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Systemtheorie (Fach) / Antike politische Philosophie (Lektion)
Politische Systeme in der Antike
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- Welche Verfassungsformen gibt es laut Aristoteles? - Kreislauf der Verfassungen: Auf gute Form folgt entartete Form... - "Gute" Formen: Monarchie (Alleinherrschaft), Aristokratie (Besten-Herrschaft), Polis (Gemeinwesen) - Entartungsformen: Tyrannis (unterdrückende Alleinherrschaft), Oligarchie (Herrschaft weniger), Demokratie (Herrschaft der freigeborener Armer, tugendloser Masse) - Orientierung unmittelbar mit Interesse der Machtinhaber verbunden, d.h. deren Wohl ist mit dem Allgemeinwohl identisch -> Spannung zwischen Macht und Normen
- Wer ist Thukydides? - ca. 455 - 400 v. Chr. - griechischer Stratege und Historiker - Werk: Der peleponnesische Krieg -> politische Dimension - Bemühen um aufklärendes politisches Wirken - Bedeutung praktischer Politik und Theorie: Schnittstelle zwischen Praxis und Reflektion wichtig -> Beschäftigung mit der Ursache und Wirkung von Geschichte führt zum richtigen (politischen) Handeln - Niederschrift des Mündlichen
- Prozess gegen Sokrates - Angeklagt wegen Verführung der Jugend: Demokratisches Athen vs. revolutionärer Führer der Jugend - keine einheitliche und von Schichten/Ständen ubabhängige Idee des Menschseins - Selbstbestimmung und politische Teilhabe ist immer an gesellschaftliche Gruppen gebunden -> Differenz zum universalen modernen Menschenrecht
- Die Demokratie Athens - Polis: von 300.000 Einwohnern Athens nur ca. 30.000 - 50.000 politischhe Subjekte (Teilnahme an Volksversammlungen, Übernahme von Ämtern) -> Nicht-Mitglieder: Sklaven, Frauen, Fremde - Prinzipien der Demokratie: Erfindung des Politischen als Raum freier Bürger - Polis: Gemeinwesen eines Bürgerverbands - Bürgerschatliche Ordnung ohne Gewaltenteilung-> der tugendhafte Bürger bedarf keiner Kontrollinstanzen-> Diskurs über individuelle Tugenden, da das Individuum der Bezugspunkt der Ordnung ist -> Tugendlosigkeit: Ausschluss aus der Gemeinschaft
- Reform des Solon (ca. 594 v. Chr.) - Macht: lag bei Adligen, Solon legt politisches Mitwirken der Bürger fest - Ausweitung der sozialen Basis - Timokratie: 4 Klassen nach Einkommen, die je nach Klasse verschiedene Abgaben und Pflichten hatten - Ausübung von Ämtern durch Bürger (je nach Klasse), z.B. im Volksgericht oder im Rat der 400
- Reform des Kleisthenes - territorale Neugliederung der attischen polis - teilte Athen in 30 Kreise (Demen): 10 städtische Siedlungsgebiete, 10 Binnenlandsgebiete, 10 Küstengebiete -> weitestgehende Selbstverwaltung der einzelnen Demen-> je eins pro Gebiet zu einem Phylen zusammengeschlossen - Ziel: Mischung der Bürgerschaft und politische Integration zu einem politischen und militärischen Großverband, um den Adel in seinen Einflussmöglichkeiten zu schwächen
- Reform des Perikles - Vollendung der Demokratie (von der Isonomie) - Entmachtung der Areopags: Entzug der Aufsichtsfunktion-> Kontrolle der Exektive ging komplett aufs Volk über
- Was ist Isonomie, Deliberation und oikos und polis? - Isonomie: politische Gleichheit aller Vollbürger -> Grundlage für Demokratie - Deliberation: beratende Stimme - Trennung von oikos (Haus - und Wirtschaftsgemeinschaft) und Polis (Bürgermeinde)
- Platons Politeia (Res Publica) - Werk, welches Gerechtigkeit im idealen Staat diskutiert - Zweck des idealen Staats: Idee des Guten zu realisieren und die Bürger dazu zu erziehen, damit sie zu einer harmonischen Gesamtheit werden
- Aristoteles "Die politischen Dinge"/"Politik" -> Griechische Philosophie - Verfassungsformen und Abarten (s. andere Karte) - Frage nach Inklusion/Exkluson im Bürgertum, Unterscheidung des Menschenbildes in "Sein" und "Nichts" - Sein: Menschen höherrangiger Natur, die herrschen und tugendhaft sind, und passiv sind-> Bürger - Nichts: Menschen niederrangiger Natur, die beherrscht werden, zur Arbeit geboren sind (aktiv), nicht tugendhaft -> Sklaven, Frauen, zahme Tiere -> Griechische Antike kennt die Idee des Individualismus, aber nicht die Idee des Universalismus
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