in Wissenszusammenhänge, Nutzung und Folgenabschätzung der sich dabei ergebenen Erkenntnisse · Generieren, Selektion und Bewertung von Wissen als kommunikativer und kooperativer Vorgang („Eine Kernoperation einer wissensbasierten Gesellschaft ist es, Daten zu Informationen und Informationen zu Wissen zu verarbeiten. Informationen werden zu Wissen durch die Einordnung in einen Kontext. Die Nutzung verschiedener Beobachtungsperspektiven ist dafür essientiell“ (Grossmann 2002, 62)) · Klärung der Leistungsanforderungen an ein öffentlich verantwortliches Bildungs- und Schulwesen in der Wissensgesellschaft · Analyse der schulplanerischen und schulpraktischen Folgerungen · Sichtung und Bewertung der politischen und administrativen Vorhaben für die Weiterentwicklung der Lernpraxis und ihrer Rahmenbedingungen · Sichtung der Erfahrungen mit der Veränderung von Lern-, Ausbildungs- und Arbeitspraxis (vgl. Werner Boppel 2002, 11)
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