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Allgemeine Psychologie (Fach) / Allgemeine Psychologie - Sprache (Lektion)

Sprache

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  • Was ist (die Funktion von) Sprache? schafft in jeder menschlichen Gemeinschaft die Grundlagen, um sich in der Welt orientieren und handeln zu können ohne Sprache kein Wissen und keine Werte: in ihr gründen gesellschaftliche Institutionen und Traditionen ebenso wie die Regeln für das alltägliche Leben unsere Handlungen können wir nur sprachlich koordinieren 
  • Merkmale menschlicher (natürlicher) Sprachen Sprache ist (in der Regel) akustisch Sprache handelt nicht nur vom hier und jetzt Sprache ist doppelt strukturiert -Laute/Morpheme und Syntax Sprache nutzt diskrete Einheiten die Zeichen der Sprache sind willkürlich Sprache ist offen (Lexikon und Syntax sind begrenzt, Anzahl der bildbaren Sätze jedoch unendlich) 
  • Karl Bühlers Organon-Modell  
  • Nenne 3 wichtige Aspekte von Sprache und Sprechen. Prosodie (Sprachmelodie und Sprachrhythmus) Lingustische Merkmale (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexikon, Semantik) Pragmatik (Sprachgebrauch)
  • Welcher Frage widmet sich Noam Chomsky mit seiner Generativen Transformationsgrammatik? Wie kann ein Sprecher einer beliebigen Sprache mit einer endlichen Anzahl von Regeln eine unendliche Anzahl von Sätze bilden und ein Hörer Sätze verstehen, die er nie zuvor gehört hat?
  • Was kennzeichnet Noam Chomskys "'Generative Transformationsgrammatik?" Tiefenstruktur (enthält die vollständige sprachliche Formulierung der Erfahrung dessen, was zum Ausdruck gebracht werden soll, dementsprechend lang) – Kürzung/Löschung – Oberflächenstruktur   Der Sprecher überführt die Tiefenstruktur in eine Oberflächenstruktur, der Hörer eines Stzes muss diese nach den selben Regeln wieder decodieren.
  • Was bedeutet bei Chomsky ... - Kompetenz - Performanz - Ambiguität ? Kompetenz: die Fähigkeit des idealen Sprechers/Hörers, grammatische Ausdrücke und erzeugen und zu verstehen Performanz: Sprachverwendung Ambiguität: eine Oberflächenstruktur verweist auf mehrere Tiefenenstrukturen (Mehrdeutigkeit)
  • Wie gehen wir mit der Bedeutung von Begriffen um? 1. semantische Merkmalshypothese (Eve Clark, ab 1973): internes Abarbeiten von Listen kritischer Merkmale  Problem: Welche Merkmale gehören in die Liste und wie gehen wir mit Ausnahmen um? 2. "Funktioneller Kern"-Hypothese (Katherine Nelson, ab 1974): Entwicklung der Begriffe aus den Funktionen des Bezeichneten Problem: Was ist mit Abstrakta und Begriffen, die keine Funktion haben? 3. Prototypentheorie (Eleanor Rosch, ab 1975): interner Vergleich mit einem Prototyp auf Ähnlichkeit (vgl. Wittgenstein: Familienähnlichkeiten)
  • Was hat Wygotski zum Zusammenhang von Sprechen und Denken festgestellt (Phylogenese & Ontogenese) Phylogenese:  Denken & Sprechen haben verschiedene entstehungsgeschicht-liche Wurzeln die Entwicklung des Denkens und die Entwicklung des Sprechens verläuft unabhängig voneinander und auf versch. Wegen Verhältnis von Denken & Sprechen im Laufe der Entwicklung keine konstante Größe Anthropoiden: menschlichenähnliche Intelligenz & menschenähn-liche Sprache in jeweils völlig unterschiedlichen Beziehungen  kein (wie beim Menschen) charakteristischer enger Zusammen-hang von Denken & Sprechen bei Anthropoiden vorsprachliche und vorintellektuelle Phase in der Phylogenese von Sprache & Denken Ontogenese: phylogenetische Entwicklung wird in der Ontogenese wiederholt
  • Wie lautet die Sapir-Whorf-Hypothese zum Zusammenhang von Denken und Sprechen und was sagen die empirischen Befunde hierzu? Sprache formt das Denken:  In der Linguistik besagt die Sapir-Whorf-Hypothese, dass die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, stark durch Grammatik und Wortschatz seiner Muttersprache beeinflusst/ bestimmt wird. Daraus folgt, dass es bestimmte Gedanken einer einzelnen Person in einer Sprache gibt, die von jemandem, der eine andere Sprache spricht, nicht verstanden werden können. (Kontrovers diskutierte Annahme von Benjamin Whorf) D.h. in unterschiedlich stark ausgeprägter Radikalität: Sprachdeterminismus: Wir denken immer in den Grenzen/ Fesseln unserer Sprache  ---> eher unwahrscheinlich (vgl. Farbwahr-nehmungsexperimente) Sprachrelativismus: Sprache beeinflusst unsere Denkgewohnheiten ---> durchaus wahrscheinlich (vgl. Weltkarten-Experiment)
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  • Gibt es überhaupt so etwas wie nicht-sprachliches Denken? Vgl. das "Wie sind Sie hierher gekommen?"-Denkexperiment