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Psychologie (Fach) / Psychologische Diagnostik (Lektion)
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- Welche Phasen umfasst der Prozess der psychologischen Diagnostik? Klärung der Fragestellung Auswahl von psychologisch diagnostischen Verfahren deren Anwendung deren Auswertung u. deren Interpretation Gutachtenerstellung Interpretations- bzw. Maßnahmenvorschlag
- Erweiterter Interventionsbegriff Intervention im erweiterten Sinn beeinhaltet jede Maßnahme die für den Probanden eine Wirkung nach sich zieht. Fließender Übergang zwischen Diagnostik und Intervention. Bsp.: Selbstbeobachtung und Tagebuch bei Raucherentwöhnung (Verhaltenstherapie)
- Diagnostisches Dreieck nach Hossiep und Wottawa Grundlagenfächer Anwendungsfächer Methoden bilden ein diagnostisches Dreieck. Von außen wirken auf dieses Dreieck ein: Rahmenbedingungen kultureller, sozialer, technischer und wirtschaftlicher Art.
- Zwei Grundlegende Strategien der Diagnostik Selektionsdiagnostik Modifikationsdiagnostik (nach Amelang und Schmidt-Atzert)
- Unterschiede zwischen Personalselektion und Bedingungsselektion Personalselektion Fixierte Anforderungen, variable Personen Bedingungsselektion geeignet zum persönlichen Profil sollen passende Bedingungen gefunden werden.
- Modifikationsdiagnostik Steht im Mittelpunkt klinischer Psychologie Basiert auf verhaltensdiagnostischen Prinzipien. Welche Erlebens oder Verhaltensweisen an einer Person sind modifizierbar, welche externen Bedingungen? Ermittlung von internen Erlebens/Verhaltensweisen oder externen Bedingungen zur Veränderung und Lösung eines Problems
- Welche Art der Diagnostik beruht auf dem Eigenschaftsmodell? Selektionsdiagnostik basiert auf dem Eigenschaftsmodell, dass davon ausgeht, dass Personen auf bestimmten Dimensionen miteinander verglichen werden können. (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit...) Das Eigenschaftsmodell geht von zeitlich stabilen Dimensionen und transsituativer Stabilität aus und setzt Eigenschaften in Relation zu einer Normstichprobe.
- Annahmen der Verhaltensdiagnostik Verhalten ist erlernt Verhalten variiert von Situation zu Situation Verhalten ist prinzipiell veränderbar. Nicht Eigenschaften sondern Handlungen sind zentral.
- Vier Dimensionen diagnostischer Zielsetzung 1. Status versus Prozessdiagnostik 2. Normierung versus Kriteriumsorientierung 3. Testen versus Inventarisieren 4. Diagnostik als Messung versus Diagnostik als Information für und über Behandlung Links Eigenschaftsdiagnostik vs. rechts Verhaltensdiagnostik 1. Status versus Prozessdiagnostik Erfassung eines "ist Zustandes" (Eigenschaften) um zukünftige Erlebens und verhaltensweisen probabilistisch vorherzusagen Veränderungen interessierender Verhaltensweisen zu mehrmaligem Zeitpunkt erfassen um Handlungen im Zeitverlauf zu erleben. 2. Normierung versus Kriteriumsorientierung In der Eigenschaftsdiagnostik wird ein einzelnes Ergebnis mit einer Normstichprobe verglichen. In der Verhaltensdiagnostik Kriteriumsorientiertes Messen Bsp.: Ist durch Lerntrainig die Fehlerquote beim Rechnen geringer geworden?3. Testen versus Inventarisieren Testen von Eigenschaften in der Eigenschaftsdiagnostik Inventarisieren des ganzen Verhaltensrepertoires, wann, in welchen Situattionen... in der Verhaltensdiagnostik.4. Diagnostik als Messung versus Diagnostik als Information für und über Behandlung Ziel der Diagnostik als Messung ist eigenschaftsdiagnostisch die Erfassung eines bestimmten Persönlichkeitsmerkmals nach Testgütektriterien. Ziel der Diagnostik als Info für u. über Behandlung ist verhaltensdiagnostisch die Erfassung von Info um geeignete Interventionsmaßnahmen auszuwählen u. / oder deren Wirksamkeit zu bestimmen.
- Wie läßt sich Selegation für eine Arbeits-Stellenbeschreibung in die vier Dimensionen diagnostischer Zielsetzung einordnen? Eigenschaftsdiagnostischer Ansatz vs. verhaltensdiagnostischer Ansatz 1) Status vs. Prozess ? Eigenschaftsdiagnostisch, also am Status orientiert 2) Norm vs. Kriterium ? Eigenschaftsdiagnostisch also an der Norm oreintiert. 3) Testen vs. Inventarisieren? Eigenschaftsdiagnostisch ist hier Testen angebracht 4) Messen vs. Information über Behandlung? Messen ist richtig.
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- Selektionsdiagnostik und Modifikationsdiagnostik Unterteilung ist hier exemplarisch, es gibt in der Realität Übergänge, z.B. geht Selektionsdiagnostik oft in Modifikationsdiagnostik über. Selektionsdiagnostik Normierte Statusdiagnose zur Messung bzw. Schätzung eines Ausprägungsgerades von Eigenschaften Modifikationsdiagnostik Kriteriemsorientierte Prozessdiagnostik (mit Inventarisierung von Verhalten) zur Entscheidungs und Behandlungsoptimierung.
- differentielle Indikation Die Frage nach der Selektion einer therapeutischen Maßnahme zur Behandlung einer Störung
- 10 Datenquellen nach Pawlik Biographische und Aktuardaten Ausdrucksverhalten Verhaltensbeobachtung Verhaltensbeurteilung Verhaltensspuren Interwiew Fragebogen Projektive Verfahren Physiopsychologische Diagnostik Objektive Tests
- Diagnostischer Prozess: Einzellfall oder Gruppe ? der diagnostische Prozess betrifft meistens nur eine Person, d.h. in vielen Fällen geht es um die Überprüfung ideografischer Hypothesen.
- Die Phasen des Diagnostischen Prozesses (nach Jäger) 1. Fragestellung 2. Klärung und Differenzierung 3. Generierung von Hypothesen 4. Operationalisierung, Untersuchungsplanung und Durchführung 5. Auswertung und Interpretation 6. Beantwortung Fragestellung bzw. erneute Hypothesengeneration u. Datensammlung
- Unterschiede Diagnostischer Prozess / empirische Forschungsstudie meist ideografische Hypothesen, weniger Gruppenspezifische ein diagnostischer Prozss kann neu hinzukommende Hypothesen aufgreifen ohne eine extra Studie zu eröffnen, er kann so mehrere Teiluntersuchungen umfassen
- Integration von Daten, zwei Modelle der Urteilsbildung Klinische Urteilsbildung: erhobene Daten werden auf Basis klinischer Erfahrungen und Intuition zusammengefasst. (Empfehlung im Reha Bericht) Statistische Urteilsbildung: Kombination und Gewichtung der Vorhersage Variablen anhand von zuvor empirisch ermittelten stastischen Relationen. Oft kommt beides gemischt zur Anwendung, zumal statistisch gesicherte Vorhersagemodelle nicht immer vorhanden sind. Wo es möglich ist, sollte die statistische Urteilsbildung vorgezogen werden, da sie sich als aussagekräftiger erwiesen hat.
- Vorteil von statistischer Urteilsbildung gegenüber klinischer Urteilsbildung In empirischen Untersuchungen wurde gezeigt, dass in 50% der Fälle die statistische Urteilsbildung der klinischen überlegen war. In den restlichen 50% der Fälle waren beide Verfahren gleichwertig. Somit solte, wenn möglich, die statistische Urteilsbildung bevorzugt zur Anwendung kommen.
- 1. Grundlegende Fragestellungen der Diagnostik Beschreibung, Klassifikation, Vorhersage und Evaluation von Unterschieden zwischen und innerhalb von Personen in Hinblick auf Zustände, Eigenschaften und deren Veränderungen.
- Was gehört zum Prozess der Diagnostik ? Die Klärung der Fragestellung, die Auswahl von Verfahren, deren Anwendung, Auswertung, Interpretation, Gutachtenerstellung, Interventionsvorschlag
- Reaktive Selbstbeobachtung z.B. Tagebuchmethode: Beobachtung und Regristrierung des eigenen Verhaltens führt zu einer Veränderung des Verhaltens
- Themen der Diagnostik in der Ökologische Psychologie Wahrnehmung von Wohn-, Arbeits- und Schulumwelten.
- Diagnostik in der Markt und Werbepsychologie z.B. über Bewertung, Annahme und Anmutung eines neuen Artikels
- Hauptsächliche Anwendungsbereiche der Diagnostik (die Anwendungsfächer aus dem Diagnostischen Dreieck) Anwendungsfächer aus der einen Ecke des Diagnostischen Dreieck (andere zwei Ecken: Grundlagenfächer, Methoden) AO Psychologie Forensiche Psychologie Klinische Psychologie Pädagogische Psychologie (sowie Verkehrspsychologie, ökologische Psychologie)
- Selektionsdiagnostik passende Personen oder Bedingungen anhand bestimmter Anforderungen auswählen. kann unterteilt werden in Personenselektion oder Bedingungsselektion
- Welche drei Test-Klassen gibt es (nach Brickenkamp) ? Psychometrische Tests (selbstbeschreibende Aussagen auf einer mehrstufigen Skala) Persönlichkeitsentfaltungvergahren (projektive Verfahren mit mehrdeutigen Reizmaterial) Leistungstets (Lösung von Aufgaben die richtig oder falsch sein können)
- Beispiele für die drei Test-Klassen (nach Brickenkamp) Psychometrische Persönlichkeits Tests Persönlichkeits Struktur-Tests, Einstellungs- und Interessentests Klinische Tests (z.B. zu Depressivität, Eßverhalten...) Fragebogen, Interviews, Sonstige klinische Verfahren Persönlichkeitsentfaltungvergahren (wie projektive Verfahren von Pawlik) Verbal-thematische Verfahren, Zeichnerische und Gestaltungsverfahren, Formdeuteverfahren Leistungstets Schultest, Spezielle Schuleignungstests, IQ-Test, Entwicklungstests, Intelligenztests, Allgemeine Leistungstests, Mathematik- und Rechentests, spezielle Funktionsprüfungs- u. Eignungstests
- Wie unterscheiden sich speed-tests und Power- oder Niveautests voneinander ? Speed-tests: Mit Zeitvorgabe bes. Konzentrationstests Power- oder Niveautests: Meist ohne oder großzügige Zeitvorgabe, Aufgaben mit steigendem Schweirigkeitsgrad, etwa IQ-Test.