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Modul 1 - 03435 Kulturelle Vielfalt (Fach) / Kapitel 2 - Definitionen, Theorie und Forschung (Lektion)
Definitionen, Theorie und Forschung
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- Diversität (2 Dimensionen) primäre Dimension: angeborene, unveränderliche Merkmale (Ethnie, Geschlecht) sekundäre Dimension: erworbene, veränderbare Merkmale (Ausbildung,Wohnort, Familienstand)
- Daniels und Macdonald (2005) unterscheiden 3 Aspekte von Diversität: 1.social category diversity (analog zu primären) 2.informational diversity (analog zu sekundären) 3.value diversity (Überzeugungen, Einstellung und Werte) Einstellung = subjektive Bewertung eines Objekts kulturelle Werte = allg. erstrebenswerte Zustände,übergeordnet handlungsleitende Ziele
- Kultur: -wird sozial vermittelt und daher relativ zeitstabil -bezieht sich auf sozial geteilte Überzeugungen,Werte, Praktiken, Ideen und Gewohnheiten -Faktoren (distal, proximal, evolutionär) beeinflussen sowohl soziale Situationen selbst, als auch die subjektiven Interpretationen dieser Situationen. Diese Interpretationen beeinflussen, wie und was ein Mensch in einer Situation denkt, fühlt und handelt.
- Theorie der sozialen Identität zentraler Ausgangspunkt:Zugehörigkeit zu einer soz. Gruppe prägt Selbstkonzept eines Menschen
- Theorie der sozialen Identität zentraler Ausgangspunkt:Zugehörigkeit zu einer soz. Gruppe prägt Selbstkonzept eines Menschen - Selbstdefinition (personelle Identität) = einzigartiges Individuum („ich“ vs. „ihr“) - Selbstdefinition (soziale Identität) = austauschbares Gruppenmitglied („wir“ vs. „die“)
- → Prozess der „Internalisierung“ Werte und Normen aus der soz. Eigengruppe werden in eigene Selbst-Definition aufgenommen
- soziale Minoritäten (stigmatisierte Gruppe) haben höheres Risiko für geringes Selbstwertgefühl, durch sozial niedrigen Status, jedoch auch nicht immer der Fall
- Stereotype und Vorurteile Stereotype= gemeinsam geteilte Überzeugungen innerhalb einer sozialen Gruppe/ Kultur
- Heterostereotype Einstellung gegenüber Fremdgruppen
- Autostereotype Einstellung gegenüber Eigengruppenmitgliedern
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- Metastereotype was denken Fremdgruppen über Eigengruppe
- Stigmatisierung: negativ bewertetes Attribut, Abweichung von normativen Werten
- Auswirkungen von Stereotypen -soziale Exklusion (z.B. bei Behinderten, weitere Risikofaktoren: Armut; Kinder) -stereotype threat (Angst, dass man Vorurteile bestätigen könnte → Druck) -systematische Unterscheidung zwischen Einstellung und Verhalten (positive Einst. dennoch negatives Verhalten, z.B. weil man denkt die anderen erwarten es)
- Pflichtlektüre: Petersen, Vorurteile und Diskriminierung -Zusammenhang zwischen Vorurteilen und Diskriminierung zwar nachweisbar jedoch nicht so stark -offene Vorurteile: negative Emotion, direkte Diskriminierung, Annahme Gefahr fürs Wohlergehen -subtile Vorurteile:starke Emotionen; nur bei Aufforderung durch Autoritäten, bei Verteidigung von Tradition,Wahrnehmung kultureller Unterschiede, keine pos. Emotionen gegenüber Fremdgruppe -bei keiner Instruktion/Tendenz zur Diskriminierung auch keine Diskriminierung erkennbar → Erklärung durch sich entwickelte Norm, die offen-ausländerfeindliche Einstellung verbietet