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Systemtheorie (Fach) / Christliches Menschenbild & Politische Ordnung (Lektion)
Politische Systeme im Christentum
Diese Lektion wurde von Knastanie erstellt.
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- Unterschied zwischen Thukydides und Christentum - Griechische Geschichte als Kreislauf, Wiederkehr des ewig Gleichen - Christentum: Beginn (Genesis) bis zum Ende (Apokalypse)
- Sklaventum im Judentum - Befreuing aus ägyptischer Sklaverei - Sklaventum mit anderer Ideenevolution: Unrechtsbewusstsein im Hintergrund - Bessere Behandlung der Sklaven (hatten Rechte) -> Kollektiverinnerung
- Veränderung der politischen Ordnung im Judentum im Vergleich zur Antike - Antike: - Herrenmoral: Theodezie des Glücks (Menschen sind ungleich) - reicher arbeitsfreier Aktivbürger: Tugend, Perfektion, Individualismus - Judentum: - Theodezie des Leidens (alle Menschen leiden gleich) - Defizitgestalt: Auf die Erlösung durch die unfassbare Größe Gottes angewiesen -> Neuaspekt des Universalismus/Gleichheit - Gott untersceheidet nicht zwischen Klassen- Verknüpfung zwischen Klassengesellschaft und egalitärer Demokratie durch Prophetie
- Politisches System im Christentum - greift jüdische Tradition der Gleichheit auf - Untergangsprophetie macht weltliche Angelegenheiten uninteressant- -> keine Akzeptanz der Politik, aber keine Konfrontation und kein Wunsch nach Änderungen (z.B. Sklaventum)
- Entwicklung des Urchristentums zu Judenchristen und Heidenchristen - Judenchristen: (jüd. Tradition) - Heidenchristen: helleneistische, griechisch sprechende Tradition - verknüpfen Ideen des Universalismus mit Ideen des Individualismus -> aktive Ausdehnung der Mission auf Nichtjuden Grund: Problematik der aufgeschobenen Parusie (Weltuntergang kommt nicht) -> Notwendigkeit der Alltagsorganisation
- Paulus von Tarsus - erster Organisator im Christentum: klärt Fragen, z.B. Beschneidung von Nichtjuden in jüd. Gemeinden - Meinung: - Gleichheit der Gemeindemitglieder im Glauben, Ungleichheit in der Gesellschaft -> politische Position des christlichen Glaubens: keine soziale Revolution, auch wenn Sklaverei Christentum nicht entspricht, um nicht ausgelöscht zu werden -> Versuch der christlichen Belehrung durch Bitten
- Zwei-Welten-Lehre - Trennung von Religion und Politik - alle sind in der Gemeinde (vor Gott) gleich, aber weltlich folgt man der gesellschaftlichen Ordnung -> Erlösung vor Gott -> politische Anpassungsfähigkeit der Christen ermöglicht die Entwicklung der Staatsreligion des Römischen Reichs (380 n. Chr.)
- Christentum als Staatsreligion - Patriarchate (Kirchenregierungen) im Römischen Reich: - Rom, Konstantinopel, Alexandra, Antiochia, Jerusalem - Verhltnis heidnischer Staat und christliche Kirche resultiert in zwei Ordnungsmodellen:a) Oströmische Kirche: Unterordnung der polit. Ordnungb) Weströmische Kirche: Selbstbehauptung in der Politik -> Machtverfall im Römischen Reich: Politisches und religiöses Machtvakuum durch Kirche gefüllt -> Papst als Pontifex Maximus - Schisma 1054: Trennung der Kirchen aufgrund der Modellvarianten
- Untergang des Römischen Reichs - Sieg der Germanen und Einnahme Roms -> neues Rom-Bild: Stadt nicht mehr polit. Mittelpunkt der Welt, Bedeutung als kulturgeschichtlicher Erinnerungsort - Vermeidung des Untergangs des Christentums durch Aurelius Augustinus: De civitate dei -> Ausgrenzung des politischen aus dem religiösen -> Betonung der kirchlichen Eigenständigkeit - verstärkt Zwei-Welten-Kehrem da Apokalypse ausbleibt - Gläubige benötien Kontrolle durch weltliche Institutionen -> sündiger Mensch bedarf Herrscher (keine Demokratie, sondern Unterordnung) -> darf allerdings nicht tyrannisch sein und muss Religionsausübung zulassen, sonst Widerstand erlaubt (Tyrannenmord)
- Reformation: Irritation durch Protestantismus - wichtiger Vertreter: Martin Luther mit den 95 Thesen gegen Ablassmissbrauch (1517) - Freiheit der Christen (Idee) führt zu 3 Strömungen: a) lutherischer Angriff: Trennung zwischen Kirche und Staat b) Calvin: Bürgerliche Selbstverwaltung mit Einheit von Gesellschaft, Staat und Kirche -> besondere Form der Organisation von Christen c) Münzer (radikal): soziale Gleichheit aller
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