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Psychologie (Fach) / Behavioristisches Paradigma (Lektion)
Kurs Einführung / Geschichte der Psychologie
Diese Lektion wurde von Annkathete erstellt.
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- Kontinguität und Kontingenz Kontinguität Kopplung von psychischen Elementen durch raumzeitliche Nähe. Zusammentreffen von Reiz und Reaktion. Für Guthrie (klass. Behaviorismus) zentraler Punkt für das Lernen. Kontingenz Verhaltensebene: Kopplung von Reizen, Reaktionen und Reiz-Reaktions Paaren durch zeitliche Nähe. (kommt von contingere sich berühren u. von zeitlich zusammen fallen)
- Law of Effekt Der Erfolg einer Reaktion erhöht deren Auftretenswahrscheinlichkeit
- Motivation und Emotion im Behaviorismus Diese haben nur die funktionale Rolle des Förderns und Hemmens von Lernprozessen (positive / negative Verstärkung)
- Gedächtnis und Denken im Behaviorismus Es wurde versucht, Denken und Gedächtnis auf "Lernen" zu reduzieren. Das Lernen besteht dabei in der Vorhersage von Reizen und Reaktionen. (Kontiguität spielt eine Rolle hierbei!)
- Objektivismus und Reduktivismus Psychologische Forschung soll im Rahmen des behavioristischen Paradigmas auf intersubjektiv beschreibbaren Prozessen basieren.
- Annahmen des Behaviorismus zu angeborenen Faktoren Annahmen zu angeborenen Faktoren Wenige Annahmen hierzu im Behaviorismus. Es wird eher die Auffassung eines sehr plastizitiven Organismus vertreten, Umweltverhältnisse kontrollieren diesen (Environmentalismus) Es wird auch keine Annahme über die innere Organisation des Organismus getroffen, oder etwa über angeborene Verhaltensprogramme. Der Organismus bringt nur diese Fähigkeit mit: Ungelernte Reize können unmittelbar, fest zugeordnete Reaktionen auslösen (unkonditionierter Reiz---unkonditionierte Reaktion). Solche Reiz-Reaktionsmuster können mit zeitlich und räumlich benachbarten, wiederholt auftretenden Reizen gekoppelt werden (welche allein keine Reaktion auslösen). Diese konditionierten Reize können zu konditionierten Reaktionen führen.
- Welche Personen waren wichtige Vertreter des Neobehaviorismus? (ca.1930-1950) E.C. Tolman 1886-1959 C.Hull 1884-1952 N.E. Miller 1909-2002 C. Osgood, 1916-1991
- Welche Personen waren wichtige Vertreter des Klassischen Behaviorismus? (ca.1912-1930) John B. Watson 1878-1958 E. L. Thorndike 1874-1949 E. Guthrie 1886-1960 K. Lashley 1890-1958
- Radikaler Behaviorismus Verneint die Existenz innerer kognitiver, bewusster Prozesse, verneint also auch Bewusstsein. In dieser Extremform wird auch ein materialistischer Monismus vertreten.
- Was fordert der Methodologische Behaviorismus ? Welches sind die Methoden ? Forderungen und Methoden des methodologischen Behaviorismus Mentale Begriffe und Behauptungen über psychisches sollen in objektive Begriffe und Messvorschriften übersetzt werden. (Operationalisierung) Objektive Beobachtung von Reiz-Reaktions-Kovariationen mit dem Ziel, menschliches und tierisches Verhalten möglichst genau und umfassend zu analysieren. Verhalten soll aus bestimmten Umgebungsvorraussetzungen heraus vorhergesagt und kontrolliert werden können.
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- Neobehaviorismus: Konzept der Mediation Zwischen äußerem Reiz und äußerer Reaktion treten vermittelnde innere Reaktionen auf. Vermittlung durch innere Reize und innere Reaktionen zwischen äußeren Reizen und Reaktionen Osgood und Busfield sprachen von: Representational Response Erklärungen für verbale und denkbasierte Prozesse, produktives Denken, Bdeutung in der Psycholingustik (Osgood). Basis für eine Brücke neobehavioristischer Ansichten zu denen der kognitiven Psychologie.
- Clark L. Hull, 1884-1952 Neobehaviorist Umfangreiche deduktive Theorie des Lernens, führte das Konzept des Ziels in die neobahavioristische Lerntheorie ein. (Fraktionierte antizipatorische Zielreaktion)
- Sprache im (radikalen) Behaviorismus Skinner versuchte eine Lehre vom verbalen Verhalten aufzubauen. Inneres Sprechen im Behaviorismus: vedecktes verbales Reagieren.
- Neobahaviorismus: Intervenierende Variablen Im Neobahaviorismus wird die radikale Black-Box-Annahme aufgegeben. Zwischen äußerem Reiz und äußerer Reaktion werden Konstruke wie Gedächtnis und Motive zugelassen als sogenannte intervenierende Variablen. Betrachten wir die S-R -Theorie (Stimulus Response Theorie) sieht diese nunmehr so aus: S-O-R Theorie. Als Insgesamt hypothetischer Konstruke / intervenierender Variablen wird der Organismus zwischengeschaltet.
- Was verbinden wir mit dem Neo Behavioristen E.C.Tolman (1874-1942) ? Tolman ist bekannt für seine Zeichen-Gestalt-Theorie. Ausgehend von Versuchen mit Ratten in Labyrinthen, die dort Wegstrecken erlernten, ging er von einer Realisation der Umgebung im Organismus in Form von repräsentativen Zeichen aus. Diese intervenierenden Variablen / Konstrukte nannte er cognitive maps. Weiter sprach Tolman von molarem Verhalten. Hieraus stammt die Bezeichnung molarer Behaviorismus. Üblicherweise wurde im klassischen Behaviorismus Verhalten in kleine Bestandteile zerlegt. (Elementarismus). Molarer Behaviorismus dagegen kann Verhaltenskomplexe beschreiben, molare Verhaltensweisen welche aus unterschiedlichen molekularen Verhaltenselementen bestehen. Wie z.B. Suchen oder Orientieren. T. nahm mit seiner Arbeit die Kritik der Gestaltpsychologen auf.
- Instrumentelles und operantes Konditionieren Beide Formen des Konditionierens arbeiten mit Mitteln zur Verstärkung oder Abschwächung von Verhalten. Instrumentelle Konditionierung: Instrumentelles Verhalten, z.B. eines Tieres wird verstärkt (Belohnung) oder abgeschwächt (Strafe) Instrumentelles Verhalten bedeutet: Verhalten wird z.B. vom Tier als Instrument verwendet um einen Zweck, ein Ziel zu erreichen oder herbeizuführen. Abhängig vom Erfolg oder Misserfolg wird das Verhalten geändert oder nicht. (Begründer: Thorndike) Operantes Konditionieren: Beliebiges spontanes Verhalten, beabsichtigt oder zufällig, wird verstärkt oder abgeschwächt. (Skinner)
- Sozialtechnologie Nutzung und Verwendung psychologischen / soziologischen Wissens für Veränderungen (der Gesellschaft). Teilweise synonym mit: Social Engineering Bereiche: Marktforschung, Wahlforschung, TV-Quoten
- Unterschiede: experimentelle Forschung in der Ethologie und im Behaviorismus (Kritik am Behaviorismus) Behaviorismus wenige Tierarten, (häufig Experimente mit Ratten) es wird generalisiert Ethologie Unterschiedliche Tierarten werden in ihrem Verhalten beobachtet, keine Generalisierung. Bevorzugt Feldstudien.
- Neal Elgar Miller (1909-2002) Neobehaviorismus Pionier der Biofeedback-Forschung Frustations-Aggressions-Theorie
- Osgood Neobehaviorismus Semantisches Potential
- Environmentalismus Umweltverhältnisse kontrollieren den Organismus, wenig Angaben zu angeborenen Faktoren
- Radikaler Behasiorismus (Person) Burrhus F. Skinner