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Medizin (Fach) / Pharma - Teil 3 (Lektion)
Zentrales Nervensystem
Diese Lektion wurde von olepunktolafson erstellt.
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- Haloperidol Hochpotentes Antipsychotikum NW: EPS (Früh-/Spätdyskinesien, Parkinsonoid, Akathisie) Hyperprolaktinämie QT-Verlängerungen
- Benperidol Hochpotentes Antipsychotikum NW: EPS (Früh-/Spätdyskinesien, Parkinsonoid, Akathisie) Hyperprolaktinämie QT-Verlängerungen
- Flupentixol Hochpotentes Antipsychotikum NW: EPS (Früh-/Spätdyskinesien, Parkinsonoid, Akathisie) Hyperprolaktinämie QT-Verlängerungen
- Fluspirilen Hochpotentes Antipsychotikum NW: EPS (Früh-/Spätdyskinesien, Parkinsonoid, Akathisie) Hyperprolaktinämie QT-Verlängerungen
- Fluphenazin Hochpotentes Antipsychotikum NW: EPS (Früh-/Spätdyskinesien, Parkinsonoid, Akathisie) Hyperprolaktinämie QT-Verlängerungen
- Melperon Mittelpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
- Chlorpromazin Mittelpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
- Perphenazin Mittelpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
- Levomepromazin Niedrigpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
- Chlorprothixen Niedrigpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
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- Pipamperon Niedrigpotentes Antipsychotikum NW: Weniger EPS als Hochpotente Antipsychotika, aber dafür: Anticholinerge Wirkung: Mundtrockenheit, Mydriasis, Obstipation und tachykarde Herz-Rhythmus-Störungen α-sympatholytische Wirkung: Orthostatische Dysregulation Antihistaminerge Wirkung: Sedierung Kardiale Wirkung: QT-Zeit-Verlängerung Metabolische Wirkung: In der Regel Gewichtszunahme, gelegentlich aber auch Appetitverlust mit Gewichtsabnahme
- Clozapin Atypisches Antipsychotikum NW: Agranulozytose (i.d.R. innerhalb von 4 Monaten nach Therapiebeginn) Beeinträchtigung des Stoffwechsels: Metabolisches Syndrom, Hyperglykämien (Diabetes mellitus), Hypercholesterinämie, Gewichtszunahme Keine EPS, keine Hyperprolaktinämie - als einziges Antipsychotikum!
- Olanzapin Atypisches Antipsychotikum NW: Beeinträchtigung des Stoffwechsels: Metabolisches Syndrom, Hyperglykämien (Diabetes mellitus), Hypercholesterinämie, Gewichtszunahme Anticholinerge Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Obstipation Orthostatische Hypotonie
- Quetiapin Atypisches Antipsychotikum NW: Sedierung Beeinträchtigung des Stoffwechsels: Metabolisches Syndrom, Hyperglykämien, Hypercholesterinämie, Gewichtszunahme
- Risperidon Atypisches Antipsychotikum NW: Im Vergleich zu anderen atypischen Substanzen: Vermehrt EPS Im Vergleich zu anderen atypischen Substanzen: Prolaktinerhöhung
- Amisulprid Atypisches Antipsychotikum NW: Im Vergleich zu anderen atypischen Substanzen: Vermehrt EPS Im Vergleich zu anderen atypischen Substanzen: Prolaktinerhöhung
- Antipsychotika -> Extrapyramidalmotorische Störungen BeginnSymptomeTherapie Frühdyskinesie 1. Woche Zungen- und Schlundkrämpfe, Grimassieren Torticollis Blickkrämpfe Biperiden Antipsychotikum absetzen Spätdyskinesie Monate - Jahre Sterotype Kau- und Schmatzbewegungen Choreatische Bewegungen Antipsychotikum absetzen Umstellung auf Clozapin (keine EPS) Parkinsonoid 1. - 8. Woche Akinese, Rigor, Tremor Biperiden Antipsychotikum absetzen Akathisie (Sitzunruhe) 1. - 8. Woche Quälende Rastlosigkeit Sitz- und Stehunruhe Antipsychotikum absetzen Propranolol
- Indikationen Antipsychotika Wichtigste IndikationenSubstanzen Akuttherapie Akute wahnhafte Symptome (z.B. bei paranoiderSchizophrenie) Hochpotente Antipsychotika: z.B. Haloperidol Atypische Antipsychotika, z.B. Risperidon Bipolar-affektive Störung bzw. bei manischem Syndrom Delir Bevorzugt hochpotente Antipsychotika: z.B. Haloperidol Alternativ: Mittel- oder niedrigpotente Antipsychotika: z.B. Pipamperon,Melperon Unruhe-, Erregungs- und Verwirrtheitszustände Allgemein: Bevorzugt hochpotente Antipsychotika: z.B. Haloperidol Im Kindes- und Jugendalter : Bevorzugt Risperidon Im höheren Lebensalter: Risperidon; alternativ: Melperon Langfristige Therapie Paranoide Schizophrenien und wahnhafte Störungen Bevorzugt atypische Antipsychotika Bei Therapierefraktärität: Hochpotente typische Antipsychotika Begleitmedikation bei Zwangsstörungen Bevorzugt atypische Antipsychotika Tic-Störungen Bevorzugt: Tiaprid Alternativ: Risperidon Bei älteren Menschen sollten bevorzugt höherpotente Substanzen (z.B. Haloperidol oder Risperidon) oder Melperon eingesetzt werden, da diese weniger/keine anticholinergen Nebenwirkungen zeigen!
- Citalopram Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: Antriebssteigerung:+ Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Ecitalopram Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr SSRI + ++ ++ Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Sertralin Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr SSRI + ++ ++ Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Fluvoxamin Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr SSRI + ++ ++ Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Fluoxetin Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: Anriebssteigernd: +, Sexualstörung ++, Übelkeit + Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Paroxetin Antidepressivum -> SSRI Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt NW: AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr SSRI + ++ ++ Spez: NW: Sexualstörungen Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen Schlafstörungen Kopfschmerzen Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Amitriptylin Trizyklisches Antidepressivum - Amitriptylin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZAAmitriptylin-Typ --- +++ +++ +++ +++ +++ Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Trimipramin Trizyklisches Antidepressivum - Amitriptylin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZAAmitriptylin-Typ --- +++ +++ +++ +++ +++ Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Doxepin Trizyklisches Antidepressivum - Amitriptylin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZAAmitriptylin-Typ --- +++ +++ +++ +++ +++ Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Desipramin Trizyklisches Antidepressivum - Desipramin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZA Desipramin-Typ +(+) + + + +++ CAVE: Trizyklische Antidepressiva vom Desipramin-Typ sind bei Suizidalität kontraindiziert, da die antriebssteigernde Wirkung vor der Stimmungsaufhellung (erst nach 2 - 3 Wochen) einsetzt und somit ein Suizid provoziert werden kann! Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Nortriptylin Trizyklisches Antidepressivum - Desipramin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZA Desipramin-Typ +(+) + + + +++ CAVE: Trizyklische Antidepressiva vom Desipramin-Typ sind bei Suizidalität kontraindiziert, da die antriebssteigernde Wirkung vor der Stimmungsaufhellung (erst nach 2 - 3 Wochen) einsetzt und somit ein Suizid provoziert werden kann! Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Imipramin Trizyklisches Antidepressivum - Imipramin-Typ Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte Schließen AntriebssteigerungSedierung Sexualstörungen GewichtszunahmeÜbelkeitAnticholinerge WirkungÜberdosierungsgefahr TZA Imipramin-Typ - + ++ + ++ +++ Spezifische Nebenwirkungen: Hemmung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Monoaminen → Wirkungsverstärkung von Katecholaminen (z.B. adrenalinhaltiger Lokalanästhetika) → Tachykardie, hypertensive Krise Bei Demenzen sollte aufgrund der anticholinergen Wirkung auf die Gabe von trizyklischen Antidepressiva verzichtet werden Geringe therapeutische Breite → Anticholinerges Syndrom und anticholinerges Delir Desipramin: Geringste anticholinerge Wirkung unter den trizyklischen Antidepressiva Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen) Reduktion der Krampfschwelle Orthostatische Hypotonie Indikation: Depression, Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
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- Venlafaxin Antidepressivum ->SSNRI Antriebssteigerung: +, Sexualstörungen ++, Übelkeit +++ Sonstige NW: Gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit), Hypertonie Indikation: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen
- Duloxetin Antidepressivum ->SSNRI Indikation: Belastungsinkontinenz
- Mirtazapin Antidepressivum -> Tetrazyklische Antidepressiva (Präsynaptische α-Blocker) Antriebssteigerung: --, Sedierung:++, Gewichtszunahme:++ Ausgeprägte Gewichtszunahme durch Appetitsteigerung Sedierung über eine gleichzeitige Blockade der Histamin-H1-Rezeptoren
- Moclobemid Antidepressivum -> MAO-Hemmer Erhöhung des Serotoninspiegels durch Hemmung des Serotonin- und Noradrenalin-Abbaus durch die Monoaminooxidase (MAO) -> Reversible Hemmung Antriebssteigernd:+, Überdosierungsgefahr:+++
- Tranylcypromin Antidepressivum -> MAO-Hemmer Erhöhung des Serotoninspiegels durch Hemmung des Serotonin- und Noradrenalin-Abbaus durch die Monoaminooxidase (MAO) -> Irreversible Hemmung Antriebssteigernd:+, Überdosierungsgefahr:+++ CAVE: Der Abbau von Tyramin (vermehrt in Käse, Rotwein) wird durch Tranylcypromin gehemmt → Tyramin kann RR-Anstiege bis zur hypertensiven Krise verursachen (sog. Cheese-Effekt) → Bei Tranylcypromin-Einnahme ist eine tyraminarme Diät einzuhalten
- Lithium Indikation Mittel der ersten Wahl zur Phasenprophylaxe bei bipolaren affektiven Störungen Akute manische Episode Phasenprophylaxe schizoaffektiver Störungen Zusätzliche Gabe (Augmentation) bei therapieresistenten Depressionen sowie zur Rezidivprophylaxe zur Reduzierung suizidaler Handlungen (Suizidversuche und Suizide) Nebenwirkungen ZNS und peripheres Nervensystem Häufig feinschlägiger Tremor → Gabe von Propranolol Hyperreflexie Epileptogenes Potential↑ (bei vorbestehender Schädigung) Gewichtszunahme Gastrointestinale Nebenwirkungen Schilddrüse Struma Hypothyreose Niere Lithium-Nephropathie: Nephrogener Diabetes insipidus (Hemmung der ADH-Wirkung) → Polyurie und Polydipsie Chronisches Nierenversagen Herz: Veränderungen im EKG Kontraindikation Absolute Kontraindikationen Fortgeschrittene Niereninsuffizienz Schwere Herz- oder Kreislauferkrankung Relative Kontraindikationen Kochsalzarme Diät Diuretikatherapie Gastrointestinale Erkrankungen Hypothyreose Morbus Addison Interaktionen Beispiele für Natriumverluste Fieber und Dehydratation Erbrechen und Durchfall Diuretika Beispiele für eine Verringerung der Lithiumausscheidung NSAR-Therapie Niereninsuffizienz
- Valproat Antikonvulsivum Wenige Nebenwirkungen → Häufig verwendete Substanz Sehr gute Wirksamkeit als Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen Indikation: Idiopathische generalisierte Epilepsie Valproat Mittel der 1. Wahl, alternativ Lamotrigin oder Topiramat 2. Wahl fokale Epilepsien Gemeinsame Nebenwirkungen ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Carbamazepin Antikonvulsivum Ausgeprägte CYP3A4- und CYP2C19-Induktion → Zahlreiche Interaktionen Indikation 2. Wahl bei Fokalen Epilepsien Supportiv: MS -> Tremor, Parästhesien Syringomyelie -> Schmerzen Neuropathischen Schmerzen -> Herpes Zoster, Trigeminusneuralgie, ggf Polyneuropathie Bipolar affektiven Störungen -> Bei Lithium unverträglichkeit Alkohol -/ Benzodiazepinentzug Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch Spezielle Nebenwirkungen: Hyponatriämie, Hyperhydratation und Ödeme (ADH-ähnlicher Effekt) Überempfindlichkeitsreaktion: Blutbildveränderungen, Panzytopenie, Fieber, Exantheme Neuro-psychiatrisch: Sedierung, Schläfrigkeit, Augenmotilitätsstörung CYP3A4-Induktion Teratogenität im 1. Trimenon (Spina bifida bei Einsatz in der Schwangerschaft)
- Ethosuximid Antikonvulsivum Mittel der Wahl bei Absencen Unwirksam bei anderen Epilepsieformen Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Phenytoin Antikonvulsivum Akuter Anfall: Aufsättigung mit Phenytoin nach initialer Diazepam/Clonazepam-Gabe Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch Spezielle Nebenwirkungen Phenytoin Gingivahyperplasie Hypertrichose Osteopathie
- Lamotrigin Antikonvulsivum Wenige Nebenwirkungen → Häufig verwendete Substanz Indikation: 1. Wahl: Dauertherapie der kryptogenen und symptomatischen fokalen Epilepsie 2. Wahl: Dauertherapie der idiopathischen generalisierten Epilepsie Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Levetiracetam Antikonvulsivum Als Mono- und Kombinationstherapie einsetzbar Indikation: 1. Wahl: Dauertherapie der kryptogenen und symptomatischen fokalen Epilepsie 2. Wahl: Dauertherapie der idiopathischen generalisierten Epilepsie Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Gabapentin Antikonvulsivum Bei zahlreichen Epilepsieformien nicht wirksam (z.B. Absencen, Myoklonien, etc.) Indikation: 2. Wahl: Dauertherapie der kryptogenen und symptomatischen fokalen Epilepsie Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Pregabalin Antikonvulsivum Kombinationspräparat bei fokalen Anfällen Indikation: 2. Wahl: Dauertherapie der kryptogenen und symptomatischen fokalen Epilepsie Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch
- Vigabatrin Antikonvulsivum Spezielle Indikation: West-Syndrom Gemeinsame Nebenwirkungen: ZNS Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder Allergische Reaktionen Exanthem bis Steven-Johnson-Syndrom (Toxische epidermale Nekrolyse) Leukopenien Gastrointestinale Nebenwirkungen Hepatotoxisch Spezielle Nebenwirkungen: Gesichtsfeldausfälle
- Therapieempfehlungen Epileptische Anfälle Dauertherapie Symptomatische und kryptogene fokale Epilepsie Levetiracetam und Lamotrigin Mittel der Wahl, andere ebenfalls zugelassen Idiopathische generalisierte Epilepsie Valproat Mittel der 1. Wahl, alternativ Lamotrigin oder Topiramat Grand-Mal-Status/Status epilepticus Allgemeinmaßnahmen Beobachtung und sichere Lagerung zur Verletzungsvermeidung Freihalten der Atemwege, ggf. O2-Gabe Intravenöser Zugang, Blutentnahme und Blutzucker-Messung, ggf. Glukosegabe Monitoring der Vitalparameter Bei Zeichen von Mangelernährung/Alkoholabusus: Thiamin-Gabe 100mg i.v. Medikamentöse Durchbrechung eines Anfalls Stufentherapie: Initial Gabe von Benzodiazepinen i.v. (1. Wahl: Lorazepam, 2. Wahl: Diazepam, alternativ: Clonazepam ), falls kein i.v.-Zugang möglich: Rektale Gabe vonDiazepam Aufsättigung mit Phenytoin (alternativ: Phenobarbital oder Valproat) Unter intensivmedizinischer Überwachung Gabe von Narkotika (off-label-use): Thiopental, Propofol oder Midazolam
- Ropinirol Parkinsonmittel -> Non-Ergot Dopaminagonist Indikation: 1. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken
- Pramipexol Parkinsonmittel -> Non-Ergot Dopaminagonist Indikation: 1. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken
- Apomorphin Parkinsonmittel -> Non-Ergot Dopaminagonist Indikation: 1. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken
- Rotigotin Parkinsonmittel -> Non-Ergot Dopaminagonist Indikation: 1. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken