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Mirkoökonomie (Fach) / Mikro II (Lektion)
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- Transaktionskosten Ware oder eine Leistung werden über eine technischtrennbare Schnittstelle hinweg übertragen. Kosten die bei einer Transaktion entstehen: Kosten der Anbahnung von Verträgen (Such-, Informationskosten) Kosten des Abschlusses von Verträgen (Beratungs-, Verhandlungskosten) Kosten der Abwicklung von Verträgen (Kontroll-, Anpassungskosten)
- Voraussetzungen eines vollkommenen Marktes Keine Zugangsbeschränkungen, homogene Güter vollkommene Markttransparenz, unendliche Reaktionsgeschwindigkeit keine Präferenzen, große Anzahl von Anbietern und Nachfragern
- Institutionen System von formellen oder informellen Regeln,inklusive der Methoden zu ihrer Durchsetzung
- Wie entstehen Institutionen? (Beispiel) Sie können geplant (Gesetze, Befehlsketten) oder ungeplant (Moral, Sitte, Konvention) entstehen
- Funktionen Institutionen (Beipiel) Motivationsfunktion (Sie steuern das Verhalten von Menschen (Eigentum, Strafe) Koordinationsfunktion (Institutionen erzeugen Sicherheit, Konsistenz und Verlässlichkeit des Verhaltens von Menschen (Eigentumsrecht) Kohäsionsfunktion (Sie schaffen ein Gemeinschaftsgefühl (Sitte, Gewohnheiten) Wertmaßstabsfunktion (Sie ermöglichen eine Beurteilung des Verhaltens anderer (Moral)
- Dominanten Strategie Ist eine Strategie, mit der ein Spieler besser fährt, unabhängigdavon, welche Strategie der andere Spieler wählt. Also in diesem Fall defekt handeln.
- Nash-Gleichgewicht Ist eine Situation, in der kein Spieler Anreize dazu hat seine Strategiezu ändern, sofern er die Strategien des Konkurrenten in die Überlegung einbezieht
- Prinzipal und Agent. Geben Sie ein (Beispiel) Ein Agenturproblem entsteht, wenn in Arbeitsteilung gewirtschaftet wird. Dann bedient sich im Regelfall ein schlechter informierter Auftraggeber (Prinzipal) bei der Erfüllung seiner Aufgaben eines besser informierten Auftragnehmers (Agent).
- Hidden characteristics Eigenschaften des Transaktionspartners oder seiner Leistung sindunvollständig bekannt, daher Täuschung über Eigenschaften möglich (vor Vertragsschluss)
- Hidden action Aktivitäten d. Transaktionspartners sind nicht beobachtbar (nachVertragsschluss)
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- Hidden intention Aktivitäten des Transaktionspartners sind zwar beobachtbar, aber nichtbeurteilbar (nach Vertragsschluss)
- Screening Informationsbeschaffung durch schlechter informierten Akteur, dadurchReduktion der Gefahr einer ineffizienten Auswahl
- Signalling Informationsbereitstellung durch besser informierten Akteur. GlaubwürdigeSignalisierung von Eigenschaften
- Governancestruktur Eine Governancestruktur ist ein Anreiz- und Sanktionssystem, das zu möglichst effizientem Verhalten führt. zentral = Unternehmen dezentral = Markt
- Relevanten Eigenschaften von Transaktionen Aufgrund der bestehenden Informationsdefizite bestehen Unsicherheit u. Risiko Die Häufigkeit, mit der eine Transaktion durchgeführt wird spielt eine Rolle. Die Spezifität des Transaktionsgegenstandes spielt eine Rolle. Handelt es sich um einen Gegenstand der leicht austauschbar ist oder einen Gegenstand mit einer hohen Spezifität
- Quasirente Differenz zwischen Nutzen der erstbesten Verwendung der Faktoren undNutzen der alternativen Verwendung. Errichtung eines Fabrikgebäudes zur Fabrikation =erste Verwendung Verkauf = zweite Verwendung
- externen Effekt? positive oder negative Einflüsse auf die Bedürfnisbefriedigung einesWirtschaftssubjekts, die von diesem nicht kontrolliert werden können Die einzelwirtschaftlichen Kosten (oder Nutzen) der Produktion oder Nutzung unterscheiden sich von den gesellschaftlichen Kosten (oder Nutzen).
- Charakteristika der Kollektivgüter Nicht-Ausschließbarkeit: Wirtschaftssubjekte, die nicht bereit sind, den Preis für ein Kollektivgut zu zahlen, können nicht von dessen Konsum ausgeschlossen werden. Nicht-Rivalität im Konsum: Ist ein Kollektivgut einmal bereitgestellt, verursacht ein zusätzlicher Nutzer keine zusätzlichen Kosten. Die Zahl der Nutzer ist unerheblich. Aus den genannten Gründen wird es kein privates Angebot eines Kollektivgutes geben.
- Quasikollektivgut (Allmendegut) Von der Nutzung eines Allmendegutes kann niemand ausgeschlossen werden, sehr wohl gibt es jedoch eine Konkurrenz beim Konsum (Fische, Alm)
- Wie entstehen Institutionen? „Kosmos“ Die gewachsene oder endogeneOrdnung. Die spontan und ohnePlanung entsteht.z. B. Sitte, Moral, etc. „Taxis“ Die gemachte oder exogeneOrdnung. Durch Menschen geplantund umgesetzt.z. B. Gesetze, Organisationen
- Annahmen der NIÖ Methodologischer Individualismus: Entscheidungen über Bedürfnisse und deren Befriedigungwerden stets von Einzelpersonen getroffen. Eingeschränktes rationales Verhalten: Individuen entscheiden sich unter Abwägung von Nutzenund Kosten verschiedener Handlungsalternativen fürdiejenige Verhaltensweise mit dem größten erwartetenrelativen Nutzen. Es bestehen Kosten der Wahl der rationalen Alternative (=Transaktionskosten) Opportunismus: Das Eigeninteresse wird auch mit List, Lügen und Betrug verfolgt. Nicht-Einzelfall-Betrachtung: Keine Aussage über eine Einzelhandlung, sondernRepräsentativverhalten einer Vielzahl von Individuen
- Property-Rights-Theorie versteht man in der Ökonomik Rechte,die für eine Gesellschaft erlaubteRechte auf Nutzung des Gutes,Rechte auf formale oder materielleVeränderungen an einem GutRechte auf die Aneignung vonErträgen, die durch die Nutzung
- Lösung von Agenturproblemen 1. Screening Informationsbeschaffung durchschlechter informierten Akteur,dadurch Reduktion der Gefahreiner ineffizienten Auswahl. Nach Vertragschluss: Monitoring 2. Signaling Informationsbereitstellung durchbesser informierten AkteurGlaubwürdige Signalisierung vonEigenschaften. 3. Anreizkompatible Gestaltung von VerträgenVertragliche Belohnung erwünschten und/oderBestrafung unerwünschten Verhaltens Nach Vertragschluss: Reporting Spezielle Form: Aufbau vonReputation
- Institutionen lösen Agenturprobleme In der Regel werden Informations- und Agenturprobleme durch die Entwicklung von privaten Institutionen, d. h. durch den Marktmechanismus, selbst gelöst.Aber: Das Ausmaß von Informationsasymmetriender Transaktionspartnerist auch von der Quantitätund der Qualität ordnungspolitischerMaßnahmen des Staatesabhängig. Mögliche ordnungspolitische Maßnahmen zur Reduktion potentiellerInformationsasymmetrien: Informationspflichten(etwa Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln) gesetzliche Mindestgewährleistungspflicht(z. B. beim Kaufvertrag) Mindeststandards(Verbraucherschutzgesetz) Pflichtversicherungen(Krankenversicherung, Kfz-Haftpflichtversicherung)
- Verfügungsrechte regeln: Rechte auf Nutzung des Gutes Rechte auf formale oder materielle Veränderungen an einem Gut Rechte auf die Aneignung von Erträgen, die durch die Nutzung eines Gutes entstehen Rechte auf vollständige oder teilweise Veräußerung oderÜbertragung des Gutes (bzw. der Rechte daran) an Dritte. Sinnvoll definierte Verfügungsrechte können Marktversagensprobleme lösen.
- Externe Effekte Pekuniäre externe Effekte indirekter Einfluss; Folge von Marktbeziehungen Bsp.: Nachfrager kaufen verstärkt elektronische Fieberthermometer. Dadurch sinkt die Nachfrage nach herkömmlichen Fieberthermometernund zwingt deren Hersteller zu Entlassungen. Psychologische externe Effekte indirekter Einfluss; kein physischerZusammenhang Bsp.: Ein FH-Dozent ist neidischauf seinen Nachbarn, der vierteljährlich ein neues Auto kauft Technologische externe Effektedirekter Einfluss; Zusammenhang, der nicht durch Markt erfasst wird Bsp.: Ein Chemieunternehmen verschmutzt den Rhein, worauf sich die Fangergebnisse von Fischern am Fluss verschlechtern.
- Kollektivgüter = Extremform externer Effekte (nur externer Nutzen) Nicht-Ausschlussprinzip Wirtschaftssubjekte, die nicht bereit sind, den Preis für ein Kollektivgut zu zahlen, können nicht von dessen Konsum ausgeschlossen werden. z. B. innere und äußere Sicherheit Nicht-Rivalität im Konsum Ist ein Kollektivgut einmal bereitgestellt, verursacht ein zusätzlicher Nutzer keine zusätzlichen Kosten.Bsp.: Ist das Gut äußere Sicherheiteinmal bereit gestellt, kann einzusätzlicher Bürger geschütztwerden, ohne dass zusätzlicheKosten entstehen.
- Allmendegüter (Quasikollektivgüter) Nicht-Ausschlussprinzip Wirtschaftssubjekte ohneZahlungsbereitschaft, können nichtvom Konsum ausgeschlossen werden. Rivalität im KonsumIst ein Allmendegut einmal genutzt,kann es nicht mehr (oder nurschwer) wieder genutzt werden. z. B.: Gesellschaftliche Ressourcen, etwa: Fischbestände der Weltmeere Problem: Wirtschaftssubjekte haben Anreize, Allmendegüter möglichst intensiv zu nutzen. Der eigene Konsum hat also negative externe Effekte für andere Wirtschaftssubjekte. Problem: Bei Allmendegüter treten Übernutzungsprobleme auf.