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Medizin (Fach) / Pharma - Teil 2 (Lektion)

Hormonsystem und Stoffwechsel

Diese Lektion wurde von olepunktolafson erstellt.

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  • Dimetinden Antihistaminikum 1. Gen Wegen zentraler Wirkung vor allem als Schlafmittel oder Antiemetikum eingesetzt Anaphylaktischer Schock  Antiallergikum, Juckreiz
  • Diphenhydramin Antihistaminikum 1. Gen Wegen zentraler Wirkung vor allem als Schlafmittel oder Antiemetikum eingesetzt Kinetosen Antiallergikum, Juckreiz
  • Meclozin Antihistaminikum 1. Gen Antiemetikum Schlafmittel Anaphylaktischer Schock Antiallergikum, Juckreiz
  • Promethazin Antihistminikum - 1. Generation Antiemetikum Schlafmittel Anaphylaktischer Schock Antiallergikum, Juckreiz
  • Clemastin Antihistminikum - 1. Generation Antiemetikum Schlafmittel Anaphylaktischer Schock Antiallergikum, Juckreiz
  • Loratadin Antihistaminikum - 2. Generation Antiallergikum, Juckreiz Anaphylaktischer Schock
  • Cetirizin Antihistaminikum - 2. Generation Antiallergikum, Juckreiz Anaphylaktischer Schock
  • Azelastin Antihistaminikum - 2. Generation Antiallergikum, Juckreiz Anaphylaktischer Schock
  • Fexofenadin Antihistaminikum - 2. Generation Antiallergikum, Juckreiz Anaphylaktischer Schock
  • Ranitidin H2 - Antihistaminikum  Senkung der Magensäureproduktion Nur Mittel der 2. Wahl
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  • Cimetidin H2 - Antihistaminikum  Senkung der Magensäureproduktion Nur Mittel der 2. Wahl
  • Nebenwirkungen Glukokortikoide -> Haut, Elektrolyte, Knochenstoffwechsel + Bewegungsapparat, Kohlenhydrat + FS-Wechsel, Sexualhormone, Hämatologie, GIT, ZNS + Psyche, Auge, Bei Kindern Haut Atrophie der Haut, Striae distaense Hauteinblutungen (Ekchymosen, Hämatome) Wundheilungsstörungen Elektrolyte Mineralokortikoide Wirkung (Aldosteronwirkung) Verstärkte Natrium- und Wasserresorption → Hypertonie, Ödeme Verstärkte Kaliumausscheidung → Hypokaliämie Knochenstoffwechsel und Bewegungsapparat Hypokalzämie   Knochenatrophie  : Osteoporose-Prophylaxe mit Vitamin D und Kalzium notwendig   Myopathie und Muskelatrophie   Knochennekrosen (z.B. Hüftkopfnekrose)   Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel Katabole Wirkung Lipolyse: Abbau des Fettgewebes → Hyperlipidämie und Umverteilung → Stammfettsucht Proteinolyse mit Erhöhung des Blutzuckerspiegels (diabetogene Wirkung → Glukokortikoid-induzierter Diabetes mellitus)   Sexualhormone Störungen der Sexualhormonsekretion und des -abbaus ♀: Menstruationsstörungen, Hirsutismus ♂: Impotenz Hämatologie Immunsuppression! Hemmung der Zytokinbildung und -freisetzung   Lymphozytopenie, Eosinopenie und Monozytopenie   Erythrozyten↑, Thrombozyten↑   → Erhöhtes Thromboserisiko Granulozyten↑ → Dadurch insgesamt Leukozytose   Gastrointestinal Glukokortikoide alleine erhöhen das Risiko für einen Ulkus in Magen oder Duodenum vermutlich unwesentlich bis gar nicht   CAVE: Die Kombination aus Glukokortikoiden und NSAR erhöht das Ulkusrisiko mit der Gefahr für gastrointestinale Blutungen oder Perforation etwa um den Faktor 10-15! ZNS und Psyche Euphorie oder Dysphorie Depressive Episoden Auge Katarakt Glaukom Bei Kindern Wachstumshemmung
  • Glukokortikoide -> Indikation als Substitutionstherapie Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) Adrenogenitales Syndrom
  • Glukokortikoide -> Indikation bei symptomatischer Therapie (akut, dauerhaft, lokal, Schwangerschaft) Akuttherapie Allergische Reaktionen und anaphylaktischer Schock Antiemetische Therapie (z.B. perioperativ oder im Rahmen von Zytostatika-Behandlungen) Akuter Asthma-Anfall (Asthma bronchiale) Toxisches Lungenödem Akuter Schub einer autoimmunogenen Erkrankung (z.B. multiple Sklerose) Hirnödem  Dauerhafte Therapie Chronische, entzündliche Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Asthma bronchiale) Rheumatologische Erkrankungen (z.B. Sarkoidose, Sjögren-Syndrom) Endokrine Orbitopathie bei Morbus Basedow Lokale Therapie Multiple Verwendung in Salben, Tropfen, Injektionslösungen usw. Schwangerschaft: Betamethason-Therapie zur fetalen Lungenreife-Induktion
  • Metformin Antidiabetikum - Biguanid Charakteristika: Kohlenhydratumsatz↑ (BZ bis zu 40%↓) Hemmung der Glukoneogenese Resorption Kohlenhydrate im Darm↓ Keine erhöhte Hypoglykämiegefahr Eher Gewichtsreduktion (Lipolyse↑, appetitsenkender Effekt) Triglycerid- und LDL-Spiegel↓ (bis zu 25%) Vaskuläre Komplikationen↓ Mortalität durch mikro- und makroangiopathische Folgeerkrankungen↓ Indikation: Mittel der ersten Wahl bei allen Typ II-Diabetikern!   Mono- oder Kombinationstherapie Nebenwirkungen: Gastrointestinale Nebenwirkungen Laktatazidose Kontraindikationen Niereninsuffizienz: Kreatinin >1,2mg/dL, Kreatinin-Clearance <60ml/min Akkumulation → Gefahr der Laktatazidose Leberinsuffizienz Katabole Stoffwechsellage → Gefahr der Laktatazidose Schwangerschaft   Stillzeit (muttermilchgängig) Herzinsuffizienz NYHA III und IV Katabole Stoffwechsellage Respiratorische Insuffizienz Gleichzeitige Gabe mit Kontrastmittel i.v. OP  Interaktion:  Sulfonylharnstoffe
  • Glibenclamid Antidiabetikum - Sufonylharnstoff Charakteristikum: Verschluss von Kaliumkanälen der ß-Zellen des Pankreas → Insulinsekretion↑ Extrapankreatische Wirkung: Hepatische Glukoneogenese↓ und Insulinsensibilität↑ Gewichtszunahme   Wirkungsverlust bei Dauertherapie Mortalität durch mikroangiopathische Folgeerkrankungen↓ Indikation: Mittel der zweiten Wahl bei Typ II-Diabetes   Kombinationstherapie möglich Nebenwirkungen: Lebensgefährliche Hypoglykämien Blutbildveränderungen (Granulozytopenie, hämolytische Anämien) Kontraindikationen: Leber- und Niereninsuffizienz Sulfonamidallergie Schwangerschaft und Stillzeit Operation Interaktionen: Metformin
  • Glimepirid Antidiabetikum - Sufonylharnstoff Charakteristikum: Verschluss von Kaliumkanälen der ß-Zellen des Pankreas → Insulinsekretion↑ Extrapankreatische Wirkung: Hepatische Glukoneogenese↓ und Insulinsensibilität↑ Gewichtszunahme   Wirkungsverlust bei Dauertherapie Mortalität durch mikroangiopathische Folgeerkrankungen↓ Indikation: Mittel der zweiten Wahl bei Typ II-Diabetes   Kombinationstherapie möglich Nebenwirkungen: Lebensgefährliche Hypoglykämien Blutbildveränderungen (Granulozytopenie, hämolytische Anämien) Kontraindikationen: Leber- und Niereninsuffizienz Sulfonamidallergie Schwangerschaft und Stillzeit Operation Interaktionen: Metformin
  • Repaglinid Antidiabetikum - Glinid Verschluss von Kaliumkanälen der ß-Zellen des Pankreas → Insulinsekretion↑ Gewichtszunahme   Einnahme vor dem Essen  
  • Arcabose Antidiabetikum - alpha-Glukosidasehemmer Glukoseresorption in Intestinum↓ durch Hemmung der α-Glucosidase am Bürstensaum Gewichtsreduktion möglich   Wird schlecht toleriert, einschleichende Dosierung  
  • Pioglitazon Antidiabetikum - Glitazon Agonistische Wirkung am PPAR-Rezeptor im Fettgewebe → Insulinresistenz↓ → Insulinwirkung↑ Gewichtszunahme   Fettumverteilung von viszeral nach subkutan
  • Exenatide Antidiabetikum - Inkretinmimetika Agonismus am GLP-1-Rezeptor (glucagon-like peptide) → Insulinsekretion↑, Glukagonsekretion↓ Wirkung abhängig vom Blutzuckerspiegel → Vermutlich keine Hypoglykämiegefahr Subkutane Anwendung Vermutlich geringe Gewichtsabnahme
  • Sitagliptin Antidiabetikum - DPP4-Hemmer Hemmung der Dipeptidylpetidase-4 → Verminderter Abbau und somit verstärkte Wirkung von GLP-1 → Insulinsekretion↑, Glukagonsekretion↓ Wirkung abhängig vom Blutzuckerspiegel → Vermutlich keine Hypoglykämiegefahr Vermutlich geringe Gewichtszunahme
  • Vildagliptin Antidiabetikum - DPP4-Hemmer Hemmung der Dipeptidylpetidase-4 → Verminderter Abbau und somit verstärkte Wirkung von GLP-1 → Insulinsekretion↑, Glukagonsekretion↓ Wirkung abhängig vom Blutzuckerspiegel → Vermutlich keine Hypoglykämiegefahr Vermutlich geringe Gewichtszunahme
  • Insuline   Schließen   Wirkbeginn (min)Wirkmaximum (h)Wirkdauer(h)IndikationBesonderheitenNebenwirkungen Kurzwirksam (Wirkung bis zu 8 Stunden)Normalinsulin (auch Altinsulingenannt) 20 - 30 1 - 3 max. 8 IKT*: Mahlzeiten-bezogen Normalinsulin ist das "Standardinsulin"   Spritz-Ess-Abstand: 15-30 min Intravenöse Therapie (einziges Insulin!) Akut zur Senkung des Glukosespiegels Hypoglykämien   Gewichtszunahme  Lipodystrophie   Allergische Reaktionen Insulin Lispro, Insulin Aspart,Insulin Glulisin (kurz wirksame Insulinanaloga) 5 - 15 (schnellster Wirkbeginn) 0,5 - 1 max. 5 Rasche Resorption, aufgrund sofortigem Zerfall in einzelne Insulinmoleküle → Kein Spritz-Ess-Abstand! Verzögert und langwirksamIntermediärinsulin 45 - 90 3 - 10 max. 20 Basalinsulin bei therapierefraktäremDiabetes mellitus Typ II Spritz-Ess-Abstand: 30-60 min Langzeitinsulin 120 - 240 8 - 20 max. 36 IKT*: Basalinsulin Erreichen eines stabilen Insulin-Niveaus erst nach 3-5 Tagen Insulin Glargin, Insulin Detemir   (lang wirksame Insulinanaloga) 5 - 15 ca. 24   IKT*: Intensivierte konventionelle Insulintherapie  
  • Alendronat Bisphosphonat
  • Ibandronat Bisphosphonat
  • Zolendronat Bisphosphonat
  • Thiamazol Thyreostatikum -> Thionamid Inhibierung der Schilddrüsenhormonsynthese Indikation: Hyperthyreose Thyreotoxische Krise Vor Radiojod-Therapie und Thyreoidektomie   Nebenwirkungen: Schilddrüse: Durch Reduzierung der T3/T4-Spiegel kommt es zu einer Steigerung der TSH-Werte. TSH als Wachstumsreiz für die Schilddrüse kann dadurch eine diffuse Struma auslösen. Geschmacksstörungen Allergie/Überempfindlichkeit: Häufig Hauterscheinungen (Exanthem, Pruritus) nach Therapie mit Carbimazol/Thiamazol Vorgehen: Umstellung auf Propylthiouracil Knochenmark: Reversible Knochenmarksuppression (aplastische Anämie, Thrombozytopenie) und Agranulozytose Leber: Transaminasen-, Cholestaseparameteranstieg, cholestatischer Ikterus, akutes Leberversagen  
  • Carbimazol Thyreostatikum -> Thionamid Inhibierung der Schilddrüsenhormonsynthese Indikation: Hyperthyreose Thyreotoxische Krise Vor Radiojod-Therapie und Thyreoidektomie   Nebenwirkungen: Schilddrüse: Durch Reduzierung der T3/T4-Spiegel kommt es zu einer Steigerung der TSH-Werte. TSH als Wachstumsreiz für die Schilddrüse kann dadurch eine diffuse Struma auslösen. Geschmacksstörungen Allergie/Überempfindlichkeit: Häufig Hauterscheinungen (Exanthem, Pruritus) nach Therapie mit Carbimazol/Thiamazol Vorgehen: Umstellung auf Propylthiouracil Knochenmark: Reversible Knochenmarksuppression (aplastische Anämie, Thrombozytopenie) und Agranulozytose Leber: Transaminasen-, Cholestaseparameteranstieg, cholestatischer Ikterus, akutes Leberversagen  
  • Propylthiouracil Thyreostatikum -> Thionamid Inhibierung der Schilddrüsenhormonsynthese Indikation: Hyperthyreose Thyreotoxische Krise Vor Radiojod-Therapie und Thyreoidektomie   Nebenwirkungen: Schilddrüse: Durch Reduzierung der T3/T4-Spiegel kommt es zu einer Steigerung der TSH-Werte. TSH als Wachstumsreiz für die Schilddrüse kann dadurch eine diffuse Struma auslösen. Geschmacksstörungen Allergie/Überempfindlichkeit: Häufig Hauterscheinungen (Exanthem, Pruritus) nach Therapie mit Carbimazol/Thiamazol Vorgehen: Umstellung auf Propylthiouracil Knochenmark: Reversible Knochenmarksuppression (aplastische Anämie, Thrombozytopenie) und Agranulozytose Leber: Transaminasen-, Cholestaseparameteranstieg, cholestatischer Ikterus, akutes Leberversagen  
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  • Perchlorate Thyreostatika  Inhibierung der Jodaufnahme in die Thyreozyten Indikation: Hyperthyreose Protektiv vor Kontrastmittelgabe oder Szintigraphie bei speziellen Indikationen Nebenwirkungen: Viele und häufige Nebenwirkungen wie Gastritis, Allergien, Struma oder Lymphadenopathie