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Heilpädagogik (Fach) / Glossar HfH (Lektion)

Fachbegriffe Heilpädagogik werden erklärt

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  • Dyslexie Lese- und Rechtschreibschwäche
  • Reziprokes Lesen Lesekompetenzförderung durch Kooperatives Lernen   Beim reziproken Lesen sollen die Schüler/-innen einen Text kooperativ erschliessen und ihren Wissenskonstruktionsprozess selbst leiten. Der Austausch über den individuell erschlossenen Text und die Anwendung von Lesestrategien ist für die Entwicklung von Lesekompetenz entscheidend. Das reziproke Lesen gehört zu den komplexeren Formen der Texterschliessung. Die nötigen Einzelkompetenzen sollten vorher eingeübt werden.   Ablauf des reziproken Lesens o Einteilung der Schüler/-innen in Vierergruppen o Individuelle Lesephase eines genügend langen Abschnitts. Soweit die Schüler/-innen mit Texterschliessungstechniken (z.B. markieren, visualisieren, zusammenfassen) vertraut sind, wenden sie diese jetzt an. o Bearbeitung des Text in der Gruppe: Mitglied A stellt Fragen zu wichtigen Informationen im Text, die anderen beantworten diese. Mitglied B fasst den Abschnitt zusammen, die anderen prüfen die Zusammenfassung. Mitglied C identifiziert schwierige Textstellen, die noch nicht genügend berücksichtigt wurden und fordert von der Gruppe Erläuterungen dazu. Mitglied D entwickelt eine Prognose, was in den nächsten Abschnitten kommen müsste. o Individuelle Lesephase des nächsten Abschnitts o Bearbeitung des Textes in der Gruppe, wobei die Aufgaben im Uhrzeigersinn   weitergegeben werden: Mitglied B stellt jetzt Fragen, C fasst zusammen usw.    
  • Behaviorismus Behaviorismus (abgeleitet vom amerikanisch-englischen Wort behavior, „Verhalten“) benennt das wissenschaftstheoretische Konzept, Verhalten von Menschen und Tieren mit naturwissenschaftlichen Methoden – also ohne Introspektion oder Einfühlung – zu untersuchen und zu erklären. Der Behaviorismus wurde nach wichtigen Vorarbeiten vonEdward Lee Thorndike durch John B. Watson zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründet und in den 1950er Jahren vor allem von Burrhus Frederic Skinner gleichermaßen popularisiert wie radikalisiert. Wichtige Pionierarbeit leistete außerdem Iwan Petrowitsch Pawlow mit seinen Experimenten zur klassischen Konditionierung von Verhalten. Im Behaviorismus wurden technoide Sozial- und Kulturtechniken entwickelt, doch bietet er nicht nur klassische oder operante Konditionierung, sondern auch eine positiv gemeinte gesellschaftliche Utopie, wie sie beispielsweise von Skinner im Roman Walden Two ausgearbeitet wurde.
  • Pygmalion-Effekt Der amerikanische Psychologe R. Rosenthal beobachtete 1960er-Jahren, dass wir dazu neigen, den an uns gestellten Erwartungen gerecht zu werden, wenn wir so behandelt werden, als seien wir fähig dazu, erfolgreich zu sein. Diese sich selbst bewahrheitende Prophezeiung ist als “Pygmalion-Effekt” bekannt. Betrachten wir kurz die Theorie, und wenden wir sie dann mithilfe von zwei Beispielen von alltäglichen Managementsituationen auf unseren beruflichen Kontext an.
  • Exekutive Funktionen Mit dem Terminus exekutive Funktionen werden in der Hirnforschung und Neuropsychologie mentale Funktionen bezeichnet, mit denen Menschen (im weiteren Sinne: höhere Lebewesen) ihr Verhalten unter Berücksichtigung der Bedingungen ihrer Umwelt steuern: das Setzen von Zielen, Planung, Entscheidung für Prioritäten, Impulskontrolle,emotionale Regulation, Aufmerksamkeitssteuerung, zielgerichtetes Initiieren und Sequenzieren von Handlungen, motorische Steuerung, Beobachtung der Handlungsergebnisse und Selbstkorrektur. Es handelt sich also um die höheren mentalen bzw. kognitiven Prozesse, die der Selbstregulation und zielgerichteten Handlungssteuerung des Individuums in seiner Umwelt dienen. Auch motivationale Funktionen wie Willensbildung (Volition) und Initiative werden den exekutiven Funktionen zugerechnet. Die Voraussetzung für eine gute Funktionsfähigkeit dieser kognitiven Leistungen ist auf Gehirnebene ein intaktes Frontalhirn (Frontallappen, insbesondere Präfrontaler Cortex) sowie ein ausbalanciertes Zusammenspiel bestimmter in Regelkreisen angeordneter Nervenbahnen und der zugehörigen Neurotransmitter. Diese neuronalen Regelkreise umfassen neben dem Frontalhirn u. a. Teile der Basalganglien und den Thalamus. Bei bestimmten hirnorganischen Störungen (z. B. frontotemporale Demenz, Dysphasie, Dysexekutives Syndrom bzw. Frontalhirnsyndrom) sind die exekutiven Funktionenbeeinträchtigt, aber auch – mehr oder weniger ausgeprägt – bei einer Vielzahl von psychischen Störungen, so z. B. bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADS bzw. ADHS), Autismus oder beim Borderline-Syndrom (s. auch Striatofrontale Dysfunktion).
  • Joining Joining ist eine Anwendungstechnik von Therapeuten in der systemischen (Familien-)Therapie. Der Begriff Joining kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt: Angrenzen, Anschließen, Verbinden, Zusammenfügen, Verbündnis. Joining ist als ein therapeutisches Bündnis zwischen Familienmitgliedern und Therapeuten zu verstehen. Gemeint ist ein Vorgehen, welches das Ziel verfolgt, ein kooperatives Arbeitsbündnis mit der Familie bzw. dem Familiensystem einzugehen. Der Therapeut schließt sich an bzw. verschafft sich Eintritt in die Familie, indem er die geltenden Hierarchien und bestehenden Wertvorstellungen respektiert, bestehende Subsysteme stützt und sich an den Ressourcen und Stärken der Systemmitglieder orientiert.
  • Refraiming Das Reframing (Umdeutung) ist als eine Methode der Systemischen Psychotherapie und des Neurolinguistischen Programmierens bekannt. Menschliche Denkmuster, Zuschreibungen, Erwartungen weisen in der Regel einen Rahmen (frame) auf, eine Ordnung, nach der Ereignisse interpretiert und dann wahrgenommen werden. Entweder ist das Glas halb voll oder halb leer. Obwohl scheinbar das Gleiche bezeichnet wird, ist der Akzent und die Bedeutung jeweils unterschiedlich, weil einmal ein eher positiver und das andere Mal ein eher negativer Rahmen gesetzt wird. Gelangt man aus der Sicht des halb leeren zur Sicht des halb vollen Glases, so hat ein Reframing, eine Umdeutung, stattgefunden. Es ist schwer zu sagen, wer diese Methode als erster angewandt hat, da das Prinzip schon existierte, bevor man es als solches explizit benannt hat. Ein Beispiel dafür stellt das positive Denken dar, bei dem die Ereignisse des Lebens aus einem positiven Blickwinkel betrachtet werden.
  • Scaffolding (Gerüst bauen) Scaffolding (vom Englischen "scaffold" oder "scaffolding" = Gerüst) bezeichnet im pädagogisch-psychologischen Kontext die Unterstützung des Lernprozesses durch die Bereitstellung einer ersten vollständigen Orientierungsgrundlage in Form von Anleitungen, Denkanstößen und anderen Hilfestellungen. Sobald der Lernende fähig ist, eine bestimmte Teilaufgabe eigenständig zu bearbeiten, entfernt man dieses „Gerüst“ schrittweise wieder. Scaffolding wird den konstruktivistischen Lerntheorien zugeordnet. S füllt das Gerüst aus Nur Gerüstfragen stellen Hast du ein Beispiel? Wo liegen die Probleme? Aktivieren von Vorwissen? Zusammenhänge erkennen durch aktives Zuhören.   Lev Wigotski
  • Konstruktivismus Der Konstruktivismus in lernpsychologischer Hinsicht postuliert, dass menschliches Erleben und Lernen Konstruktionsprozessen unterworfen ist, die durch sinnesphysiologische, neuronale, kognitive und soziale Prozesse beeinflusst werden. Seine Kernthese besagt, dass Lernende im Lernprozess eine individuelle Repräsentationder Welt schaffen.
  • modeling Expertenhaftes Vormachen
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