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Einführung Kostenrechnung (Fach) / Kostenartenrechnung (Lektion)

Kostenartenrechnung

Diese Lektion wurde von anjaschacherl erstellt.

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  • Warum können Kalkulationen, die von Vergangenheitswerten ausgehen, zu falschen Entscheidungen führen? Vergangenhaitswerte können nicht so ohne weiteres in die Zukunft projiziert werden. Künftige Entwicklungen müssen analysiert, geschätzt und mit einbezogen werden.
  • Welche Haptaufgaben hat die Kostenrechnung? Kostenkontrolle Entscheidungshilfe
  • Nenne drei Teilbereiche der Kostenrechnung und ihre Aufgaben Kostenartenrechnung: Erfassung der angefallenen Kosten, zeitliche und sachliche Abgrenzung, Analyse und Überprüfung auf die wirtschaftliche Notwendigkeit Kostenstellenrechnung: Verteilung der Kostenarten auf die Kostenstellen, in denen sie entstanden sind. Im MIttelpunkt steht der Betriebsabrechnungsbogen - BAB Köstenträgerrechnung: Zurechnung der Kosten zu den Kostenträgern = Kalkulation oder Selbstkostenrechnung  
  • Die wichtigsten Phasen in der Geschichte der Kostenrechnung? Industrialisierung: Industrielle Fertigung Ende des 19. Jahrhunderts erfordert eine Kostenrechnung 15.11.1938: Erlass der LSÖ - Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber 16.01.1939: Allgemeine Grundsätze der Kostenrechnung Nach 2. Weltkrieg: Umstellung der Kostenrechnung auf marktwirtschaftliche Verhältnisse 21.11.1953 LSP als Anlage zur VPöA: Verordnung über die Preise bei öffentlichen Aufträgen 29.05.1967: Neues Umsatzsteuergesetz, das 01.01.1968 in Kraft trat 05.11.1970: Neuer Industriekontenrahmen (IKR) 1972: Aufbau führungsbezogener Kosten- und Leistungsrechnung durch den BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie)
  • Welche Unterabteilungen der Abteilung Kostenrechnung kann man unterscheiden? Betriebsabrechnung mit Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerzeitrechnung Kalkulation mit Vor- und Nachkalkulation  
  • Unterschied Kostenträgerzeitrechnung und Kostenträgerstückrechnung Kostenträgerzeitrechnung: Wöfür sind die Kosten in einem Zeitraum (Monat) entstanden? Kostenträgerstückrechnung: Wie hoch sind die Kosten pro Kostenträger (Produkt, Serie , usw.)
  • Aufgaben der Betriebsabrechnung und der Kalkulation 1. Betriebsabrechnung: Übernahme der Aufwendungen aus der Buchhaltung Zeitliche und sachliche Abgrenzung Analyse und Vervollständigung um Zusatzkosten Verteilung der Kosten in der Kostenstellenrechnung - genaue Zurechnung auf die Kostenträger In der Kostenträgerrechnung werden die Kosten den Erzeugnissen oder Erzeugnisgruppen zugeprdnet. 2. Kalkulation: Ermittlung der Selbstkosten pro Stück, Liter, Auflage, Serie
  • Welche drei Merkmale gehören zum Kostenbegriff? 1. Verzehr oder Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen (Arbeitskraft) 2. Bewertung des Verzehrs oder Verbrauchs in Geldeinheiten 3. Der Werteverzehr erfolgt zum Zweck der Erstellung einer betrieblichen Leistung
  • Nenne Kosten, die keine Ausgaben sind Unentgeltliche Erwerb von Anlagen Anlagegüter werden über den Anschaffungswert hinaus abgeschrieben Selbst erstellte Güter oder Anlagen werden im Betrieb verwendet Zusatzkosten: Unternehmerlohn, Eigenlapitalzinsen
  • Wann entstehen Ausgaben und Kosten zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt nachträglich bezahlte Löhne, Gehälter, Mieten, Rohstoffe Zahlung von Rohstoffen, die erst später verbraucht werden
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  • Aufwendungen und Kosten stimmen nicht überein Zusatzkosten und Anderskosten Neutrale Aufwendungen zu Verrechnungspreisen (Planpreisen) bewertete Kosten
  • Wie unterscheiden sich Ausgaben, bzw. Aufwendungen und Kosten in der Bewertung? Ausgabe, bzw. Aufwendungen: Es wird an die Ausgabe angeknüpft. Kosten: werden häufig losgelöst von den tatsächlichen Preisen - mit Verrechnungspreisen , Nomal- oder Planwerten angesetzt
  • Zähle die einzelnen Gruppen der neutralen Aufwendungen auf 1. Betriebliche, außerordentliche Aufwendungen: betrieblich aber außerordentlich 2. Betriebsfremde, ordentliche Aufwendungen 3. Betriebsfremde, außerordentliche Aufwendungen außergewöhnliche und periodenfremde
  • Wesentliche Merkmale der Fertigungstypen Massenfertigung, Einzelfertigung, Serienfertigung Massenfertigung:gleichartige Produkte, große Zahl, gleichartige Ausgangsstoffe, Lagerproduktion Einzelfertigung: Produkte unterscheiden sich in Größe, Art der eingesetzten Stoffe, Auftragsfertigung Serienfertigung: gleichartige oder ähnliche Produkte, Produktion nebeneinander oder nacheinander (Serie)
  • Auswirkungen auf Kostenrechnung: Massen-, Einzel-, Serienfertigung? Massenfertigung: Erfassung der gesamten Kosten in der Kostenartenrechnung Gegenüberstellung der gesamten Kosten und de Produktzahl in der Kostenträgerrechnung (Kalkulation) Einzelfertigung: Erfassung der Kosten getrennt nach Einzel- und Gemeinkosten in der Kostenartenrechnung Direkte Zuführung der Einzelkosten zur Kostenträgerrechnung Umrechnung der Gemeinkosten in der Kostenstellenrechnung n Zuschlagsätze Bereitstellung der Zuschlagsätze in der Kostenträgerrechnung (Zuschlagskalkulation) Serienfertigung: Erfassung der Kosten getrennt nach Einzel- und Gemeinkosten in der Kostenartenrechnung für jede Serie Behandlung der Einzel- und Gemeinkosten wie bei der Einzelfertigung In Kostenträgerrechnung: erst Zuschlagskalkulation für die Serienkostenermittlung, dann aber Divisionskalkulation für die Kosten pro Stück jeder Serie
  • Welche Aufgaben erfüllt die Kostenartenrechnung? In der Kostenartenrechnung werden die Kosten erfasst, bewertet, gegliedert und abgegrenzt
  • Welche Einteilungen können wir für die Kostenarten wählen? nach neuem IKR von 1970 entsprechend den Kontenklassen 6 und 7 nach der Verrechnung der Einzelkosten und Gemeinkosten nach der Zusammensetzung in ursprüngliche und abgeleitete Kosten nach der Abhängigkeit der Beschäftigung in fixe (feste) und variable (veränderliche) Kosten
  • Was versteht man unter kritischen Kosten? Kritische Kosten sind Kosten, die aufbaufähig sind
  • Wie werden Kosten mengenmäßig erfasst? Nach tatsächlich verbrauchten Mengen durch: Wiegen Zählen Messen usw. Zum Teil sind Schätzungen erforderlich. In der Praxis werden vor allem Materialentnahmescheine oder Stücklisten für die Erfassung der Kosten verwendet.
  • Vor- und Nachteile der Bewertung der Kosten zu Anschaffungs-, Tages-, Verrechnungspreisen? Anschaffungspreise Tagespreise Verrechnungspreise Vorteile Übernahme aus Buchhaltung möglich, entspricht Nominalprinzip, Handels- und Steuerrecht große Aktualität, entspricht Tageswertprinzip erleichtert die Abrechnung, Ausschaltung von Markteinflüssen, Kontrolle der Kosten beschränkt sich auf das Mengengerüst Nachteile beim Stoffverbrauch schwer feststellbar, bei steigenden Preisen keine reale Kapitalerhaltung schwankende Preise in der Kostenrechnung, widerspricht Handels- und Steuerrecht für Bilanz ist eine Umbewertung der Bestände vorzunehmen, in der Kalkulation werden nicht die tatsächlichen Kosten berücksichtigt
  • Wie werden Gutschriften auf Kostenkonten wegen außerbetrieblicher Nutzung der Leistungen behandelt? Z.B. erstattete Telefongebühren? Eine korrigierende Gutschrift wird als "negative Kosten" dem Kostenkonto gutgeschrieben. Gutschrift auf Kosten wegen außerbetrieblicher Nutzung der Leistung werden/soll als Nebenkosten gebucht werden
  • Wieso werden neben den Einzelkosten Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne noch Sondereinzelkosten erfasst? Je mehr Einzelkosten verrechnet werden, umso genauer wird die Kalkulation.Gemeinkosten sind trotz intensiver Bemühungen dem Kotenträger nicht exakt zurechenbar.
  • Nenne die wichtigsten Sondereinzelkosten der Fertigung Energiekosten Forschungs- und Entwicklungskosten Kosten für Spezialwerkzeuge Lizenzgebühren
  • Nenne die wichtigsten Sondereinzelkosten des Vertriebs Verpackungsmaterialkosten Beförderungskosten Vertreterprovisionen
  • Warum ist die Gemeinkosteneinteilung nach IKR, Klassen 6 und 7, für Kostenrechnung unbrauchbar? Ist an aktienrechtliche Gliederung für GuV Rechnung angelehnt. Berücksichtigt nicht die Erfordernisse der Kostenrechnung
  • Welche Gemeinkostengruppen müssen wir nach moderner Verrechnung unterscheiden? fixe Gemeinkosten variable Gemeinkosten
  • Brenn- und Treibstoffe, welche Arten gibt es? fester Zustand: Kohle flüssiger Zustand: Mineralöle gasförmiger Zustand: Gas, Dampf
  • Erläuertung Instandhaltungskosten Kosten für die laufende Wartung und Pflege der Anlagen. Sie sind als eine Art Ersatzbeschaffung für den vorher eingetretenen Verschleiß der Anlagen zu betrachten.
  • Welche Steuern gehören zu den Betriebssteuern? Gewerbeertragssteuer Grundsteuer, Sondersteuern öffentliche Abgaben, die für das Betreiben des Gesamtbetriebes oder einzelner Betriebsabteilungen zu zahlen sind
  • Welches sind die wichtigsten Vertriebskostenarten? Marktforschungskosten Werbekosten Verpackungskosten, soweit nicht Sondereinzelkosten Vertreterkosten Transportkosten, soweit nicht Sondereinzelkosten Außenhandelsgebühren Kosten für Verkäufer- und Vertreterschulung
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  • Warum können kalkulatorische Kosten keinen Einfluss auf das Gesamtbetriebsergebnis nehmen? Sie gehen z.T. als verrechnete kalkulatorische Kosten als "Ertrag" (+) in das neutrale Ergebnis ein. Zum anderen werden sie als Kosten (-) in der KLR erfasst - Betriebsergebnis. Es findet also eine Aufhebung statt - rein-raus
  • Welche Verbrauchsfolgeverfahren ist bei steigenden Materialpreisen sinnvoll und warum? Die LiFo Methode: Die Güter mit dem niedrigsten Preis bleiben im Bestand, das mindert den Gewinn.
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Hilfs- und Betriebsstoffen? Hilfsstoffe gehen mit unwesentlichem Anteil in das Endprodukt mit ein: Bsp. Garne bei Schuhfabrikation Betriebsstoffe gehen nicht in das Endprodukt ein: z.B. Schmierstoffe für anlage. Sie dienen der Aufrechterhaltung des Produktionsprozesses
  • Befundrechnung für Erfassung der Materialkosten Verbrauch = Anfangsbestand + Zugänge - Endbestand nur sinnvoll wenn alle Materialien nur einen Kostenträger betreffen Diebstahl, Schwund, Auslaufen und Ä. kann erfasst werden
  • Rückrechnung zur Erfassung des Materialverbrauchs Hier geht man vom Enderzeugnis aus: Verbrauch = Sollverbrauchsmenge je Erzeugnis x Anzahl hergestellte Erzeugnisse
  • Worin liegt der Unterschied zwischen Fertigungs- und Hilfslöhnen? Fertigungslöhne sind Löhne für unmittelbar an den Kostenträgern geleistete Arbeiten. Sie können als Einzelkosten pro Kostenträger erfasst werden. Hilfslöhne sind Löhne, die nur mittelbar der Bearbeitung de Erzeugnisse dienen. Sie können nur als Gemeinkosten verrechnet werden.
  • Welche vorteile bietet der Zeitakkord gegenüber dem Geldakkord? 2 Vorteile: 1. Bei verschiedenen Einzelleistungen können die Minuten addiert werden. Es muss nicht jede Einzelleistung gesondert abgerechnet werden. 2. Bei Lohnerhöhungen braucht nur der Minutenfaktor erhöht zu werden.
  • Warum sollten die Arbeitszeiten in der Kostenrechnung mit Verrechnungs- oder Planlohnsätzen bewertet werden? Verrechnungslohnsätez biten den Vorteil, dass gleiche Arbeitsvorgänge mit dem gleichen Lohnsatz verrechnet werden. Kontrollen und Vergleiche werden erleichtert
  • Wie verteilen sich Urlaubslöhne und Gratifikationen statistisch mithilfe von Kostenverteilungskarten? Die statistische Verteilung erfolgt mithilfe von Kostenverteilungskarten, aus denen die Jahreszahlung und die monatlichen Anteile hervorgehen.
  • Welche kalkulatorischen Kosten unterscheidet man (6)? kalkulatorische Abschreibungen kalkulatorische Zinsen kalkulatorische Wagnisse kalkulatorische Unternehmerlohn kalkulatorische Miete sonst. kalkulatorische Kosten
  • Warum verrechnen wir in der Kostenrechnung kalkulatorische Abschreibungen? Kalkulatorische Abschreibungen werden verrechnet, um den richtigen Wertverzehr der Anlagen in der Kostenrechnung zu erfassen.
  • Von welchem Betrag aus berechnen wir die kalkulatorischen Abschreibungen? Um die reale Kaüitalerhaltung sicherzustellen, müssen Abschreibungen vom Wiederbeschaffungswertberechnet werden.
  • Wodurch wird die Nutzungsdauer eines Anlagegutes bestimmt? durch wirtschaftlich-zeitliche Faktoren technisch-verbrauchsbedingte Faktoren
  • Wie werden Abschreibungenberichtigt, wenn sich nach drei Jahren herausstellt, dass die geschätzte NUtzungsdauer nicht erreicht oder überschnitten wird? Der Buchwert zum Zeitpunkt der Berichtigung wird festgestellt und auf die restliche Nutzungsdauer verteilt.
  • Worin liegt der Unterschied zwischen bilanzmäßigen und kalkulatorischen Abschreibungen? Bilanzmäßige Abschreibungen: Handels- und steuerrechtliche Vorschriften sind zu beachten. Sie stellen ein wichtiges Instrument der Bilanz- und Gewinnmanipulation dar. Aus Vorsichtsgründen werden eher zu hohe als zu niedrige Abschreibungen vorgenommen. Kalkulatorische Abschreibungen: Es wird versucht, den Wertverzehr der Anlagegüter möglichst richtig zu erfassen, unabhängig von steuer- und bilanzpolitischen Erwägungen
  • Vor- und Nachteile lineare Abschreibung Vorteile: rechnerisch einfach gleichmäßiger Aufwand in allen Perioden richtig bei ausschließlich rechtlichen Ursachen Nachteile: entspricht nicht den komplexen Abschreibungsursachen
  • Vor- und Nachteile der leistungsabhängigen Abschreibung Vorteile: gut bei ausschließlich leistungsabhängigen Abschreibungsursachen rein proportionale Kosten Nachteile: entspricht wie die lineare Abschreibung nicht den komplexen Abschreibungsursachen
  • Vor- und Nachteile degressive Abschreibung Vorteile: wirtschaftliche Ursachen sind gut berücksichtigt gleichmäßiger Gesamtaufwand (hohe Abschreibung - geringe Reparaturen und umgekehrt) Nachteile: Abschreibungsquoten verhalten sich umgekehrt zum technischen Verschleiß rechnerisch kompliziert
  • Wie wird das betriebsnotwensige Vermögen berechnet?   Summe der Vermögensseite der Bilanz (Aktiva) + Stille Reserven - passive Wertberichtigungen - in der Vermögensseite enthaltene nicht betriebsnotwendige Vermögensteile = betriebsnotwendiges Vermögen - zinsfreies Abzugskapital = betriebsnotwendiges Kapital
  • Welcher Zinssatz wird bei der Berechnung der kalkulatorischen Zinsen angesetzt? Den, den de Unternehmer risikolos und ohne Arbeitsaufwand dauerhaft erzielen kann. Dieser Satz hängt von der Höhe des Kapitals und den privaten Verhältnissen ab. Als Ansatzpunkt kann der Zinssatz für erststellige Hypotheken oder für öffentliche Anleihen dienen.