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Modul 1 - 03401 Forschungsmethoden der Psychologie (Fach) / 2 Wissenschafts- und erkenntnistheoretische Grundlagen psychologischer Forschung (Lektion)

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  • 2 Wissenschafts- und erkenntnistheoretische Grundlagen psychologischer Forschung Wissenschaftstheorie zentraler Gegenstand = Welche Methoden eingesetzt werden sollen, damit besseres, begründetes Wissen resultiert . Theorie überhaupt von Wissenschaft überhaupt erörtert die Grundlagen und Methoden wissenschaflicher Erkenntnisse.  Lehre von den Methoden einer Wissenschaft, "Technologien des Erkenntnisfortschritts" → Wissenschaftstheorie = im engeren Sinne Methodologie Erkenntnistheorie befasst sich mit der Möglichkeit des Wissens   = Epistemologie  Fragen wie : Was ist Wissen, Wie unterscheidet sich Wissen von Glauben, Was ist Wahrheit, Was sind die Bedingungen, Voraussetzungen und Grenzen des Wissens? philosophische Disziplin  mit Immanuel Kant verbunden Im "Mainstream" dominiert die analytische Wissenschaftstheorie und der kritische Rationalismus.   
  • 2.1 Empirisch-analytische Wissenschaftstheorie - Einführung zur Vorlesung Position des naiven Empirismus/induktivismus=    Naturgesetze können durch genaue Beobachtung und rigoroses Experimentieren "entdeckt" und sozusagen der Natur "abgelauscht" werden.  Prämissen dieser Position + Induktionsprinzip → Ableitung von allgemeinen Sätzen aus einzelnen Beobachtungsaussagen . P1 = Annahme Wissenschaft würde mit Beobachtung beginnen, die auf sinnlicher Erfahrung basiert. P2= Aussagen über die Welt = wahr und begründet, wenn ein unvoreingenommener Beobachter seine Sinnesorgane benutzt und gewissenhaft berichtet, was er sieht, hört, etc. Position des kritischen Rationalismus damit verbunden = Falsifikationsprinzip von Karl R. Popper. Annahmen des kritischen Rationalismus: Beobachtung ist theoriegeleitet und setzt Theorie voraus Theorien sind spekulative und vorläufige Vermutungen zur Lösung von Problemen Theorien müssen nach strengen Kriterien durch Beobachtung und Experiment überprüft werden. Theorien, die der Überprüfung nicht standhalten, müssen durch neue Theorien ersetzt werden; nur die besten Theorien "überleben" Fortschritt durch Versuch und Irrtum, wir lernen aus Fehlern Grundsatz des Falsifikationismus: Durch Beobachtung kann nicht nachgewiesen werden, dass eine allgemeine Aussage wahr ist, aber es kann nachgewiesen werden, dass sie falsch ist.  →Falsifizierbarkeit als zentrales Kriterium für gute Theorien in den empirischen Wissenschaften. Hypothese: "Auf jede Frustration folgt eine Aggression" = falsifizierbar, d.h. durch Beobachtung widerlegbar.  Aussage: "auf Frustration kann Aggression folgen" → nicht falsifizierbar Falsifizierbare Hypothesen und Theorien sind eindeutig formuliert und präzise formuliert. Problem von dem der kritische Rationalismus nicht verschont bleibt = Falsifikationsprinzip kann nur dann funktionieren, wenn Beobachtungsaussagen zutreffend, wenn Aussagen falsch, möglicherweise würden dadurch richtige Theorien wiederlegt werden.  Poppers Lösungsansatz =  erklärt Beobachtungsaussagen für relativ und revidierbar. wir können eigentlich nur von solchen Beobachtungsaussagen ausgehen , die in einem bestimmten Stadium der Entwicklung einer Wissenschaft nach den aktuell fachgerechten Überprüfungen als vorläufig gültig anerkannt werden.  Beobachtungsaussagen die diesem Kriterium genügen nennt Popper Basissätze.  Konsequenz = Theorien werden nicht entgültig falsifiziert, weil Beobachtungsaussagen als Basis der Falsifikation sich im Lichte späterer Entwicklungen ihrerseits als falsch erweisen können.  Imre Lakotas = Schüler Poppers. hat die unterschiedlichen Varianten des Falsifikationsprinzip im Werk Poppers rekonstruiert: dogmatischer Falsifikationismus naiver Falsifikationismus raffinierter Falsifikationismus = als Endstufe raffinierter Falsifikationismus es geht garnichtmehr um die Widerlegung von Theorien  → geht um Nachweis eines höheren empirischen Gehalts (Informationsgehalts)  + eines höheren Grades der Bewährung im Vergleich zu anderen Theorien. Bestehende Theorien werden nur dann aufgegeben , wenn alternative Theorien mit höherem Informationsgehalt und höherem Bewährungsgrad vorliegen. (VOn Imre Laktosa vertreten) Unterscheidung zw. Domain-Programmen und Quasi- Paradigmen von Theo Herrmann vorgeschlagen Domain Programm Typ-a-Programme  Problemfels, sogenannte Domäne vorhanden.  z.B. Angstentwicklung wird nach brauchbaren Theorien gesucht Quasi Paradigmen Typ-b-Programmen Eine Theorie liegt vor, z. B. "Verstärkungskonzeption des Lernens" es wird nach möglichst vielen Problemfeldern gesucht auf die dieses Quasi Paradigma angewendet werden kann.   
  • 2.2. Paradigmen und Paradigmenwechsel durch wissenschaftliche Revolutionen.   Wissenschaftstheorie hatte Aufgabe: Aussagesysteme der Wissenschaft zu schaffen  Wissenschaftsgeschichte soziokulturellen Aspekt der Wissenschaft, daher nicht der Wissenschaftstheorie selbst zugeordnet Thomas Kuhn  worum ging es Kuhn? Buch "the Structure of Scientific Revolutions"  Kuhns Auffassung, dass Wissenschaftsentwicklung verläuft nicht gradlinig→ kein kontinuierliches Wissenschaftfortschritt. Phasen normaler Wissenschaft werden von Perioden revolutionärer Wissenschaft erschüttert. Das Paradigma welches in der Phase normaler Wissenschaft in der Wissenschaftsgemeinde (scientific community) mehr oder weniger selbstverständlich die Basis der Forschung bildet, wird in der revolutionären Phase durch ein neues Paradigma in Frage gestellt und schließlich überwunden Erfahrung des Physikers Max Planck: in seiner Wissenschaftlichen Selbstbiographie beschrieben.   ine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Wei- se durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklä- ren, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut ge- macht ist. 
  • 2.2.1. Die Kuhnsche Phasenlehre Phasen des Paradigmawechsels chronologisch dargestellt:   prä- vorparadigmatische Phase: es wird nach einem Paradigma gesucht, noch nicht von einer scientific community gesprochen→ Forschung als Einzelaktivität, später revidiert .Inzwischen auch Proto-Wissenschaft genannt. Suche nach brauchbaren Methoden, Problemen, und Lösungswegen gekennzeichnet. Normale Wissenschaft: zwei Entstehungsarten:                                        1) Im Gefolge wissenschaftlicher Revolution,                                        2) Übergang von der Proto- zur Normalen Wissenschaft.  Übergang zu dieser "Reife" ist nicht genau bestimmbar.: Normale Wissenschaft ist nicht in sich geschlossen.  Starkes Netz aus Verpflichtungen begrifflicher, theoretischer, instrumenteller und methodologischer Art für die Scientific Community.  Verpflichtungen werden nicht in Frage gestellt sondern "ausgebeutet"→ Paradigma = starre Sicht + liefert Lösungswege und Probleme Kennzeichnung = Rätsellösen (puzzle- solving) + Aufräumarbeiten.  Versuch die Natur in die vorgeformte Schublade zu stecken. Ziel ≠ neue Phänomene zu finden → werden nicht gesehen       3. Krise: Das Paradigma erweist sich als unbrauchbar.→                                              Modifikationen am Paradigma angebracht um es aufrecht zu                         erhalten. 4. Phase der Anomalie: Theorieanwärter taucht auf: Unzufrieden mit den ad hoc-Modifikationen der Theorie suchen einzelne Wissenschaftler oder Wissenschaftlergruppen nach neueren Theorien , die in der Lage sind sogenannte Anomalien. = Erscheinungen die mit dem bishereigen Paradigma unvereinbar waren zu erklären 5. Wissenschaftliche Revoulution:ermöglicht durch Krise und Anwärter. 6. vorläufige Paradigma = Grundlage einer neuen normalen Wissenschaft bis eine weitere Revolution das Paradigma erneut in Frage stellt.  → führte zu Diskussionen, weil : belegt überzeugend, dass Wissenschaft und Gemeinschaft der Wissenschaftler nur ein Teil dieser Welt sind.  Wissenschaftliche Revolutionen ähneln anderen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen Irrationalität im wissenschaftlichen Forschungsbetrieb wird von Kuhn gerade als Gesetzmäßigkeit erkannt. → wurde von Forschern und Wissenschaftstheoretikern als Provokation angesehen.  Vertreter des Kritischen Rationalismus reagierten allergisch.: fühlt sich nicht nur in Einzelfragen gestellt . sondern im Kern getroffen. Sieht durch sie nichts Geringeres als sein Konzept kritischer Rationalität schlechthin bedroht.     
  • 2.2.2 Zur Kritik   Terminologie: verwendet Paradigma in 21 verschiedenen Bedeutungen. B= Modell, Tradition, Philosophie, Plan, akzeptiertes Muster, Maßstab, Errungenschaft usw. Zirkeldefinitionen: Paradigma ist das was den Mitgliedern einer Wissenschaftlergemeinschaft gemeinsam ist.  Wissenschaftlergemeinschaft wird ihrerseits aber wieder al Menschengruppe gesehen, die ein Paradigma gemeinsam hat Antwort Kuhns= "Postskript" zu seinem Buch. = weiterer Schritt von der Wissenschaftsgeschichte zur Sozialwissenschaft. B= geht jetzt von der Gemeinschaft der Wissenschaftler aus. definiert den Paradigmabegriff in zwei verschiedenen Bedeutngen: disziplinäre Matrix.= ganze Konstellation von Meinungen, Werten, Methoden usw. die von den Mitgliedern einer gegebenen Gemeinschaft geteilt werden. Paradigma1 beschreibt also die soziologische Seite des Paradigmas Paradigma2= philosophisch tieferen Sinn. oder Musterbeispiel, ein Element in der Wissenschaftsgemeinschaft "konkrete Problemlösungen, die, als Vorbilder oder Beispiel gebraucht, explizite Regeln als Basis für die Lösung der übrigen Probleme der "normalen Wissenschaft" ersetzen können. begriffliche Klärung unscharf. Begriffe: "disziplinäre Matrix", "Musterbeispiel" sind nicht gut gewählt. Rezeption der Gedanken Kuhn bezog sich vorwiegend auf Paradigma1 grundsätzliche Kritik: Kuhns Darlegung musste vom kritischen Rationalismus als Angriff aufgefasst werden, da es Kuhn nicht nur um eine historische Beschreibung der Forschug sondern um die Wissenschaft selbst ging. Bestreitung der Grundvoraussetzung aller Wissenschaftstheorien, nämlich, dass die Wissenschaft ein rationales Unterfangen darstellt. Kuhn bestritt nicht, dass innerhalb der normalen Wissenschaft die Falsifizierung theoretischer Hypothesen möglich sei, Kuhns Aurgument = Paradigmata geben die Grundlage der Hypothese ab und können durch normale Wissenschaft überhaupt nicht korrigiert werden. Kuhns Herausforderung wurde von den Vertretern des kritischen Rationalismus angenommen. Lakatos selbst auf Anomalien in der Wissenschaftsgeschichte hingewiesen.  Feyerabend, hervorgegangen aus dem Kritischen Rationalismus, in Verlängerung von Kuhn die Wissenschaft im Wesentlichen als anarchistisches Unternehmen beschrieben Diskussionsthema: Können Kuhns Ausführungen auf die Sozialwissenschaften und insbesondere die Psychologie angewendet werden?: Westmeyer: Psychologie habe das Stadium der "reifen"Wissenschaft noch nicht erreicht. → vorparadigmatischer Stadium Schmidts Versuche, die Psychologiegeschichte i.S. von Kuhns Theorie wissenschaftlicher Revolutionen zu analaysieren →Kuhns Thesen scheinen durchaus geeignet Entwicklungszusammenhänge der Psychologie deutlicher als bisher sichtbar zu machen. Geschichte der experimentellen physiologischen Psychologie beginnt mit einer Anomalie. Makelyne entlässt seinen Assistenten Klinebrook wegen vermeintlicher Unfähigkeit. → Bessel  findet die "persönliche Gleichung" = persönliche Reaktionsgeschwindigkeit.  Chronograph entwickelt →genauere Abweichung vom wahren Wert konnte bestimmt werden = "absolute persönliche Gleichung" Hermann von Helmholtz misst erstmals die Leitungsgeschwindigkeit von Nerven. = Schritt in Richtung auf die Ermittlung der objektiven Reaktionszeit.  Klassische Reaktionsexperimente von dem niederländischen Physiologen Donders durchgeführt. Vp so schnell wie mögl auf Lichtreize reagieren/ Unterschiede zw. Stimuli erkennen. Zeitunterschiede zw. einfachen und komplizierten Reaktionen durch Subtraktion = Berechnung der Zeiten rein psychischer Prozesse. Wundt setzt Hoffnung bei seinen Reaktionszeitmessungen in diese Subtraktionsverfahren. → menschl. Psyche schien der objektiven  naturwissenschaftlichen Methodologie zugänglich. Wundts Programm der physiologischen Psychologie erschien gegenüber der traditionellen Philosophie als wissenschaftliche Revolution. → wurde zur normalen Wissenschaft mit allen Anzeichen der Institutionalisierung  und Etablierung.  Gestaltpsy bewirkte Paradigmawechsel.geschwächt durch die erzwungene Eimigration bedeutender Gestaltpsychologen. Kuhns Theorie = mit Einschränkungen auf die Psychologie anzuwenden. Jedoch abwegig, kleinere Neuerungen oder Partialtheorien "Theoretten" als Paradigmawechsel zu feiern.   
  • 2.3. Wissenschaftliche Begriffsbildung   Kennzeichnend für die Wissenschaft = eindeutiger Sprachgebrauch Bedeutung von Begriffen in der Wissenschaft durch Definitionen festgelegt / durch Explikationen weiterentwickelt+ präzisiert Vorrausgesetzt= bestimmte sprachliche Ausdrücke = hinlänglich bekannt und präzise → in bestimmten Kontext undefiniert  
  • 2.3.1 Begriff   Begriff = Zeichen Signifikant, das etwas das Signifikat bezeichnet Begriff = das von einem Begriffswort (Prädikator) Bezeichnete EIn Begriff = umgrenztes Abstraktum, das eine Summe von Einzelvorstellungen aufgrund von Merkmalen zusammenfasst reduziert die Komplexität von Einzelereignissen bzw. -objekten durch Abstraktion, d.h. durch "Wegziehen" Absehen von gewissen Details der Einzelereignisse und durch Hervorhebung der verbleibenden Merkmale der Einzelereignisse.  Kurz: Ein Begriff fasst Objekte oder Ereignisse zu Klassen aufgrung von Merkmalen zusammen. impliziert = Unterscheidungshandlungem. eine Sache von einer anderen unterscheiden können. Begriff setzt sich zusammen aus: Extension Intension Extension (Begriffsumfang) =Menge der Einheiten, die unter den Begriff fallen. , B=Studierender Intension umfass die Menge der Attribute oder Merkmale, die eine Einheit aufweisen muss, damit sie zur Extension eines Begriffs gehört, damit sie unter den Begriff fällt B= "...an einer Hochschule immatriluliert" Entscheidend für die Bedeutung eines Begriffs, ob seine Intension eindeutig festgelegt werden. Mehrdeutigkeit sprachlicher Zeichen, vier mögliche Beziehungen zw. zeichen und Bedeutung: Ein-eindeutig, wenn einem bestimmten Zeichen genau eine Bedeutung zukommt ein-mehrdeutig, bestimmtes Zeichen ist mit mehreren Bedeutungen verbunden.  Mehr-Eindeutigkeit= mehrere Zeichen mit derselben Bedeutung Mehr-mehrdeutig =  mehrere Zeichen mit denselben und zwar jeweils mehreren Bedeutungen.  Vorraussetzung der wissenschaftl. Kommunikation= Mehrdeutigkeit und Vagheit von Begriffen redzieren. Ein-Eindeutigkeit nicht unbedingt notwendig, u.U. auch unökonomisch, weil viele neue Zeichen eingeführt und mit je einer Bedeutung verknüpft werden müssten. Nicht problematisch, wenn zwei Begriffe dieselbe Bedeutung haben (Mehr-Eindeutigkeit) , solange man über die Synonyme Verwendung einig sind. In der Lerntheorie werden die z.B. die beiden Wörter "Verstärkung" und "Bekräftigung" synonym verwendet.  ein-mehrdeutig, wenn der Begriff in verschiedenen theoretischen Kontexten jeweils anders verwendet wird B= Konstrukt Persönlichkeit. Kein Problem, solange diech die kommunizierenden Wissenschaftler darüber einig sind, in welchem theoretischen Kontext sie den Begriff verwenden. Mehr-Mehrdeutigkeit von Sprachen = problematischer. B= Persönlichkeit. Charakter, Selbst, Identität weisen partiell ähnliche Bedeutungen auf. Thema Sebst in der Sozialpsychologoe, Thema Persönlichkeit in der Persönlichkeits- und Differentiellen Psychologie = historischer Zufall, als den eigentlichen Forschungsgegenständen → ähnliche Konstrukte, Messinstrumente und Befunde in beiden Forschungsgebieten → Frage: ob die investierten finanziellen, personellen und intellektuellen Ressourcehn nicht besser hätten genutzt werden können, wenn sich alle Forscher/-innen auf einen Begriff geeinigt hätten und gemeinsam dazu gearbeitet hätten. → Mehr-Mehrdeutigkeit kann zur Verschwendung von Ressourcen und zu einer Verdopplung von theoretischen und emp. Befunden kommen.  Vagheit sprachlicher Zeichen: vage = wenn Bedeutung nicht genau angegeben werden kann  seine Intension und/oder Extension unbestimmt sind. Extensionale Unbestimmtheit ist weniger problematisch, sogar erwüscht, solange ein wissenschaftlicher Begriff eine ausreichende intensionale Bestimmtheit aufweist. B= Persönlichkeit, Angst, Einstellung. → hohe Anzahl an Elementen, die unter den Begriff fallen.  Westmeyer dazu: Extensionale Unbestimmtheit = Vorraussetzung für die Möglichkeit von Wissenschaft, sich an neue, noch nicht erfasste Gegebenheiten anzupassen. d.h. sich dynamisch weiterzuentwickeln. Um ein Maß an intensionaler Bestimmtheit zu sichern , schlagen Groeben und Westmeyer vor: Angabe einer Kernintension, die die Menge der Attribute enthält, die hinreichend und notwendig sind, damit ein Element in die Extension eines Begriffs aufgenommen werden kann.  Randintension: Attribute die zur Intension eines Begriffs zählen aber nicht zur Kernintension.  Im Laufe der wissenschaftlichen Entwicklung können Attribute der Randintension in die Kernintension aufgenommen werden und umgekehrt.  B= zeitliche Stabilität + transsituative Konsistenz = Attribute der Kernintension eines Begriffs "Persönlichkeitsmerkmal" 
  • 2.3.2 Definition und Explikation Definition Kernintension eines Begriffs kann durch eine Definition festgelegt werden. Definieren = Prozess in dem einem sprachlichen Ausdruck eine exakte Bedeutung gegeben wird. Definiendum = der zu definierende Ausdruck Definien= Ausdruck mit dem Definiendum definiert wird.  rein begriffliche Operationen.  Bestimmte Begriffe werden innerhalb einer Definition vorausgesetzt und selbst nicht definiert., können zum Gegenstand anderer Definitionen werden. Soll zur besseren Strukturierung und Systematisierung beitragen.  Definitionskriterien: zwei Kriterien müssen erfüllt werden:  Eliminierbarkeit = ein Definiendum, tritt an die Stelle innerhalb einer Theorie durch die zuvor nicht definierten Grundbegriffe ersetzt werden kann.  Nicht-Krativität= durch das Dediniendum dürfen nich zusätzliche Annahmen in die Theorie eingeführt werden, die den faktischen Gehalt einer Theorie erweitern. Definitionsarten: vollständige Definition:  explizite Definitionen, Kontextdefinitionen partielle/bedingte Definitionen Explizite Definitionen:  stellen eine Identität zwischen Definiendum und Definiens, indem: neu eingeführtes Zeichen wird mit einer Reihe bereits eingeführter Zeichen gleichgesetzt durch explizite Definitionen können Begriffe eingeführt werden, die die Kommunikation erleichern. Kontextdefinitionen:  stellen keine Identität her, geben äquivalente Ausdrücke an, in denen das neue Zeichen bzw. Symbol vorkommt.  Insbesondere Relationsbegriffe und quantitative Begriffe werden kontextuell definiert.  liegen auch bei Kennzeichnungen, insbesondere bei Namensgebungen vor, z.B. "Sigmund Freud ist der Begründer der Psychoanalyse" Bedingte und partielle Definitionen:  mit einer Bedingung verknüpft, die gelten muss, damit ein Begriff angewendet werden kann.  Anwendbarkeit eines bedingt definierten Begriffs lässt sich keine Aussage machen, solange Bedingung noch nicht bezeichnet ist. → deshalb nur partiell definiert.  treten häufig in Form operationaler Definitionen auf: neben dem einzugührenden Begriff kommen eine Test- bzw. Prüfoperation vor und ein Test- oder Prüfresultat. B= Für alle Personen  p gilt: wenn p den HAWIE mitmacht, dann hat p eine hohe Wechsler-Intelligenz per definitionem genau dann,  wenn p im HAWIE einen IQ erreicht, der im Intervall 110-117 liegt.  weichen dem Problem der Bedeutungsgebung aus, indem sie Definitionen und Feststellungsmethoden vermischen für jede Messmethode ergibt sich je ein neuer Begriff. →" die Intelligenzen "i...n" sind jeweils das, was die Intelligentests "i....n" messen. Was Intelligenz ist wird nicht gesagt, wir wissen nur wie wie sie messen können.  Explilation Sie dient der Präzisierung eines undeutlichen (vagen) oder mehrdeutigen Begriffs (Explikandum) bei der Entwicklung einer wissenschaftlichenTerminologie durch einen exakteren Begriff (Explikat) im Dienste größerer Bedeutungsklarheit und Bedeutungskonstanz. Ein Begriff wird weiterentwickelt indem ein Explekandum in ein exaktes Explikat überführt wird Begriffsexplikationen sind dann notwendig, wenn umgangssprachliche Bgriffe (B= Angst, Persönlichkeit, Wille) als wissenschaftliche Begriffe verwendet werden sollen.  Bedingungen die ein Begriff erfüllen muss, um als adäquates Explikat für ein gegebenes Explikandum gelten zu können: Ähnlichkeit mit dem Explikantum: das Explikat muss in den meisten Fällen, in denen bisher das Explikandum verwendet wurde, anwendbar sein. Exaktheit: für Explikata müssen präzise Gebrauchsregel und Anwendungsvorschriften vorhanden sein. Fruchtbarkeit: das Explikat führt zu allgemeinen Aussagen und macht neue Beziehungen deutlich, die mit dem Explikandum nicht deutlich geworden wären.  Einfachheit (nachgeordnet) Wie unterscheiden sich Definition und Explikation? bei Definiton wird einem neuen Zeichen eine bestimmte Bedeutung zugeordnet. Explikation basiert dagegen einem bereits gebräuchlichen Zeichen, dessen Bedeutung eingegrenzt und präzisiert wird. Definition und Explikation oft Synonym verwendet: Persönlichkeit auch in der Alltagssprache gebräuchlich→ strenggenommen muss von Explikation gesprochen werden.  ein per definitionem neu eingeführter Begriff kann im Laufe der theoretischen Entwicklung weiter expliziert werden, was möglicherweise zu einer Veränderung seiner Kernintension führen kann.  B = Persönlichkeit daran wird deutlich, dass es für ein und dasselbe Explikandum mehrere Explikata geben kann, die u.U. miteinander konkurrieren  und unterschiedliche Aspekte des Explikandums zur Geltung bringen. nicht unbedingt ein Problem:  in unterschiedlichen Explikata spiegeln sich unterschiedliche theoretische Perspektiven wider.  Unterschiedliche Explikata sind dann ein Problem, wenn sie bei praktischen Fragestellungen eine Rolle spielen + Entscheidungen vorbereiten sollen. →  für betroffene Person mit unterschiedlichen Konsequenzen verbunden.  System zur Klassifikation psychischer Störungen (ICD 10 und DSM-IV-TR) , witestgehend Einigkeit im Hinblich auf Störungskategorien, aber nicht immer im Hinblick auf die damit verbundenen Definitionen und Explikationen. → Keine Einigkeit über Diagnose = im Extremfall können interschiedliche Diagnosen resultieren, je nachdem welches Explikat ein Diagnostiker anwendet.  in den aller meisten Fällen ist der Gegenstand in der Psychologie: unordentlich = nicht ordentlich. Jeder Gegenstand, den du wahrnimmst, ist umso einfacher, je einfacher der Satz ist, mit dem du ihn beschreiben kannst: jener Gegenstand ist ein ordentlicher Ge- genstand, bei dem sich nach einem kurzen einfachen Satz keine Fragen mehr er- geben: ein ordentlicher   
  • 2.4. Was ist eine Theorie?   Vergleich mit komplizierten räumlichen Netz. Metaphorische Charakterisierung von Hempel: Begriffe = Knoten Fäden = Teils Definition, teils Grund- und abgeleiteten Hypothesen der Theorie.  System schwebt über der Ebene der Beobachtung in ihr durch Interpretationsregel verankert → kann man als Fäden ansehen, die nicht zum Netz gehören, sondern gewisse Teile von ihm mit bestimmten Punkten in der Ebene der Beobachtung verbinden.  Dank dieser interpretaitven Verbindung: Netzt kann als wissenschaftliche Theorie funktionieren:  Von gewissen Beobachtungsdaten können wir auf einem interpretativen Faden zu einem Punkt im theoretischen Netz aufsteigen → und von da über Definitionen und Hypothesen zu anderen Punkten → von denen wir auf einem anderen Interpretationsfaden wieder auf die Ebene der Beobachtung absteigen.  statement view = Theorien als Menge von Aussagen . = Aussagen-Konzeption Nicht-Aussage-Konzeption= Theorien umfassen einen mathematischen Strukturkern der Theorie, der das Fundamentalgesetz und die grundlegenden Nebenbedingungen erhält, die alle Anwendungen miteinander verbinden und eine offene Menge intendierter Anwendungen  explizit auf ausgereifte physikalische Theorien bezogen und von Herrmann lediglich eingeschränkt und analogisierend auf die Psychologie übertragen.  drei Arten wissenschaftlicher Aussagen werden unterschieden: Aussagen, die außer den logischen Zeichen nur Beobachtungsbegriffe enthalten und die Ebene der Beobachtung bilden (Beobachtungssprache) Aussagen, die außer den logischen Zeichen nur theoretische Begriffe enthalten, die den Knoten entsprechen (Theoretische Sprache) Aussagen, die außer den logischen Zeichen Beobachtungsbegriffe und und theoretische Begriffe enthalten, als Interpretationsfaden fungieren (System der Zuordnungsregeln) Wichtig: Bedeutung eines Zeichens, Begriffs muss immer im Kontext einer Theorie verstanden werden: "eine neue Theorie begreifen heißt: neue Sprache erlernen" genaue Kenntnis einer theoriespezifizierten Sprache → gelingende wissenschaftliche Kommunikation möglich. Bedeutung des Beobachtungsbegriffs kann vor dem Hintergrund einer anderen Theorie etwas anderes bedeuten. → Was indiziert ein Lächeln? Woran erkennt man ob eine Theorie gut oder schlecht bzw. richtig oder falsch ist? 10 Kriterien zur Bewertung von Theorien von Dennis und Kintsch: Deskriptive Angemessenheit (Deskriptive adequacy):        Stimmt die Theorie mit vorliegenden verhaltensbezogenen,  physiologischen, neuropsychologischen und anderen empirischen  Daten überein? Kriterium betrifft das ausmaß, in dem die aus einer Theorie ableitbaren Beobachtungen bestätigt werden können.  Präzision und Interpretierbarkeit (Precision and interpretability)  Beschreibung der Theorie, dass sie leicht und eindeutig verstanden und interpretiert werden kann? Kriterium betrifft Vagheit und Mehrdeutigkeit von Begriffen. Kohärenz (zusammenhängend) und Konsistenz (Coherence and Consistency):                                                                                      enthält die Theorie logische Fehlschlüsse? Bilden die unterschiedlichen Komponenten einer Theorie ein kohärentes Ganzes? Stimmt die Theorie mit Theorien aus anderen Bereichen überein? (B= biologische Gesetzmäßigkeiten) Vorhersage und Falsifizierbarkeit (Prediction and falsifiability): Theorie so formuliert, dass emp Prüfung zu einer Widerlegung der Theorie führen können? Kriterium = Hauptforderung des kritischen Rationalismus. Erklärungwert (Postdicition and explanation): Erklärt die Theorie bereits vorliegende empirische Befunde? Vorhersagen in der Psychologie in vielen Fällen schwierig und nur eingeschränkt möglich → Theorie sollte auch nach dem Außmaß bewertet werden, in dem sie bereits eingetretene Ereignisse erklären kann (Retrognose im Gegensatz zur Prognose) Einfachheit (Parsimony): Ist Theorie so einfach wie möglich? Kriterium = nachgeordnet. Theorien können auch kompliziert sein, weil es einfach nicht geht. es gilt ein Ausspruch: "Entia non sunt multiplicanda sine necessitate" (Ockham) = ockham's Razor : Entitäten dürfen nicht ohne Notwendigkeit vermehrt werden + einfachere Theorien sind komplizierten Theorien vorzuziehen, wenn sie dieselben Phänomene erklären können. Originalität (Originality): Ist die Theorie neu oder reformuliert sie lediglich bestehende Theorien? Breite (Breath) Lässt sich Theorie auf weiten Bereich von Phänomenen anwenden? Psychologie ausgezeichnet durch: Mini-Theorien und unter ganz bestimmten Randbedingungen anwendbar. Theorien sollten einen möglichst breiten Anwendungsgrad haben. Angewandte Relevanz (Usability): Hat die Theorie Implikationen für angewandt psychologische Fragestellungen? Kurt Lewin: Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie.→ Relevanz für eine Lösung = auch ein wichtiges Bewertungskriterium. Rationalität (Rationality): Macht die Theorie Annahmen über die "Architektur" des psychischen Systems, die im Lichte von evolutionären Bedingungen, Sinn machen? lässt sich streten, da es eine bestimmte theoretische Perspektive (die Evolutionstheorie) als Bedingung für die Angemessenheit anderer Theorien einsetzt.  
  • 2.5 Erklären, Vorhersagen, Verändern   um Beschreiben zu könnne benötigen wir  Beschreibungsmerkmale bzw. deskriptive Konstrukte. theoretische Konstrukte = Abstraktionen aus emp. Sachverhalten.  Beim Beschreiben + Erklären hat es die Psychologie mit empirischen Sachverhalten zu tun, die mit Hilfe theoretischer Konstrukte organisiert werden.  Erklären= für ein Ereignis oder Phänomen Gründe oder Ursachen angeben können. In der Wissenschaft werden verschiedene Erklärungsmodelle diskutiert Bekanntestes Erklärungsmodell: von Hempel und Oppenheim. beschreibt die Struktur deduktiv-nomologischer Erklärungen (sogenanntes DN-bzw. HO-Schema), Schema bezieht sich in erster Linie auf physikalische Naturgesetze, wurde aber auch innerhalb der Psychologie kritisch diskutiert. deduktiv-nomologische Erklärung besteht aus  Explanans = besteht aus allgemeinen Gesetzen (Hypothesen oder theoretischen Annahmen) und Antezendenzbedingungen  (=Randbedingung).  Explanandum = beinhaltet eine Beschreibung des zu erklärenden Ereignisses und wird logisch aus dem Explanans abgleitet.  Beispiel =    G: Wenn eine Person hohe Prüfungsangst hat, so verringert sich ihre Leistung bei kognitiven Aufgaben A: P hatte Prüfungsangst                                                                                           ------------------------------------------------- E: P erbrachte eine verringerte Leistung  zusätzlich müssen deduktiv-nomologische Erklärungen sogenannten Adäquatheitsbedingungen genügen:   Das Argument, das vom Explanans zum Explanandum führt muss logisch sein.  Das Explanansm muss mindestens ein allgemeines Gesetz enthalten. Das Explanans muss emp. Gehalt besitzen. Sätze aus denen das Explanans besteht müssen gut bewährt sein Verletzung dieser Adäquatheitsbedingungen → Erklärungsversuche bleiben unvollkommen. B= Gesetzesaussagen noch garnicht formuliert, geschweige denn geprüft oder Antezendensbedingungen nur zum Teil bekannt.  in der Psychologie fehlen bewährte Gesetzesannahmen Psy. ist keine deterministischen Zusammenhänge → sondern lediglich Wahrscheinlichkeitszusammenhänge → keine exakte Prognose für Einzelfälle möglich. → Anforderungen des HO-Schemas können in der Psy meistens nicht             erfüllt werden.  Einwände gegen das DN-Schema: Problem der Preemtion (Zuvorkommen)  B:   G: Jede Person, die ein Pfund Arsen zu sich nimmt, stirbt binnen 24 Std.               A: Jones aß ein Pfund Arsen ------------------------------------------ E: Jones starb innerhalb von 24 Stunden    Erklärung scheint korrekt. Kann aber sein, dass Jones eine Std. später von einem Bus überfahren wird und dabei stirbt. . Ableitung aus G und A gilt zwar weiterhin, sie liefert aber nicht die exakte Erklärung für das Ableben von Jones.  Modell probabilistischer Kausalerklärungen nach Humphrey.  besser als das DN-Schema geeignet.  Struktur einer adäquaten Erklärung:   Y in S zur Zeit t (tritt auf, lag vor) aufgrund von F trotz I. Die Abkürzungen in dieser Struktur haben folgende Bedeutungen und sind an Bedingungen geknüpft (Westmeyer, 2006): Y = ein Ausdruck, der sich auf eine Eigenschaft oder eine Änderung in einer Eigenschaft bezieht. S = ein Ausdruck, der sich auf ein System bezieht. F = eine (nicht-leere) Liste von Ausdrücken, die sich auf zu Y beitragende Ursachen bezieht. I = eine (u.U. leere) Liste von Ausdrücken, die sich auf Y entgegenwirkende Ursachen beziehen.  Bedingungen Damit etwas eine Ursache ist, muss sie unveränderlich ihre Wirkung hervorrufen.  Probabilistische Ursachen erzeugen Änderungen in der Auftrittswahrscheinlichkeit der Wirkung: zu Y beitragende Ursachen erzeugen eine Zunahme, Y entgegenwirkende Ursachen erzeugen eine Abnahme der Auftrittswahscheinlichkeit von Y.  Entscheidende Punkt = "F trotz I" = Listen der zu Y beitragenden bzw. Y entgegenwirkenden Ursachen. Listen müssen nicht vollständig sein → sind im Zuge weiterer Forschungsbemühungen erweiterbar.  Ein Ereignis A nur dann Ursache, wenn: A zeitlich vor B liegt A und B kovariieren für das Auftreten von B nur das Eintreten von A verantwortlich ist.  3 ist für die meistne psychischen Phänomene, z.B: psychische Störungen nicht erfüllbar, da sie von mehreren Bedingungen abhängen, die teilweise nicht mehr rekonstruierbar sind .  biopsychosoziale Modell : Psychische Phänomene hängen von biologischen, psychologischen und sozialen Bedingungen ab. multikausale Bedingtheit psychischer Phänomene:  Psychische Phänomene werden durch mehrere, u.U. ineragierende Bedingungen oder Variablen auf unterschiedlichen Ebenen erklärt.  Redeängstlichkeit nach dem Modell von Humphrey erklärt:  Warum liegt bei einer Person S zur Zeit t Y, also Redeängstlichkeit vor? Bedingungen für die F-Liste, gemäß dem biopsychosozialen Modell: genetische Prädisposition, Eltern  selbst sind redeängstlich. Person S hat bereits negative Erfahrungen mit öffentlichem Sprechen gemacht und neigt dazu in Redesituationen ysfunktionale Kognitionen und Bewertungen vorzunehmen. (die anderen werden mich auslachen) I- Liste: Person S hat schon viele Referate gehalten, die positiv beurteitl wurden.  Eltern und auch andere Bezugspersonen von S sind nicht redeängstlich Vorhersage: Wenn Gesetzesaussagen korrekt + Antezendensbedingungen korrekt diagnostiziert → Vorhersage möglich. Wegen: Wahrscheinlichkeitsaussagen, Multideterminiertheit, mangelnde Rekonstruierbarkeit → keine 100%igen, deterministischen Vorhersagen sondern lediglich Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich. Veränderung Psy Phän. nicht einfach durch Umkehrung ihrer Entstehungbedingungen veränderbar. Bedingungen und Prozesse, die zur Entstehung eines bestimmten Merkmals beigetragen haben, im Nachhinein nicht vollständig rekonstruierbar sind.  Methoden und Kontextbedingungen erforderlich, um etabilierte Merkmale und stabile Verhaltensmuster zu verändern. B= Coaching-Maßnahmen  Es muss betont werden, dass: praktisch-psychologische Tätigkeiten nicht als direkte Anwendung grundwissenschaftlicher Theorien verstanden wird. → Theorien + Gesetze gelten ur unter idealisierenden Bedingungen.  Praktische-psychologisches Handeln unterliegt noch vielen anderen Kontextbedingungen → in der Psychologischen Forschung niemals für jeden vorstellbaren Einzelfall berücksichtigbar. Theorien haben für die Praxis deshalb heuristische Funktionen: Heuristik (altgr. εὑρίσκω heurísko – ich finde, zu heuriskein – (auf)finden, entdecken) bezeichnet die Kunst, mit begrenztem Wissen („unvollständige Informationen“) und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen. Theorien können zu einer ralativ rationalen Rechtfertigungn praktisch-psychologischen Handelns beitragen.  relativ-rational = Vernünftig sich als Psycholog/-in auf solche Theorien und Verfahren zu stützen, die sich für eine gegebene Problemstellung bereits emp. bewährt haben.  Auch wenn in Studien die speziellen Kontextbedingungen der eigenen Fragestellung nicht im Einzelnen berücksichtigt worden sind. → Die Anwendungen von Methoden, die sich in zumindest ähnlichen Kontexten bewährt haben, ist solchen Maßnahmen vorzuziehen, für die es weder eine theoretische noch eine emp. Begründung gibt.
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