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Finanzmanagement (Fach) / Unternehmensanalyse (Lektion)

Kapitel 2)

Diese Lektion wurde von Kastro91 erstellt.

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  • Liquidität: Definition und Messung Aufgabe 1) Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seineZahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt erfüllen zu können (Bar-)Liquidität 1. Grades (in Prozent)Formel: ____Liquide Mittel · 100____Kurzfristige Verbindlichkeiten Liquidität 2. Grades (Quick Ratio): __Zahlungsmitttel_+_kurzfristige Forderungen__            Kurzfristige Verbindlichkeiten Liquidität 3. Grades (Current Ratio): __Zahlungsmittel_+_kurzfristige Forderungen_+_Vorräte                       Kurzfristige Verbindichkeiten Working Capital: Nettoumlaufsvermögen: Zahlungsmittel + kurzfr. Forderungen + Vorräte  —  kurzfristige Verbindlichkeiten      
  • Verschuldungs- und Eigenfinanzierungsgrad Aufgabe 4b) Der Verschuldungsgrad bezeichnet das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, ausgedrückt in %. Als Formel: Statischer Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote (auch Eigenfinanzierungsgrad) zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.  Je höher die Eigenkapitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Als Formel: EIgenkapital/ Gesamtkapital • 100 Anmerkung: vereinfacht: Gesamtkapital = Bilanzsummebereinigt:  Gesamtkapital = Fremdkapital + EigenkapitalFremdkapital = Rückstellungen + Verbindlichkeiten + Hälfte des Sonderpostens mit RücklageanteilEigenkapital = Gezeichnetes Kapital - ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital + Gewinnrücklage + Kapitalrücklage + Hälfte des Sonderpostens mit Rücklageanteil
  • Eigenkapital, Fremdkapital- und Gesamtkapitalrentabilität Aufgabe 4 c) Die Eigenkapitalrentabilität bzw. Eigenkapitalrendite als eine Form der Kapitalrentabilität bezeichnet die – sich i.d.R. von Jahr zu Jahr verändernde – "Verzinsung" des eingesetzten Eigenkapitals, ausgedrückt in %. Die Eigenkapitalrentabilität berechnet sich mit der Formel: Gewinn / Eigenkapital. Eine Eigenkapitalrentabilität von 10 % besagt z.B., dass ein Unternehmen auf ein eingesetztes Eigenkapital von 1 Mio. € einen Gewinn von 100.000 € erzielt. Die Gesamtkapitalrentabilität bzw. Gesamtkapitalrendite als eine Form der Kapitalrentabilität gibt die "Verzinsung" des gesamten in einem Unternehmen eingesetzten Kapitals, das sich aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammensetzt, an. Formel: Gesamtkapitalrendite = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital Gewinn: Jahresüberschuss nach Steuern Fremdkapitalzinsen : Die zuvor in der GuV bei der Gewinnermittlung abgezogenen Fremdkapitalzinsen werden hier wieder hinzu addiert Die Fremdkapitalrentabilität bzw. Fremdkapitalrendite bezeichnet die "Verzinsung" des eingesetzten Fremdkapitals, ausgedrückt in %. Die Fremdkapitalrentabilität berechnet sich mit der Formel: Fremdkapitalzinsen / Fremdkapital.  
  • Cashflow Aufgabe 2) Interpretation des Cash Flow: Ein positiver Cash Flow kann verwendet werden zur(1) Innenfinanzierung → Der Cash Flow ist ein Maß der Liquidität / Finanzkraft(2) Schuldentilgung → Der Cash Flow repräsentiert die Entschuldungskraft(3) Gewinnausschüttung → Der Cash Flow ist ein Erfolgsindikator Ermittlung des Cashflow Hierzu ein Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat 100.000 € Umsätze erzielt, 60.000 € Gehälter gezahlt, 20.000 € für Abschreibungen verbucht und eine Rückstellung von 10.000 € gebildet. Direkte Methode: Cashflow = Einzahlungen - Auszahlungen Zieht man von den Einzahlungen (100.000 Euro Umsatz) die Auszahlungen (60.000 Euro Gehälter) ab, erhält man den Mittelzufluss (Cashflow): 40.000 Euro. Ein einfaches Beispiel der direkten Methode könnte auch so aussehen: Indirekte Methode: Jahresüberschuss+ zahlungsunwirksame Aufwendungen− zahlungsunwirksame Erträge Der Gewinn beträgt 10.000 €. Zum Gewinn (10.000 €) werden die Abschreibungen (20.000 €) sowie die Rückstellungen (10.000 €) hinzugerechnet. Das Ergebnis ist – wie bei der direkten Methode – ein Cash Flow von 40.000 €. Ein einfaches Beispiel der indirekten Methode könnte auch so aussehen:  
  • EBIT (EBIT =Earnings Before Interest and Taxes)  Jahresüberschuss + Steuern - Finanzergebnis = EBIT Das EBIT ist eine Gewinnkennzahl. Es ist der Jahresüberschuss vor Steuern, vor Zinsaufwendungen und vor dem außerordentliches Ergebnis.  Die Ertragskennzahl EBIT ähnelt dem in Deutschland üblichen Begriff des Betriebsergebnisses und wird vor allem verwendet, um die operative Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu können. Dazu wird bei Verwendung des EBIT eine unterschiedliche Finanzierungsstruktur von Unternehmen in der Ergebnisbetrachtung ausgeschlossen.
  • EBITDA Durch EBITDA Earnings before interests, taxes, depreciation and amortisation (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände) wird das Betriebsergebnis ohne Verzerrungen dargestellt. EBITDA = Jahresüberschuss +/- außerordentliches Ergebnis + Minderheiten + Steueraufwand - Steuererträge +/- Finanzergebnis + Abschreibungen auf das Anlagevermögen - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen    
  • Wendet man die indirekte Methode zur Berechnung des CashFlow an, so können 3 „Unterformen“ des CF's berechnet werden Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der CF aus der Investitionstätigkeit und der CF aus der Finanzierungstätigkeit.
  • Rating Ein Rating ist eine Aussage über die zukünftige Fähigkeit eines Unternehmens zur vollständigen und termingerechten Rückzahlung (Zinsen und Tilgung) seiner Verbindlichkeiten. ---> "Cashflow, Cashflow, Cashflow"
  • Messung der absoluten Liquidität Addition der Vermögensgegenstände der Bilanz, die als Zahlungsmittel verwendet werden oder in solche umgewandelt (liquiditiert) werden können Geldnähe (Liquidierbarkeit) ermöglicht die Definition diverser Liquiditätsgrade Liquidität zeigt sich auf der Aktivseite der Bilanz (Vermögen) und nicht in Rücklagen oder Rückstellungen Veräußerung von "geldfernen" Aktiva (z. B. Sachanlagen) kann Liquiditätsprobleme andeuten - Begründung für die Veräußerung ist wichtig!
  • Der Cashflow als wichtigste Größe/Kennzahl in der Finanzwirtschaft Der Cashflow (engl. für Geldfluss, Kassenzufluss) ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Die Messgröße ermöglicht eine Beurteilung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens Sie zeigt uns, inwiefern ein Unternehmen im Rahmen des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel für die Substanzerhaltung des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und für Erweiterungsinvestitionen selbst erwirtschaften kann. Die Kennzahl Cashflow gilt als ein wichtiger Indikator der Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Ein positiver Cashflow versetzt ein Unternehmen in die Lage, aus den Umsatzprozessen heraus Kredite ordnungsgemäß tilgen zu können.
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  • NOPAT netto operating profit after taxes Geschäftsergebnis nach Steuern: EBIT - zu zahlende Steuern = NOPAT
  • EVA engl. economic value added Geschäftswertbetrag = Kapitalerlöse - Kapitalkosten   NOPAT = net operating profit after taxes (operativer Gewinn nach Steuern) WACC = weighted average cost of capital (gewichteter Mittelwert von Fremd- und Eigenkapitalkosten) NOA = net operating assets (investiertes Kapital bzw. betriebsnotwendige Vermögensgegenstände)
  • ROI engl. return on investment Gewinn der Investition Gewinnanteil / Kapitaleinsatz = ROI
  • Goldene Finanzierungsregel (Langfristiges Vermögen/Langfristiges Kapital) <= 1 Das langfristige Vermögen (Zähler der Formel) ist das Anlagevermögen, das langfristige Kapital (Nenner der Formel) setzt sich aus dem Eigenkapital und dem langfristigen Fremdkapital (z.B. Anleihen, Bankdarlehen, Pensionsrückstellungen) zusammen. (Kurzfristiges Vermögen/Kurzfristiges Kapital) >= 1 Das kurzfristige Vermögen (Zähler der Formel) umfasst das Umlaufvermögen, das kurzfristige Kapital (Nenner der Formel) umfasst v.a. Lieferverbindlichkeiten (offene Lieferantenrechnungen), sonstige Verbindlichkeiten (z.B. aus Umsatzsteuer) und kurzfristig fällige Bankdarlehen.
  • Goldene Bilanzsregel Langfristig gebundenes Vermögen ist langfristig zu finanzieren Anlagevermögen / langfristiges Kapital ≤ 1 Umlaufvermögen / kurzfristiges Kapital ≥ 1 Goldene Bilanzregel I (Deckungsgrad 1) Die Formel für den Deckungsgrad 1 (Anlagendeckung 1) lautet: Deckungsgrad 1 = Eigenkapital / Anlagevermögen >= 1 Goldene Bilanzregel II (Deckungsgrad 2) Die Formel für den Deckungsgrad 2 (Anlagendeckung 2) lautet: Deckungsgrad 2 = (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen >= 1
  • Kennzahlen zum Working Capital Days Sales Outstanding (DSO) DSO = (Forderungen aus L. + L. × 360 Tage) / Umsatz Days Payables Outstanding (DPO) DPO = (Verbindlichkeiten aus L. + L. × 360 Tage)/Umsatz