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Grundlage der Ernährungslehre (Teil1) ENB1 (Fach) / Kohlenhydrate (Lektion)

Basiswissen Kohlenhydrate

Diese Lektion wurde von helmarlin erstellt.

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  • Nenne weitere bekannte Ballaststoffe Lingin Hemizellulose Pektin Guakernmehl Resistente Stärke Johannisbrotkernmehl
  • Erkläre Lignin kommt in verholztem Gemüse vor es bindet z.B. Gallensäure und andere organische Säuren
  • Wo kommt Zellulose vor Obst und Gemüse Getreide Hülsenfrüchte Kartoffeln Nüsse Baumwolle und Holz bestehen überwiegend aus Zellulose
  • Erkläre Hemizellulose kommt hauptsächlich in Getreide (Kleie) vor weniger in Obst und Gemüse führt zu größeren Stuhlmengen beschleunigt die Stuhlpassage
  • Erkläre Pektin ist eine Gerüstsubstanz in Beeren, Kernobst, unreifem Obst, Quitten ist wasserlöslich und bildet Gelee (ein Umstand, den man beim Marmeladekochen nutzt) bindet Gallensäure wirkt sich günstig auf das 'schlechte' Cholesterin - das LDL - aus
  • Erkläre Guarkernmehl ist ein Schleim mit unverdaulichen Polysacchariden kommt in den Samen der indischen Büschelbohne vor dient als Dickmittel in der Lebensmittelverarbeitung
  • Erkläre Resistente Stärke ist eine Stärke, die im Verdauungstrakt nicht verwertet werden kann (Kartoffeln, die nochmals aufgewärmt werden haben einen höheren Gehalt an resistenter Stärke)
  • Erkläre Johannisbrotkernmehl kommt im Samen des Johannisbrotbaumes vor wird als Dickmittel verwendet
  • Was heißt 'bakteriell abbaubar' Pektine können von Bakterien in ihre Einzelteile zerlegt werden. Dies geschieht allerdings erst im Dickdarm. Die Spaltprodukte konnen hier vom menschlichen Körper nicht (oder so gut wie nicht) mehr resobiert und dem Energiestoffwechsel zugeführt werden. Deshalb zählen die Pektine zu den unverdaulichen Ballaststoffen
  • Wie können Kohlenhydrate vom menschlichen Organismus aufgenommen werden Kohlenhydrate können NUR als Monosaccharide ins Blut aufgenommen werden; d.h. sie müssen durch Enzyme zu Einfachzucker (Monosaccharide) abgebaut werden
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  • Erkläre die Kohlenhydratverdauung Vorbereitung:  Im Mund erfolgt die Vorbereitung, indem die Speisen von den Zähnen zerkleinert und der Speisebrei mit Speichel vermischt wird Spaltvorgang im Mund: Das Enzym Amylase im Speichel spaltet die Bindunge der Vielfachzucker zu Stärke und Glykogen. Daraus entstehen Särkereste (Dextrine) und Doppelzucker (Maltose) Was passiert im Magen: Im Magen gibt es keine kohlenhydratspaltende Enzyme, deshalb wirkt hier die Amylase des Mundspeichels weiter, bis sie durch die Magensäure deaktiviert wird.  Was passiert im Zwölffingerdarm: Amylasen aus der Bauchspehceldrüse setzen die Wirkung der Mundspeichelamylasen fort. Glukosidasen spalten die Verzweigungsstellen von Amylopektin und Glykogen. Die Endprodukte sind Maltose und Glukose Was passiert im Dünndarm: Spaltung der Doppelzucker in Einfachzucker durch folgende Glukosidasen: Maltase spaltet Maltose in zwei Moleküle Glukose; Saccharase spaltet die Saccharose in Glukose und Fruktose; Laktase spaltet die Laktose in Glukose und Galaktose Was passiert in der Dünndarmwand: Doppelzucker werden bei der Resorption durch die Dünndarmschleinhaut in Einfachzucker gespalten. Einfachzucker aus der Nahrung werden resorbiert und in das Blut abgegeben Blut (Endprodukt): Endprodukt ist der Einfachzucker. Er wird an das Blut abgegeben und durch die Portader zur Leber transportiert  
  • Was sind Amylasen und Glukosidasen Amylasen: sind stärkeabbauende Enzyme Glukosidasen: Enzyme, die Disaccharide zu Monosaccharide spalten
  • Aus wie vielen und welchen Abschnitten besteht der Darm Zwölffingerdarm = Duodenum Leerdarm = Jejunum Krummdarm = Ileum                     »  Dünndarm Dünndarmwand = Mucosa
  • Was mündet in den Zwölfingerdarm der Ausführungsgang der Bauchspecheldrüse (Pankreas)
  • Welche Funktion hat die Dünndarmschleimhaut Doppelzucker werden bei der Resorpion in Einfachzucker gespaltet
  • Welche Funktion hat die Dünndarmschleimhaut Doppelzucker werden bei der Resorption durch die Dünndarmschleimhaut in Einfachzucker gespaltet
  • Was sind die Endprodukte der Kohlenhydratverdauung Einfachzucker sind die Endprodukte der Kohlenhydratverdauung. Nach der Resorption in die Dünndarmschleimhaut werden sie an das Blut abgegeben und zur Leber trasportiert
  • Zu was wird Glukose (Traubenzucker) abgebaut In den Körperzellen wird Glukose zu Kohlenstoffdioxide und Wasser abgebaut, dabei wird Energie frei
  • Wozu dient Glukose dient allen Zellen zur Energiegewinnung für Gehirnzellen, rote Blutkörperchen und Nierenmark stellt Glukose jedoch die einzige Energiequelle dar (Ausnahme bei Hungerstoffwechsel)
  • Was bedeutet 'Umwandlung in Glykogen' Werden mehr verdauliche Kohlenhydrate in der Nahrung aufgenommen, als sofort zur Energiegewinnung benötigt wird, wird überschüssige Glukose in Glykogen umgebaut und in der Leber und in Muskeln gespeichert
  • Wozu dienst das in der Leber gespeicherte Glykogen Sinkt der Blutzucker zwischen den Mahlzeiten, wird Glykogen wieder in Traubenzucker abgebaut und zur Energiegewinnung genutzt
  • Wie gelangt Glukose in die Zellen Aus der Leber gelangt die Glukose über das Blut zu den Zellen und stellt so deren Energieversorgung sicher
  • Wozu dienst das gespeicherte Glykogen in den Muskeln Muskelglykogen dienst ausschließlich der Energiegewinnung in den Muskelzellen
  • Was passiert mit überschüssigem Glykogen in der Leber Wenn die Speicher in Leber und Muskulatur ausgefüllt sind, werden die zusätzlich aufgenommenen Kohlenhydrate in der Leber zu Fett umgebaut und im Fettgewebe gespeichert. Lipogenese = Fettaufbau
  • Was ist 'Lipogenese' Lipogenese = Fettaufbau   Wenn die Speicher in Leber und Muskulatur ausgefüllt sind, werden die zusätzlich aufgenommenen Kohlenhydrate in der Leber zu Fett umgebaut und im Fettgewebe gespeichert. 
  • Weitere Fähigkeiten von Kohlenhydraten Aus Kohenhydraten können auch einige nicht essenzielle Aminosäuren (kleinste Bausteine des Eiweißes) aufgebaut werden. Umgekehrt können aber auch Aminosäuren aus Eiweiß für den Kohlenhydrataufbau herangezogen werden
  • Zu was kann eine reichliche Kohlenhydratzufuhr führen Eine zu hohe Kohelnhydratzufuhr führt zwangsläufig zu mehr Fettgewebe und somit zu Übergewicht
  • Was bedeutet 'Hungerstoffwechsel' Das Fettdepot wird mobilisiert (Lipolyse = Fettabbau) und die dabei anfallenden Fettsäuren werden zunächst der Endoxidation zur Energiegewinnung zugeführt
  • Was ist 'Lipolyse' Lipolyse = Fettabbau      Das Fettdepot wird mobilisiert und die dabei anfallenden Fettsäuren werden zunächst der Endoxidation zur Energiegewinnung zugeführt
  • Was passiert bei anhaltendem Kohlenhydratmangel, also beim Fasten oder bei einseitiger Ernährung Die Fettsäuren werdn unvollständig zu Ketonkörpern abgebaut. Diese dienen dann dem Nervensystem und dem Gehirn als alternative Energiequelle zur Glukose
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  • Was sind 'Glykoproteine' Glykoproteine sind Stoffe, die aus Kohelnhydrat und Eiweiß bestehen.   Kohlenhydrate, die neben Eiweiß in sehr geringen Mengen zum Aufbau bestimmter Körpersubstanzen wie Knochen, Knorpel, Bindegewebe, Schleimstoffe benötigt werden
  • Wie viel % der Körpermasse besteht aus Kohlenhydrat und wie ist es aufgeteilt 1% der Körpermasse besteht aus Kohlenhydrat - also 600 - 700g. Davon:   sind ca. 300g Bestandteil der Körpersubstanz und ca. 300 - 400g dienen als Energiereserve  
  • Was bewirken Ballaststoffe regen durch ihre feste Struktur die Kautätigkeit an Verweildauer im Magen (Sättigung) wird erhöht Aufgrund des größern Nahrungsvolumens werden vermehrt Verdauungssäfte abgegeben sie quellen im Magen auf, dadurch wird die Darmbewegung erhöht und die Verdauung verbessert Darmpassage wird beschleunigt und Stoffwechselendprodukte werden schneller ausgeschieden Pflanzenteile werden zum Teil durch Darmbakterien abgebaut, dabei enttehen wiiederum Stoffwechselprodukte, die für eine mühelose Verdauung und Ausscheidung sorgen, sowie spezielle Schutzstoffe gegen Darmkrebs bieten
  • Welche Probleme können bei einer Ballaststoffarmen Ernährung entstehen Versptopfung = Ostipation Ausstülpung (Divertikel) an der Darmschleimhaut = Divertikulose Entstehung von Darmkrebs wir begünstigt Fördert Übergewicht, Diabetes mellitus und Stoffwechselstörungen
  • Was ist 'Ostipation' Ostipation = Verstopfung
  • Was ist 'Divertikulose' Divertikulose = Ausstülpungen (Divertikel) an der Darmschleimhaut
  • Empfehlungen für Bedarfsdeckung an Kohlenhydraten und Ballaststoffe 50 - 60% des Energiebedarfs = ca. 5g/kg/Tag bei Normalgewicht 4/5 des Kohelnhydratbedars soll durch Vielfachzucker - Stärke, möglichst in Verbindung mit Ballaststoffen gedeckt werden, als mit Obst, Gemüse, Vollkorn und Vollkornprodukten 1/5 der Gesamtkohlenhydratzufuhr (max. 50g) soll in Form von Zucker (Haushaltszucker, Süßwaren) zugeführt werden, da diese einfachen Kohlenhydrate zu schnell resobiert und in den Stoffwechsel aufgenommen werden
  • Benenne die verschiedenen Aufgaben der Kohlenhydrate im Körper wichtigster Energielieferant Speicherung von Glkogen Umwandlung in Fett anfallende Fettsäuren werden der Endoxidation                                 zugeführt und Glyzerin zu Glukose abgebaut Kohlenhydrate bauen mit Eiweiß bestimmte Körpersubstanzen auf
  • Warum muß man bei einer erhöhten Ballaststoffaufnahme auch die Flüssigkeitszufuhr erhöhen Ballaststoffe quellen im Darm auf und entziehen so dem Organismus Flüssigkeit
  • Warum sind Dextrine leichter verdaulich, als Stärke Dextrine sind ein Abbauprodukt der Stärke heben nur 4 - 35 Glukosebausteinen  und sind wasserlöslich 
  • Wie dienen Kohlenhydrate der Energiegewinnung 1g Kohlenhydrate liefent im menschlichen Körper 4,1 kcal (17 kJ) eine geringe Kohenhydratmenge kann in Form von Glykogen als Energiereserve zwischen den Mahlzeiten gespeichert werden überschüssige Kohlenhydrate werden in Fett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert
  • Empfehlung der täglichen Ballaststoffzufuhr max. 30 g täglich