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Sozialpsychologie (Fach) / Prosoziales Verhalten (Lektion)
Erklärungen, Hilfeverhalten im Notfall
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- Altruismus und Egoismus egoistisch motiviertes V nicht ausgeschlossen (Reziprozität) nur empathisch motiviertes Verhalten in Praxis beruht prosoziales Verhalten oft auf einer Mischung von beiden
- Prosoziales Verhalten zwei Bedigungen: Absicht, einer anderen Person Gutes zu tun Freiheit der Wahl
- Erklärungen für prosoziales Verhalten Sozialbiologische Erklärung Individualistische Erklärung Interpersonelle Erklärung Normative Erklärung
- Sozialbiologische Erklärungen Altruismus als Resultat der natürlichen Selektion - Unterstützung von Verwandten - reziproker Altruismus: Einschränkung auf bestimmte Voraussetzungen: Vertrauen zwischen Beteiligten, Stabilität der Gruppe, Erkennbarkeit der Gruppenmitglieder Kosten für Helfer geringer als Nutzen für Hilfeempfänger
- Individualistische Erklärung positive Stimmung fördert Hilfeverhalten Feldstudie (Isen): Vp erhielten kleines Geschenk --> Anruf mit Bitte durch einen Anruf zu helfen (1-20min) --> kurz danach: hohe Helferquote, später: sinkende Helferquote Feeling-as-information-Modell (Schwarz): "Wie geht es mir damit?"-Heuristik --> momentane Stimmung wird als Info ins allg Urteil mit einbezogen vereinfachte Informationsverarbeitung, betont Infowert der vorherrschenden Stimmung, Stimmung als Index für Sicherheit einer best. Sit., hohe Hilfsbereitschaft bei empathischer Anteilnahme, soz Vergelcih eröffnet Helfer ein relatives Wohlbefinden
- Interpersonelle Erklärung, Interdependenztheorie Menschen begeben sich in Abhängigkeit durch Beziehung zuerst Austauschbez um Gewinn zu erzielen ideale Beziehung bei max Gewinn und geringsten Kosten
- Interpersonelle Erklärung, Kosten und Gewinne emotionale Kosten oder Gewinne: neg oder pos Emotion durch Bez. soziale Kosten oder Gewinne instrumentelle Kosten o Gewinne: Aufwand <--> weniger Arbeit durch vorteilhafte Aufgabenverteilung Kosten o. Gewinne bzgl eig Möglichkeiten: Einschränkung <--> Erweiterung eig Handlungsmöglichkeiten --> Beziehungslust: je nach Ergebnis der Kosten-Nutzen-Analys
- Interpersonelle Erklärung, zwei Beziehungen Austauschbeziehung: Verteilung nach Anteil bzw. Beitrag des Einzelnen zur Erledigung der Aufgabe --> prosoziale Transformation Prosoziale Beziehung: Verteilung von Belohnung nach Gleichheitsprinzip
- Interpersonelle Erklärung, Prosoziale Beziehung 3 Aspekte: bewusste Unterscheidung von Austausch- und sozial motivierter Beziehung Empathie prosoziales Selbstkonzept
- Bewusste Unterscheidung von Austausch- und sozial motivierter Beziehung Solidarität, Harmonie und Zusammenhalt in engen Bez wichtiger, keine Erwartung von Reziprozität Studie von Clark
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- Studie von Clark 2x2 Design: Manipulation Reziprozität (Rollentausch vs kein Rollentausch), Manipulation Beziehungswunsch (single vs verheiratet) konnten Frau bei Aufgabe (Wörter bilden) helfen, indem sie Buchstaben in eine Box legen Ergebnisse: ohne Möglichkeit zu Reziprozität --> hilfsbereiter, wenn prosoziale Beziehung angestrebt wird mit Möglichkeit: hilfsbereiter bei Anstrebung einer Austauschbez
- Prosoziale Beziehung, Empathie Empathie und prosoz. Verhalten positiv korreliert
- Studie von Batson Elaine erhielt Elektroschocks Manipulation der Empathie: Einstellungen von Vp und E gleich (altruistisch Einstellungen unterschiedlich (egoistische Motivation) Manipulation der Sit: leichter Ausweg (können Zimmer verlassen), schwieriger Ausweg (müssen bis Ende bleiben) AV: Bereitschaft zur Fortsetzung des Exp anstelle von Elaine --> ohne Empathie situationsspezifisches Handeln (Hilfe nur ohne Ausweg) -->bei Empathie prosoziales Verhalten (Hilfe auch mit Ausweg)
- Empathie- Altruismus-Hypothese wenn man sich in einer prosozialen Bez befindet, hilft man immer, wenn man sich in einer Austauschbez befindet und "flüchten" kann, hilft man nicht oft Empathie motiviert Altruismus
- Prosoziale Beziehung, prosoziales Selbstkonzept attributionales Umlernen eig Hilfstätigkeit --> positive Folge für Selbstwert Selbstbild einer altruistischen Person Knochenmarkspende-Studie (Sarason): Manipulation der Attribution durch: Anerkennung nach Teilnahme vs keine, Fragebogen zum Altruismus vs kein Fragebogen AV: Eintragung in Liste für Spende --> mit Fragebogen höchste Spenderquote Zugehörigkeit zu besonderer Gruppe (Spender), Selbstdefinition
- Normative Erklärung Fairnessnorm Norm der Selbstgenügsamkeit kontra Norm der sozialen Verantwortung
- Normative Erklärung, Fairnessnorm Zwei-Phasen-Modell des Egoismus-Altruismus: Prosoziales Verhalten nur dann, wenn eig Anteil und Glaube an eine gerechte Welt Fairness-Studie (Miller): Vergütung der Teilnahme an Studie: 2$ normal, 3§ zu hoch, 2§ davon 1§ Spende zu niedrig, 3§ dabon 1§ Spende normal AV: Bereitschaft zur Mitwirkung in Stunden: --> am höchsten bei 3§, davon 1§ Spende, am niedrigsten 2§ dabon 1 Sp kaum höhere Bereitschaft bei Überbezahlung, höhere Bereitschaft bei Möglichkeit zu altruistischem --> altruistische Motivation erst nach Befriedigung egoistischer Ansprüche
- Normative Erklärung, kontra Norm der Selbstgenügsamkeint (erst um sich selbst kümmern, eigenes Verschulden) kontra Norm der sozialen Verantwortung: Menschen sollten Menschen helfen, die von Hilfe abhängig sind, pro Bedürfnisprinzip, kontra Ausgleichprinzip Studie zum guten Samariter: bei hohen Zeitdruck helfen wenige, bei niedrigem viele
- Hilfeverhalten im Notfall Notfall: Abhängigkeit von Hilfe anderer Personen Studie von Latane: Frau stürzt vom Stuhl im Nachbarraum und stöhnt drei Bedingungen: Vp allein --> hohe Helferquote, Vp mit passiven Konföderierten des Vl --> geringe Helferquote, zwei Vp, die sich nicht kennen --> mittlere Helferquote
- Erklärungen für unterlassene Hilfeleistung bei Zuschauerbeteiligung 1. Verantwortungsdiffusion: je mehr Zuschauer, desto stärker der Effekt; Verantwortung teilt sich und nicht auf einen Einzigen konzentriert 2. pluralistische Ignoranz nach soz Vergleich: plötzliche Nofallsit. --> überwältigt und zögern kurz --> sehen, dass andere auch zögern --> wird als harmlos interpretiert insbesondere bei Mehrdeutigkeit der Sit und Unsicherheit 3. Bewertungsangst: bei Zweifel an Erfolg --> Angst sich zu blamieren gegenteiliger Effekt bei hoher Erfolgswhs