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Makroökonomie (Fach) / 3. Angebotsorientierte Modelle der Makroökonomie (Lektion)

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  • Quantitätstheorie des Geldes: 1. Version (Irving Fisher) M · v = P · NIP(r) M: Bargeldv: Umlaufgeschwindigkeit des BargeldesP: PreisniveauNIP(r): reales Nettoinlandsprodukt
  • Quantitätstheorie des Geldes: 2. Version ergänzt um Buchgeld der Geschäftsbanken M · v + M' · v' = P · NIP(r) M': Buchgeld der Geschäftsbankenv': Umlaufgeschwindigkeit des Buchgeldes
  • Quantitätstheorie des Geldes - Annahmen der Monetaristen (Milton Friedman) (3) reale Produktion ist von metären Prozessen Unabhängig Geld dient nur für Transaktionszwecke, Geldumlaufsgeschwindigkeit kann sich ändern, hat aber keinen Einfluss auf das Produktionsvolumen monetäre Prozesse, wie bspw. Geldmengenausweitung, beenflussen nur Preisniveau
  • Neoklassisches mikroökonomisches Totalmodell nach Leon Walras Haushalte und Unternehmen tasuchen Faktorleistungen und Produkte an Faktor- und Produktmärkten kein Geld erforderlich: neoklassische Realsphäre Walras: Auktionator ruft neue Preise für Teilmärkte aus, die sich im Ungleichgewicht befinden (Überschussangebot oder -nachfrage) funktioniert nicht ohne restriktive Annahmen (bspw. fallende Skalenerträge) Preisanpassung auf einem markt könnte einen anderen wieder aus dem Gleichgewicht bringen Modell kann keine allgemeinen makroökonomischen Aussagen machen -> keine wirtschaftspolitischen Empfehlungen
  • Vier betrachtete Märkte Vermögensmarkt (Kapitalmarkt)- Wirtschaftseinheiten entscheiden über die Verwendung ihrs Vermögens Gütermarkt- Angebot und Nachfrage nach Waren und DL Arbeitsmarkt- Angebot und Nachfrage nach Arbeit Devisenmarkt- bei außenwirtschaftlicher Betrachtung- gebildeter Preis ist der Wechselkurs
  • Der neoklassisch aggregierte Arbeitsmarkt unbegrenzt substitionale makroökonomische Produktionsfunktion mit Arbeit L und Kapital K als Inputfaktoren:Y = Y(L,K) L und K tragen in abnehmendem Maße positiv zum Produktionsergebnis Y bei, d.h. wenn nur einer der beiden Faktoren mehr eingesetzt wird, reduzieren sich die Zuwächse Cobb-Douglas-Produktionsfunktion:Y = A L(a1) K(a2)a1 + a2 = 1 (konstante Skalenerträge)A: Produktivität
  • Neoklassik - Abhängigkeit der Produktion vom Arbeitseinsatz und Reallohn Produktion steigt bei einer Ausdehnung des Arbeitseinsatzes unterproportional bei gegebenem Lohn w (in Gütereinheiten) wird die Produktion nach der Gewinnmaximierungsregel ausgedehnt dY/dL = w(r) w(r) = w/pw: Nominallohn, p: Preisniveau
  • Der neoklassisch aggregierte Kapitalmarkt bei einer Ausdehnung des Kapitaleinsatzes fällt das Grenzprodukt des Faktors Kapital analog zum Fall einer Ausweitung des Arbeitseinsatzes im Gewinnoptimum gilt beim jeweils geltenden Nutzungspreis von Kapital, dem realen Zinssatz i:dNIP(r) / dK = i der kapitaleinsatz wird von den U so weit ausgedehtn, bis dessen Grenzprodukt dem geltenden Zinssatz entspricht der gleichgewichtige Kapitalstock hängt vom Zinssatz ab, daner muss das auch für die (Netto)Investitionen gelten
  • Neoklassik - Wirkung des technischen Fortschritts durch bessere Technik kann bei gegebenem Kapital- und Arbeitseinsatz mehr produziert werden bei unverändertem Kapitaleinsatz: der Grenzertrag der Arbeit erhöht sich, es kommt zur Rechtsverschiebung der Arbeitsnachfragekurve war der Lohn anfangs zu hoch, kann es jetzt zur Vollbeschäftigung kommen daher kommt die neoklassisch motivierte Empfehlung, Produktivitätserhöhungen nicht bei den Lohnsteigerungen zu berücksichtigen
  • Neoklassik - Wirkung eines erhöhten Kapitaleinsatzes Steigerung der Produktion bei gegebenem Arbeitseinsatz steigt die Grenzproduktivität der Arbeit Arbeitsnachfrage muss nicht konstant sein: wenn der Reallohn sich nicht ändert können die U ihre Arbeitsnachfrage aufgrund des höheren Grenzprodukts ausweiten (bis Grenzprodukt auf Reallohn fällt) Ersparnis wird positiv angesehen, da hiermit Investitionen (Kapitalmarkt) und Beschäftigung (Arbeitsmarkt) gefördert werden
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  • Neoklassik - Zusammenfassung die Realisierung des Sayschen Gesetzes (jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage) wird dem Zinsmechanismus auf dem Kapitalmarkt übertragen der Arbeitsmarkt steht an der Spitze der Markthierarchie
  • Makroökonomische Annahmen Bevölkerung gibt ihr Geld mit bestimmter Umlaufgeschwindigkeit aus (Milton Friedman) mit steigendem volkswirtschaftlichem Einkommen erhöht sich die Konsumnachfrage (Kaufkraft-Argumentation) mit steigendem Zins erhöhen sich die Ersparnisse während die Investitionen fallen die Spraquote bestimmt sich in Abhängigkeit vom Lebensalter
  • Neoklassische Wachstumstheorie / Solow-Modell das neoklassische Modell ist statisch, ein 1-Perioden-Modell, das Investitionen zwar vorkommen, deren Auswirkungen aber nicht untersucht werden Robert Solow dynamisierte das Modell: fördert eine höhere Ersparnis das Wachstum im neoklassischen Modell langfristig?
  • Solow-Modell - Ziel und Annahmen Ziel: Maximierung des Pro-Kopf-Konsums:- nur Teil des Pro-Kopf-BIP-> Wachstum des BIP erfordert eine wachsende Kapitalintensität k Annahmen: Kapitalstock wird durch (Netto-) Investitionen erhöht Bevökerung wächst mit konstanter Rate n: Bevölkerungswachstum bremst die Wohlstandsentwicklung, da die neue Erwerbsbevölkerung mit zusätzlichem Kapital ausgestattet werden muss Abschreibungen, die jährlich vom Kapitalstock abgezogen werden müssen: bremsen k, da sie zwar einen Teil der Bruttoinvestitionen I darstellen, aber nicht zum (Netto-)Wachstum der Kapitalintensität (den Pro-Kopf-Nettoinvestitionen) beitragen:Δk = I - δk
  • Solow-Modell - Investitionen = Erparnisse Pro-Kopf-Produktion besteht aus Pro-Kopf-Konsum und pro-Kopf-Investitionen: y = c + i Ersparnis entspricht den Investitionen: i = s y(Bruttoersparnis erfasst auch Abschreibungen)
  • Bewegungsgleichung des Solow-Modells zeitliche veränderung der Kapitalintensität bestimmt den Wachstumspfad; k abhängig von:- Wachstum des Arbeitskräftepotenzials- Abschreibungen- Sparquote Δk = sy - δk - nk
  • Solow-Modell - Steady State alle betrachteten Variablen wachsen im Zeitverlauf mit der gleichen Rate: L/L = K/K = Y/Y = n Kapitaintensität ändert sich folglich nicht (K und L wachsen mit Rate n -> Quotient k kann nicht wachsen)k = 0s f(k*) = (n + δ) k*
  • Solow-Modell - Goldene Regel des Kapitalakkumulation Optimales k: Zustand, der die größte Wohlfahr stiftet ermöglicht das höchste private Konsumniveau f ' (k) = n + δ -> Goldene Regel
  • Zusammenfassung Solow-Modell Erhöhung der Ersparnis kann das BIP-Wachstum nur vorübergehend steigern wenn s > s(gold) steigt das Wohlstandsniveau nicht, es wird ineffizient investiert Erhöhung der Ersparnis also nur  wenn s < s(gold) im neoklassischen Modell wird allerdings davon ausgegangen, dass die Markakteure von sich aus die optimale Sparquote wählen (als Ergebnis eines rationalen Optimierungskalküls)