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KoKo (Fach) / Kostenmanagement (Lektion)

Kostenmanagement

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  • Wodurch entstehen besonders Kostennachteile? Je höher die Fertigungstiefe, desto stärker entstehen produkt- und prozessbedingte Kostennachteile
  • Formen des Kostenmanagement Proaktives Kostenmanagment -Kostenmanagement als permanente Aufgabe -Kostensenkungsbedarf abgeleitet aus über sorgfältigen Analyse der Kostensituation und der Kostentreiber -Systematisches Kostenmanagemt unterstützt von Mitarbeitern  -Kostenmanagement als Ansatz zur Wertsteigerung   Dauermaßnahmen
  • Formen des Kostenmanagement Reaktives kostenmangement -Kostenmanagement als Reaktion auf Gewinnrückgänge -Kostensenkungsbedarf induziert durch unvorhergesehene Entwicklungen oder das Versäumnis, sich rechtzeitig an veränderte Wettbewerbsbedingungen anzupassen -kurzfristige Kostensenkungsprogramme mit wenig Akzeptanz bei den Mitarbeitern (Cost Cutting) -Kostenmanagement als Maßnahme des Krisenmanagements Diese Maßnahmen werden nach unvorhersehbaren Entwicklungen oder Versäumnissen in der Vergangenheit ergriffen
  • Was macht das Kostenmanagement und wie ist es aufgebaut? Kostenmanagement im Sinne von Kostenbeieinflussung ist eine Tätigkeit. Sie lässt sich betrachten, indem verschiedene Dimensionen dieser Tätigkeit unterschieden werden. 1.)Aufgaben (WAS?): Kostenanalyse, Maßnahmenformulierung, Maßnahmenimplementierung 2.)Objekte (WO?): Produkte, Prozesse, Ressourcen 3.)Instrumente (WOMIT?): Target-Costing, Benchmarking etc.  4.)Träger (WO?): Controlling, Produktentwicklung
  • Aufgaben Kostenanalyse, (Maßnahmenimplementierung, Maßnahmenformulierung) 1.) Wie sieht die Kostensituation aus? -Kostenstruktur: Zusammensetzung der Kosten (fix/variabel) -Kostennachteile gegenüber Wettbewerbern identifizieren -Kostenniveau erkennen: absolute Höhe der Kosten, Gesamtkosten/Stückkosten -Kostenverhalten: Kostenverhalten in Abhängigkeit von einem bestimmten Kostenbestimmungsfaktor Symptome erkennen 2.) Kostentreiber identifizieren -operative Kostentreiber: Fokus: Fertigungsbereich, Erklärung kurzfristiger Kostenabhängigkeiten -taktische Kostentreiber: Fokus: indirekte Bereich, Erklärung mittelfristigiger Kostenabhängigkeiten -strategische Kostentreiber: Fokus: Wertkette, Erklärung langfristiger Kostenabhängigkeiten (2 Arten: strukturelle (Unternehmensstruktur z.B. Rahmen der Wertschöpfung, Unternehmensgröße, Fertigungstiefe) oder operationale Kostentreiber (Ausführung der Wertschöüfungsprozesse: Kapazitätsauslastung))
  • Aufgaben Maßnahmenimplementierung, (Kostenanalyse, Maßnahmenformulierung) (Reihenfolge: Kostenanalyse und Kostenfrühaufklärung schaffen die informatorische Grundlage für die Kostenbeeinflussung. Darauf aufbauend sind Maßnahmen zu formulieren, um Kostennachteile im Vergleich zum Wettbewerb zu beheben oder die geplanten Kostenziele zu erreichen.) -Störfaktoren eliminieren -Entgegenwirkung von Widerständen durch Information, Qualifikation, Motivation (Anreize), Promotoren
  • Nenne die 6 Instrumente des produktorientierten Kostenmanagement 1.) Target-Costing 2.)Entwicklungsbegleitende Kalkulation 3.)Prozesskostenrechnung 4.)Reverse Engineering 5.)Product Life Cycle Costing 6.)Wertanalyse
  • Was bedeutet Target-Costing? -Preiskalkulation verläuft nicht bottom-up, sondern top-down (marktgetrieben, was darf das Produkt kosten?) -Marktpreis dient als Vorgabe: Marktpreis-geplanter Gewinn-Verw-&Vertriebsgemeinkosten=zulässige Herstellkosten
  • Wie sieht der Ablauf vom Target-Costing aus? 1.)Marktforschung durch Marktstudien, Conjoint-Analysen etc. 2.)Zielkostenermittlung, entweder lebenszyklusbezogen oder stkbezogen 3.)Zielkostenspaltung, entweder durch Komponenten- oder Funktionsmethode 4.)Zielkostenerreichung durch Benchmarking, Reverse-Engineering, Wert-Analyse, entwicklungsbegleitende Kalkulation, Prozesskostenrechnung 5.)Lieferantenintegration
  • Wie ermittelt man die Zielkosten im Rahmen des Target-Costing?    Preis x Absatzmenge = Zielumsatz -  Ziegewinn vor Zinsen (Ebit) = Allowable costs i.w.S. -  Gemeinkosten =  Allowable costs i.e.S.  /   Absatzmenge =  Alowavle costs / Stück
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  • WACC WACC = EK/GK x rFK +FK/GK x rFK
  • ROI ROI = Zielumsatzrendite x Zielkapitalumschlag ROI = EBIT/ Umsatz x Umsatz/ GK
  • Was ist der Kerngedanke der Komponentenmethode? Der Kerngedanke ist die Aufspaltung der Gesamtziekosten anhand der Kostenstruktur eines Referenzproduktes
  • Was ist der Kerngedanke der Funktionsmethode? Der Kerngedanke ist die Aufspaltung der Gesamtzielkosten gemäß dem Nutzenanteil der Produktkomponenten
  • Was versteht man unter dem Verfahren der entwicklungsbegleitenden Kalkulation? Welche Verfahren zählen zu den qualitativen, welche zu den quantitativen Verfahren? Dies ist ein Verfahren zur zur Schätzung von Kosten. Es findet bei industrieller Serienfertigung und bei Einzelauftragsfertigung Einsatz.  --> Wichtig, da in den frühen Phasen der Produktentwicklung ca. 70-80% der HK festgelegt werden Qualtitative Verfahren Konstruktionsregeln, Gut-Schlecht-Beispiele, Relativkosten, Kostenstrukturen, Grenzstückzahlen   Quantitative Verfahren:  Pauschale Verfahren: Summarische Kurzkalkulation Analytische Verfahren: Differenzierte Kurzkalkulation, Suchkalkulation, Kostenmodelle, Cost Tables
  • was versteht man unter Single Sourcing? -Beim Bezug eines Kaufteils beschränkt sich der Abnehmer freiwiliig auf einen oder wenige Lieferanten -Grundlage bilden i.d.R. langfristige Rahmenverträge mit Preisbegleitklauseln (stetige Preissenkungen über Vertragslaufzeit)   Vorteil: weniger Koordinationskosten, weniger Investitionen in Werkzeuge Nachteil: Abhängigkeit von einem Lieferanten
  • Was versteht man unter Global Sourcing? -strategische, weltweite Ausrichtung, um komparative Preisvorteile zu erzielen -eignet sich vor allem bei Gütern geringer Komplexität (Bleistifte)
  • Wie wird eine Reduktion der Teilevielfalt durchgesetzt? 1.) Verringerung der Teileanzahl pro Produkt durch Modular Sourcing --> Beschaffungsvorgänge werden zu kompletten, teilweise vormontierten und einbaufertigen Funktionsgruppen zusammengefasst (Module, Systeme) 2.) Verringerung der Zahl unterschiedlicher Teile durch  Standardisierung
  • Nenne die Vor- und Nachteile, die durch Standardisierung entstehen! Vorteile -Rabatte durch Bündelung der Einkaufsvolumina  -Einsparung von Entwicklungskosten -Verwendung bewährter Teile Nachteile -weniger Differenzierungsmöglichkeiten -weniger Gestaltungsspielraum
  • Nenne und erläutere die qualitativen Verfahren in Rahmen der entwicklungsbegleitenden Kalkulation! ---> Lenken in Richtige Richtung 1.) Gut-Schlecht-Beispiele: Hinweise für die Präferenz alternativer Konstruktionsentscheidungen 2.) Relativkosten: Bewertungskennzahlen zum Kostenvergleich von Lösungsalternativen 3.) Kostenstrukturen: Hierarchische Zerlegung von Produkten in Einzelteile; der jeweils größte Kostenblock wird weiter zerlegt. Ziel ist die Definition von Kostenschwerpunkten 4.) Grenzstückzahlen: Zeigen auf, ab welcher Stückzahl das eine oder andere Fertigungsverfahren oder Material günstiger ist. 
  • Nenne und erläutere zwei quantitative Verfahren der entwicklungsbegleitenden Kalkulation   -----> Schätzung der Kostenhöhe   Kurzkalkulation: Kostenprognose aufgrund eines funktionalen Zusammenhangs zwischen den Herstellkosten und einer oder mehreren Einflussgrößen HKneu = (HKalt /xalt) xxneu      Cost Tables: Computergestützte Datenbanken, die Informationen über die Kostenwirkungen unterschiedlicher Materialien, Produktionsmethoden und Produktgestaltungen enthalten Nachteil: Hoher Pflegeaufwand, um Aktualität sicherzustellen
  • Wie ist das Verfahren der entwicklungsbegleitenden Kalkulation zu beurteilen? - Verfahren der entwicklungsbegleitenden Kalkulation setzt Erfahrungswissen voraus - hoher Aufwand für die Erstellung und Pflege der Daten  - Kostenänderungen werden nur verzögert berücksichtigt - Fokus auf Einzelkosten - Nutzung der Prozesskostenrechnung zur Abschätzung von Gemeinkostenwirkungen - Wahl des Verfahrens abhängig von dem Informationsbedarf, den tatsächlichen Möglichkeiten (z.B. Verfügbarkeit von Erfahrungen) und dem Produkt
  • Was versteht man unter Product Life Cycle Costing? --> Lebenszyklusbezogenes Kostenmanagement  Ziel: Erfassung und erfolgsoptimale Gestaltung aller im Lebenszyklus eines Produktes anfallenden Kosten und Erlöse Differenzierung: Produktlebenszyklus wird in Entstehungszyklus, Marktzyklus und Nachsorgezyklus unterteilt Rechengrößen: Einzahlungen und Auszahlungen
  • reverse engineering Durch einen Vergleich der von der Konkurrenz eingesetzten Teile mit den eigenen, können potentielle Kosteneinsparungen aufgedeckt werden. Möglicherweise nutzt der Konkurrent ein Teil mit einer anderen Form, das sich schneller einbauen lässt oder günstiger im Einkauf ist.   Es können Verbesserungspotentiale bei dem Aufbau der eigenen Produkte entdeckt werden.  Indem die Konkurrenzprodukte in Einzelteile zerlegt werden, kann durch ein Vergleich mit dem eigenen Produkt festgestellt werden, wo die Vor- und Nachteile der Produkte liegen.