Testtheorie und Testkonstruktion (Fach) / 8.1) KTT: Konstruktvalidität (Lektion)
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experimenteller Ansatz, korrelativer Ansatz
Diese Lektion wurde von Eidechse erstellt.
- Wann liegt Konstruktvalidität vor? liegt vor, wenn vom Testergebnis auf zu Grunde liegende psychologische Merkmale geschlossen werden kann Interpretation von Testergebnissen vor dem Hintergrund eines theoretischen Konstrukts
- Wie sieht die Idealvorstellung der Konstruktvalidität aus? Netzwerk, das Theorie und Beobachtung verbindet und dessen Korrektheit Schritt für Schritt überprüft wird
- Was ist ein Ziel der Bestimmung der Konstruktvalidität? Überprüfung theoretischer Annahmen über Zusammenhangsstrukturen latenter Konstrukte anhand empirischer Daten
- Wie wird grundsätzlich bei der empirischen Bestimmung vorgegangen? 1. Hypothesen aus der Theorie ableiten 2. Hypothesen experimentell oder korrelativ prüfen 3. Bei Bestätigung: Interpretation der Testwerte als individuelle Ausprägung in dem theoretischen Konstrukt
- Welche 2 möglichen Ansätze gibt es zur empirischen Bestimmung? experimenteller Ansatz korrelativer Ansatz
- experimenteller Ansatz: Welche theoretische Überlegung werden gemacht? 1) Variierbare Faktoren haben einen Effekt auf das Konstrukt Testwerte werden als AV erhoben 2) Effekt des Konstrukts auf eine AV Testwerte als UV / Organismusfaktor
- Was ist das grundsätzliche Prinzip des korrelativen Ansatzes? Häufige Prüfung der Konstruktvalidität durch Korrelationen mit anderen Testverfahren, die dasselbe Merkmal erfassen sollen
- Korrelativer Ansatz: Welche theoretisch begründeten Annahmen über Richtung und Höhe der Korrelation werden gemacht? Konvergente Validität: liegt vor, wenn Messungen eines Konstrukts, das mit verschiedenen Methoden erfasst wird, hoch miteinander korrelieren Diskriminante Validität: liegt vor, wenn Messungen verschiedener Konstrukte, die mit derselben Methode oder mit unterschiedlichen Methoden erfasst werden, nicht oder nur gering miteinander korrelieren
- Wie kann der korrelative Ansatz praktisch umgesetzt werden? Festsetzen von Grenzwerten für die zu erwartenden Korrelationen konvergente Validität: Mindestwert diskriminante Validität: Höchstwert ABER: Berücksichtigung, dass der zu validierende Test und auch der Test, der das damit zusammenhängende Merkmal messen soll, nicht vollständig reliabel sind
- Korrelativer Ansatz: Welche Möglichkeit zur Korrektur der nicht vollständigen Reliabilität der Tests gibt es? doppelte Minderungskorrektur korrigiert den beobachteten Zusammenhang zwischen 2 Testwerten durch die Berücksichtigung der Reliabilitäten der beiden Testwerte nach oben Ergebnis: Grenzwert für Hypothesen/erwartete Korrelationen der manifesten Variblen
- Wie sollte der Signifikanztest zur Sicherung der Effekte bzw. Zusammenhänge ausfallen und was ist das Problem des Signifikanztests? experimenteller Ansatz: erwartete Werte signifikant korrelativer Ansatz: konvergente Validität: Korrelation signifikant größer als Grenzwerte diskriminante Validität: Korrelation nicht signifikant größer als Grenzwerte Problem: bei ausreichend großer Stichprobe werden auch theoretisch unbedeutsame Effekte signifikant --> Bestimmung des optimalen Stichprobenumfangs zur Prüfung des erwarteten Effekts
