12
empirische Sozialforschung (Fach) / Wissenschaftliche Erklärungen (Lektion)
Anzeige
- Basissatzproblem: empirische Beobachtungen stellen raum-zeitliche Gesetze dar
- Werturteilsfreiheit von Wissenschaft Entstehungs- Entdeckungszusammenhang --> Auswahl stellt immer schon Wertung dar Begründungszusammenhang --> sollte möglichst objektiv sein Verwertungszusammenhang --> ist wertend, sollte frei von persönlichen Interessen der Forscher sein
- Anfang 20. Jh - Werturteilsstreit: Max Weber Wissenschaftler sind immer geprägt von ihren Sinnen und Wertvorstellungen, allein Wahl der Begriffe ist wertend
- 1960er Positivismusstreit: Rationalismus: Wissenschaft sollte wertfrei sein, Theorien nur mit Hilfe von Empirie überprüft werden Frankfurter Schule: Prüfung Theorien auch mit übergeordneten Kriterien --> Verfestigung des Methodendualismus: analytisch-nomologisch: quantitativ, Methodenmonomismus hermeneutisch-dialektisch: qualitativ, Methodendualismus
- Standardisiert vs Nicht-Standardisiert: Standardisiert: konkrete Fragestellung von Stichprobe auf GG schließen standardisierte Datenerhebung Forscher nicht an Datenerhebung beteiligt Auswertung durch statistische Modellierung quantitativ deduktiv großer Stichprobenumfang Nicht-Standardisiert: Offenheit, Dummheit als Methode Typenbildung durch Einzelfallstudien keine/geringe Vorstrukturierung Forscher erheben Daten im Feld Auswertung mit sinnrekonstruierenden Verfahren klein, Fallstudien qualitativ induktiv
- Falsifikationismus -Popper: wissenschaftliche Erkenntnis ist immer vorläufig, Fortschritt durch den Wettbewerb der Ideen
- Konstruktivismus: objektive Wissenschaft kann es nicht geben
- Thomas Kuhn Struktur wegen Revolution Modifikation der Theorien, nicht direkte Aufgabe
- Paul Feyerabend Methodologischer Anarchismus: eindeutige Erkenntnis oft nicht möglich, da korrekte Einsetzung der Methoden missachtet wird
- Imre Lakatos Methodologie von Forschungsprogrammen Falsifikationismus nicht einziges Kriterium, Theorie erst aufgeben, wenn bessere da ist
- Anzeige
- operationalistische Rechtfertigung: Gleichsetzung des Indikators mit dem theoretischen Konstrukt "Intelligenz ist das, was Intelligenztest X misst"
- kausal-analytische Rechtfertigung: Indikatoren sind beobachtbare Manifestation der latenten Variablen