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Makroökonomie (Fach) / 5. Synthesen und Konsensmodelle (Lektion)

Diese Lektion wurde von Alixobert erstellt.

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  • Schocks im IS-LM-Modell IS-Schock: exogene Änderung der Nachfrage nach Gütern und DL Boom oder Crash an der Börse- HH fühlen sich ärmer oder reicher: ΔC Änderung des Konsumentenvertrauens oder der Geschäftserwartungen- ΔI undoder ΔC LM-Schock: exogene Änderungen in der Nachfrage nach Geld Welle von Kreditkartenbetrugsfällen erhöht die Nachfrage nach Geld ein größerer Anteil des Umsatzes im Einzelhandel wird über Internet-Bezahldienste abgewickelt und verringert damit die Nachfrage nach Geld Ursache Weltwirtschaftskrise: Ausgabenhypothese (IS-Schock):- exogener Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach  Gütern und DL- Linksverschiebung Geldhypothese (LM-Schock):- erheblicher Rückgang des Geldangebots
  • Zinssatzunterschiede - Gründe r ≠ r* 1. Länderrisiko Kreditgeber befürchten, dass aufgrund politischer oder ökonomischer Probleme Kredite nicht zurückbezahlt werden können verlangen aufgrund des Ausfallrisikos höhere Zinsen 2. Erwartete Wechselkursänderungen bei Erwartung, dass e sinkt, erhält ausländischer Kreditgeber geringeren Gegenwert in ausländischer Währung zurück wollen für erwartete Wechselkursänderungen kompensiert werden  
  • r = r* + θ θ: exogener Risikoaufschlag wenn θ steigt- sinkt I -> IS nach links- sinkt M/p -> LM nach rechts (da Y steigen muss um GG auf Geldmarkt herzustellen) sinkt e, weil Haltung der Währung unattraktiver wird eine erwartete Abwertung ist eine sich selbst erfüllende Prophezeihung Y erhöht sich, weil die Erhöhung von NX (e sinkt) größer ist als der Rückgang von I (aufgrund Steigen r) Entgegenwirkende Kräfte ZB könnte Abwertung verhindern wollen, indem sie Geldmenge verringert Abwertung könnte Preise für Importe erhöhen, wodurch sich das Preisniveau insgesamt erhöht (vermindert reales Geldangebot) Konsumenten könnten aufgrund des höheren Länderrisikos dazu übergehen, mehr Geld zu halten Effekte verschieben LM nach links
  • Feste versus flexible Wechselkurse Argumente für flexible Wechselkurse ZB muss Geldmenge nicht am Ziel der Wechselkursstabilität ausrichten, sondern kann binnenwirtschaftliche Ziele (geringe Inflation, Vollbeschäftigung) verfolgen Argumente für feste Wechselkurse Währungsschwankungen werden vermieden und somit internationale Transaktion erleichtert exzessive Geldmengenexpansion wird vermieden und damit Hyperinflation verhindert  
  • Trilemma des Wechselkursregimes ein Land kann nicht gleichzeitig - freien Kapitalverkehr (o)- unabhängige Geldpolitik (l) und - feste Wechselkurse (r) haben ein Land muss eine Seite des Dreiecks wählen und die gegenüberliegende Seite aufgeben USA: o + l Hongkong: o + r China: l + r
  • Gleichung Preisstarrheiten-Modell und Modell unvollkommener Information Y = YD + α (P - EP) Y: Aggregierter OutputYD: natürliches Niveau des Outputsα: positiver ParameterP: tatsächliches PreisniveauEP: erwrtetes Preisniveau ceteris paribus sind Y und P korreliert, sodass SRAS positiv steigend verläuft
  • Preisstarrheiten-Modell Gründe für starre Preise: langfristige Verträge zwischen Akteuren Menu costs Firmen, die häufige Preisänderungen aus Marketing-Gründen vermeiden wollen Annahme: Firmen können ihre Preise selbst setzen (bspw. monopolistische Konkurrenz) Firmen mit flexiblen Produktpreisen: p = P + a(Y-YD), a>0 Firmen mit festen Preisen (wissen nicht wie hoch P und Y sein werden): p = EP + a(EY-EYD)
  • Preisstarrheiten-Modell p = EP + a(EY - EYD) wenn EY = YD, dann p = EP AS-Kurve: Bestimmung des Preisniveaus: s ist Anteil der Fest-Preis-Firmen P = s[EP] + (1-s)[P + a(Y-YD)         I - (1-s)PsP = s[EP] + (1-s)[a(Y-YD)              I : sP = EP + (1-s)a/s (Y-YD) nach Y auslösen: AS-KurveY = YD + α(P - EP)α = s / (1-s)a > 0 hohes EP -> hohes P:- wenn Firmen hohe Preise erwarten, müssne sie im Voraus hohe Preise für die Produkte planen und andere Firmen werden darauf mit hohen Preisen reagieren hohes Y -> hohes P- wenn das Einkommen hoch ist, dann ist die Nachfrage hoch- Firmen mit flexiblen Preisen werden hohe Preise setzen- je höher der Anteil der Flex-Preis-Firmen ist, d.h. je kleiner s, desto größer ist der Effekt von ΔY auf P
  • Modell unvollkommener Information Löhne und Preise vollständig flexibel, alle Märkte werden geräumt jeder Anbieter produziert ein Gut und kauft mehrere Güter ein jeder Anbieter kennt den nominalen Preis seines produzierten Gutes, kennt jedoch nicht das gesamtwirtschaftliche Preisniveau das Angebot eines Gutes richtet sich nach seinem relativen Preis: den nominalen Preis eines Gutes dividiert durch das gesamtwirtschaftliche Preisniveau da kein Anbieter zum Zeitpunkt der Produktionsentscheidung das Preisniveau kennt, schätzt er EP Annahme, dass P steigt, nicht aber EP: der Anbieter glaubt, dass der relative Preis für sein Gut gestiegen sei und produziert mehr wenn sich alle Anbieter so verhalten, dann wird Y steigen, sobald P größer EP
  • Philips-Kurve Inflation ist abhängig von - der erwarteten Inflation Eπ- der zyklischen Arbeitslosigkeit (Differenz zwischen der tatsächlichen Arbeitslosenquote und der natürlichen Arbeitslosenquote)- des Angebotsschocks v π = Eπ - ß(u-un) + vß: exogen und konstant
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  • Phillips-Kurve - Adaptive Erwartungen Erwartete Inflation = tatsächliche Inflation des letzten Jahres:Eπ = π-1 π = π-1 - ß(u-un) + v Inflationsträgheit:- wenn keine AS-Schocks oder zyklische Arbeitslosigkeit auftreten, dann wird die Inflation bei der aktuellen Rate bleiben- Inflation in der Vergangenheit beeinflusst die Inflationserwartungen in der Gegenwart, welche wiederum die Löhne und Preise beeinflussen
  • Adaptive Phillips-Kurve - Ursachen einer Inflationsratenänderung 1. Kostendruckinflation die Inflation resultiert aus AS-Schocks adverse AS-Schocks erhöhen die Produktionskosten und zwingen Firmen ihre Preise zu erhöhen 2. Nachfragesoginflation die Inflation resultiert aus AD-Schocks positive AD-Schocks reduzieren die Arbeitslosigkeit, was wiederum zu höheren Preisen führt
  • Das Opferverhältnis um Inflation zu verringern, kann die aggregierte Nachfrage gesenkt werden; dadurch steigt die Arbeitslosigkeit über die natürliche Rate das Opferverhältnis misst den Prozentsatz des realen BIPs, welches wegen der Disinflationspolitik aufgegeben werden muss, pro einem Prozentpunkt verringerter Inflation typische Schätzung des Opferverhältnisses: 5 Beispiel: um die Inflation von 6 auf 2 Prozent zu senken, müssen 20 Prozent des realen BIPs geopfert werden:BIP-Verlust = Inflationsverringerung x Opferverhältnis20 = 4 x 5 kann sich über eine oder mehrere Perioden erstrecken die Kosten der Disinflation sind also ein verringertes BIP mithilfe des Gesetzes von Okun lässt sich dies in erhöhte ALO umsetzen
  • Hysteresis Daten aus der Vergangenheit haben langfristig Einfluss auf gegenwärtige ökonomische Variablen z.B. Rate der ALO, weil negative Schocks un erhöhen können, sodass die VW nicht wieder zu den vorherigen Niveaus zurückkehren kann Arbeitslose verlieren durch Verlust an beruflicher Qualifikation Einfluss auf den Lohnbildungsprozess -> werden zu Outsidern Insider (beschäftige Arbeitnehmer) setzen höhere Löhne durch zyklische Arbeitslose werden zu strukturell Arbeitslosen
  • DAD/DAS-Modell   zeitabhängiges (dynamisches) AD/AS Modell Effekte unterschiedlicher Schocks und wirtschaftspolitischer Maßnahmen auf Output, Inflation und andere Variablen beinhaltet:- IS Kurve: negative Abhängigkeit zwischen Realzinssatz und Nachfrage nach Gütern und DL- Phillips-Kurve: Zusammenhang zwischen Outputlücke (zwischen aktuellem und natürlichem Niveau des Outputs), der erwarteten Inflation und Angebotsschocks- Konzept der adaptiven Erwartungen  
  • Unterschiede DAD/DAS-Modell und AD/AS-Modell kein festes Geldangebot, Zinssätze ändern sich je nach Änderung des Outputs oder der Inflation auf der vertikalen Achse statt Preisniveau Inflationsrate Verbindung der Zeitperioden
  • DAD/DAS Modell - 5 Gleichungen Output von Gütern und Dienstleistungen Yt = YDt - α(rt - ρ) + εtY: OutputYD: Natürliches Niveau des Outputsα: zeigt Zinsabhängigkeit der Nachfrager: Realzinssatzρ: natürliches Zinssniveau bei Abwesenheit von Schocks, Y=YD, r=ρε: Nachfrageschock, zufällig und Null im Durchschnitt Realzinssatz: Die Fischer-Gleichung rt = it - Et πt+1r: Ex-ante-Realzinssatz (erwarteter Realzinssatz)i: Nominalzinssatzπ: Erhöhung des Preisniveaus von Periode t zu t+1, welche in Periode t nichts bekannt istE(t) π(t+1): erwartete Inflationsrate Inflation: Die Phillips-Kurve πt = Et-1 πt + Φ(Yt - YDt) + vtπ: tatsächliche InflationE(t-1) π(t): erwartete Inflation in der vorübergehenden PeriodeΦ: Φ>0 zeigt, wie die Inflation sich verändert, wenn der Output um sein langfristiges Niveau schwanktv(t): Angebotsschock, zufällig und Null im Durchschnitt Erwartete Inflation: Adaptive Erwartungen Et πt+1 = πtInflationserwartung für die folgende Periode entspricht der tatsächlichen gegenwärtigen Periode Nominalzinssatz: Die geldpolitische Regel it = πt + ρ + θπ (πt - π*) + θY(Yt - YDt)i: Nominalzinssatz, wird in jeder Perioder von der ZB bestimmtρ: natürliches Niveau des Zinsesθπ: zeigt, wie stark die ZB den Zinssatz ändert wenn die Inflation von ihrem Zielwert abweichtπ*: Inflationsziel der ZBθY: zeigt, wie stark die ZB den Zinssatz ändert, wenn der output von seinem langfristigen Niveau abweicht  
  • DAD/DAS Modell - Taylor-Regel   iff = π + 2 + 0,5 (π - 2) + 0,5 (BIP-Lücke)iff: nominaler Zielwert für den ZentralbankzinssatzBIP-Lücke: 100 (Y - YD) / YD = Prozentsatz, um den das reale BIP von seinem natürlichen Niveau abweicht hat das Verhalten der US-ZB in der Vorkrisenzeit recht gut beschrieben ZB versucht ihre Verlustfunktion zu minimieren je stärker die Inflationsabneigung der ZB, desto größer wird θπ sein je stärker die Abneigung der ZB gegen Produktionsschwankungen, desto größer wird θY  das Gleichgewicht (tatsächliche Realisierung der Werte von Y und π) wird letztlich über die Zinspolitik erreicht (siehe IS Gleichung)  
  • DAD/DAS Modell - Variablen und Parameter (5,4,1,5) Endogene Variablen Yt = Output πt = Inflation rt = Realzinssatz it = Nominalzinssatz Etπt+1 = erwartete Inflation Exogene Variablen YDt = Natürliches Niveau des Outputs  πt* = Zielwert der Inflation εt = Nachfrageschock vt = Angebotsschock Vorbestimmte Variable πt-1 = Inflationsrate der vorigen Periode Parameter α = Abhängigkeit der Nachfrage vom Realzinssatz ρ = Natürliches Niveau des Zinssatzes Φ = Abhängigkeit der Inflation vom Output gemäß der Phillips-Kurve θπ = Abhängigkeit des Nominalzinssatzes von der Inflation gemäß der geldpolitischen Regel θY = Abhängigkeit des Nominalzinssatzes vom Output gemäß der geldpolitischen Regel  
  • DAD/DAS Modell - Langfristiges Gleichgewicht konjunktureller Normalzustand der Wirtschaft Bedingungen:- Abwesenheit von Schocks: εt = vt = 0- konstante Inflation: πt-1 = πt  durch eingesetzte Bedingungen langfristige Werte:- Yt = YDt - rt = ρ- πt = πt* - Etπt+1 = πt* - it = ρ + πt*
  • DAS-Kurve   Zusammenhang zwischen Output, Inflation gemäß Phillips-Kurve und Annahme der adaptiven Erwartungen πt = πt-1 + Φ(Yt - YDt) + vt  positive Steigung: hohe Outputniveaus gehen mit hohen Inflationsraten einher verschiebt sich durch Veränderung des langfristigen Niveaus des Outputs, der Inflation in der Vorperiode und infolge von Angebotsschocks  
  • DAD-Kurve Yt = YDt - A(πt - πt*) + Bεt A = αθπ / 1 + αθY > 0B = 1 / 1 + αθY > 0 negative Steigung: wenn Inflation steigt, dann erhöht die ZB den Realzinssatz, sodass die Nachfrage nach Gütern und DL sinkt verschiebt sich in Abhängigkeit von Änderungen des langfristigen Niveaus des Outputs, des Zielwertes der Inflation und Nachfrageschocks  
  • DAD/DAS-Modell - kurzfristiges Gleichgewicht in jeder Periode wird das GG zwischen Inflation und Output durch den Schnittpunkt der DAD mit der DAS Kurve bestimmt Im Gleichgewichtspunkt A ist der Output unter dem langfristigen Niveau
  • DAD/DAS-Modell - langfristiges Gleichgewicht Periode t: Änfängliches GG bei Punkt A DAS verschiebt sich nach rechts, weil die Wirtschaft mehr produzieren kann DAD verschiebt sich nach rechts, weil ein höheres Einkommen die Nachfrage erhöht Periode t+1: Wachstum erhöht das langfristige Niveau des OutputsNeues GG bei B: Einkommen wächst bei stabiler Inflation