17

Bodenkunde (Fach) / 10. Nährstoffe (Lektion)

Bodenkunde

Diese Lektion wurde von tomki93 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • 01. Was ist der Unterschied zwischen Nährelement und Nährstoff? Nennen Sie die Definition für beides und erläutern sie die Definitionen an einem Beispiel. Nährelemente sind lebensnotwendige chemische Elemente Bsp.: C Nährstoffe chemischen Verbindungen der Nährelemente Bsp.: CO2
  • 02. Nennen Sie die essentiellen Hauptnährelemente für Pflanzen. Welche davon werden von der Pflanze aus dem Boden aufgenommen? Hauptnährelemente:       C,O, H                 → Luft                                     N, P, S, K, Ca, Mg → Boden
  • 03. Welche drei Elemente machen den Großteil der pflanzlichen Biomasse aus?   C, O, H
  • 04. Warum kann man vom Nährelementgesamtvorrat des Bodens oft nicht auf die Verfügbarkeit von Nährelementen schließen? Nährelemente hauptsächlich in gebundener Form (Tonmineralen/Huminstoffen) pflanzenverfügbar Nicht verfügbar in leicht auswaschbarer, salzartiger Form Nicht alle Nährelemente sind verfügbar!
  • 05. Welche Bodeneigenschaften steuern die Verfügbarkeit von Eisen? Geben sie entsprechende Beispiele für Böden bzw. Standorte mit niedriger Fe Verfügbarkeit an. Bodeneigenschaften: pH-Wert Mobilisierung (Verwitterung, Mineralisierung, Desorption) / Immobilisierung (Fixierung, Einbau i. org. Substanz, Adsorption) mikrobielle Prozesse Beispiele: pH Wert= 4 hohe Eisenverfügbarkeit, da es gut gelöst werden kann! Nährstoffaufnahme konkurriert mit Auswaschung (Ausnahmefall), bei hoher Mobilisierung können viele Nährstoffe von der Pflanze aufgenommen werden chem. Verbindung in der Fe vorkommt, Hämatit (Fe2O3) schlecht verfügbar, Goethit (durch Huminsäure gelöst) gut verfügbar    
  • 06. Welche drei Fraktionen unterscheidet man bei KATIONEN zur Einteilung pflanzenverfügbarer Anteile der im Boden vorhandenen Kationen? Welche Prozesse tragen jeweils zur Mobilisierung/Immobilisierung bei?   1) Nachlieferbare Fraktion Austauschbare Fraktion lösliche Fraktion 2) Mobilisierung: Verwitterung, Desorption, Mineralisierung Immobilisierung: Fixierung, Einbau i. org. Substanz, Adsorption
  • 08. Welches Hauptnährelement wird zwar von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommen, kommt ursprünglich aber komplett aus der Atmosphäre (nicht aus Gesteinen oder Mineralen)? Stickstoff
  • 09. Warum ist die Rate der Nährstoffnachlieferung von der Bodenfestphase in die Bodenlösung entscheidend für die Pflanzenversorgung mit Nährstoffen? in der Bodenlösung sollen immer genügend Nährstoffe für Pflanzen verfügbar sein Bodenlösung ist neben Tonmineralen und Huminstoffen die wichtigste Quelle der Nährstoffversorgung Nährstoffe in Bödenlösung sind nicht ortsgebunden
  • 10. Warum ist die Menge eines Elementes, das einer Pflanze zur Verfügung steht nicht nur von Bodeneigenschaften sondern auch von Pflanzeneigenschaften abhängig? Welche Gegenfrage müssten Sie eigentlich stellen wenn jemand nach der Konzentration an pf jede Pflanze nimmt anders Nährstoffe auf und benötigt andere Elemente Gegenfrage: Wieviel Nährstoff ist in der Pflanze vorhanden?
  • 11. Was ist die Rhizosphäre? Welche Bodeneigenschaften sind dort anders als im Boden weiter von der Wurzel entfernt (3 Beispiele) Es gibt die Rhizosphäre „ im weiteren Sinne“ und „im engeren Sinne“. Im weiteren Sinne ist es die Region wo die Wurzel „wächst“. Im engeren Sinne ist es die Region wo die Wurzel „wirkt“. Veränderte Bodeneigenschaften in der Rhizosphäre sind: Nährstoffkonzentrationen, der Ph-Wert und das Redox-Potential
  • Anzeige
  • 12. Welche Möglichkeiten des Transportes von Nährstoffen zur Wurzel gibt es? Interzeption, Massenfluss, Diffusion
  • 14. Welche dieser Transportarten ist/sind besonders stark vom Wurzelwachstum abhängig?   Interzeption: Wurzeln wachsen aktiv zu den Nährstoffen    
  • 15. Die Konzentration an Essigsäure-extrahierbarem P im Boden beträgt 25 mg P/kg Boden. Die Lagerungsdichte des Bodens beträgt 1,3 g/cm³. Wie hoch ist der Vorrat an extrahierbarem P im Wurzelraum (Einheit: kg/ha), wenn: (1) die Durchwurzelungstiefe 3 (1)Volumen V=100m*100m*0,3m=3000m³=3*10^9cm³  p=1,3g/cm³ m=p*V=3,9*10^9g=3,9*10^6kg   m(Phosphor)=25mg   Anteil (Phosphor/Hektar)=97500000mg=97500g=97,5kg/ha   Gesamtformel: V=p*c*t(Tiefe) (2)p=1,3g/cm³; c=25mg/ha; t=90cm V=1,3g/cm³*25mg/ha*90cm =2925µg/cm²= 292,5kg/ha
  • 16. Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen Weizen-Ertrag und N-Verfügbarkeit. Warum findet sich solch ein Zusammenhang für die Biomasseproduktion in einem naturnahen Ökosystem häufig nicht? Solche einfachen Zusammenhänge zwischen Nährstoffkonzentration und Biomasseproduktion finden sich in Monokulturen, wie den meisten ackerbaulichen Systemen in natürlichen Ökosystemen kommt es zur Artenverschiebung weil unterschiedliche Arten unterschiedlich gut an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst sind. "
  • 17. Beschreiben Sie kurz, wie man den N-Düngerbedarf in der Landwirtschaft ermittelt.   Düngerbedarf = Soll-Konz. – Ist-Konz.
  • 18. Auf welche Eigenschaften wirkt sich Düngung im Wald aus, die auf dem Acker keine Rolle spielen? verstärktem Zuwachs (v.A. durch Kräuter). Das Wachstum der Kräuter ist stickstofflimitiert.   kaum Kräuter auf Acker da Herbizide Ackerböden überdüngt durch Gülledüngung, sodass zusätzliche Düngung keinen Einfluss mehr hat.
  • 19. Nennen Sie zwei der Ellenbergzeigerwerte, die im Zusammenhang mit der Nährstoffverfügbarkeit stehen. Lichtzahl  (z.B. 1=Schattenpflante / 9=Volllichtpflanze)) Reaktionszahl (geben den phWert an)