122
Genetik (Fach) / Genetik Rot (Lektion)
Anzeige
- Welches sind die drei wichtigsten Ergebnisse der Meiose? Intrachromosomale Rekombination (crossing-over) im Pachytän (Austausch von Chromosomenabschnitten zwischen Nicht-Schwesterchromatiden homologer Chromosomen) Interchromosomale Rekombination in der Anaphase 1 (zufällige Verteilung nichthomologer Chromosomen) Reduktion des Chromosomensatzes auf den haploiden Satz in der Anaphase 1 Es entstehen vier haploide genetisch unterschiedliche Gameten (bei der Oogenese gehen 3 Eizellen zugunsten der Nährstoffversorgung der vierten zu Grunde)
- Wie werden die Zellen der Spermatogenese wissenschaftlich bezeichnet, die in die Meiose eintreten, die die erste bzw. die die zweite meiotische Teilung abgeschlossen haben? Primäre Spermatocyten gehen in Meiose Sekundäre Spermatocyten entstehen nach erster meiotischerTeilung Spermatiden entstehen nach zweiter meiotischer Teilung (diese differenzieren dann zu Spermatozoen aus)
- Wie viele Bivalente sind in der Diakinese der Spermatogenese von Schistocerca zu beobachten und welche Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden? In der Diakinese von Schistocerca kann man 11 Bivalente beobachten, allerdings auch ein Univalent (= Gonosom o. Herterosom =X-Chromosom), bei Schistocerca-Männchen ist also 2n= 23, Schistocerca produzieren daher Spermien entweder mit einem X-Chromosom oder ohne Geschlechtschromosom. -> In Diakinese kann man Chromosomensatz auszählen und Geschlecht bestimmen.
- Wie verhält sich das X-Chromosom in der Spermatogenese von Schistocerca? Während bei den Bivalenten intrachromosomale Rekombination stattfindet, findet diese beim Univalent nicht statt. (??) Männchen: Nach 1. Meiotischer Teilung eine Sek. Spermatocyte mit X-Chromosom und eine ohne, 2.meiot. Teilung X-Chromosom in 2 Chromatiden getrennt-> 2 Spermatiden mit ( werden nach Befruchtung Weibchen) u 2 ohne X-Chromatid (nach Befruchtung Männchen)
- Was ist ein Gen, was sind Allele? Gen: ist ein Abschnitt auf der DNA, der die regulierte Synthese einer RNA bewirkt Allel ist die alternative Zustandsform des Gens (Allele sind unterschiedliche Varianten eines Gens)
- Was bedeutet der Begriff 'Endomitose'? Wozu führen Endomitosen? Bei Endomitose werden die Chromosomen bzw. die DNA repliziert, aber es erfolgt dann keine Kernteilung. Dies führt zu Endopolyploidie (vielfache Chromosomensätze in betroffenen Zellen) oder zu Polytänie („Riesenchromosomen“; vielsträngige, aus vielen Chromatiden bestehende Chromosomen)
- Welches sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der Metaphase einer diploiden Zelle und dem Karyogramm (Beschreibung des Chromosomensatzes nach Anzahl und Morphologie) eines Speicheldrüsenkerns dritter Larven von Drosophila? Metaphasechromosom: 6 Autosomen, 2 Heterosomen, deutlich voneinander abgegrenzt, 2n 4c Speicheldrüsenkern: Polytänchromosomen, Riesenchromosom mit deutlich erkennbaren Banden und Interbanden, Puffs, alle Chromosomenstränge entspringen einem Chromozentrum, X-Chromosom sieht aus wie Schnuller, Y nicht erkennbar da Überwiegend aus Heterochromatin
- sind die Größenunterschiede zwischen Metaphase-Chromosomen und Polytänchromosomen bei D. melanogaster? Metaphasechromosom: 2n, 2 Chromatiden pro Chromosom Polytänchromosom: 29 x 2 = 1024 Chromatinstränge pro Chromosom
- Nennen Sie vier wichtige Charakteristika, die dafür sprechen, dass es sich bei Polytänchromosomen um Interphase-Chromosomen handelt. Vorraussetzung für Polytänie sind Endomitosen, es finden also keine Kernteilungen nach der Replikation statt, ebenso wenig wie Zellteilung und Chromatidentrennung, also keine Mitose, daher Interphase Nukleoli sichtbar Euchromatin ist in Interphase genetisch aktiv und dekondensiert, wird vielfach repliziert, dies ist erkennbar Heterochromatin ist in Interphase kondensiert und genetisch überwiegend inaktiv, daher ist das Y Chromosom nicht identifizierbar, es besteht zum Großteil aus Heterochromatin
- Erklären Sie kurz die Experimente von Griffith und Avery Griffith: experimentierte mit Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae, Bakterien) des „S“-Stammes (Maus stirbt) und des „R“- Stammes (Maus überlebt) und entdeckte so die genetische Transformation 1.) Maus + „S“-Stamm = Maus tot 2.) Maus + „R“-Stamm = Maus lebt 3.) Maus + hitzeinaktivierter „S“-Stamm = Maus lebt 4.) Maus + hitzeinaktivierter „S“-Stamm + „R“-Stamm = Maus tot (hitzeinaktivierter „S“-Stamm nicht pathogen; Welche Komponente des „S“-Stammes bewirkt die Transformation des „R“-Stammes?) Avery: erkannte DNA als transformierendes Agens, durch chemische Reinigung zerstörte er erst verschiedene Inhaltsstoffe des hitzeinaktivierten „S“-Stammes und injizierte diese (mit jeweils einem anderen zerstörten Inhaltsstoff) zusammen mit dem „R“-Stamm den Mäusen Zerstörte Komponente: keine; Lipide; Polysaccharide; RNA; Proteine ---> Maus stirbt Zerstörte Komponente: DNA ---> Maus lebt !
- Anzeige
- Was besagt die 'Chargaff-Regel'? Die Basenverhältnisse in der DNA sind konstant: Der Anteil aller Pyrimidine ist stets gleich dem Anteil aller Purine (auch wenn das Verhältnis der vier Basen nicht 1:1:1:1 ist) und der Anteil an A entspricht immer dem Anteil von T, der Anteil G entspricht immer dem Anteil C.
- Wieviel bp enthält das menschliche Kerngenom? Ca. 3 x 10 9 Basenpaare (3253 x 10 6 bp)
- Was ist die Rolle von Histon H1? Durch Anlagerung von Histon H1 wird die Verdichtung der DNA/Nukleosomenkette, die den 10 nm Faden bildet, zur 30 nm Faser bewirkt
- Was ist unter 'reziproken Kreuzungen' zu verstehen und was kann man an diesen erkennen? (erste Mendelsche Regel): Reziproke Kreuzungen reiner Linien ergeben stehts Nachkommen mit gleichen Merkmalen damit lässt sich feststellen welches Allel dominant/rezessiv ist →Wenn in einer reziproken Kreuzung alle Nachkommen den selben Phänotyp haben, dann ist dieses Allel dominant, das andere rezessiv.
- Entsprechen die Ergebnisse Ihrer F1 -Fliegen von 'Erbgänge' den Mendelschen Regeln? Für die F1 sollte die erste Mendelsche Regel gelten, die Uniformitätsregel (Reziprozitätsregel): Reziproke Kreuzungen reiner Linien ergeben stets Nachkommen mit gleichen Merkmalen. Unsere Gruppe (Gruppe 4 Kurs F) kreuzte white und white coral Fliegen reziprok. Als Ergebnis erhielten wir bei weiblich white coral, männlich weiß: Weibchen mit heller roten Augen als die Männchen und Männchen mit dunkler roten Augen als Weibchen. Was dem Prinzip der Dosiskompensation geschuldet ist: Das Gen für die choralfarbenen Augen liegt auf dem X chromosom, wovon das Männchen nur eins hat, um dies auszugleichen kommt es zur Hyperaktivierung des X-Chromosoms des Männchens, die Syntheseleistung ist dort nun doppelt so hoch, beim Weibchen hingegen liegt auf dem zweiten X-Chromosom das white Allel, deshalb sind die Augen deutlich heller. Bei der Kreuzung weiblich white mit männlich white coral erhielten wir: Weibchen mit roten Augen, Männchen mit weißen Augen. Anhand der zweimal zwei verschiedenen Phänotypen lässt sich sagen das es sich um einen gonosomalen (X-chromosomalen) Erbgang handelt und dass das Mendelsche Gesetz nicht zutrifft (Die Nachkommen sind in keinem der beiden Fälle uniform). Für das Uniformitätsgesetz ist eine wichtige Voraussetzung, dass reine Linien gekreuzt werden. Das Männchen besitzt aber nur das white bzw. white coral-Allel auf dem X-Chromosom, auf dem Y-Chromosom fehlen diese, das Männchen ist also hemizygot.
- Wie ist die Erwartung für die F1-Generation der Kreuzung A (weibl.) x B (männl.) im Falle einer geschlechtsgebundenen Mutation in B? Rezessive Mutation auf X-Chromosom, deshalb meist bei Männchen phänotypisch ausgeprägt, da XY (Weibchen weniger, da XX) P: A/A(W) x a/Y(M) F1: Aa(W) oder (AY) (M) -> keine Betroffenen (keine phänotypische Ausprägung) in F1
- Was passiert in der F2? Mutation wird phänotypisch wieder sichtbar (allerdings nur bei Männchen: aY) Formulieren Sie die Kreuzungsquadrate!
- Warum haben Fliegen, die die Mutation bw/bw tragen, braune Augen? Weil die roten Farbstoffe ausfallen, da die Synthese der Pteridinfarbstoffe ausfällt (Transportgen am Anfang der Synthese entfällt.
- Wie ist der Phänotyp von bw/+ -Fliegen? Dunkelrote (kräftig rote) Augen, da das Wildtyp-Allel dominant ist
- Aus welchen Stoffen entstehen die Ommochrome bzw. die Pteridine? Ommochrome: Tryptophan (-N-Formylkynurenin – Kynurenin - 3-Hydroxykynurenin - Xanthommatin) Pteridine: Guanin ( Drosoperin)
- Was sind Imaginalanlagen (Imaginalscheiben)? Imaginalscheiben sind scheibenförmige Anlagen (imaginale Vorläuferzellen) der Larven holometaboler Insekten. Aus ihnen entstehen während der Metamorphose die adulten Strukturen der Imagines. So gibt es in der Drosophila-Larve z.B. die Labial-, Augen-Antennen-, 1., 2., 3.Bein-, Flügel-, und Halterenimaginalscheiben, die paarig vorkommen. Ebenfalls angelegt sind Histoblasten, Gonaden und die Genitalimaginalscheibe.
- Was versteht man unter 'Epistasie'? Epistasie beschreibt die Wechselwirkungen mehrerer Gene bei der Ausprägung eines Merkmals, bzw. bezeichnet Epistasie die Unterdrückung der phänotypischen Wirkung eines Gens durch ein anders Gen. Wirkung eines Gens hängt von Funktion eines anderen Gens ab, oder ein mutiertes Allel eines Gens „maskiert“ o. überdeckt Wirkung eines anderen Gens oder Wechselwirkung zw. 2 Genen: gemeinsame Wirkung weicht von Summe der Einzelwirkungen der Gene ab
- Was versteht man unter 'Phänokopie'? Die Phänokopie ist eine nichterbliche, umweltbedingte Nachahmung bestimmter Phänotypen. Dazu braucht es einen bestimmten Umweltreiz zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung, dieser bewirkt dann eine nicht erbliche Modifikation, die eine phänotypische Übereinstimmung mit erblichen Merkmalen anderer Individuen darstellt.
- Aus welchem Organismus stammt die Taq Polymerase und was sind ihre Eigenschaften? Die Taq-Polymerase ist ein Enzym, welches aus dem Bakterium Thermus aquaticus isoliert wird. Da das Bakterium in heißen Quellen vorkommt und sich auch dort vermehrt, müssen seine Enzyme bei den dort hohen Temperaturen stabil und funktionstüchtig bleiben. Die Taq-Polymerase ist also sehr hitzestabil und eignet sich daher hervorragend für die Polymerase-Chain-Reaction (PCR), für deren Prozesse hohe Temperaturen notwendig sind.
- Aus welchen drei Schritten besteht ein Zyklus der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und was passiert bei den jeweiligen Schritten? 1. Denaturieren: Erhitzen der Template-DNA (Ausgangs-DNA) auf 94°C,dadurch Auftrennung des Doppelstranges 2. Annealing: Anlagerung von Oligonukleotiden = Primer (bindet an DNA) bei 42°C-68°C (Temperatur abhängig von A-T/G-C-Gehalt) 3. Elongation: Hinzugabe von dNTPs und Mg 2+, Elongation bei 72°C, dem Arbeitsoptimum der hinzugegebenen Taq-Polymerase (diese bindet an Primer und repliziert die Template-DNA)
- Folgender doppelsträngiger DNA-Abschnitt soll mittels PCR vermehrt werden (wobei die Punkte angeben, dass der DNA-Abschnitt wesentlich länger ist, als hier dargestellt). 5’ AATTGGCGCTAGCTCA............ATGTGCGGACCATTCG 3’ 3’ TTAACCGCGATCGAGT........ 1.) 3’ TTAACCGCGATCGAGT 5’ 5’ ATGTGCGGACCATTCG 3’ 2.) 5’ AATTGGCGCTAGCTCA 3’ 5’ ATGTGCGGACCATTCG 3’ 3.) 3’ TTAACCGCGATCGAGT 5’ 3’ TACACGCCTGGTAAGC 5’ 4.) 5’ AATTGGCGCTAGCTCA 3’ 3’ TACACGCCTGGTAAGC 5’
- Warum eignet sich die PCR gut zur Unterscheidung von Individuen in der Gerichtsmedizin und worauf beruht das Prinzip? PCR ermöglicht die Amplifikation eines DNA-Abschnittes in vitro. Es reichen schon sehr geringe Mengen DNA aus um einen genetischen Fingerabdruck zu ergeugen, so müssen mittels PCR nur die VNTRs (variable number of tandem repeats; entspricht der Mini-, Mikrosatelliten-DNA) analysiert werden, um zwischen Individuen Längenunterschiede festzustellen (zufällige Übereinstimmungen der Muster treten zwischen zwei Personen nur einmal unter 10 MRD Menschen auf.)
- Wie viele DNA Fragmente erhält man theoretisch mit Hilfe der PCR nach 10 Zyklen wenn ein Gen mit zwei Kopien (4 Einzelsträngen!) aus einer einzigen Zelle amplifiziert werden soll? Wie viele Fragmente sind es nach 15 Zyklen? Nach 10 Zyklen: 4096 Nach 15 Zyklen: 131072 (Anzahl der Einzelfragmente)
- Was ist ein Genom und welche Unterschiede bestehen zwischen Genomen von Pro- und Eukaryoten? Das Genom ist die Gesamtheit an vererbbarer DNA bzw. enthält die Gesamtheit aller Gene einer Art je einmal (also haploider Chromosomensatz und beide Heterosomen) (verschiedene Definitionen gefunden) Eukaryoten: Genom ist keine physische Einheit, es ist in Chromosomen zerlegt Prokaryoten: Genom ist physische Einheit, meist ringförmige DNA
- Was ist unter „Komplexität eines Genoms“ zu verstehen? Komplexität ist ein Maß für die Länge an nicht repetitiver DNA
- Anzeige
- Was ist „Satelliten-DNA“ bzw. "Mikrosatelliten-DNA"? Sind Regionen in Genomen von Eukaryoten, die aus Tandem-DNA-Sequenzwiederholungen (Tandemrepeats) bestehen. Sie sind molekulare Marker (DNA-Polymorphismen, individuelle Unterschiede in der DNA) und bilden hypervariable Genomabschnitte, da an diesen Stellen leicht Replikationsfehler durch replication slippage (Verrutschen der DNA- Polymerase) entstehen. Satelliten (Minisatelliten)- DNA: 1kb-5kb lange Tandemrepeats aus 15bp – 100 bp Einheiten Mikrosatelliten-DNA: unter 1 kb lange Tandemrepeats aus Di- oder Trinucleotidmotiven (sehr individuell)
- Wie groß ist der Anteil Protein-kodierender DNA, wie groß der Anteil hochrepetitiver DNA des menschlichen Genoms? Proteincodierende DNA: weniger als 1% (aus VL, Frau Hofmann bevorzugt glaub ich ca. 3%) Hochrepetitive DNA: über 99%
- Warum sind Plasmide zur Klonierung eukaryotischer DNA geeignet? Was sind die drei wichtigsten Komponenten eines Vektors? Plasmide vermehren sich autonom (unabhängig vom Genom der Bakterienzelle), die meisten verwendeten Plasmide liegen in der Bakterienzelle in hoher Kopienzahl vor, so dass man auch eine hohe Kopienzahl der eingebrachten DNA enthält. Vektor: 1.) Replikationsstart (ori) 2.) Antibiotikum – Resistenzgen 3.) multiple Klonierungsstelle
- Was ist die biologische Bedeutung von Restriktionsenzymen? Restriktionsenzyme erkennen kurze Nukleotidsequenzen, an welchen sie die doppelsträngige DNA aufschneiden. So kann DNA in reproduzierbare Fragmente zerlegt werden und es ist möglich einzelne Gene zum Zwecke der Forschung aus der DNA zu isolieren. Rein biologisch kommen Restriktionsenzyme in Bakterien vor. Dort dienen sie dem Abbau von Fremd-DNA (z.B. von Bekteriophagen) um diese unschädlich zu machen. (Bakterien sind vor ihren eigenen Restriktionsenzymen geschützt, da die DNA z.B. durch Methylierung an den Erkennungsstellen modifiziert ist und nicht mehr durch die Restriktionsenzyme abgelesen werden kann.) Die Restriktionsenzyme schneiden an spezifischen Erkennungsstellen, deren Sequenzen fast immer Palindrome sind, entweder gerade Enden (blunt ends) oder bei versetzten Enden überhängende Enden (sticky ends).
- Was sind P-Elemente? P-Elemente sind ca. 2,9 kb große Drosophila-Transposons (mobile genetische Elemente), deren zentraler Abschnitt von je 31 bp langen inverted repeats flankiert wird, das zentrale Gen codiert für Transposase, welche die Enden des P-Elements erkennt und das Ausschneiden oder Einfügen dieser DNA katalysieren kann. Wegen dieser Fähigkeit zur Transposition heißen die Transposons auch „springende Gene“. Mit Hilfe des P-Elements und der genannten Eigenschaften können transgene Drosophilae hergestellt werden.
- Was verstehen Sie unter einem Enhancer? Enhancer sind Verstärkerelemente in der DNA, die die Genexpression erhöhen, über weite Entfernungen arbeiten ( viele kb) und unabhängig von ihrer Orientierungsrichtung wirken. Somit sind sie regulatorische Elemente der DNA.
- Was kann mit Hilfe des Hardy-Weinberg-Gesetzes bestimmt werden? Mit Hilfe des Hardy –Weinberg –Gesetzes kann man die Allelfrequenzen von Populationen berechnen und prüfen, ob sich die Verteilung des Allels im Gleichgewicht befindet (Berechnung der Gleichgewichtsfrequenz, nur bei Angabe absoluter Werte). Dabei kann man die Allelfrequenzen aus den Genotypfrequenzen berechnen und umgekehrt. f(A)=p; f(a)=q; p+q=1; (p+q)²=1; p²+2pq+q²=1
- Was versteht man unter Panmixie? Unter Panmixie versteht man die zufällige Paarung verschiedengeschlechtlicher Organismen innerhalb einer Population, also ohne Bevorzugung eventuell bessere Erbanlagen, es gibt gleich viele Männchen und Weibchen.
- Ein PTC-Schmeckertest unter ergab 70% Schmecker (TT oder Tt) und 30% Nichtschmecker (tt). Wie groß ist der Anteil homozygoter und heterozygoter Schmecker? p²+2pq+q²=1 p²+2pq= 0,7 q²= 0,3 q= = = 0,5477225…≈ 0,5477 p+q=1 p= 1-q = 1- 0,5477 = 0,4523 ; p² = 0,4523² = 0,204575…≈ 0,2046 2pq= 2 x 0,4523 x 0,5477 = 0,495449…≈ 0,4954 Probe: 0,4523² + 2 x 0,4523 x 0,5477 + 0,5477² = 1 Somit ergibt sich ein Anteil von 20,46% homozygoter Schmecker und ein Anteil von 49,54% heterozygoter Schmecker. (ergeben zusammen 70% Schmecker).
- Es sind die verschiedenen Blutgruppen 0, A,B und AB gegeben. Bei welchen Empfänger entsteht keine Verklumpung?Welcher Spender ist am besten für eine Transfusion geeignet? Tragen Sie alle Möglichkeiten der Blutgruppen des Empfängers in folgende Tabell Bester Empfänger: AB --> Er kann A, B und 0 empfangen Bester Spender: 0
- Nennen Sie 4 Schritte der DNA-Isolation mittels alkalischer Lyse (2P) 1. Aufbrechen der Zellwand durchLysozym/SDS 2.Denaturieung durch NaOH: H-Brücken der lösen sich (Trennung der Einzelstränge)und Renaturierung durch Kaliumacetat (Plasmide gut regenerierbar) 3. Wiederholtes Fällen mit Alkohol um Plasmide zu entsalzen --> anschließend erneut in H2O lösen 4. Zentrifugieren der verflochtenen Masse gestrecker DNA-Moleküle (mit Kaliumacetat) Pellet: sedimentierte Masse aus gestreckten DNA-Molekülen
- Nennen Sie die Genomgrößen von a) E.coli b) S.cerevisiae c) Drosophila d) Arabidopsis und e) Mensch a) 4.000 b) 6.000 c) 13.600 d) 27.000 e) 36.000
- Was ist ein intermediärer Erbgang? - beide Allele der Elterngeneration sind gleich "stark/schwach" - Phänotypische Ausprägung wird von keinem der beiden Allele dominiert - Bei einer Kreuzung der (heterozygoten) F1-Generation verteilt sich die Farbgebung der F2-Generation im Verhältnis 1:2:1 (bei der japanischn Wunderblume bedeutet das: die P-Generation sind einmal homozygot rot (rr) bzw. weiß (ww). Die F1 ist - nach Uniformitätsregel- heterozygit rosa (rw) und durch weiter Kreuzung ändert sich die Farbverteilung der F2: jeweils eine homozygot rote (rr), bzw. weiße (ww) und in zwei heterozygt (mischerbig) rosafarbene (rw/wr) Pflanzen.)
- Was ist ein Kodominanter Erbgang? Beider Allele der heterozygiten Eltern erscheinen in der nächsten Generation (Kodominanz) phänotypisch. (Blutgruppen)
- Was versteht man unter Pleiotropie? Und was unter Polygenie? Polygenie: Viele Gene bewirken ein Merkmal z.B.: Hautpigmentierung beim Menschen ist durch mindestens 3 Gene in jeweils 2 verschiedenen Allellen beeinflusst Pleiotropie: Ein Gen beeinflusst mehr als ein Merkmal z.B.: Phenylketonurie: Anreicherung im Körper durch Mutation beeinflusst auch Melaninstoffwechsel und charakteristische Verbindung im Urin
- Welche Werkzeuge dienen der Manipulation von DNA? 1. Nukleasen: Nuklease 1 (Exo-/Endonuklease), Nukleasen 2 (Bal 31/Exonuclease III), Nukleasen 3 ( S1) 2. Ligasen: Reperatur von Einzelstrangbrüchen 3. Polymerasen: DNA-Polymeasen, Klenow-Fragment, Reverse Transkriptase 4. Modifikationsenzyme: Alkalische Phospatase, Polynucleotidkinase, Desoxynucleotidyltransferase 5. Topoisomerasen
- Welche Werkzeuge dienen der Manipulation von DNA? 1. Nukleasen: Exo-/Endonuklease,Bal 31/Exonuclease III, S1 2. Ligasen: Reperatur von Einzelstrangbrüchen 3. Polymerasen: DNA-Polymeasen, Klenow-Fragment, Reverse Transkriptase 4. Modifikationsenzyme: Alkalische Phospatase, Polynucleotidkinase, Desoxynucleotidyltransferase 5. Topoisomerasen
- Was bezeichnet der Begriff Allele? (1P) Zustandform eines Gens
- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Enkel eines rot-grün blinden Mannes auch rot-grün blind ist? a) wenn es der Sohn der Tochter ist, b) wenn es der Sohn des Sohnes ist? Worauf ist dieser Unterschied in der Vererbung zurückzuführen? (2P) Krankheit wird X-chromosomal rezessiv vererbt: die Wahrscheinlichkeit, dass der Enkel erbt: 1/3 bei Sohn der Tochter: 50% Sohn des Sohns: 0%
- Was ist ein Nukleosom und wie ist es aufgebaut? (2P) ist die Grundeinheit im Chromosom besteht aus einem Oktamer aus acht Histonen, je zwei H2A, H2B, H3,H4 die in räumlich definierter Anordnung und ca. 11nm Durchmesser und 6nm Höhe etwas 150 Basenpaare winden sich außen in 1,65 Windungen um das Nuclesom H2A - H2B H3 H4 X H4 H3 H2B - H2A