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Buchführung - Grundlagen (Fach) / Buchführung (Lektion)

Lektion 1 - 7

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  • Wesen und Aufgaben der Buchführung Wertbewegung in den Betrieb hinein (z.B. Wareneinkauf, Kundenzahlungen) im Betrieb selbst (Übernahme von Waren aus dem Lager in den Verkauf) Wertbewegungen aus dem Betrieb heraus (z.B. Warenverkauf, Zahlungen an den Lieferer)  
  • Aufgaben der Buchführung Aufgabe der Buchführung ist es, die Veränderungen des Vermögens, der Schulden und des Kapitals durch die Geschäftsfälle aufzuzeichnen, einen Überblick über das Vermögen und die Schulden zu geben und den Gewinn oder Verlust aus den Aufwendungen und Erträgen zu berechnen. Die Vorschriften über die Buchführung sind im Handelsgesetzbuch und in vielen Steuergesetzen geregelt.
  • Aufgrund welcher Bestimmungen hat der Kaufmann Bücher zu führen? Der Kaufmann muss aufgrund handlsrechtlicher Vorschriften (Handelsgesetzbuch § 238 ff, Aktiengesetz, GmbH-Gesetz und Genossenschaftsgesetz) und steuerlicher Vorschriften: Abgabeordnung (AO) Einkommensteuergesetz (EStG) Gewerbesteuergesetz (GewSt) Körperschaftsteuergesetz (KStG) Umsatzsteuergesetz (UStG) Bücher führen.    
  • Buchführungssysteme kameralistische Buchführung (wird vom Staat vewendet, Ausgaben- und Einnahmenrechnung) einfache Buchführung (es wird nur die Geldseite der Geschäftsfälle erfasst) doppelte Buchführung (ordnungsgemäße Buchführung für den Vollkaufmann)
  • Inventur und Inventar Das Feststellen des Vermögens, der Schulden und des Eigenkapitals durch Zählen, Messen, Wiegen oder Schätzen nennt man Inventur. Die geordnete Darstellung des Vermögens, der Schulden und des Eigenkapitals in einem Verzeichnis nennt man Inventar. Das Inventar wird in drei Teile gegliedert: Vermögen, Schulden und Eigenkapital. Das Vermögen wird unterteilt in das Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Schulden werden aufgeteilt in langfristige und kurzfristige Schulden. Ermittlung des Reinvermögens:  ErmiVermögen - Schulden = Reinvermögen)
  • Zusammenfassung - Bilanz Die Bilanz ist eine zusammenfassende übersichtliche Darstellung des Vermögens (Aktiva) un der Schulden (Passiva) in Kontoform. Die linke Seite der Bilanz ist die Aktivseite , die rechte die Passivseite. Die Bilanz ist vom Geschaftsinhaber mit Ort, Datum und Unterschrift zu versehen.
  • Warum sind Aktiv- und Passivseite bei der Bilanz immer gleich groß? Sie müssen in der Bilanz gleich groß sein, weil die Passivseite die Herkunft (Quelle) des Kapitals (Eigen- und Fremdkapital) zeigt und die Aktivseite die Verwendung des Kapitals angibt.
  • Welche Veränderungsmöglichkeiten der Bilanz gibt es? Aktivtausch: Ein Aktivposten nimmt zu, ein anderer Aktivposten nimmt ab. Passivtausch: Ein Passivposten nimmt zu, ein anderer ab. Aktiv-Passivvermehrung: Je ein Aktiv- und Passivposten nimmt zu. Aktiv-Passivverminderung: Je ein Aktiv- und Passivposten nimmt ab.
  • Was versteht man unter Erträge? Erträge sind Bestandsvermehrungen von Vermögenskonten, denen keine Verminderungen gegenüberstehen. Die Erträge vermehren das Kapital. (z.B. Zinsen, Miete für vermietete Räume) Erträge werden als Kapitalvermehrung im Habedn gebucht.
  • Was versteht man unter Aufwendungen? Aufwendungen sind Bestandsverminderungen von Vermögenskonten, denen keine Vermehrungen gegenüberstehen. Die Aufwendungen vermindern das Kapital. (z. B. Miete, Gehälter, Steuern) Aufwendungen werden als Kapitalminderung im Soll gebucht.  
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  • GuV - Gewinn-und-Verlust-Konto Abschluss von Erfolgskonten (Aufwendungen im Soll, Erträge im Haben) Reingewinn = Gesamterträge - Gesamtaufwendungen Reinverluste = Gesamtaufwendungen - Gesamterträge   Das Gewinn-und-Verlust-Konto wird über das Kapitalkonto abgeschlossen. Der Abschlussbuchungssatz heißt: Gewinn: Gewinn und Verlust (GuV) an Kapital Verlust: Kapital an Gewinn und Verlust (GuV)  
  • Welche Arten von Bestandskonten unterscheidet man? Aktive und passive Bestandskonten
  • Was haben alle aktiven Bestandskonten gemeinsam? Anfangsbestand und Zugänge werden im Soll, Abgänge und Schlussbestand im Haben gebucht. Der Schlussbestand ergibt sich als Saldo zwischen Soll- und Habenseite.  
  • Was haben alle passiven Bestandskonten gemeinsam? Anfangsbestand und Zugänge werden im Haben, Abgänge und Schlussbestand im Soll gebucht. Der Schlussbestand ergibt sich als Saldo zwischen Haben- und Sollseite.
  • Wie wird ein Buchungssatz gebildet? Indem man zuerst das Konto nennt, bei dem im Soll zu buchen ist, dann das Konto, bei dem im Haben zu buchen ist. Die Kontennamenwerden durch das Wörtchen "an" verbunden.
  • Welche Arten von Buchungssätzen unterscheiden wir? Den einfachen Buchungssatz, bei dem zwei Konten verändert werden. Den zusammengesetzten Buchungssatz, bei dem mehr als zwei Konten verändert werden.
  • Einen Geschäftsgang buchen - Reihenfolge Erstellen der Eröffnungsbilanz Eröffnung der Konten Buchen der Geschaftsfälle Abschluss der Konten und Erstellen des Schlussbilanzkontos
  • Welche Aufgaben haben Erfolgskonten? Mithilfe von Erfolgskonten errechnet man den Reingewinn oder Reinverlust.
  • Reingewinn Reingewinn = Erträge - Aufwendungen
  • Reinverlust Reinverlust = Aufwendungen - Erträge
  • Abschreibungen Anlagegegenstände müssen abgeschreiben werden, weil sie durch den Gebrauch an Wert Verlieren und diese Wertminderung durch keinen Geschäftsfall verursacht wird. Formel für den Abschreibungsprozentsatz: Anschaffungskosten (100 %) : geschätzte Nutzungsdauer Die Abschreibung wird als Aufwand im Soll des Kontos Abschreibungen uns als Wetminderung im Haben des Anlagekontos gebucht. Das Abschreibungskonto ist ein Erfolgskonto und wird über das GuV-Konto abgeschenlossen. Der Wert der dann am Jahresende auf dem Anlagenkonto als Saldo verbleibt, wird als Rest- und Buchwert bezeichnet. Anschaffungskosten - Abschreibungen = Rest- oder Buchwert lineare Abschreibung In jedem Geschäftsjahr wird der gleiche Betrag von Anschaffungs- oder Herstellkosten abgeschrieben. Die GuV Rechnung weist in jedem Jahr den gleichen Betrag auf. degressive Abschreibung Darf nur bei beweglichen abnutzbaren Anlagegegenständen angewandt werden. Hier wird in fallenden Quoten vom Rest- und Buchwert abgeschrieben.            
  • Wareneinkauf- und Warenverkauf 1. Verfahren Anfangsbestand und Schlussbestand sind auf dem Warenbestandskonto zu buchen, das über das SBK abzuschließen ist. Der Saldo des Warenbestandskontos (Mehr- oder Minderbestand) ist auf das Konto Warenbestandsveränderungen zu übernehmen, dessen Saldoauf das GuV-Konto gebucht wird. Die Einkäufe zu EP erfassen wir auf auf dem Wareneingangskonto, das über das GuV-Konto abzuschließen ist. Die Verkäufe zu VP sind im Haben des Warenverkaufskontos zu buchen, das dann über das GuV-Kontos abgeschlossen wird. 2. Verfahren Auf dem Warenbestandskonto sind der Anfangsbestand, die Einkäufe (im Soll) sowie der Schlussbestand (im Haben) zu buchen. Der Saldo des Wareneinkaufskontos (Einstandspreis der verkauften Waren) ist auf das GuV-Konto zu übertragen. Die Verkäufe sind zu Verkaufspreisen im Haben des Warenverkaufskontos zu buchen. Der Saldo des Warenverkaufskontos ist auf das GuV-Kontos zu übernehmen. 3. Verfahren Man kann auch den Mehr- oder Minderbetrag auf das Wareneingangskonto übernehmen un erfasst damit die gesamten Anschaffungskosten der Waren in einer Summe, die aud das GuV-Konto zu übernehmen ist.
  • Soll und Haben Die Einträge auf der linken Seite eines Kontos sind Soll (DR), und Konten mit linksseitigen Salden (Aktivkonten und Ausgabenkonten) sind Soll-Konten. Die Einträge auf der rechten Seite eines Kontos sind Haben und Konten mit rechtsseitigen Salden (Passivkonten, Kapitalkonten und Ertrags- und Profitkonten) sind Haben-Konten.