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Wirtschaftsfachwirt Rechnungswesen (Fach) / Wirtschaftsbezogene Qualifikation Rechnungswesen (Lektion)

Prufungsaufgaben der Wirtschaftsbezogenen Qualifikationen von 2010-2013

Diese Lektion wurde von Geraint erstellt.

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  • Aufgaben der Finanzbuchhaltung - Dokumentationsfunktion Fortlaufende, lückenlose, zeitlich und sachlich geordnete Aufzeichnung aller Geschäftsfälle des Unternehmens. Beispiel Erfassung einer Lieferrechnung im Journal und Hauptbuch
  • Aufgaben der Finanzbuchhaltung - Informationsfunktion Informiert über die wirtschaftliche Lage, z.B. Information der Bank über Vermögen und Schulden des Unternehmens.
  • Aufgaben der Finanzbuchhaltung - Rechenschaftslegung Im Jahresabschluss, z.B. Darstellung des periodengerechten Erfolgs
  • Aufgaben der Finanzbuchhaltung - Beweisfunktion Beweismittel bei Rechtsstreitigkeiten: Zahlen der Finanzbuchhaltung belegen alle angefallenen Geschäftsfälle, z.B. Lieferer bestreitet ordnungsgemäße Bezahlung.
  • Aufgaben der Finanzbuchhaltung Dokumentationsfunktion Informationsfunktion Rechenschaftslegung Beweisfunktion  
  • Definition Anderskosten Anderskosten sind Aufwendungen, die in der Kosten- und Leistungsrechnugnung mit einem anderen Wert angesetzt werden. Beispiel: Abschreibungen, Sie werden in der Finanzbuchhaltung oft nach degressiv vorgenommen, in der Kostenrechnung aber linear. Gründe sind eine verursachungsgerechte Belastung des Kostenträgersüber die gesamte Nutzungsdauer.
  • Definition Zusatzkosten Dies sind Kosten denen in der Finanzbuchhaltung kein Aufwand gegenübersteht. Als Beispiel kann der kalkulatorische Unternehmerlohn genannt werden, der in der Finanzbuchhaltung nicht berücksichtigt wird. Auch kalkulatorische Zinsen auf Eigenkapital und die kalkulatorische Miete fallen in diese Kategorie.
  • Gründe für unterschiedliche Ansätze der Abschreibung in KLR und FiBu Finanzbuchhaltung: Maximale Anschaffungskosten, da nominale Kapitalerhaltung Nutzungsdauer durch AfA-Tabelle des Finanzministeriums vorgegeben Wahlrecht der Abschreibungsmethode Kosten- und Leistungsrechnung Wiederbeschaffungskosten, d.h., es wird die Preissteigerung einkallkuliert, das Substanzerhaltung angestrebt wird Geplante Nutzungsdauer wird angesetz, dadurch genauere Kalkulation Grundsätzlich lineare Abschreibung, da gleichmäßige Kalkulationsgrundlage
  • Unternehmensergebnis Das Unternehmensergebnis wird im Rahmen der Finanzbuchhaltung aus der Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen ermittelt. Unternehmensergebnis = Betriebsergebnis + neutrales Ergebnis
  • Neutrales Ergebnis Das neutrale Ergebnis ergibt sich aus der Abgrenzungsrechnung von der Finanzbuchhaltung zur Kosten- und Leistungsrechnung aus der unternehmensbezogenen Abgrenzung (betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) und der kostenrechnerischen Korrektur (kalk. Kosten)
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  • Betriebsergebnis Das Betriebsergebnis ergibt sich aus der Kosten- und Leistungsrechnung aus der Gegenüberstellung von Leistungen und Kosten. Betriebsergebnis ist Betriebsbuchführung, Leistung minus Kosten.  Unternehmensergebnis - neutrales Ergebnis = Betriebsergebnis
  • Grundsatz der Wahrheit Nach diesem Grundsatz sind die Posten entsprechend ihrem Inhalt und Wert auszuweisen. Ein Posten ist demnach inhaltlich wahr, wenn durch seine Bezeichnung sein Inhalt richtig wiedergeben wird. Er ist wertmäßig wahr, wenn er in der richtigen Höhe ausgewiesen wird.
  • Grundsatz der Klarheit Nach diesem sind die Posten eindeutig zu bezeichnen und nach den gesetzlichen Vorschriften zu gliedern.
  • Grundsatz der Periodenabgrenzung Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss zu berücksichtigen.
  • Aktivtausch Ein Geschäftsfall der nur die Aktivseite der Bilanz betrifft, wobei ein Posten gemehrt und einer um den gleichen Betrag gemindert wird: Beispiel: Kunde begleicht eine Rechnung in Bar - Kasse nimmt zu und Forderungen aus LL nimmt ab.
  • Passivtausch Ein Geschäftsfall der nur die Passivseite der Bilanz betrifft, wobei ein Posten gemehrt und einer um den gleichen Betrag gemindert wird: Beispiel:Umschuldung eines Kurzfristigen Kredits in einen Langfristigen.
  • Aktiv-Passiv-Mehrung Hier werden beide Seiten der Bilanz berührt und einer Aktivmehrung steht eine Passivmehrung gegenüber. Beispiel: Kauf von Ware auf Ziel
  • Aktiv-Passiv-Minderung Hier werden beide Seiten der Bilanz berührt und einer Aktivminderung steht eine Passivminderung gegenüber. Beispiel: Banküberweisung einer Liefantenrechnung
  • Eigenschaften und Aufgaben der Finanzbuchhaltung gesetzl. Vorgeschrieben Rechenschaftslegung an externe Rechnungswesen Erfassung aller finanziellen Zu- und Abgänge im Geschäftsjahresverlauf Erstellen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
  • Eigenschaften und Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung Keine Verpflichtung, freie (zum Teil eingeschränkte) Durchführung Rechenschaftslegung an internes Rechnungswesen Aufgaben: Erfassung der Kosten Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen
  • Bilanzielle Abschreibung Abschreibungsbasis: Anschaffungskosten Nutzungsdauer: betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Abschreibungsmethode: gesetzliche Vorgaben
  • Merkmale Kalkulatorischer Abschreibung Abschreibungsbasis: Wiederbeschaffungswert Nutzungsdauer: geplante Nutzungsdauer Abschreibungmethode: Methode frei wählbar
  • Finanzierung aus betrieblicher Sicht Finanzierung bedeutet Beschaffung von finanziellen Mitteln, die sodann im Unternehmen eingesetzt (investiert) werden. Finanzierung führt in der Regel zu einer Zunahme der Passiva, der Kapitalseite einer Bilanz. Beispiele für Aussenfinanzierung: die klassische Kreditfinanzierung die Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung
  • Investition aus betrieblicher Sicht Investition bedeutet Verwendung der durch die Finanzierung beschafften Geldmittel auf der Aktivseite der Bilanz Beispiele für Investionen: Erweitertung der Kapazitäten i.S.v. Erweiterungsinvestitionen Rationalisierung im Leistungserstellungsprozess i.S.v. Rationalisierungsinvestition. der technische Fortschritt der zur Qualifizierung der Mitarbeiter zwingt
  • Def. Anlagevermögen Das Anlagevermögen umfasst alle Vermögensgegenstände die dazu bestimmt sind dem Unternehmen dauernd zu dienen.
  • Def. Rücklagen Rücklagen sind Bestandteile des Eigenkapitals, die bei Kapitalgesellschaften auf gesonderten Rücklagekonten offen ausgewiesen werden.
  • Def. Rückstellungen Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, die zwar der Art nach bekannt sind, deren Höhe und Fälligkeit jedoch ungewiss ist.
  • Def. Umlaufvermögen Zum Umlaufvermögen gehören Gegenstände, deren Bestand sich durch den Betriebsprozess durch Zu- und Abgänge häufig ändert.
  • Anwendungsgebiete der Teilkostenrechnung Im Handel, um anhand des Deckungsbeitrages das Sortiment optimal zu gestalten. In der Industrie, um mithilfe des Deckungsbeitrages die Gewinnschwellen zu berechnen.  
  • Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung Grundsatz der Vollständigkeit: vollständige Erfassung aller Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge Grundsatz der Bilanzidentität: Wertansätze der Eröffnungsbilanz muss identisch mit den Wertansätzen der Schlussbilanz sein. Grundsatz der Bewertungsstetigkeit: Die Bewerungsmethoden des letzten Jahresabschluss muss beibehalten werden.  
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  • Vorsichtsprinzip des Jahresabschluss nach HGB Das Vorsichtsprinzip dient der Kapitalerhaltung Es fordert eine vorsichtige Bewertung und angemessene Bewertung aller vorhersehbaren Risiken und Verluste Es werden alle Risiken und Verluste bis zum Abschlussstichtag berücksichtig auch wenn diese nach diesem und vor Erstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind
  • Realisationsprinzip des Jahresabschluss nach HGB Gewinne sind erst auszuweisen wenn diese realisiert wurden. Dies ist erst im Falle des Verkaufes gegeben.
  • Imparitätssprinzip des Jahresabschluss nach HGB Es bestimmt das nicht realisierte aber bereits absehbare Verluste ausgewiesen werden müssen, selbst wenn Sie zwischen Abschlussstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
  • Die 3 Bestandteile des Jahresabschluss Bilanz:  Die Bilanz ist eine Stichtagsbetrachtung. In der Bilanz sind das Anlage- , Umlaufvermögen, das Eigenkapital und die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten gesondert auszuweisen und aufzugliedern. Sie ermöglicht einen Einblick in die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens. Gewinn und Verlustrechnung: Die GuV ist eine Zeitraumsbetrachtung. Sie weist alle Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres aus, durch Saldierung ergibt sich ein Überschuss oder ein Fehlbetrag Die GuV ermöglicht einen Einblick in die Ertragssituation eines Unternehmens Anhang: Der Anhang hat die Aufgabe, ganz bestimmte Positionen der Bilanz und der GuV näher zu erläutern (z.B. angewandte Abschreibungsart, Anlagenspiegel). Er ermöglicht einen genaueren Einblick in die Rechnungslegung
  • Mögliche Teilpläne der Planungsrechnung Absatzplan Umsatzplan Investitionsplan Finanzplan Personalbedarfsplan