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Pflichtliteratur M1 (Fach) / 3 Psychologische Schulen im 17. und 18. Jhd (Lektion)
- 3.1.3 Zur Wissenschaftspolitik Wundes revolutionäre Bedeutung seiner Wissenschaft bewusst.: psychische Prozesse auf eine physiologische Grundlage zurückzuführen, die Philosophie durch experimentelle Beweise auf eine neue Grundlage stellen. wenn wir heute keine psychologische Schulen kennen, liegt daran, dass ungleiche Behandlung der Universitäten im Deutschen Reich und damalige Breufspraxis die herausbildung von Schulen begünstigten Fechner und Weber haben in Leipzig gelehrt als Wundt berufen wurde. = Bgründer der Psychophysik Die ersten Instrumente waren Wundts Privatbesitz, dann Schenkungen, dann Zuschüsse zum Ankauf von Apparaten hatte ein Dutzend Mitarbeiter die in Vierer- Dreiergruppen an einem Thema arbeiteten. Mitarbeiter waren meist Mathematiker,Naturwissenschaftler die sich philosophische und methodische Grundkenntnisse aneignen mussten Psychologie gab es weder als Diplomstudiengang noch als eigenes Prüfungsfach. Psychologen lehrten an Universitäten auf Philosophie-Lehrstühlen, erhielten, wenn gut, Zulauf von Gymnasiallehrern →Zorn der eigentlichen philosophischen Fachvertreter
- 3.1.4 Zu den Wirkungen der Leipziger Schule prägte zahlreiche Schüler: Kraepelin, Cattell, Titchener, Meumann, Münsterberg, Külpe, Moede, Krueger, Marbe, Hellpach... Manche Entwicklungen hatte Wundt aber verhindert: wandt sich mit seiner Bewusstseinspsychologie gegen die Ausweitung des Experiments auf höhere psychische Prozesse, und gegen angewandt psychologische Fragestellungen. Leistungen von Meumann und Münsterberg stand er skeptisch gegenüber mit seiner Völkerpsychologie hat er die Entstehung einer experimentellen Sozialpsychologie behindert (lehnte experimentelle Untersuchungen sozialer Prozesse ab) interindividuelle Unterschiede im Sinne von Persönlichkeitsmerkmalen wurde von Wundt ignoriert trotz dieser "Behinderungen" hat die Leipziger Schule die Psychologie sehr beflügelt: Methodenlehre begünstigt, hat Geschichte Statistik Experiment versucht in Psy zu integrieren über Schüler den Aufstieg der Psy zu einer emp. Forschung herbeigeführt
- 3.2. Die Würzburger Schule 3.2.1 Grundzüge und Methoden Begründer = Oswald Külpe löst sich immer mehr von der Wundtschen Psy→ wird Anhänger Brentanos: das wesentliche der seelischen Erscheinungen in ihrer Intentionalität (Aktpsychologie) Seele, Subjekt , Ich, Bewusstsein, Seelenvermögen = psychologische Grundbegriffe akzeptiert das unbewusste betont Einheit der Seele: "alle Einzelheiten unseres Bewusstseins werden zu Einheiten zu Ganzen zusammengefasst, in denen eine Tendenz, ein Gedanke, ein ziel eine Aufgabe, im Mittelpunkt stehen, während das übtige ein- und untergeordnet bzw. ausgeschaltet wird. je nachdem er dieser Tendenz dient oder fremd ist. Selbstbeobachtung = Grundmethode Ausbildung der Vp zur Selbstbeobachtung Versuchsleiter muss Versuche möglichst innerlich mitmachen zentrale Methode = systematische, eyperimentele Selbstbeobachtung bei Denkprozessen.= experimentelleHerbeiführung bestimmter psychischer Vorgänge, genaue Schilderung der dabei hervorgehenden Erlebnisse Beispiel, Külpe stellt Vp Frage: verstehen sie diesen Satz? : Das Denken ist außerordentlich schwer, dass manche es vorziehen zu urteilen.→ Vp hatten so genau wie mögl zu beschreiben was sie bei ihrem Denkversuch erlebten. in anderen Versuchsreihen wurden Assoziationen und Gedankenprozesse die Vp auf bestimmte Reizwörter äußerten sowie Urteilsprozesse beim Verglelichen von Gewichten untersucht.