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TP und Psychoanalyse (Fach) / Grundbegriffe (Lektion)

Grundbegriffe, Psychische Entwicklung, Diagnostik u indikation, Behandlungstheorie u -technik, Störungsspezifische Modelle und Interventionen Tiefenpsychologie und Psychoanalyse

Diese Lektion wurde von rosenstolz erstellt.

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  • das topographische Modell von Freud das Unbewusste Inhalte, die vormals bewusst waren und verdrängt wurden, weil sie im Konflikt mit anderen Bewusstseinsinhalten standen phylogenetisch ererbter, angeborener Kern des Unbewusssten das Vorbewusste das Bewusste
  • das Strukturmodell von Freud (auch: Instanzenmodell) 3 Instanzen mit besonderen Funktionen das Es: Triebpol der Persönlichkeit, Hauptreservoir der psychischen Energie. Folgt NUR dem Primärvorgang" das Über-Ich: Richter u Zensor. Gewissen, Idealbildung, Selbstbeobachtung das Ich: Vermittelt zwischen Triebwünschen des Es und Geboten, Verboten und Idealen des Über-Ich und den Anforderungen der äußeren Realität. Das Es ist vollständig unbewusst. Ich und Über-Ich haben unbewusste Anteile. Das Es folgt nur dem Primärvorgang. Fazit: immer 2 Triebe, die sich entgegenstehen bzw. zusammen wirken →Dualismus.
  • Psychoanalytische Schulen Ich-Psychologie: (Heinz Hartmann u.a.). Abgrenzung zu Freuds ES-Psychologie. Betonung der Autonomie des Ichs., besondere Aufmerksamkeit auf Ich-Funktionen. Selbstpsychologie: (Heinz Kohut u.a.) ≠ Triebpsychologie. = Konzept der Entwicklung u Entfaltung des Selbst u seiner Talente u Fähigkeiten. Selbst bildet Kern der Persönlichkeit, Selbst = lebenslang angewiesen auf empathische Objekte und deren Spiegelung Aggression u Wut ≠ primäre Triebmanifestation (vgl. Freud, Kernberg), = Reaktion auf frustrierende Außenwelt Objektbeziehungstheorie: (Melanie Klein u.a.) Abgrenzung zu Freud: Zentral = Bedeutung von Beziehungen zu den (meist belebten) Objekten Beziehungs-Struktur-Modell = interpersonell, relational (2-Personen-Psychologie) Das Objekt = das Gegenüber und das Primäre der Mensch = Objekt suchend zentral bei der Erklärung von Entwicklung, psychischer Struktur u Psychopathologie = Frage nach Bindungsschicksalen (≠ Triebschicksalen wie bei Freud)
  • Erklären Sie Fokaltherapie nach Balint et al. Die Fokaltherapie ist eine Form der psychoanalytischen Kurzpsychotherapie. Sie wurde von Michael Balint und Mitarbeitern entwickelt. Die therapeutische Tätigkeit in einer Fokaltherapie wird auf die Herausarbeitung, Klärung und Bearbeitung eines Kernkonflikts konzentriert. Dabei wird ein Fokalziel bestimmt, das möglichst klar und frühzeitig definiert wird. In der Fokaltherapie sitzen sich Therapeut und Patient gegenüber. Der Therapeut versucht zu Anfang den Kernkonflikt oder Fokus des Patienten durch gezieltes Fragen herauszufinden. Der Patient soll direkt zu diesem Kernkonflikt Gefühle und Gedanken aussprechen.  Hier bleibt als wichtigster Ansatzpunkt für die Deutung der Zusammenhänge  die Interaktion zwischen Patient und Therapeut. Die Besonderheit der Fokaltherapie besteht auch in der begrenzten Zahl der dazu nötigen Gespräche.
  • Beschreiben Sie Kollusion Unter Kollusion versteht man in der Psychologie ein unbewusst abgestimmtes Zusammenspiel zweier oder mehrerer Personen (dem oft unbewusste psychische Motive oder unbewusste Konflikte zugrunde liegen). Hinsichtlich einer Zweierbeziehung hat Jürg Willi den Begriff Kollusion für Fälle geprägt,in denen die neurotischen Dispositionen beider Partner wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen. In diesen Fällen haben beide Partner bestimmte zentrale Konflikte aus früheren seelischen Entwicklungsphasen in ihrer Persönlichkeit nicht verarbeitet und leben nun entgegengesetzte, sich zunächst aber ergänzende „Lösungsvarianten“ dieser inneren Konflikte aus. Die Partner spielen unbewusst füreinander, oft klischeehafte und stereotype, wechselseitig komplementäre Ergänzungsrollen zur Aufrechterhaltung der Beziehung. Bei Paaren, bei denen z. B. eine narzisstische Störung im Vordergrund steht, findet sich oft eine Konstellation, in der einer der Partner bewundert werden will und der andere ihn gern bewundert und idealisiert indem er seinen eigenen nicht gelebten Narzissmus an den anderen delegiert (im Sinne einer interpersonalen Abwehr), während gleichzeitig ein Stück von dessen grandiosem Abglanz auch auf ihn als Partner fällt. Im Zusammenleben kommt es in dem kollusiven neurotischen Arrangement im Laufe der Zeit häufig zu einer zunehmenden Polarisierung, mit der Folge, dass die dann gelebten Extrempositionen für einen oder beide Partner belastend werden (wenn beispielsweise der eine Partner immer unselbstständiger, der andere immer selbstständiger und dominanter wird).
  • Konkordante Gegenübertragung Identifizierung des Therapeuten mit den unbewussten Ich-Zuständen des Patienten
  • Komplementäre Gegenübertragung Identifizeirung des Therapeuten mit den Objekten des Patienten.
  • negative therapeutische Reaktion = Form des Widerstands, bei dem es immer dann zur Verschlimmerung der Symptomatik kommt, wenn im therapeutischen Prozess Besserungen wahrscheinlich werden.   Nach Freud = negative therapeutische Reaktion Ausdruck von Schuldgefühlen
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