119

Bodenkunde :) (Fach) / Bodenkunde (Lektion)

Bodenkunde Semester 1, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung Hannover

Diese Lektion wurde von windysummer erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Podsol-Böden - geringes Ertragspotential - beregnungsbedürftig - gute Durchlüftujg - geringe Pufferkapazität - Eluvialhorizont (gebleichter A-Horizont)
  • Verbraunung - Verwitterung eisenhaltiger Minerale unter Bildung von Eisenoxiden - erst nach Entkalkung, Absinken der pH-Werte unter 7 - gemäßigte, kühle Klimate - Bildung braun gefärbter Eisenoxide - z.B. Goethit anfällig dafür - es entsteht aus dem Cv-Horizont ein Bv-Horizont und es bilden sich metallorganische Komplexe im humosen Oberboden - Bodenbildender Prozess in gemäßigten Breiten - oft verknüpft mit Verlehmung
  • Verlehmung - Bildung von Tonmineralen - oft verknüpft mit Verbraunung - begünstigt in unseren Breiten, da während der Kaltzeiten eine kyroklastische Verwitterung stattfand
  • Adsorptionswasser an Teilchenoberflächen gebunden, luftgetrocknet, nicht pflanzenverfügbar
  • Hydratwasser in Verbindungen gebunden
  • Grundwasser freies Wasser, ganzjährig
  • Stauwasser freies Wasser, vorübergehend
  • Gefügebildung - Neuanordnung der Mineralpartikel und Verknüpfung zu Aggregaten - wichtig für die Differenzierung eines Bodens in Horizonte - Gefüge beeinflusst... 1. Wasserhaushalt 2. Lufthaushalt 3. Durchwurzelbarkeit 4. mikrobieller Besatz 5. Erosion 6. Verdichtungsgefährdung 7. Transportprozesse
  • Kohärentgefüge Verkittung des gesamten Bodens über größere Berei he - kompakt - gleichmäßig fest, keine bevorzugten Bruchstellen
  • Einzelkorngefüge Sediment ohne Verkittung, einzelne Körner
  • Anzeige
  • Aggregatgefüge - Tonminerale verkitten andere Bodenbestandteile - Verkittung von Einzelteilchen in begrenzten Bereichen - schrumpfen beim Austrocknen - zusammenhängende Stücke unterschiedlicher Größe (Risse)  
  • Polyedergefüge - gehören zum Aggregatgefüge - durch Quellen und Schrumpfen in tonreichen Böden entstanden, alle Achsen gleich, Durchmesser ca 2-50 mm, scharfkantig - Bei schlechter Ausprägung der Polyeder spricht man von Subpolyedergefüge, durch mechanische Beanspruchung, abgerundete Kanten
  • Prismengefüge - überwiegend vertikal orientierte, prismenartige Aggregate - bei weiterer Zerlegung entsteht ein Polyedergefüge.
  • Säulengefüge - vertikal orientierte Risse unterscheidet.   - tritt in stark quellfähigen Böden auf, wodurch die Seiten- und Kopfflächen der Säulen glatt und die Kanten gerundet sind - morphologisch dem Prismengefüge ähnlich, aber die einzelnen Gefügeelemente sind deutlich grösser - hohe Natriumsättigung
  • Fragmentgefüge durch mechanische Zerlegung des Bodens unregelmässige, mit rauhen Bruchflächen versehene Fragmente unterschiedlicher Grösse - Bröckel  
  • Krümelgefüge - aus meist rundlichen, bis 10 mm großen Bestandteilen aufgebautes Bodengefüge- hohe biologische Aktivität- intensive Durchwurzelung- biotisches Aufbaugefüge
  • Plattengefüge - durch mechanische Auflast,  z.B. Fahrspurem - horizontal orientiert - 1-50 mm dick
  • Braunerde - humoser A-Horizont geht gleitend in einen braun gefärbten Bv-Horizont über, darunter C-Horizont - entsteht durch Verbraunung und Verlehmung - geht aus Rankern, Regosol und Pararendzinen hervor - Basenarme Braunerden in Mitteleuropa verbreitet, basenreiche Braunerden eher selten
  • Parabraunerde Ah/Al/Bt/C - Ton wurde im Profil nach unten verlagert, A ist somit Ton verarmt - l steht für lessive, also ausgewaschen, entsteht bei Tonverlagerung (=Lessivierung) - Bildung aus Lockergesteinen, carbonatfreien Lehmen und lehmigen Sanden - gemäßigt humide Gebiete Europas, verbreitetste Böden - hohe bis mäßige Nährstoffreserven - auch Unterboden gut durchwurzelbar und belüftet - hohe nutzbare Wasserkapazität