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Allgemeine Psychologie (Fach) / Allgemeine Psychologie - Emotion (Lektion)

Emotion

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  • mögliche Emotionsdefinitionen: Emotion ist (vor allem) ... etwas Affektives etwas Kognitives die Antwort auf einen Reiz etwas Physiologisches ein Ausdrucks- oder thematisch relevantes Verhalten etwas, das Verhalten/Handeln stört oder unterbricht etwas, das zu angepasstem Handeln führt etwas aus mehreren Komponeten Bestehendes etwas anderes als xy etwas ähnliches wie eine Motivation insgesamt als psychologisches Konzept unbrauchbar
  • Organische Subsysteme in Beziehung zu Funktionen und Komponenten von Emotionen Funktion Subsystem Komponenten ------------------------------------------------------------------------------------------------- Reizbewertung Informationsverarbei- Kognitive Komponente tungssystem Systemregulation Versorgungssystem Neurophysiologische  Handlungsvorbereit. Steuerungssystem motivationale Komp. Kommunikation von Aktionssystem Ausdruckskomponente Reaktion & Intervention Reflexion und Kontrolle Monitorsystem Gefühlskomponente
  • Welche Methoden verwendete Charles Darwin Anfang der 1870er Jahre zur Untersuchung von Emotionsausdrücken? Beobachtung von Kindern Beobachtung von Geisteskranken Beurteilung von Emotionsausdrücken Beurteilung von Gemälden und Statuen Fragebogen für Missionare Beobachtung von Tieren 
  • Was sind die zentralen Ergebnisse Darwins (Emotionsausdrücke)?   Emotionen/Emotionsausdrücke sind vorrangig ererbt/angeboren 3 Prinzipien, mit denen sich die Entstehung von Emotionen erklären lassen: Prinzip zweckmäßig assoziierter Gewohnheiten (ursprünglich zweckmäßiges Verhalten, beibehalten und später gewohnheitsmäßig/automatisch ohne Nutzen ausgeführt + vererbt, z.B. Treteln bei Katzen) Prinzip des Gegensatzes (Ausdrücke, die anders aussehen als die entgegengesetzte Emotion) Prinzip der direkten Tätigkeit des Nervensystems  
  • Welche Fragestellung verfolgte Darwin in "Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren"? In „Ausdruck“ untersuchte Darwin u. a., ob die Art und Weise, wie die Aktivität der Gesichtsmuskeln des Menschen (Mimik) – seine Emotionen sichtbar macht, durch Lernen erworben oder – unabhängig vom Kulturkreis des Einzelnen – gleichförmig und daher vermutlich angeboren sei. Auch wies er auf zahlreiche Parallelen beim Ausdrucksverhalten von Mensch und Tier hin und deutete diese Übereinstimmungen als Stütze für seine Theorie einer Abstammung des Menschen und der Tiere von gemeinsamen Vorfahren.
  • Wie lautet die Theorie von William James? Die psychische Affektion ist Ausdruck einer körperlichen Veränderung (und nicht, wie gemeinhin angenommen, umgekehrt). Emotion entsteht erst dann, wenn das Individuum eine körperliche Veränderung oder Empfindung an sich wahrnimmt. Die bloße Wahrnehmung führt bereits zu einer Emotion (ohne vermittelnde kognitive Prozesse).  "wir sind traurig, weil wir weinen, zornig, weil wir zuschlagen, erschrocken, weil wir zittern...) revidierte Fassung der Theorie von James: Idee des lebenswichtigsten Elementes einer Situation (Bär im Wald) ---> emotionsspezifische viszerale Reationen (Adrenalin, Herzfrequenz) ---> Empfindung dieser Veränderungen (= Emotion) (Angst)
  • Nenne die drei zentralen Hypothesen von Schachter und Singer (1960er Jahre)   Falls jemand für einen Zustand physiologischer Erregung keine unmittelbare Erklärung hat, wird er sie im Rahmen der Kognitionen (oder Bewertungen) beschreiben, die ihm zur Verfügung stehen (situative Erklärungsangebote) Falls es für einen Zustand physiologischer Erregung eine naheliegende Erklärung gibt, wird keine (alternative) Erklärung gesucht. (In umgekehrter "Betrachtungsrichtung":) Bei ansonsten vergleichbaren Kognitionen (oder Bewertungen) wird jemand nur insoweit emotional reagieren, als er auch physiologische Erregung erfährt. ==> welches Gefühl wir wahrnehmen, hängt von kognitiven Bewertungen ab, auch wenn wir diese selbst oft nicht wahrnehmen (Unterschied zu James/Lange)  
  • Mit welchen Argumenten hat Walter Cannon 1927 James´ Theorie widerlegt? die vollständige Trennung der Viszera vom ZNS führt zu keiner Veränderung im emotionalen Verhalten dieselbst viszeralen Veränderungen treten bei sehr verschiedenen emotionalen und nichtemotionalen Zuständen auf die Eingeweide weisen relativ unempfindliche Strukturen auf  Vizerale Veränderungen sind zu langsam, um als Ursache des Gefühlslebens in Frage zu kommen die künstliche Herbeiführung der für starke Emotionen typischen viszeralen Veränderungen führen nicht zum Auftreten dieser Emotionen
  • Was besagt Schachter/Singers Zwei-Komponenten-Modell der Emotionsentstehung? Zur Wahrnehmung der körperlichen Veränderung/physiologischen Erregung muss noch eine entsprechende kognitive Interpretation unter Zuhilfenahme der Situationsumstände hinzukommen, damit eine Emotion bestimmter Qualität entstehen kann.  Die körperlichen Veränderungen bestimmen die Intensität der Emotion, die kognitve Interpretation die Qualität der Emotion. (kognitivistische Reformulierung & Anreicherung von James)
  • Zu welchem Ergebnis kamen Schachtet/Singers mit ihrem Experiment? 2 Gruppen:   (1) Placebo-Injektion    (2) Adrenalininjektion (2) a.) richtig informiert b.) falsch informiert c.) gar nicht informiert, ergänzend unterschiedliche soziale Hinweise Ergebnis:  die Probanden, die keine Erklärung für ihre veränderten Körperempfindungen hatten, fühlten sich je nach Versuchansordnung entweder fröhlich oder wütend die informierten Probanden und die Kontrollgruppe zeigten keine Beeinflussung durch den Helfer ==> Modell durch Ergebnis bestätigt, aber umstrittene Beweiskraft der Studie
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