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Mediensysteme (Fach) / Mediensysteme (Lektion)
- Definieren Sie den Begriff „Medien“ und diskutieren Sie die unterschiedlichen Bedeutungsmuster. Medien ist ein Sammelbegriff für audiovisuelle Mittel und Verfahren zu Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten etc. Medien sind Organisationen/Institutionen welche verschiedene Kommunikationskanäle regeln und kontrollieren. Massenmedien sind Presse (Zeitung, Zeitschriften), Rundfunk (Hörfunk, Fernsehen), Internet Sie sind: öffentlich, einseitig, indirekt, an disperses Publikum gerichtet (Individuen die sich nicht kennen & räumlich getrennt sind) Individualmedien sind technische Mittel zur zweiseitigen Kommunikation zwischen Personen oder kleinen Gruppen, ohne räumliche und zeitliche Anwesenheit der Kommunikationspartner. Es gibt verschiedene Arten von Medien, die Massenmedien
- Mediensysteme sind komplexe Gebilde. Erörtern Sie die möglichen Kriterien zur Systematik und Klassifikation (Vorgehensweise zur Abgrenzung und Ordnung) von Mediensystemen. Abgrenzung der Medien nach Technikeinsatz Primärmedien (ohne Einsatz von Technik) Sekundärmedien (Technikeinsatz bei der Produktion) Tertiärmedien (Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption) Quartärmedien (Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption + digitale Medien) Systematik der Mediensysteme (Sektoren der Mediensysteme) Presse Rundfunk Buch Film Musik/ Tonträger Nachrichtenagenturen Werbemedien Internet
- Durch das Internet und den hohen Grad an Mobilität verändert sich der Medienbegriff. Schlagwörter wie Individualisierung und Globalisierung bestimmen neuere Definitionsansätze. Sind Medien noch „Massenmedien“ im klassischen Sinne? Wie müsste au Klassische Massenmedien gehen vom Sender zum Empfänger, bei Social Media und Web 2.0 ist das nicht mehr der Fall. Die Masse wird über Blogs, Wikis oder ähnlichem noch immer erreicht, ist jedoch nicht mehr einseitig, sondern "user generated content" und entspricht somit nicht mehr dem klassischen Sinn der Massenmedien. Definition: Medie ist ein Sammelbegriff für Audiovisuelle Mittel und Verfahren, zur Verbreitung und Erstellung von Informationen.
- Erläutern Sie aufgrund der Funktionen von Medien die Notwendigkeit von Medienpolitik. Medienpolitik ist notwendig um allgemeine Regeln festzulegen. Die Medienpolitik legt fest was für alle frei zur Verfügung stehen muss und wie die Medienorganisation zu funktionieren hat. Hauptsächlich bezieht sich die Medienpolitik dabei auf politische Kommunikation (Information und Meinungsbildung). Angestrebte Medienordnung der Medienpolitik: - Jugendschutz - Informationsvielfalt und Meinungsvielfalt - verhinder einseitiger Marktmacht (Medienkonzentration) - Kontrolle von Informationen (durch Lobby, Kapitaleigentümer) - keine Falschinformationen zulassen - transparenz erhalten Weiter Notitzen: Ethik, Moral
- Anhand welcher Kriterien lässt sich der Einfluss von medienpolitischen Aktivitäten bewerten? Rechtssicherheit (Urheberreicht) Steuern Internetzugang für alle Zulassung Fernsehen regulierung Netz
- Erörtern Sie die aus Ihrer Sicht wichtigsten medienpolitischen Institutionen und Gesetze. Institutionen: Landesmedienanstalt (LFK Landesanstalt für Kommunikation) : Aufgaben: Lizenzvergabe, Rangfolge für Kabelbelegung Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK): Landesmedienanstalten (ALM, DLM, KEK, KEF, KJM) Gesetze: Mediengrundrecht (Art. 5 GG) Telemediengesetz (TMG): Bezieht sich wie Rundfunkstaatsvertrag auf Massenmedien. Gilt für alle Informations- und Kommunikationsdienste die nicht Telekommunikation oder Rundfunk sind. Telemedien sind: Teleshopping, Videotext, Internet Angebote (Webshop, Suchmaschinen, Ebay), Keine Telemedien sind: Live Streaming, Webcasting(gestreamter TV), Internettelefonie (Skype) Rundfunksstaatsvertrag (RStV) Weitere Staatsverträge Landesgesetze
- Diskutieren Sie das Zusammenspiel von europäischen und nationalen medienpolitischen Handlungen. Welche Probleme gibt es aus Ihrer Sicht konkret zu lösen? Die EU gibt Verordnungen und Richtlinien vor, diese gelten für die nationale Medienpolitik und müssen umgesetzt werden. Die nationale Politik hat somit keinen direkten Einfluss auf die von der EU festgelegten Rechte. Da alle Entscheidungen die von der EU getroffen werden wahrgenommen werden müsse, kann es erhebliche Probleme geben. Die vorgegebenen Rechte sind nicht unbedingt mit alle EU Mitglieder abgestimmt und kann somit unerwünschte Einschränkungen ergeben. Somit müsste es eine sehr gute Kommunikation zwischen allen EU Mitglieder geben, es wird aber sicherlich nicht immer für alle Mitglieder befriedigend sein. EU gibt Verordnung vor. Diese Verordnung ist für die angehörigen Länder Verbindlich und müssen umgesetzt werden. EU Richtlinien sind verbindliche Ziele und keine konkreten Rechte. Es wird nicht von EU vorgeschrieben wie diese Richtlinien umgesetzt werden, sie müssen nur irgendwie umgesetzt werden. Z.B Lebensmittelkennezeichung kann über Ampelsystem oder beliebig andere weiße umgesetzt werden. Wichtig ist nur, dass es umgesetzt wird.
- Diskutieren Sie die wichtigsten Gründe für staatliche Medienregulierung. Jugenschutz, was gehört nicht in TV (Gewalt, Sex etc), Meinungsvielfalt, Grundversorgung durch dualen Rundfunk, Zugangsfreiheit → Bürger brauchen freie Meinungsbildung, da sonst keine Demokratie möglich ist Informationsfreiheit Ökonomische Gründe: Marktversagen – wenn werbefinanzierter Rundfunk keine Werbung schalten dürfte gibt’s Marktversagen Gesellschaftliche Gründe: Inhalte und Meinungsvielfalt Technische Gründe: durch Frequenzknappheit, diese relativiert sich aber druch dig. Rundfunk der die Übertragungskapazität erhöht. Ressourcenallokation: (Verteilung knapper Ressourcen) in Bezug auf Medienregulierng: Frequenzverteilung/LMA Lizenzen
- Erklären Sie, warum Medienkonzentration ein Problem ist und ob dies ein berechtigter Grund für staatliche Regulierung ist. Ein breites Spektrum soll vorhanden sein. Meinungsvielfalt, unterschiedliche Meinungsspektrum. Medienstruktur besteht aus großen, mittelständische, und kleinen Unternehmen, das soll erhalten werden. Berechtigte staatl. Regulierung z.b. Kartellverbot (keine Preisabsprachen, Wettbewerbsverbote, Marktaufteilung), Fusionskontrolle (Verhinderung der Fusion zw. Pro7Sat1 Media AG und Axel SpringerVerlag im Jahr 2006) Meinungsmachtkontrolle durch KEK – Verhinderung von Monopolstellung.
- Erörtern Sie anhand eines selbst gewählten Medienunternehmens die Konzentrationsproblematik sowie die möglichen Handlungsoptionen. Beispiel Pro7Sat1. Es wird versucht einen Großteil des Markts abzudecken, dadurch wird dich Meinungsvielfalt eingeschränkt. Pro7Sat1 hat viele verschiedene Sender (Pro7, Sat1, N24, Kabel1, Teleshopping) dadurch werden viele Segmente abgedeckt. Marktanteil ist sehr hoch (über 20%). Bei höheren Maktanteilen bzw. Umsatz verhindert die KEK eine Fusionierung. Fusionierung wird durch KEK verhindert wenn 500 Mio Euro International Umsatz generiert wird, oder ein Unternehmen national 25 Mio Umsatz hat.
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