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AWI (Fach) / AWI (Lektion)
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- 1. Kategorien der Verantwortung für die Menschengerechte Gestaltung beschreiben können
- 2. 3 Phasen des menschlichen Arbeitseinsatzes kennen Ausbeutung z.B. Altertum --> Kriegsgefangenenarbeit, Frühzeit industrieller Entwicklung Nutzungsbeschränkung zur Vermeidung der Folgen der Ausbeutung Rationelle Entfaltung nachhaltiger EInsatz der Arbeitskräfte Leistungspflege ohne AUsbeutung durch Anwendung arbeitswissenschaftlicher Erkennisse
- 2. Geschichtlichen Abriss des Arbeitsstudiums kennen · Antike (Ägypten [pyramidenbau/Beförderung Obelisk]; Babylonien [Steinbocktransport]) Additionsprinzip der Arbeit · Renaissance (da Vinci [Studium der menschl. Bewegungen, erste Zeitstudien]) · Frühe Neuzeit (le Prestre de Vauban [Arbeisorganisationsregeln, fordert humane Bezahlung & Ernährung der Mitarbeiter, genaue Beschreibung der Arbeitsaufgaben, Bearbeitungszeit & Mengenlöhneà Bsp. Stecknadelmanufaktur]) · Jüngere Neuzeit (Watt [Entwicklung Niederdruckdampfmaschine] mit der beginnenden Industrialisierung kommt es zur Arbeitsteilung zwischen Mensch & Maschine, die Ausbeutungsperiode wird durch die Nutzungsbeschränkung abgelöst §starke Bevölkerungszunahme-kein Mangel an Arbeitskraft § soziale Misstände & staatliche Eingriffe · Nordamerikanische Entwicklungen hier Arbeitskräftemangel---Industrialisierung früher o Taylor (Zeitstudien, Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung) o Gilbreth (Zeitstudien [Zyklogramm] & Bewegungsstudien)
- 2. Verschiedene Arbeitsbegriffe erläutern können · Arbeitsbegriff: Je nach Fachdisziplin/ Definition/ etmytologishcer Wurzel ggf. etwas anderes verstanden · Menschl. Arbeit wird unter verschiedenen Aspekten betrachtet o Zeitlich: § Tätigkeit(arbeiten) § Ergebnis(das gearbeitete/meinWerk) § Zukünftig(was noch getan werden muss) o Räumlich § Arbeitsstelle: ich gehe zur Arbeit · Wesen des Begriffs ‚Arbeit‘ o fordert Einsatz körperlicher, geistiger, seelischer Kräfte o meist als Last, Mühsal, Anstrengung erlebt o in der Antike: Missachtung, für Sklaven und unfreie Tagelöhner · Menschliche Arbeit ist die Folge bewussten Handelns aufgrund einer Handlungseinsicht (Motivation) o Elementarster Anlass ist die Einsicht in die Notwendigkeit der Existenzsicherung o Arbeit ist für den Menschen auch Mittel zur Gestaltung seiner Welt · Zwänge durch Berufsarbeit kann zur Entfremdung des Menschen von sich selbst in seiner Arbeit führen o Entscheidend dabei ist, ob die Berufsarbeit Freiräume bietet o Interessensdivergenz zwischen diesen Anliegen und den von Faktor- und Gütermärkten ausgehenden Zwängen · Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Humanisierung des Arbeitslebens“ · Wir wollen unter menschlicher Arbeit all das verstehen, was der Mensch zur Erhaltung seiner eigenen Existenz oder der Existenz der Gesellschaft tut, soweit es von der Gesellschaft akzeptiert und honoriert wird. o Sie ist bewusstes, zielgerichtetes tätiges Sein. o Gerichtet auf die Verwirklichung eines Ziels als vorweggenommenes o Resultat, das o vor dem Handeln ideell gegeben war. o Sie wird willensmäßig auf das bewusste Ziel hin reguliert. o Hier formt sich zugleich die Persönlichkeit (Fähigkeiten, Fertigkeiten und Charakter)[Hacker]
- 2. Verschiedene Arbeitsbegriffe erläutern können 2(Grafik)
- 2. Definition Ergonomie Das Wort ERGONOMIE setzt sich zusammen aus · „ergon“ = Arbeit oder Tätigkeit und · nomos = „Regel“, Ordnung oder Gesetz Die Wissenschaft Ergonomie sucht nach Erkenntnissen, aus denen sich Regeln zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen ableiten lassen. Erste bekannte Definition von Ergonomie und Arbeitswissenschaft von JASTRZEBOWSKI-->Buch: Die dort gegebene Definition orientiert sich bereits an der Zielvorstellung einer Arbeitswissenschaft, die einerseits auf die Humanisierung und andererseits auf die Rationalisierung menschlicher Arbeit abhebt, und ist somit immer noch aktuell. Definition zum 10. Kongress der International Ergonomics Association in Sydney(1988) Die Wissenschaft Ergonomie kann als die Gestaltung der Arbeitsumgebung definiert werden, mit dem Ziel, dass der größte Nutzen aus den menschlichen Kapazitäten gezogen werden kann, ohne menschliche Grenzen zu überschreiten. Ergonomie beschäftigt sich mit der Optimierung der Effizienz, der Gesundheit, der Sicherheit und des Komforts von Menschen in Mensch-Maschine-Umwelt Systemen bei der Arbeit, zu Hause und beim Spiel.
- 2. Definition Arbeitswissenschaft & Abgrenzung Ergonomie Kerndefinition der Arbeitswissenschaft (nach Luczak, Volpert, Raeithel, Schwier, 1987): Arbeitswissenschaft ist die Systematik der Analyse, Ordnung und Gestaltung der technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessen mit dem Ziel, dass die arbeitenden Menschen in produktiven und effizienten Arbeitsprozessen · schädigungslose, ausführbare, erträgliche und beeinträchtigungsfreie Arbeitsbedingungen vorfinden. · Standards sozialer Angemessenheit nach Arbeitsinhalt, Arbeitsaufgabe, Arbeitsumgebung sowie Entlohnung und Kooperation erfüllt sehen, sowie · Handlungsspielräume entfalten, Fähigkeiten erwerben und in Kooperation mit anderen ihre Persönlichkeit erhalten und entwickeln können. Ergonomie ist die Wissenschaft, mit der Regeln zur Beurteilung und Gestaltung menschlicher Arbeit entwickelt werden 1. Suche nach Erkenntnissen zur Beschreibung des Menschen und seines Verhaltens unter den jeweils gegebenen Arbeitsbedingungen 2. Entwicklung von Regeln zur Anwendung dieser Erkenntnisse für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen Abgrenzung zur Arbeitswissenschaft Arbeitswissenschaft beschäftigt sich darüber hinaus mit · Problemen der Betriebsorganisation (z.B. Gruppenarbeit), · den sozialen und gesellschaftlichen Aspekten menschlicher Arbeit (z.B. Zumutbarkeit und Zufriedenheit)
- 2. Ziele der Arbeitswissenschaft kennen Ökonomisch Kosten Gewinn Produktivität Ressourcenschonung Human Ausführbarkeit Erträglichkeit ZUmutbarkeit ZUfriedenheit/Spaß?
- 2. Betrachtungsebenen von Arbeitsprozessen erläutern können Man kann Arbeit/Arbeitsprozesse auf 7 verschiedenen Ebenen betrachten. Die höchste Superierungsebene (7) betrachtet die Arbeit auf gesamtgesellschaftlicher Ebene , die unterste (1) dagegen elementare physiologische Prozesse. Auf den drei untersten Ebenen erfolgt eine getrennte Betrachtung eines subjektnahen (d.h. an den Menschen gebundenen) und eines objektnahen (d.h. Arbeitsumgebung, -platz, -mittel, -gegenstand betreffenden) Bereichs. Buch: Die Arbeitswissenschaft wäre überfordert wenn sie alle genannten Ebenen umfassend bearbeiten wöllte. Am Erkenntnisgewinn sind daher viele arbeitsbezogene Wissenschaften beteiligt. In den höheren Ebenen sind dies vor allem die Wirtschaftswissenschaften und die Soziologie, in den mittleren Ebenen die Psychologie sowie die Pädagogik, während in den unteren Ebenen naturwissenschaftliche Disziplinen (Physik, Chemie, Biologie, Medizin) dominieren. Für all diese Disziplinen stellt die menschliche Arbeit sowie die mit ihr verbundenen Rahmenbedingungen und Grundlagen nur einen Gegenstand neben anderen dar, während die Arbeitswissenschaft sich gerade dadurch auszeichnet, dass sie menschliche Arbeit als zentralen Gegenstand unter verschiedenen Aspekten betrachtet.
- 2. 4 Aufgaben der Arbeitswissenschaft kennen und erläutern können Ab hier scheinbar keine Unterscheidung mehr zwischen Ergonomie & Arbeitswissenschaft. Analysieren Welche Arbeitsform liegt vor? Wie sieht das Arbeitssystem aus? Messen Welche Belastungen ergeben sich aus der Arbeitsaufgabe und der Arbeitsumgebung? Wie stark wird der Mensch durch diese Belastungen beansprucht? Wo ergeben sich Engpässe im Arbeitssystem? Beurteilen Sind die Kriterien der Ausführbarkeit und Erträglichkeiterfüllt (ergonomische Mindestforderung)? Ist die Arbeitstätigkeit darüber hinaus zumutbar und stellt den Mitarbeiter zufrieden? Gestalten Gestalten unter Berücksichtigung ergonomischer Gestaltungsregeln
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- 3. Grobanalyse mittels 8W Fragen durchführen können
- 3. Vorgehensweise einer Systemanayse beschreiben können System: Vorgehensweise einer Systemanalyse: Deinition des Systemziels (aus dem Arbeitsauftrag) Abgrenzung des zu analysierenden Systems (Abgrenzung beliebig, in erster Linie vom Zweck der Analyse abhängig) Abgrenzung der Elemente durch Blocks (je nach Fragestellung reale Einheit [z. Organ] oder funktionell bestimmtes Teilsystem [z.B. ZNS]) Beschreibung der Funktion der Elemente Festlegung wesentlicher Ein-und Ausgangsgrößen (um eine möglichst einfache Strukturdarstellung zu erhalten, muss geprüft werden welche Größen für das erreichen des Systemziels[1.] wesentlich sind) Frage nach Störgrößen und Festlegen ihrer Einwirkungsstellen (Störgrößen erschweren das Erreichen des Systemziels[z.B. Ermüdung]) Definition spezieller Randbedingungen (Die Eigenschaften der Element können bei gleicher Funktion von der Auswahl bestimmter Elemente abhängen [Alter, Geschlecht, Konstitutionstyp].
- 3. Unterschied 8 W Fragen und Systemanalyse Aus ZUsammenfassung: Die 8W-Fragen beschreiben nur in groben Zügen das betrachte System. Mit den 8W-Fragen wird noch nicht klar wie sich die einzelnen Systemkomponenten beeinflussen können.
- 3. Prinzipieller Aufbau von Arbeitssystemen S 34 Ein System ist eine Menge miteinander in Beziehung stehender Teile. Daraus ergeben sich folgende Grundeigenschaften des Systems: Die Betrachtung eines Objektbereichs verlangt eine Abgrenzung(Systemgrenzen); außerhalb des Systems befindet sich die Umgebung. Das System setzt sich aus Systemelementen zusammen, welche Träger verschiedener Eigenschaften sind. Die Systemelemente stehen miteinander und mit der Umgebung in Beziehung, was die Systemstruktur ergibt Darstellungsart eines Arbeitssystems
- 3. Einfaches Belastungs-Beanspruchungskonzept darstellen und erläutern können theoretischer Ansatz mit dem die menschbezogenen Phänomene eines Arbeitssystems in einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang gebracht werden können. Grundgedanke des Modells fußt auf einer Analogie zur technischen Mechanik Belastung die äußeren Merkmale der Arbeitssituation (z.B. Arbeitsaufgabe, physikalische, chemische organisatorische und soziale Umgebungsbedingungen, besondere Ausführungsbedingungen wie Zeitdruck etc.) verstanden, Beanspruchung die Reaktionen (körperlich-physiologisch, erlebens- und verhaltensmäßig) des arbeitenden Menschen auf diese Bedingungen subsumiert werden. Beanspruchung ist dabei nicht nur eine Funktion der Belastung sondern hängt auch ab von den persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten gleiche Belastung führt also bei unterschiedlichen Personen zu unterschiedlicher Beanspruchung