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Internationales Wirtschaftsrecht (Fach) / Historische Entwicklung (Lektion)

historische Entwicklung des internationalen Wirtschaftssystems und Wirtschaftsrechtes

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  • Mittelalter Hanse -->Gewährung fremdenrechtlicher Mindestgarantien
  • Territorialstaat 1648 Merkantilismus Handels, Freundschafts- und Niederlassungsverträge mare liberum (Ozean/Gewässer internationel und dürfen von allen genutzt werden)
  • ab 18. Jhd. zunehmende faktische Liberalisierung und Freihandel
  • nach Restauration bis 1. WK Integration in Deutschland Zollabbau in ganz Europa Bilaterale Handelsverträge internationale Verwaltungsunionen --> ITU 1865, UPU 1874, WIPO 1893
  • 1. WK bis Ende 2. WK fast vollständige Reglementierung des grenzüberschreitenden Handels Art. 23 Völkerbundsatzung --> "gerechte Regelung des Handels" (bzgl. technischer internationaler institutionalisierter Kooperationen erfolgreich, nicht bzgl. weltweiter Handelsliberalisierung) nach Weltwirtschaftskrise 1929 -->Hochzollpolitik (Smoot-Hawley-Tariff Act USA 1930: durchschn. Zollsatz über 50%)   nach 1945: Bretton-Woods-Organisationen (IWF, Weltbank [GATT]) 1995: WTO
  • liberale Theorien Jeremy Bentham John Steward Mill Immanuel Kant Adam Smith David Ricardo
  • Jeremy Bentham Utalitarismus --> größtmögliches Glück der größtmöglichen Zahl Freihandel zur Friedenssicherung
  • John Steward Mill Handel wird den Krieg überflüßig machen, da das natrürliche Erwerbsstreben des Einzelnen in natürlicher Opposition zum Krieg steht
  • Immanuel Kant Es ist der Handelsgeist, der mit dem Kriege nicht zusammen bestehen kann --> friedenssicherender Charakter des Handelsgeistes
  • Adam Smith --> An enquiry into the nature and causes of the wealth of nations 1776 freie Konkurenz, Geld als Tauschmittel und natürlicher Hang des Menschen zum Tausch bedingen eine bestmögliche Arbeitsteilung und Produktivitätsfortschritte Angebot und Nachfrage wirken als invisible hand
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  • David Ricardo Theorie komarativer Kostenvorteile -->Übertragung Ideen A. Smith auf internationalen Handel
  • Wirtschaftsnationalismus Jean-Babtiste Colbert Johann Gottlieb Fichte Gustav von Schmoller Ludwig Josef Brentano
  • Jean-Baptiste Colbert Vater des Merkantilismus
  • Johann Gottlieb Fichte Der geschlossene Handelsstaat
  • Gustav von Schmoller Begründer der historischen Schule der Wirtschaftswissenschaften
  • Ludwig Josef Brentano politisch motivierte und gegründete Forderung nach Protektionismus Abkehr von der Idee weltweiter Wohlfahrtsmehrung durch Freihandel
  • marxistisch ökonomische Theorie im grundlegenden Gegensatz zur liberalen Theorie konflikttheoretisch orientiert "Superimperialismus-Theorie" USA 1945 Abhängigkeitstheorie bzgl. dritte Welt (internationale ARbeitsteilung = Ausbeitung dritte Welt) 1970er Neue Weltwirtschaftsordnung (NIEO) heute: Golbalisierungsgegner --> Politik wird zum Spielball der Wirtschaft
  • Freihandelstheorie Smtih --> absolute Kostenvorteil Ricardo --> komparative Kostenvorteile   Tabellen siehe Folie
  • Gesetz der komparativen Kostenvorteile größtmögliche quantitative Güterversorgung einzelner Volkswirtschaften über Außenhandel --> dabei jedes Land auf die Güter spezialisiert, bei den komparative Kostenvorteile -->diese Güter international tauschen gegen Güter die komparative Kostennachteile im eigenen Land   -->Verfolgen der  individuellen Vorteils ist mit allg. Wohle des Ganzen verbunden
  • poltische Philosophie der Freihandelstheorie nicht primär um optimale ökonomische Ressourcenallokationen, sondern individuelle Freiheitsverwirklichung -->diese führt zwangaläufig zu Wohlfahrtsgewinnen -->Wettbewerb als Entdeckungsverfahren -->spontane Ordnung des Marktes   "aus einem gelenkten Prozess kann nichts größeres entstehen als der lenkende Geist vorraussehen kann" "in einem Prozess von Versuch und Irtum werden ständig neue Wege ausprobiert"
  • Freihandelstheorie und staatliche Intervention klassische Protektionismusargumente: Autarkie (Versorgungssicherheit) Schutz infant industry Schutz bei Strukturwandel protektionistische Maßnahmen und ihre Wirkung Schutzzoll Subventionen Mengenkontingente
  • Schutzzoll Konsumenten zahlen mehr Innovationen werden verhindert Exportsektor schrumpft, da SEktor der Importsubstitute mehr Produktionsfaktoren bindet Kartelle als "Kinder des Schutzzolles"
  • Subventionen Produzentenrente steigt kein Konsumeffekt, da Inlandspreis unverändert Absinken der Konsumentenrente, da Subventionen durch Steuern finanziert wird I.E. ist Rückgang Konsumentenrente höher als Zunahme Produzentenrente --> Wohlfahrtsverlust (allerdings geringer als bei Zoll)
  • Mengenkontingente stärkste Wohlfahrtsverluste, da überhaupt kein Wettbewerb mehr möglich ist
  • Theorie optimaler Intervention --> Freihandel ist first-best-solution staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen sind nur als Reaktion auf Marktversagen zu rechfertigen und dürfen nur darauf abzielen, das Marktversagen zu beheben
  • Kooperationsnotwendigkeit im Weltwirtschaftssystem liberaler Welthandel dient der Freiheitssicherung und ist ökonmisch firt-best-solution protektionistische Maßnahmen können kurzfristig wohlfahrtssteigernd sein, aber nicht langfristig und gobal betrachtet komparative Kostenvorteile setzen komparative Kostennachteile vorraus es gibt Verlierer im Marktgeschehen insbesondere demokratisch legitimierte Regierungen sind einem Handlungsdruck bei Strukturanpassungen ausgesetzt   --> es gibt öffentlichen Druck für protektionistische Maßnahmen, dem sich eine demokratisch legitimierte Regierung nur schwer entziehen kann, obwohl eine ökonomische Rechtfertigung entsteht (public-choice-theory)
  • Gefangenen Dilemma der Spieltheorie Freihandel vs. Protektionismus siehe Folien
  • Weltwirtschaft, Recht, Governance und Kooperation --> Gefangenendilemma globale Wohlfahrt setzt zwingend globale Kooperation vorraus   Kooperation auf der Basis von internationalem Recht/Völkerrecht Kooperation in verfestigten Strukturen über den klassischen völkerrechtlichen Bereich hinausgehend -->Governance Internationale Strukturen im Wirtschaftsbereich stellen sich heute zunehmend als komplexe Netzwerke untersch. Steuerungsinstrumente und Steuerungsakteure dar  
  • Theorie komparativer Kostenvorteile universelle Wohlfahrtsgewinne werden durch eine internationale Arbeitsteilung erreicht -        Im Außenhandel lässt sich eine größtmögliche quantitative Güterversorgung einzelner Volkswirtschaften und aller Nationen erreichen, wenn sich jedes Land auf die Produktion der Güter spezialisiert, bei denen es komparative Kostenvorteile besitzt. Diese Güter gilt es international gegen Güter zu tauschen, die sich bei innenländlicher Produktion nur mit komparativen Kostennachteilen herstellen lassen.   -        Das Verfolgen eines individuellen Vorteils ist mit dem allgemeinen Wohle des Ganzen verbunden