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Bildungswissenschaften (Fach) / Beurteilen 1 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von daisy3007 erstellt.

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  • Warum Methoden? Methodenkenntnis nötig, um psychologische Forschung zu verstehen Daten zu verstehen, unverzichtbar für aufgeklärten Umgang mit Befunden wissenschaftlicher Forschung
  • Merkmale wissenschaftlicher Arbeit - Objektivität: basiert Einschätzung auf objektiven Daten?  Bsp.: Jahreseinkommen, Abschlussnoten - Replizierbarkeit: Befund mehrfach aufgetreten? Bsp.: Schulen,Städte, länder -Generalisierbarkeit: was sind Rahmenbedingungen? Bsp.: gilt dies für alle Bundesländer? 
  • Validität - Messung: wie & welche Variablen wurden erfasst? Guter Indikator für etwas?  - gibt es andere Erklärungen?  - Zusammenhang deskriptiv, korrelativ oder kausal?  - drei Methoden: Beobachtung, Korrelation, Experimente 
  • Beobachtung - Description Beobachtungen ermöglichen ist Zustand zu dokumentieren ziel: exploration und Beschreibung  wissenschaftliche Beobachtung basiert meist auf Quantifizierung - Auswahl interessierender variablen, klassifikationssysteme, beobachterübereinstimmung  nachteile: Aufwand, erkenntnisfortschritt, Abhängigkeit von Informationsquellen    BSP. --> die Sonne bewegt sich von Osten nach Westen 
  • Korrelation - Zusammenhang - beschreibt den Zusammenhang zweier oder mehrerer variablen  - Hängen Variationen in einer Variablen x mit Variationen in einer anderen Variablen y zusammen?  Positive Korrelation: steigt x, steigt y - fällt x, fällt auch y  negative Korrelation: steigt x, fällt y - fällt x, steigt y  - zweck: zusammenhänge aufdecken, Prognosen herstellen, zusammenhänge nutzen  - Nachteile: Kausalitäten, drittvariablen    BSP. --> je näher ein Planet auf einer elliptischen Bahn der Sonne ist! umso schneller läuft er 
  • Experimente - Kausalität " eine Untersuchung u ist bezüglicher einer unabhängigen Variable x ein Experiment, wenn die gleichen Sachverhalte unter verschiedenen Randbedingungen systematisch beobachtet werden und wenn Probanden und Bedingungen einander zufällig zugeordnet werden.." (Hager)  - unabhängige Variable uV - vermutete Einflussfaktor - abhängige Variable aV - interessierende Verhalten  operationalisierungen von psychologischen Konstrukten    BSP. --> Manipulation einer/ mehrere unabhängiger Variablen und Messung einer/ mehrere abhängiger Variablen (unter konstanthaltung aller anderen Variablen) 
  • Beispiel Experiment Darley & Latane 1968  sachverhalt: Person liegt bewusstlos auf der Straße  uV: wieviele Personen stehen drum herum?  aV: wird Hilfeverhalten gezeigt?     
  • Kriterien für gute Experimente Interne Validität: ist die Variation der abhängigen Variablen nur auf die Variation der unabhängigen Variablen zurückzuführen?  - Hoch: Variationen in der aV lassen sich nur durch die Variationen in der uV erklären - niedrig: es gibt alternativ Erklärungen --> häufig Konfundierung    Externe Validität: in wie weit lassen sich die Ergebnisse über das Experiment hinaus generalisieren (Personen, Situationen, Manipulation)?  
  • Konfundierung Beispiel Konfundierung bei Probanden: 1- Probanden alles Wohltäter, 2- Propanden vorbeilaufende Passanten 3- Probanden Egoisten  Beispiel Konfundierung beim Sachverhalt: 1 Opfer weiblich 2 Opfer männlich 3 Opfer männlich und riecht nach Alkohol 
  • Stichprobengröße Randomisierung, zufallszuweisung repräsentative Stichproben von Teilnehmern  blinder Versuchsleiter  konstanthaltung aller Bedingungen ("Centers paribus") --> komplette konstanthaltung nicht möglich! - personenvariablen, umgebungsvariablen --> zufallszuweisung als Lösung  
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  • Statistik Bsp.:  Klasse a mit kleingruppenarbeit zeigt bessere Leistungen als Klasse B mit frontalunterricht --> Kein bedeutsamer Befund, klasse a könnte einfach die besseren Schüler haben aber: 10 Klassen mit kleingruppenarbeit zeigen im Mittel bessere Leistungen als 10 Klassen mit frontalunterricht   
  • Deskriptive Statistik Mittelwert: Summe der Beobachtungen x geteilt durch Anzahl n , kennzeichnet mittlere Tendenz einer Gruppe  Varianz: quadrierte Summe der Abweichungen der Beobachtungen x vom Mittelwert geteilt durch die Anzahl n-1 , kennzeichnet wie stark Gruppenmitglieder im Mittel vom Mittelwert der Gruppe abweichen 
  • Statistisches Testen Wann sind Daten nicht mehr per Zufall zu erklären, sondern systematisch zustanden gekommen?  Stichproben unterscheiden sich immer - aber ist Unterschied zufällig oder automatisch?  --> statistischer Test zur Prüfung erforderlich! 
  • Perspektiven von lernen - lernen als Veränderung von Verhaltensweisen (Behaviorismus)  - Lernen als beobachten und und nachmachen von Modellen (modellieren)  - lernen als Erwerb und Konstruktion von wissen (kognitive Perspektive)  - lernen als Produkt oder Prozess (lehrerperspektive) 
  • Definition Lernen Lernen ist ein veränderungsprozess aufgrund individueller Erfahrungen, mit dem Ergebnis, dass relativ langfristige Verändeurngen im Erlebens- oder verhaltenspotential eines Individuums auftreten. 
  • Klassische Konditionierung Nach Pawlow (1846-1936)  UCS- unkonditionierter Stimulus // NS - neutraler stimulus // CS - konditionierter Stimulus //  UCR - unkonditionierter Reaktion // OR - orientierungsreaktion  // CR - konditionierte Reaktion  Vor der Lernsituation  UCS (Futter) --> UCR (Speichelfluss)  NS (Ton) --> orientierungsreaktion  Lernsituation:  UCS (Futter)  + NS (Ton) --> UCR (Speichelfluss)  Ergebnis des Lernens CS (Ton) --> CR (speichelfluss)     
  • Diskriminationslernen Folge: Reaktion beispielsweise auf braune Ratten, aber nicht auf weiße 
  • Klassische Konditionierung (KK) - erlernen einer reizspezifisxhen Disposition - nach der Konditionierung ruft ein vormals neutraler Reiz eine Reaktion hervor, die vorher nur durch einen unbedingten Reiz (UCS) ausgelöst wurde  - erklärt, wie neue Auslöser für eine reflexantwort erworben werden und wie reize eine emotionale oder motivationale Bedeutung erlangen  - wichtig um Emotionen in Situationen zu erklären - Beispiel Little Albert (Watson& rayner)  - Generalisierung, diskrimination und extinktion  - kik ist ein Beispiel für implizites lernen und für lernen durch assoziationsbildung (reiz-reiz)  - lernen findet nur dann statt, wenn man überrascht ist, das heißt, wenn sich das , was tatsächlich passiert, von dem unterscheidet, was man erwartet hat  - je größer die Abweichung (Überraschung), desto größer der Konditionierungseffekt  - je salienter (auffälliger)der NS/CS, desto schneller die Konditionierung