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VPE (Fach) / 10 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von fatih57 erstellt.

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  • Rechnerunterstützung in einzelnen Konstruktionsphasen für verschiedene Konstruktionsarten siehe Vorlesung 
  • Der Begriff „Anforderung“ Anforderungen legen die qualitativen und quantitativen Eigenschaften eines künftigen Produktes oder Services aus Sicht des Auftraggebers fest.  • Messlatte für das Qualitätsmanagement, für Test, Validierung und Abnahme eines Produktes Anforderungen werden von Produktentwicklern in enger Zusammenarbeit mit Vertriebsingenieuren definiert   Anforderungsquellen  -Kunden (z.B. bei Einzelfertigung)  • Marketingabteilungen (z.B. bei Massenfertigung)  Anforderungsdokumentation • Lastenheft: strukturierte Liste der Anforderungen aus der Sicht des Kunden / des Auftraggebers  • Pflichtenheft: strukturierte Liste der Anforderungen aus der Sicht des Auftragnehmers Verfeinerung des Lastenheftes   
  • Probleme im Umfeld der Anforderungsbearbeitung Anforderungen sind oft:  - unvollständig  - vage, verschwommen  - widersprüchlich  - falsch (durch falsche Interpretation der Kundenwünsche)  - nicht strukturiert (meistens nur Texte oder Tabellen)  Anforderungsfehler werden im Produktlebenszyklus oft zu spät erkannt   Änderungen sind kosten- und zeitintensiv   Zusammenhänge zwischen Anforderungen und Produktlösungen sind nicht nachvollziehbar  Probleme bei Änderungen der Anforderungen  Endanwender werden bei der Anforderungsdefinition nicht ausreichend involviert.  Anforderungslisten sind nicht konform mit Dokumentationsvorschriften 
  • Qualitätsanforderungen an Produktanforderungen • Vollständig  • Eindeutig  • Verständlich  • Redundanzfrei  • Nachprüfbar  • Priorisiert  • Widerspruchsfrei  • Zurückführbar
  • Vollständig Die Anforderungen sind vollständig, wenn sie die zu beschreibende Komponente komplett beschreiben (innere Vollständigkeit).  • Die Anforderungen sind vollständig, wenn sie alle relevanten Anforderungen der nächst höheren Abstraktionsebenen (z.B. System, Modul, Fahrzeug) berücksichtigen (äußere Vollständigkeit). 
  • Eindeutig Die Anforderung ist eindeutig, wenn sie für verschiedene Leser  keine unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten lässt
  • • Verständlich Die Anforderung ist verständlich formuliert, wenn sie mit den vorliegenden Informationen vom erwarteten Leserkreis eindeutig verstanden werden kann
  • Redundanzfrei Ein Anforderungsdokument ist redundanzfrei, wenn sich  Aussagen in den darin enthaltenen Anforderungen nicht  wiederholen(gilt inklusive mitgeltender Unterlagen).
  • Nachprüfbar Ein Anforderung ist nachprüfbar, wenn sie einzeln prüfbar und möglichst messbar ist. 
  • Priorisiert Ein Anforderung ist priorisiert, wenn ihre Wichtigkeitsstufe (gegenüber anderen Anforderungen) verbindlich festgelegt ist
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  • Widerspruchsfrei Eine Anforderung ist widerspruchsfrei, wenn sich  Anforderungen innerhalb des Anforderungsdokuments oder  mit Anforderungen in mitgeltenden Unterlagen nicht  widersprechen.
  • • Zurückführbar Eine Anforderung ist zurückführbar, wenn ursprüngliche  Benutzeranforderungen und Zusammenhänge zwischen  Anforderungen und Produktlösungen leicht nachvollziehbar  sind. 
  • Anforderungs-Engineering Das Anforderungs-Engineering ist ein kooperativer, iterativer, inkrementeller Prozess, dessen Ziel es ist zu gewährleisten, dass    alle relevanten Anforderungen bekannt und in dem erforderlichen Detaillierungsgrad verstanden sind,    die Betroffenen eine ausreichende Übereinstimmung über die bekannten Anforderungen erzielen,    alle Anforderungen konform zu den Dokumentationsvorschriften dokumentiert bzw. konform zu den Spezifikationsvorschriften spezifiziert sind. 
  • Anforderungsmanagement Anforderungsermittlung, Anforderungsmodellierungund doku, Anforderungsanalyse, Anforderungssimulation oder verifikation, Anfoorderungsverschiedung
  • Anforderungsermittlung • Entwicklung eines Verständnisses für die Problemstellung  • Durchführung von Bedarfs- und Ist-Analysen (falls erforderlich)  • Definition der Benutzerschnittstelle  • Festlegung der Qualitätsmerkmale  • Beschaffung fehlender Informationen durch Beobachtungen, Messungen, Gespräche, Fragebögen   • Wichtig dabei: Systematische Vorgehensweise, Berücksichtigung von Konsistenz und Vollständigkeit, Auflösung von Konflikten
  • Anforderungsmodellierung und -dokumentation Exakte Formulierungen der Einzelanforderungen  • Modellbildung  • Ansammlung von Wissen in Datenbank  • Systematische (inhaltliche) Gruppierung und Klassifikation der Einzelanforderungen  • Beschreibung der Zusammenhänge  • Unterteilung in unbedingt notwendige und wünschenswerte Anforderungen  • Aufbau eines Anforderungsdokumentes 
  • Anforderungsschablone Die Anforderungsschablone gibt eine klare Anleitung vor, wie Anforderungen zu erstellen sind.  Bedingung, Verbindlichkeit, Subjekt, Charakter der Aktivität, Objekt, Aktion 
  • Anforderungsanalyse / -simulation • Gemäß den zuvor vorgestellten Qualitätskriterien (z.B. interne, externe Konsistenz; Vollständigkeit, …)  • Feststellung, ob Beschreibung den Kundenwünschen entspricht (Adäquatheit)  • Durchführbarkeitsstudie (technische, personelle und ökonomische Aspekte und Risiken)  Techniken  • Interviews, Checklisten, Szenarien, Inspektionen, Reviews, mathematische Beweise  • Simulationen, Prototypen  • Kostenschätzung, Risikoanalyse 
  • Beispiel eines Anforderungsmanagement-Werkzeug: DOORS DOORS = Dynamic Object Oriented Requirement System  Hersteller: Telelogic, Malmö (Schweden), seit 2008 Teil von IBM Rational  Anzahl Anwender: mehr als 40.000 Anwender, mehr als 700 Firmen weltweit (z.B. bei Audi, BMW, Bosch,  Daimler, Siemens)  Anwendungsschwerpunkt: hauptsächlich in der Telekommunikations- und Automobilbranche 
  • Wieist die heutige Vorgehensweise in der Produktentwicklung. Produktplanung und Marketing:Funktionsmodellierung, Lösungsmodellierung, Gestaltung und Detaillierung Produktentwicklung Produktionsplanung und Technische Beschaffung: Produkt Verifiaktion ist ein iterativer Prozess bestehend aus den oben genannten Phasen  läuft parallel in den verschiedenen Disziplinien 
  • Visualisierungs- und Verifikationssysteme DMU, Virtual Reality, Simulations Syteme(CAE) 
  • Definition Funktion Anforderungen an eine Anlage, Maschine oder Baugruppe bestimmt deren Funktion. Sie beschreibt den gewollten Zweck. Sie kann in Teilefunktion zerlegt werden.
  • Wirkstruktur Zu den Teile -Funktionen müssen Wirkprinzipien gefunden werden, die später zu einer Wirkstruktur zusammengefügt werden. Das Wirkprinzip enthält den für die Erfüllung einer Funktion erforderlichen physikalischen Effekt, sowiedie geometrischen und stofflichen Merkmale. 
  • Funktions- und Wirkstrukturmodellierung Probleme: 2D- Darstellung der Wirkstrukturen, schlechte Team-Kommunikationsmöglichkeit, Lösungskatalog berücksichtigt nicht die Verträglichkeit und die Kombinationsmöglichkeit der Lösungen unterschieldicher Teilefunktionen zueinander, die Eigenschaften von Lösungen können nicht mit quantitativen Kenngrößen beurteilt werden.