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Histologie (Fach) / Ovar und Tuben (Lektion)
Histologischer Aufbau und Funktion
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- Ovar Lage und Funktion Paariges Organ, mandelförmig, ca. 4 cm lang, bis 1 cm dick intaperitoneale Lage Bildung und Reifungvon Keimzellen Abgabe und Produktion von Sexualhormonen
- Ovar Histologischer Aufbau (Rinde und Mark) Peritonealüberzug an der Außenfläche (einschichtiges flaches bis kubisches Epithel) darunter dichte BG-Schicht = Tunica albuginea Rinde außen gelegen Follikel verschiedener Entwicklungsstadien und deren Folgestadien ( Corpus luteum, Corpus albicans) zellreiches spinozelluläres BG Mark zentraler Bereich lockeres BG, Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven
- Eizelle Reife Eizelle ist größte Zelle des menschlichen Organismus heller Kern, deutlich sichtbare Kernmembran, Nucleolus CP feinkörnig, reich an Glycogen in der Ovariarinde von Follikelepithelien umgeben→v.a. ernährende aber auch endokrine Aufgaben durch 2 Reifeteilungen wird während der Eizellentwicklung der diploide Chromosomensatz rekombiniert und auf die Hälfte vermindert es entstehen dabei eine reife Eizelle (Oozyte) bei der nahezu das gesamte CP verbleibt, und 3 Polkörperchen, welche bald degenerieren die 2. Reifeteilung gelangt nur dann zum Abschluss, wenn die Eizelle befruchtet wird wenn keine Befruchtung stattfindet, geht die Eizelle ehe sie vollständig ausgereift ist, innerhalb von 24 h zugrunde
- Entwicklung der Eizelle Urkeimzellen(Oogonien) entstehen sehr früh (3. SSW) diffrenzieren zu primären Oozyten Beginn der Meiose primäre Oozyten (Oozyten I) im 5. Schwangerschaftsmonat existieren in beiden Ovarien ca. 7 Mill. primäre Oozyten in einem Primordialfollikel gelegen verharren mitten im Stadium der 1. Reifeteilung bis zum Eisprung, dann wird Meiose zu Ende geführt nach dem 5. Schwangerschaftsmonat nimmt die Zahl der Oozyten I nur noch ab sekundäre Oozyten (Oozyten II) Oozyt I vollendet ca. 12 h vor der Ovulation die 1. meiotische Teilung→eine große, cytoplasmareiche (Oozyt II) und eine kleine cytoplasmaarme Zelle entstehen sekundärer Oozyt beginnt vor der Ovulation die 2. meiotische Teilung, verharrt mitten im Stadium der der 2. Reifeteilung der Meiose Vollendung der 2. Reifeteilung der Meiose erst bei der Befruchtung
- Merkmale der Follikelreifungsstadien Primordialfollikel Oozyt I klein Follikelepithel einschichtig und flach zwischen Follikelepithel und angrenzenden Stromazellen liegt eine Basalmembran Primärfollikel Oozyt I vergrößert Follikelepithel kubisch bis hochprismatisch, noch einschichtig Sekundärfollikel weitere Größenzunahme der Eizelle Ausbildung einer Zona pellucida (aus Glykoproteinen bestehende extrazelluläre Schicht) Follikelepithel vermehrt sich und wird mehrschichtig Auftreten von flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen im Epithel Beginn der Bildung der Theca folliculi; umgebende spinozelluläre BG-Zellen ordnen sich kreisförmig um den Follikel an, sind von ihm durch eine Basalmembran getrennt Tertiärfollikel weitere Größenzunahme der Eizelle Hohlräume fließen zu einer einheitlichen Follikelhöhle zusammen; gefüllt mit Liquor folliculi Eizelle liegt randständig in einer Follikelepithelverdickung, dem Cumulus Oophorus die der Eizelle unmittelbar benachtbarten Follikelepithelzellen richten sich radiär zu ihr aus = Corona radiata 3-schichtiger Aufbau: Follikelepithelzellen wandeln sich in Granulosazellen um→Stratum granulosum; innerste Schicht Theca folliculi ist jetzt vollständig ausgebildet, bindegewebige Follikelhülle gliedert sich in zwei Schichten: 1. Theca folliculi interna, unter der Basalmembran des Stratum granulosum gelegene mittlere Schicht; 2. Theca folliculi externa, grenzt Tertiärfollikel unscharf gegen das Ovarialstroma ab Graaf-Follikel (srungreifer Follikel) und Eisprung FSH stimuliert die Follikelreifung bis zum Stadium des Tertiärfollikels der am weitesten dieser Follikel wird dominanter Follikel genannt und ist am empfindlichsten gegenüber FSH und produziert am meisten Östrogene Erhöhung des Östrogenspiegels führt zu verminderter Ausschüttung von FSH, vermehrte Ausschüttung von LH aus der Hypophyse führt etwa 20 h später zum Eisprung sprungreifer Follikel verursacht eine Vorwölbung der Ovaroberfläche, Vergrößerung der Follikelhöhle, Flüssigkeitsdruck steigt Einriss der Oberfläche des Ovars an der dünnsten Stelle unter Hilfe proteolytischer Enzyme Ausspülung der Eizelle mit dem Liquor folliculi Myofibroblasten der Theca externa kontrahieren und treiben somit die Eizelle bei der Ovulation aus Aufnahme der Eizelle vom freien Ende des Eileiters (Fimbrientrichter) Follikelatresie Zugrundegehen bzw. Rückbildung von Follikeln in verschiedenen Reifestadien degenerierte Follikel wird von den BG-Zellen durchwachsen→kleine bindegewebige Narbe Gelbkörper entsteht aus der ehemaligen Follikelhöhle nach dem Eisprung dominiert die zweite Hälfte des Menstruationszyklus produziert v.a. das zur Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft wesentliche Hormon Progesteron, aber auch Östrogene Stratum granulosum und die Theca folliculi jetzt stark gefaltet Zellen des Stratum granulosum vergrößern sich und wandeln sich zu Granulosa-Luteinzellen um Zellen der Theca folliculi bleiben kleiner und wandeln sich zu Theca-Luteinzellen um Basalmembran wird abgebaut, von der Theca her wächst gefäßreiches BG in die ehemalife Follikelhöhle ein zwei Arten von Gelbkörper Corpus luteum menstruationis mit dem Abfall der LH-Konzentration gegen Ende des Zyklus degenerieren die Granulosa- und Thecaluteinzellen→Rückbildung, wenn keine Befruchtung erfolgt Corpus luteum graviditatis bei einer Einnistung eines befruchteten Eies wird die Rückbildung des Corpus luteum hormonell verhindert das in der Plazenta gebildete HCG fördert die Weiterentwicklung zum Schwangerschaftsgelbkörper Sekretion von Progesteron→Über negative Rückkopplung wird LH-Spiegel niedrig gehalten; verhindert damit die Ovulation anderer Eizellen Sekretion des Östrogen→Über negative Rückkopplung wird FSH-Spiegel niedrig gehalten; verhindert damit die Reifung anderer Follikel Corpus albicans Endzustand eines rückgebildeten Corpus luteum weißlich glänzendes, kollagenreiches Narbengewebe
- Tuba uterina Funktion, Lage und Abschnitte ca. 10-14 cm lang, verbindet Uterus und Ovarien, verläuft intraperitoneal nimmt Eizelle nach Ovulation auf, diese wird i.d.R. dort befruchtet und wandert dann durch die Tub bis zum Cavum uteri Abschnitte: Ampulle mit Infundibulum und Fimrientrichter Isthmus Pars intramuralis
- Tuba uterina Histologischer Aufbau Tunica mucosa einschichtiges Epithel Flimmerzellen, kubisch bis hochprismatisch, kinozilienbesetzt Sekretorische Zellen, Flüssigkeit, Ernährung Stiftzellen schmale Lamina propria Tunica muscularis Peristaltik, Bewegung des Tubeninhalts Bewegung gegenüber den Nachbarorganen Unscharf begrenzte Schichten; innere Längs- und Ringmuskulatur, mittlere Ringmuskulatur, äußere spiralige Muskulatur Tunica subserosa lockeres BG, Blut- und Lymphgefäße, Nervenfasern, Ganglienzellen Tunica serosa Peritonealepithel (einschichtiges Plattenepithel)
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