212

Prüfungswissen (Fach) / Zoologie (Lektion)

...

Diese Lektion wurde von Topolina erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Einordnung der Fische ins phylogenetische System vgl. Skript
  • Gliederung der Osteichthyes Osteichthyes gliedern sich in Strahlenflosser und Fleischflosser. Bei den Strahlenflossern unterscheidet man: Störe und Löffelstöre Flösselhechte Knochenhechte Kahlhechte Teleostei (Knochenfische im engeren Sinn)
  • Integument der Fische Die Schuppen sind Bildungen der Dermis. Es handelt sich um dünne Knochenplättchen. Sie sitzen in Schuppentaschen. Die Schuppen können mitwachsen, aber die Anzahl der Schuppen bleibt konstant.   Die Schuppen werden von der Epidermis bedeckt. Zwischen den Epidermiszellen befinden sich Schleimzellen, die dafür sorgen, dass der Körper von einer Schleimschicht überzogen ist. Es können sich noch verschiedene andere Zellen in der Epidermis befinden (siehe eigene Karteikarte)
  • Spezielle Zellen in der Epidermis der Fische Chemorezeptoren Elektrorezeptoren Neuromasten (nehmen Druckveränderungen wahr und kommen entweder einzeln vor oder konzentriert im Seitenlinienorgan) Chromatophoren Photophoren Chloridzellen: zur aktiven Abgabe von Ionen Schreckstoffzellen: setzen bei Verletzung Stoffe frei, die Artgenossen zu Feindvermeidungsreaktionen veranlassen
  • Flossen der Fische Flossen bestehen aus knöchernen Flossenstrahlen, die durch Häute miteinander verbunden sind Schwanzflosse Bauchflossen (paarig) Brustflossen (paarig) Rückenflosse Afterflosse Bauch- und Brustflossen sind homolog zu den Extremitäten der Arthropoden!
  • Muskulatur der Fische Segmentale Gliederung in Myomere Myomere durch Myosepten voneinander getrennt Horizontales Spetum gliedert die Muskulatur in epiaxiale und hypoaxiale Anteile
  • Kreislaufsystem der Fische Herz aus Atrium und Ventrikel, dazwischen 2 membranöse Klappen Bulbus cordis, muskulös mit Windkesseleffekt Gasaustausch in den Kiemen dorsale Aorta Arterien und Arteriolen Gasaustausch in Kapillarbetten im Gewebe Venolen Venen Sinus venosus
  • Zeichnung Kreislaufsystem Fisch siehe Skript
  • Aufbau der Kiemen des Fisches Fische haben innere Kiemen: sie liegen in Kiemenhöhlen Kiemenhöhlen stehen in Verbindung mit der Mundhöhle Kiemenhöhlen münden über Kiemenspalten ins Freie Die Kiemenspalten sind von einem Kiemendeckel (Operculum) bedeckt. Der Raum unter dem Operculum = Kiemenkammer Die Kiemen selbst sitzen an Kiemenbögen (4 Stück): an jedem Kiemenbogen: 2 Reihen von blattförmigen Kiemenfilamenten an der OS und US der Kiemenfilamente befinden sich Kiemenblättchen An den Kiemenblättchen findet der Gasaustausch statt: Epithelzellen sind stark abgeplattet, so dass der Abstand zwischen Blut und Atemwasser möglichst gering ist  
  • Ventilation der Kiemen (Fische) Zusammenspiel von Lippen / Mundhöhle (Druckpumpe) und Kiemendeckel (Saugpumpe) Schließen des Mauls und Verengung der Mundhöhle: Wasser wird in die Kiemenhöhle gepresst Erweitern der Kiemenhöhle bei geschlossenen Kiemendeckeln: Wasser wird durch die Kiemen gezogen Öffnen der Kiemendeckel: Wasser strömt wieder ins Freie Ein Ventil verhindert, dass Wasser von hinten in die Kiemenströmt Manche Fische ventilieren die Kiemen durch ein permanent offenes Maul (z.B. Haie)
  • Anzeige
  • Wärmeregulation von endothermen Fischen Problem: Fische können ein beträchtliches Maß an Körperwärme produzieren, aber sie haben Schwierigkeiten, auch nur einen kleinen Teil dieser Wärme im Körper zu halten (wegen kaltem Wasser) Lösung: Gegenstromaustauscher Blut das von den Kiemen kommt ist kalt und sammelt sich in der dorsalen Aorta die Aorta zweigt sich in Arterien auf, die dicht an der Körperoberfläche laufen; dadurch wird das kalte Blut in der Nähe der Körperoberfläche gehalten Arterien die ins Innere des Körpers zu den Organen ziehen laufen parallel zu Venen, die warmes zurück zum Herzen transportieren Wärme tritt vom warmen zum kalten Blut über Das arterielle Blut wird so angewärmt, bevor es ins Körperinnere kommt, das venöse Blut wird abgekühlt, so dass an den Kiemen nicht so viel Wärme verloren geht
  • Schwimmblase - Zweck Übernimmt hydrostatische Funktion: Fische können ihre Körperdichte an die Dichte des Wassers anpassen und so eine bestimmte Wassertiefe ohne großen Aufwand erreichen und beibehalten. Die Schwimmblase ist homolog zur Lunge, übernimmt aber keine Atmungsfunktion!
  • Lage und Bau der Schwimmblase sitzt dorsal oberhalb des Körperschwerpunkts Gasdrüsen geben ein Gasgemisch ins Lumen ab Gas besteht meist aus O2, CO2, N Die Schwimmblase kann eine Verbindung zum Darm haben (Ductus pneumaticus): wenn vorhanden: physostome Fische wenn nicht vorhanden: physocliste Fische
  • Fortbewegung der Fische Anpassung an die Fortbewegung im Wasser stromlinienförmiger Körper Schleimschicht Seitenlinienorgan: Wasserdruck und Hindernisse im Wasser können wahrgenommen werden Funktionen der Flossen Schwanzflosse bildet den Hauptantrieb: sie bewegt sich, indem sich die Muskeln der rechten und linken Körperhälfte abwechselnd kontrahieren Rückenflosse und Afterflosse: sorgen dafür, dass der Körper im Wasser aufrecht bleibt Brustflossen und Bauchflossen: Höhen- und Seitenruder, Abbremsen der Bewegungen Brustflossen ermöglichen auch ein langsames Rückwärtsschwimmen Schwimmblase siehe eigene Karteikarte  
  • Fortbewegung der Knorpelfische Fehlende Schwimmblase Knorpelfische haben keine Schwimmblase! Daher müssen sie immer in Bewegung bleiben, um nicht zu Boden zu sinken. Anpassungen an diese Tatsache leichtes Skelett aus Knorpel sorgt für Auftrieb ölige, große Leber sorgt für Auftrieb tragflächenartige Brustflossen  Kein Rückwärtsschwimmen möglich Asymmetrisch gebaute Schwanzflosse oberer Lappen ist größer als der untere Lappen ( Wirbelsäule ist am hinteren Ende nach oben gekrümmt und stützt den oberen Lappen) Problem: Form der Schwanzflosse sorgt dafür, dass der Fisch immer ein wenig nach unten gedrückt wird, wenn er die Schwanzflosse bewegt Anpassungen an diese Tatsache Körper-OS ist stärker gewölbt als US: Wasser läuft schneller über den Rücken daher aufwärts gerichtete Kraft flacher Schnauzenquerschnitt erhöht den Aufwärtsschub Lappen der Schwanzflosse können den Schub etwas ausgleichen
  • Einordnung der Amphibien ins phylogenetische System siehe Skript
  • Rezente Gruppen von Amphibien Blindwühlen Schwanzlurche (Caudata) Froschlurche (Anura)
  • Kennzeichen der amphibischen Lebensweise Larven leben aquatisch, adulte Tiere leben terrestrisch. Wegen der Fortpflanzung ist aber auch das Leben der Adulti ans Wasser gebunden!
  • Integument der Amphibien Problem: sehr empfindliche Haut! kaum Schutz vor Austrocknung kaum Schutz vor osmotischem Stress Schleimdrüsen sind über den ganzen Körper verteilt und halten die Haut feucht. Außerdem kann man finden: Giftdrüsen Chromatophoren  
  • Vergleich Amphibienlunge und Säugerlunge Die OF der Lunge der Amphibien ist im Verhältnis gesehen viel kleiner als die OF der Lunge der Säuger wenig gegliedert Lungenwände sind nur leicht gefaltet Gründe: der Sauerstoffbedarf von Amphibien ist viel niedriger, weil sie ektotherm sind ein großer Teil des Gasaustausches erfolgt über die Haut
  • Funktion der Atmung von Amphibien kein Zwerchfell, keine Rippen  → Schluckatmung Lunge ist mit verbrauchter Luft gefüllt und dadurch gedehnt, Mund und Kehlkopfeingang sind verschlossen Nasenlöcher werden geöffnet und Mundboden wird gesenkt →Luft strömt in die Mundhöhle ein Kehlkopfeingang öffnet sich → verbrauchte Luft strömt in die Mundhöhle und strömt über die frische Luft und wird über die Nasenlöcher abgeatmet Nasenlöcher werden geschlossen und der Mundboden wird angehoben → frische Luft wird durch den Schluckvorgang in die Lunge gepresst Die Atemluft kann mehrmals zwischen Lunge und Mundhöhle hin und her transportiert werden!
  • Formen der Atmung bei Amphibien Lungenatmung siehe eigene Karteikarte Hautatmung Unter der Haut befindet sich ein dichtes Blutkapillarnetz über das Gasaustausch erfolgen kann (durch Diffusion) Mundhöhlenatmung = Sonderform der Hautatmung spielt v.a. eine Rolle bei reduziertem Stoffwechsel, z.B. bei der Überwinterung dichtes Kapillarnetz in der Mundschleimhaut über das Gasaustausch erfolgen kann (durch Diffusion) V. cutanea magna leitet Blut zum Herzen, A. cutanes magna leitet CO2 in die Mundhöhle
  • Kreislaufsystem der Amphibien Lungen- und Körperkreislauf sind teilweise getrennt. Man spricht aber besser von Lungen-Haut-Kreislauf und Körperkreislauf, weil Gasaustausch auch über die Haut erfolgt 2 Atrien 1 Ventrikel Ventrikel pumpt Blut sowohl in die Lunge als auch in den übrigen Körper rechtes Atrium nimmt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper auf linkes Atrium nimmt sauerstoffreiches Blut aus Lunge und Haut auf im Ventrikel entsteht dadurch Mischblut aber: anatomische Strukturen im Ventrikel begrenzen die Durchmischung → es entsteht eine Strömungsdynamik, die sauerstoffarmes und sauerstoffreiches Blut an ihre jeweiligen Zielorte lenkt
  • Skizze Kreislaufsystem Amphibien siehe Skript
  • Aufbau der Eier von Amphibien keine Eischale kein Amnion mehrschichtige Gallerthülle um jedes Ei Eiablage erfolgt normalerweise im Wasser oder anfeuchten Orten
  • Befruchtung bei den Amphibien - Übersicht Blindwühlen: innere Befruchtung Schwanzlurche: innere Befruchtung Froschlurche: äußere Befruchtung
  • Unterscheidung der Geschlechter bei den Schwanzlurchen Männchen hat einen schlankeren Körper Männchen haben eine verdickte Kloakenregion zur Paarungszeit häufig Geschlechtsdimorphismus: Männchen auffällig gefärbt, mit Flossensäumen an Schwanz und Rücken
  • Paarung und Eiablage bei den Schwanzlurchen Paarung selbst immer ohne Amplexus (= Umklammerung) Männchen legt eine Spermatophore ab Weibchen nimmt Spermatophore auf (teilweise können Spermien gespeichert werden) Eier werden im Wasser abgelegt: einzeln, in Schnüren, als Klumpen...    → Befestigung an Vegetation oder Steinen
  • Entwicklung bei den Schwanzlurchen das Schlüpfen erfolgt je nach Art in unterschiedlichen Entwicklungsständen Larvalzeit kann je nach Art Monate oder Jahre dauern Metamorphose kann vollständig oder teilweise erfolgen es entwickeln sich zuerst die Vorderbeine Schwanz bleibt erhalten Metamorphose kann bei manchen Arten unterbleiben (Axolotl, Grottenolm) = Neotenie Tiere bleiben dann aquatisch und werden geschlechtsreif
  • Paarung und Eiablage bei den Froschlurchen Paarung mit Amplexus: Männchen umklammert das Weibchen mit den Vorderbeinen inguinal = Umklammerung in der Lendengegend vor dem Hinterbein axillar = Umklammerung im Achselbereich hinter dem Vorderbein cephal = Umklammerung vor der Achsel  Weibchen legt Eiern in Schnüren oder Ballen ins Wasser ab äußere Befruchtung im Wasser
  • Anzeige
  • Entwicklung der Froschlurche Larven = Kaulquappen äußere Kiemenbüschel und Ruderschwanz mit Flossensaum es bilden sich zuerst die Hinterbeine, die Vorderbeine bilden sich erst einige Tage später Bildung innenliegender Kiemen Kiemen werden später durch Lungen ersetzt Ruderschwanz bildet sich schrittweise zurück Neotenie kommt niemals vor!
  • Allgemeine Kennzeichen von Schwanzlurchen langgestreckter Körper langer Schwanz 4 Beine, gleich lang (aber insgesamt kurz) Kommunikation optisch und olfaktorisch, nicht akustisch! In Deutschland nur Molche und Salamander!
  • Allgemeine Kennzeichen von Salamandern leben ganzjährig an Land große Ohrdrüsen (Parotiden) Schwanzquerschnitt rundlich Körper mit Furchen ovovivipar oder vivipar
  • Einheimische Salamander - Übersicht Alpensalamander Feuersalamander
  • Feuersalamander und Alpensalamander - Vorkommen Feuersalamander Wurzeln, Steine, Felsen, Höhlen etc. in Laubwäldern weitgehend unabhängig vom Wasser, trotzdem spielt Nähe zu einem Laichgewässer eine Rolle bei der Habitatwahl  Alpensalamander  in Gebirgen
  • Färbung Feuersalamander und Alpensalamander Feuersalamander schwarz mit gelbem oder orangefarbenen Muster aus Linien oder Punkten = aposematische Färbung Alpensalamander schwarz
  • Paarung und Entwicklung Feuersalamander und Alpensalamander Feuersalamander Paarung an Land Ovoviviparie: Eier werden im Wasser abgelegt und platzen bei der Geburt auf Alpensalamander Paarung an Land lebendgebärend: Jungtiere voll entwickelt mit Lungen
  • Allgemeines zu Molchen keine Parotiden Schwanz seitlich abgeflacht Körper ohne Furchen leben an Land und nur zur Laichzeit im Wasser ovipar
  • Übersicht über einheimische Molche Bergmolch Kammmolch Teichmolch Fadenmolch
  • Aussehen Bergmolch Männchen OS bläulich US und Kehle orange, ungefleckt ungezackte Rückenleiste
  • Aussehen Kammmolch Männchen OS blauschwarz US und Kehle orange, gefleckt stark gezackter Rückenkamm
  • Aussehen Teichmolch Männchen OS bräunlich US gelblich, gefelckt Kopfseiten mit einem gelben Längsstreifen gewellter Rückenkamm
  • Aussehen Fadenmolch Männchen OS bräunlich US gelblich, ungefleckt Kopfseiten mit einem gelben Längsstreifen Faden an der Schwanzspitze Hautlappen an den Hinterfüßen
  • Allgemeines zu den Froschlurchen kompakter Körper kein Schwanz Hinterbeine als Sprungbeine → hüpfende Fortbewegung Männchen mit Schallblasen → akustische Kommunikation
  • Einheimische Froschlurche - Übersicht Scheibenzüngler Krötenfrösche Kröten Laubfrösche Echte Frösche
  • Kennzeichen der Scheibenzüngler und Vertreter scheibenförmige Zunge keine äußeren Schallbalsen Pupille dreieckig oder senkrecht Rotbauchunke Gelbbauchunke Geburtshelferkröte
  • Rotbauchunke Scheibenzüngler größere Gewässer im Flachland Bauchseite rot gefleckt
  • Gelbbauchunke Scheibenzüngler kleinere Gewässer in höheren Lagen Bauchseite gelb gefleckt Unkenreflex an Land: Vorderbeine werden hinter die Augen gelegt um ein Gesicht zu simulieren
  • Geburtshelferkröte Scheibenzüngler Weibchen rufen ebenfalls Paarung an Land; Männchen wickelt sich die Eistränge um die Hinterbeine und trägt sie ins Wasser
  • Kennzeichen Krötenfrösche keine Schallblasen keone Ohrdrüsen senkrechte Pupille Grabschwielen am Fuß sehr versteckte Lebensweise Kaulquappen können sehr groß werden